Paula wird blind
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Hallo zusammen.
Paula hat seit Montag eine Bindehautenzündung.
Heute zum Arzt, das ist nicht nur eine Bindehautenzündung, sieht sie Nachts nicht so viel, sagte die TA . Die TA macht Tropfen in die Augen um besser reinsehen zukönnen und sagt dann, das Paula eine Progressive Retinal Atrophy(Netzhautdegenation) hat ,
das unsere kleine in den nächsten Jahren ganz Blind wird :wuah: .
Das das Erblichbedingt ist und das man nichts dagegen machen kann.
Ich kann zu Zeit keinen richtigen Gedanken fassen.Hat jemand ihr im Forum einen Blinden Hund, wie ist da so der Tag,wo muß man drauf achten...?

gruß Michi
- Vor einem Moment
- Neu
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Hallo Michi,
das tut mir leid für euch.
Ich selbst hab keinen blinden Hund, aber meine Schwester.
Wir haben damals auf diesen Seiten gestöbert, wenn es dir was hilft:
http://www.behinderte-hunde.de/
Liebe Grüße und alles Gute für euch
Sabine mit Puschkin -
Liebe Michi,
das ist natürlich eine traurige Nachricht.
Unserer Hund ist selber nicht blind, aber der Hund meiner Mutter ist mehr oder weniger von einem auf den anderen Tag erblindet. Grund ist eine beidseitigen Netzhautablösung gewesen - Ursache bisher nicht bekannt, da eine erbliche Veranlagung bei dieser Rasse (Papillon) nicht bekannt ist.
Tja, da meine Mutter damals im Urlaub war, hab ich mich die ersten 2 Wochen um sie gekümmert. Da war natürlich nicht schön, denn die ersten Tage wollte sie gar nicht laufen und konnte sich nur sehr schwer orientieren.
ABER: bereits nach kurzer Zeit ging das wieder problemlos - so gut, dass die Leute sogar dachten, die könne wieder sehen. In der Wohnung ist sie absolut sicher, tobt er herum, findet jedes Spielzeug, springt auf die Couch und ist richtig lebensfroh.
Natürlich sollte man schon aufpassen, wo man was liegen lässt, da sie sonst im Eifer des Gefechts davor läuft. Hab das Gefühl, dass sich nebem den Gehör & Geruch auch gut mit ihren Barthaaren orientiert.
Draußen ist sie auch ein Wirbelwind und geht super selbstbewusst an der Leine. Selbst Bällchen spielen ohne Leine ist überhaupt kein Problem.
Man muss eben nur gut aufpassen, dass sie nirgendwo vorläuft - also sie immer im Blick haben.Sie hat auch dadurch neue Kommandos gelernt:
"Vorsicht" - langsam gehen, "Stufe", "rechts", Links" u.sw.Das klappt ganz gut und als Halter gewöhnt man sich sehr schnell daran.
Hilfreich ist, wenn sie einen Blindenhalstuch trägt (kann man im Internet bestellen), andere Leute halten nämlich einen auch schnell für verrückt, wenn man so viel mit dem Hund spricht.
Wie gesagt, viele merken ihr das gar nicht an, und es sind schon viele lustige Situationen so entstanden.
Dadurch dass sie einen Blindenhalstuch trägt, aber eben problemlos ihrem Bällchen nachjagt, denken viele, meine Mutter sei blind und der Hund sei ihr Blindenhund (als Papillon ja auch sehr sinnig
) - dass ist z.B. ein Grund warum meine Mutter im Sommer bei dem Spaziergang keine Sonnenbrille mehr trägt 
Also, was ist damit sagen will, blinder Hund klingt erstmal schlimm, aber die Hunde können das super kompensieren und die kleine Maus meiner Mutter ist richtig lebensfroh.
Hier mal ein Bild von der Kleinen:
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Hallo Michi,
...unser Mischling Dino hatte die gleiche Erkrankung, wie Eure Paula.
Dino war ein Pudel/Schnauzer-Mix und hat diese Erbkrankheit höchst-
wahrscheinlich von der Pudelseite geerbt.Wir bemerkten es, als er begann in unbekannter Umgebung gegen
Gegenstände zu laufen.
Damals war er knapp vier Jahre alt.
Im Alter von fünf Jahren, war er dann blind.Das war für uns natürlich auch ein Schock und wir konnten es uns nicht
vorstellen, dass der Hund -und wir- damit klarkommen.Aber der olle Dino kam ganz gut zurecht.
Da der Prozess schleichend ist, hat man Zeit sich auf die Erblindung vor-
zubereiten und mit dem Hund Befehle zu trainieren, auf die er später
angewiesen sein wird.
Ganz wichtig ist das 'Halt!' zu trainieren.
Wenn der Hund im vollen Galopp auf einen Baum zuflitzt, sollte der Befehl
nicht ignoriert werden.
Man lernt einfach, für den Hund das Auge zu sein, vorauszuschauen und
ihn zu lenken.
Und man lernt Ordnung.
In der Wohnung wird nichts im Wege stehen. Ein voller Putzeimer zum
Beispiel. Liegt der erstmal um, ärgert das nicht nur den Hund, der da-
gegengelaufen ist, sondern auch den HH, der aufputzen darf.Mit ausreichendem Trainig, wird dem Hund sogar ein kontrollierter Freilauf
möglich sein.
Für sehr sinnvoll halte ich auch Vibrationshalsbänder. Hätte ich die seiner-
zeit schon gekannt, hätte ich sicherlich Dino damit ausgestattet.Er ist sogar noch klar gekommen, als er die letzten zwei Jahre seines
Lebens taub geworden ist.
Du siehst, ein reibungsloser Ablauf ist weitestgehend möglich.
Hier im Forum ist übrigens auch eine HH, die einen jungen blinden Hund
-Apollo- hat. Sicherlich kann sie Dir gute Tips geben. Der Nick ist Allegro.Du wirst sehen, die meisten Probleme mit der Erkrankung hat der Mensch.
Der Hund arrangiert sich sehr gut damit.Kopf hoch! Das wird!
liebe Grüsse ... Patrick
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Hallo,
ich hatte auch ein blindes Pudelchen.
Wenn man in der Wohnung keine Möbel umstellt, kommen sie ganz gut zurecht. Sie konnte sogar Treppen laufen, auf bekannten Wegen hat ihr niemand angesehen, daß sie blind war.
Ich habe sie aber draussen nicht mehr von der Leine gelassen (lange Leine).Bei den Türen habe ich, da, wo man sie zu macht, in Augenhöhe Schaumstoff geklebt, denn wenn die Türen mal halb offen stehen, ist es dochmal passiert, daß sie dagegen gekommen ist.
Wirst sehen, es geht besser als du denkst
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Es tut mir leid, dass Ihr diese Diagnose genannt bekamt. Meine aelteste Huendin Pueppy ist seit fast 3 Jahren blind - sie hat auch PRA.
Sie kommt damit inzwischen gut zurecht. Es ist ja ein schleichender Prozess, somit kann sich der Hund an das immer schlechtere Sehen gewoehnen.
Wir haben das Problem, dass sie oefter vom groesseren Hund umgerannt wird. Da muessen wir schon aufpassen. Moebel koennen wir verruecken, dass ist fuer sie kein Problem - ihre Nase funktioniert noch praechtig.
Nur von der Leine kann ich sie nicht mehr lassen. Sie wuerde einfach loslaufen und da sie auch inzwischen ziemlich taub ist, muss sie beim Gassigehen angeleint bleiben.
Die Erblindung ist fuer sie etwas normales. Als sie den Wassernapf nimmer fand, haben wir eben Milch dazu gegossen. Jetzt findet sie ihn ueberall.
Dein Hundi wird genauso gut damit zurecht kommen, ganz bestimmt.
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Hallo,
ich habe auch eine Paula (JRT), die ist seit 2 Jahren blind. Sie hatte Linsenluxation und Glaukom bei beiden Augen, das Glaukom bekamen wir irgendwann nicht mehr mit Tropfen in den Griff. Im Abstand von 3 Jahren mussten ihr beide Augen entfernt werden. Das war für mich sehr traurig, aber mein Hund hatte keine Probleme. Paula sah schon nach der LL sehr schlecht und war links schon blind, man merkte es aber nicht.
Sie hat sich sofort dem völlig blind sein angepasst, sie hatte ja Zeit zum langsam Üben. Man merkt es nicht, wenn man es nicht weiß, immer wieder werde ich gefragt, ob ich mir sicher bin, dass sie nicht noch hell und dunkel sehen kann. Bin ich!
Sie kommt auch gut in fremder Umgebung zurecht, wir besuchen Freunde, fahren in Urlaub...
Zu Hause ist alles problemlos, sie weiß immer, wo wir sind und weicht uns aus. Mein Mann sitzt im Rollstuhl, das ist ein Möbelstück, das ständig umgestellt wird
, auch kein Problem.Ein Hund ist lange nicht so von seiner Sehkraft abhängig, wie wir Menschen, seine anderen Sinne sind unseren auch weit überlegen. Hunde können auch Strategien entwickeln, aich anderweitig zu orientieren.
So schrecklich solch eine Diagnose auch ist, Kopf hoch, alles wird gut!

LG
Eureka
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Es sieht zwar nicht schoen aus - aber mein Hundi hat trotzdem noch viel Lebensfreude - guckst Du:

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Hallo,
als ich das las mit Eurer Paula, fiel mir gleich ein Artikel ein, den ich über den blinden Podenco Alfonso irgendwo gelesen habe - mit einer zweibeinigen Chefin, die ihm so genial geholfen hat in Sachen Ausbildung, dass Alfonso sogar auf Zuruf über Gräben springen kann.Ich kenne im Umfeld zwei blinde Hunde, die auch erst allmählich erblindet sind und damit gut zurecht kommen.
Vielleicht findest Du auf Alfonsos Seite noch ein paar Tipps:
http://www.hundeblueten.de/index.php?page…=1&i=1598031176
Die Hundeschule von Iris Schneider (Link oben) ist auf Handicap-Hunde spezialisiert.
Liebe Grüße,
Chris
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