Sarcoptes-Räude ~> Ich brauche Rat und/oder Hilfe!

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    Hallo,


    ich wurde heute gefragt, ob ich etwas über diese Krankheit weiß. Folgende Infos habe ich erhalten:


    Die Hündin hat inzwischen drei Spritzenbehandlungen und drei Behandlungen mit einem Spot-on-Präparat hinter sich und es ist keine Besserung in Sicht. Sie quält sich mit ständigem Juckreiz und beisst sich das Fell an den Beinen aus. Damit ist sie natürlich ständig müde und frisst immer noch nicht richtig.


    Imovec heißt das Mittel, das der Hündin gespritzt wurde, dazu ein juckreizlinderndes Mittel (ich denke Cortison) und ein Antibiotika (wegen einer Blasenentzündung). Nach der zweiten Spritze war die Äußerung des Tierarztes: "Normalerweise sind nur zwei Spritzen notwenig.". Nach der dritten Spritze war er total irritiert, dass sich noch immer nichts getan hat und verordnete Pro Meris Duo. Eine ganz schrecklich stinkende Chemiekeule. Auch das hat leider seine Wirkung verfehlt.


    Die Hundehalterin ließ sich dann vom Tierarzt Advocate geben, obwohl dieser das nicht verordnen wollte. Dieses Mittel wurde nun vor zwei Tagen aufgetragen.


    Meine Frage ist nun: Wer kennt sich mit dieser Krankheit aus und weiß vielleicht das eine oder andere Mittel, das der Hündin Heilung bringt. Eventuell könnte man sie ja täglich mit einem Shampoo abduschen, dass den Juckreiz lindert? Was könnte sonst helfen?


    Ach ja, die Kleine ist nun 7 Monate alt.


    Oder kennt jemand einen Tierarzt im PLZ-Gebiet 92xxx, der sich mit dieser Krankheit auskennt?


    Viele Grüße


    Doris

  • Wir hatten für unsere Hunde auch Advocate. Hat prima gewirkt. Allerdings hat die Tierärztin uns gleich darauf hingewiesen, daß nach 2-3 Tagen eine Erstverschlechterung des Juckreizes auftritt (wegen der abgestorbenen Milben in der Haut).


    War auch so, nach 4 Tagen ließ der Juckreiz nach.


    LG
    Angie

  • hallo doris,


    die halterin sollte unbedingt mit dem hund zu einem arzt gehen, der sich damit auskennt. mal dies und mal jenes ausprobieren, schwächt das tier nur, bringt aber keine heilung.


    meine ehemalige hündin hatte sarcoptes. ihr wurde auch ivomec im wechsel mit einer aufbauspritze, um das immunsystem zu stärken, gespritzt. das ganze ging mehrere monate! sie bekam 12 spritzen ivomec!


    danach war sie nie wieder betroffen.


    ich wünsche gute besserung für den armen hund.


    gruß marion

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  • Soweit ich weiß, dauert die Behandlung von Sarcoptes-Milben mitunter recht lange.
    Die Behandlungen müssen mehrere Male wiederholt werden, damit alle Milben-Generationen abgetötet werden.
    Eventuell muss auch die Umgebung behandelt werden!


    Ist es denn sicher, dass es überhaupt Sarcoptes-Milben sind? Die Diagnose ist nämlich recht schwierig.
    Ich würde daher auf jeden Fall einen Spezialisten zu Rate ziehen. Der nächste Dermatologe, den ich kenne, ist leider in München.


    LG, Caro

    ... sonst ist's kein Huhn.

  • Hallo,


    ich danke Euch!


    Mal sehen, ich werde nachher mit der Hundehalterin telefonieren, denn derzeit weiß ich noch nicht, ob sie schon bei einem Dermatologen war.


    Und dann werde ich ihr all die Infos von Euch weitergeben, damit es der Kleinen bald besser geht.


    Kann man eigentlich irgendwie vorbeugen, dass ein Hund gar nicht an diesen Milben erkrankt? Denn so wie ich gelesen habe, kann sich ein Hund in Wald und Flur ja quasi ganz leicht anstecken und auch von Hund zu Hund ist die Übertragung möglich :-/


    Liebe Grüße


    Doris

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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    Bär nagst seither nicht mehr an den Pfoten. Im moment waschen wir 1x wöchentlich.

  • Hallo,


    mein damaliger Rüde hatte Sarcoptesräude. Wir haben fast 1 1/2 Jahre und drei Tierärzte gebraucht, um die Viecher los zu werden.....wichtig ist die richtige Anwendung der entsprechenden Mittel.


    Steht denn überhaupt fest, dass Sarcoptesräude vorliegt? Diagnose ist in den meisten Fällen durch ein Blutbild machbar.
    Dann ist es ganz wichtig, dass der Hund KEIN Cortison bekommt, weil das bei Milbenbefall absolut kontraproduktiv ist. Das Cortison schwächt das Immunsystem zusätzlich und die Milben haben dann richtig "Spaß". Also Finger weg von dem Zeugs.


    Eine Vorbeugung im Sinne einer Impfung gibt es nicht. Die Milben leben i.d.R. immer auf dem Hund. Ist das Immunsystem intakt, kommt er wunderbar damit klar und zeigt keine Symptome. Ist das Immunsystem geschwächt, vermehren sich die Milben schlagartig und die Behandlung dauert oftmals über mehrere Monate, da alle Generationen der Milben abgetötet werden müssen.
    Ivomec, Advocate und wie sie alle heißen zerstören nämlich nur die Milben, nicht jedoch die Eier, die von den Milben in die Haarwurzelkanäle gelegt werden. Deshalb sollte eine Anwendung eines Milbenmittels in einem Abstand von ca. 10 Tagen erfolgen, um im Zyklus der Milben die Generationen abzutöten. Unser Rüde hat im Abstrand von 10 bis 14 Tagen insgesamt 10 Spritzen Ivomec bekommen. Bei den letzten beiden haben wir den Abstand etwas verlängert.


    Ist denn der Hund der einzige in dem Haushalt? Sarcoptes ist hochgradig ansteckend und oftmals ist es sinnvoll einen anderen im Haushalt lebenden Hund auch zu behandeln. So war´s auch bei uns. Unsere Hündin hat unseren Rüden immer wieder angesteckt, obwohl sie keine Anzeichen von Räude zeigte. Erst nachdem beide Hunde behandelt wurden, haben wir das auch bei unserem Rüden hinbekommen.


    Wichtig ist die Stärkung des Immunsystems. Entweder durch Gemüse/Obst oder entsprechende Aufbaupräparate.
    Stress ist zu vermeiden, da Stress das Immunsystem schwächt.


    Decken, Spielzeuge von dem Hund, sowie die Umgebung in der er sich aufhält sollten regelmäßig gereinigt werden, da die Milben auch dort überleben können.
    Insbesondere ausgefallenes Fell kann ansteckend sein. Also bitte sofort entfernen, wenn irgendwo Fell von dem erkrankten Hund liegt.


    Der Titer für Sarcoptes kann wie gesagt über ein Blutbild bestimmt werden. Der Titer bleibt nach einer erfolgreichen Behandlung ca. 6 Monate positiv. Wichtig bei dem Blutbild ist, das eine Aussage zum Titer nicht nur positiv oder negativ lautet, sondern eine Aussage über den Wert hergibt. Man sagt nämlich eigentlich, dass ein Wert unter dem Referenzwert (ich kenne den leider nicht mehr) keine Sarcoptesräude bedeutet. Das muss aber bei dem einzelnen Hund nicht so sein! Selbst wenn der Titer unter dem Referenzwert liegt, kann das für den Hund trotzdem bedeuten, dass die Räude vorliegt und eine Behandlung sollte dann auch durchgeführt werden.


    So, habe ich noch was vergessen? Ich glaube nein.


    Viel Erfolg bei der Behandlung der Fellnase.


    Grüße aus HH
    Silke

  • der thread ist zwar schon älter, wollte halt keinen neuen aufmachen.
    kennt ihr das mittel demdex-räude?
    jacky hat nach einer beißerei räude bekommen und die ärzte haben demodex verschrieben.
    habe das mit dem anstecken nicht verstanden....
    der tierarzt hat gesagt, das jeder hund räudemilben hat.
    sie werden durch eine immunschwäche zur krankheit.
    also warum schreibt ihr von neuansteckung?
    ich soll für die hat lachölkapseln geben.

  • Ich hole hier den Uralt thread nochmal hoch, irgendwie haben es unsere zwei Hunde nämlich geschafft , sich Sarcoptes einzufangen.


    Am blödesten, dass die Viecher sich bei mir auch wohlfühlen und es juckt.


    Beide Hunde wurden am letzten Mittwoch mit Stronghold behandelt. Bei Hund1 alles kein Problem, hat von Anfang an keine Symptome gezeigt. Bei Hund2 wird es aber immer schlimmer. Sie kratzt sich immer schlimmer, vorallen an den Beinen und der Brust, im Gesicht habe ich heute eine kleine Haarlose Stelle entdeckt.


    Weder will unser TA Ivomac spritzen, noch rät er zu einem kürzeren Behandlungsintervall als den angegebenen 4 Wochen.


    Wir haben Alles auf 60 Grad gewachsen, mit dem Hunde oder wir in Kontakt waren, saugen und wischen täglich, Hundebetten wurden in Kissenbezüge gestopft, die ich alle 3 Tage auf 90 Grad wasche. Die Hunde haben Schlafzimmer und Sofa verbot und trotzdem juckt es mich.


    Ich habe jetzt auch noch ein umgebungsspray bestellt.


    Hat jemand Erfahrung zu einen kürzeren behandlungsintervall? Es gäbe auch die Möglichkeit bei der tatsächlichen befallenen Hündin Simparica als nächste Behandlung zu nutzen, ich weiß nicht, was effektiver ist.


    Falls ihr Ideen habt, ich freue mich über jeden Input. Wir haben Kinder und außer meinem Mann kratzen sich hier alle ?

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