Hund knurrt mich an!
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Martim -
6. August 2009 um 11:32
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Ich würde auch nicht wegnehmen um des wegnehmens willen.
Ich würde eher den Knochen teilen und dann abwechseln und tauschen.Zwar fördert das wegnehmen und in den Rachen stopfen schon das Verständnis, das er seinen Knochen wieder bekommt, würde aber dieses Spiel dann doch eher mit einer weniger begehrten Ressource beginnen. Da ist die Gefahr doch um einiges geringer, das der gute dem Knurren etwas nach setzt, denn Knurren ist immer eine ernst zunehmende Warnung.
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Ich denke, dass Du es da mit einem Pubertierenden zu tun hast. Und das ist beim Hund im Prinzip nicht anders als in der Kindererziehung. Da werden Grenzen ausgelotet: Wie weit kann ich gehen? Wenn Du Dich von ihm anknurren lässt und das nicht unterbindest, könntest Du bald ein Problem mit Deinem Rotti bekommen. Ich denke, Du und Dein Rotti solltet ein ernsthaftes "Gespräch" haben. Er darf nicht auf die Idee kommen, dass er der Rudel-Chef ist, denn das bist und bleibst DU! Bevor es kritisch wird (und ein Rottweiler ist nun mal kein Pinscher), würde ich auch einen Trainer hinzuziehen.
Viel Erfolg mit Deinem hübschen Pubertäts-Rotti! ;-)))
LG beate mit Socke & Hilde
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und wenn man das Knurren unterbindet, geht der Rotti ohne Vorwarnung nach vorne - weil warnen darf er ja auch nicht mehr - und dann? Dann ist das Geschrei auch wieder groß und die Medien haben wieder etwas um Löcher zu füllen.
Auch wenn ich mich da immer wieder und wieder wiederhole, verbietet niemals eurem Hund seine Kommunikation. Seine Knurren ist das einzige was er hat um seinen Unmut auszudrücken.
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Zitat
und wenn man das Knurren unterbindet, geht der Rotti ohne Vorwarnung nach vorne - weil warnen darf er ja auch nicht mehr - und dann? Dann ist das Geschrei auch wieder groß und die Medien haben wieder etwas um Löcher zu füllen.
Auch wenn ich mich da immer wieder und wieder wiederhole, verbietet niemals eurem Hund seine Kommunikation. Seine Knurren ist das einzige was er hat um seinen Unmut auszudrücken.
okay, vielleicht habe ich mich da missverständlich ausgedrückt. Nicht das Knurren an sich ist das Problem, sondern der Versuch, die Rudel-Herrschaft zu übernehmen. Das Knurren (das ja scheinbar ein neues Verhaltensmuster ist), interpretiere ich als erstes Indiz dafür. Und da gilt es schon, für klare Verhältnisse zu sorgen, finde ich!
Ich hatte das Problem auch mit meinem vorigen (recht dominanten) Rüden. Hin und wieder (die Abstände wurden später geringer) gab es Versuche von seiner Seite, den Chefposten zu übernehmen. Seinerzeit hatte mich glücklicherweise die Züchterin (es war ein PON) auf diese Phasen hingewiesen. Viele unerfahrene Hundebsitzer erschrecken, wenn ihre ehemals kleinen Lieblinge plötzlich erwachsen werden (das kommt ja immer zu schnell und völlig unerwartet!
) und das auch zeigen wollen.
Ich habe es bei einer Nachbarin erlebt, die immer wieder angstvoll zurückwich, wenn ihr Hund sein Missfallen kundtat. Er war schliesslich Chef der Klein-Familie (alleinerziehende Mutter mit zwei Töchtern) - der einzige Herr im Haus. Das ging soweit, dass sie den kleinen Strubbel nicht mehr kämmen konnte, ohne dass er zubiss. Er wurde bis zu seinem Tod einmal im Jahr unter Narkose geschoren... Aber er wurde sehr alt in der Familie ;-) Das nur als Beispiel. In diesem Fall war es ein kleiner Mischlingshund (aber auch die haben spitze Zähne!), aber wenn der Hund in etwa das gleiche Gewicht auf die Waage bringt wie der Hundehalter, dann ist so ein Verhalten nicht mehr sonderlich lustig...LG Beate
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Also ich denke ich habe mich Falsch ausgedrückt. Er lies den Knochen desinteressiert dort liegen und Kaute nicht mehr. Wenn er darauf herumkaut nehme ich Ihn nicht Weg das wäre zu früh.
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Zitat
Ich möchte ungern stören aber heute durfte ich seinen Knochen zwischen den Armen herausnehmen und habe Ihn Ihm gleich wieder in den Mund gesteckt da hat er sich auf den Bauch geleht und ich habe Ihn gestreichelt..wieder ein Fortschritt..
hallo martim,
ich weiß ja nicht, was du mit deinem trainer erarbeitet hast und wie ihr das macht, aber ehrlich gesagt, finde ich es nicht wirklich geschickt, mit solchen spielchen weiter zu machen.
in deiner situation würde es bei mir vorerst gar keinen knochen mehr geben, bis die grundbedingungen bei euch stimmen.
und gewöhne dir ab, deinem hund alles weg nehmen zu wollen.meiner meinung nach war es kein fortschritt........
sollte kein vorwurf sein, aber mir scheint es nicht geschickt, jetzt dem hund wieder sein fressen zu nehmen. warum ist es dir so wichtig?
gruß marion
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Das war ja einer der Gründe, warum ich mich so drastisch gegen seinen Trainer aufgeregt hab. Ihr konntet seinen Post ja leider nicht lesen, da er ja irgendwie gelöscht wurde. Eine Vertrauensbasis kann ich nicht aufbauen, indem ich meinem Hund permanent das Fressen wegnehme, oder seinen geliebten Knochen. Das Vertrauen muß vorher da sein. Ich kann meinen dreien alles wegnehmen, auch aus dem Maul heraus, aber nur, weil sie mir vertrauen.
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Hallo! Ich würde auch nicht eine "Therapie" beginnen, indem ich dem Hund ständig Futter, Spielzeug oder Knochen wegnehmen, aber aus dem Grund, daß ich das Gefühl hier hätte, "zu weit oben" anzufangen und die Gefahr zu groß wäre, nun tatsächlich gebissen zu werden (ob aus Angst, Mißtrauen oder Dominanz- egal!).
Allerdings sehe ich es schon so, daß ich zuerst mal (und das geht ja auch ohne Gewalt und große Bedrängung) dafür sorge, daß die Rangordnung geklärt wird und nicht nur der Halter, sondern vorallem auch der Hund sicher ist, daß der Mensch im Rang über ihm steht. Dann nämlich kann sich erst das Vertrauen aufbauen- denn im Rudel gibt es keine vertrauenswürdigere Position als die des Rudelführers, ansonsten würde kein Rudel funktionieren.
Wenn man esrt das Vetrauen aufbaut und dann beginnt, der Chef zu werden, hat man meiner Meinung nach versucht, daß Pferd von hinten aufzuzäumen.
Wenn ich von den Hunden als fähiger Chef gesehen werde, geniesse ich auch im Normalfall ihr grenzenloses Vertrauen. Und kann ihnen wegnehmen, was ich will und wann ich es will. Ich muß ihnen auch Nix zum Tausch anbieten, das gibt es in der Hundewelt doch gar nicht.
Aus Spaß nehme ich ihnen auch Nichts weg, wozu auch? Nur, wenn es wichtig ist, muß ich es tun können, z.B.wenn sie beim Spaziergang irgendwelche Dinge aufnehmen. Und dann wird nicht getauscht und ich muß das auch niemals vorher üben, sondern ein Wort von mir reicht und es wird mir vor die Füsse gespuckt- mit reiner Selbstverständlichkeit.
Das ist doch nicht schwer.
Wenn alllerdings schon so Einiges vorgefallen ist, finde ich es auch gut, wenn der Halter sich einen Trainer holt. Denn Angst und Unsicherheit sind ein schlechter Ratgeber in der Erziehung.
Was mich mal interessiert: wo kommt die Aussage eigentlich her, daß es angeblich keine wahre Hierarchie untzer Hunden gibt; die Hunde uns als absolut Nicht-Hunde einordnen sprich sie ihre ewig alten Instinkte und Regeln angeblich über Bord werfen und uns gegenüber plötzlich "tolerant" sind?
Und eines liegt mir noch am Herzen zu kritisieren: den Rat, man solle dem Hund Respekt und Vertrauen uns gegenüber beibringen, indem man ihm beibringt, er soll uns anhaltend in die Augen schauen, bevor er dann an sein Futter darf....
Darf ich dazu was sagen? Meiner Meinung nach unterwerfe ich mich dadurch dem Hund. Denn: ich lasse ihn (sogar gewollt) mich anstarren, mich fixieren und unterwerfe, ja:ergebe mich ihm dann, indem ich ihn nach dieser Geste der Dominanz (ursprünglich war es ja mal so, daß klar war, daß es ein Zeichen der Dominaz ist- dieses Anstarren, bis einer den Blick abwendet/eine Ressource freigibt o.ä.)) an das Futter lasse. Der Hund starrt mich an, fixiert mich und wird dann noch belohnt und ich? Ich weiche, gehe evtl. aus dem Raum. Kann ich tiefer sinken? Ja klar (mich bepinkeln, mit ihm Zerrspiele machen/ihn dabei gewinnen lassen, ihn ständig beleckern usw.), aber zumindest der Anfang ist gemacht.Ehrlich gesagt, mir gefällt das nicht.
Ich will gar nicht auf die Dominanzschiene, baer so ganz außer Acht lassen darf man nunmal das Wesen des Hundes nicht bei der Erziehung.
Und bevor es jetzt heißt:ich hätte nur gemekcert, aber keinen Tipp gegeben:
wenn es soweit ist, daß man unsicher ist oder Angst hat:klare Sache: Hundetrainer suchen.
Und wie ich es machen würde? Ich bin dann auch ein Hund und pack das Problem bem Schopfe und nicht anderswo. Sprich in diesem Fall: würde ich den Spieß umdrehen. Ich setze mich mit einem Teller Spaghetti Bolognese in den Türrahmen und "wehe, der Hund will vorbei!". Und ich gehe einen Schritt weiter. Ich esse nicht alles auf und entferne mich (scheinbar) desinterressiert vom Teller, lege mich daneben hin. Und wehe, ein Hund wagt sich in die Nähe des Tellers- dann bin ich schneller und nachhaltiger als ein Blitz!
Es geht nicht darum, dem Hund Angst zu machen, sondern darum, dem Hund zu helfen, mich als Chef zu akzeptieren und deshalb tue ich es in seiner Sprache. Alles andere ist für mich wie "in Fremdsprache reden"- der Hund braucht ja tausend Wiederholungen, bis er die Fremdsprache versteht und meinen Sinn dahinter erfasst hat. Das ist mir zu verqueer. Lieber direkt und eindeutig, nicht hintenrum. Warum soll ich es ihm so schwer machen? Rede ich seine Sprache, geht es schneller. Und wenn er mich als Chef sieht, kann er mir vertrauen und endlich entspannen.
Alles Liebe -
Bei manchen Beiträgen kann ich nur den Kopf schütteln.....

Habt ihr die alten Zöpfe immer noch nicht abgeschnitten?????
Vielleicht solltet sich einige mal auf den neusten Stand der Hundeerziehung bringen.....
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Wenn ich schon lese, das man die Rangfolge ändern muss und das man dem Hund zeigen muss, das man Chef ist und den ganzen Kram.
Respekt und damit die Position des "Alphas" kann man sich nicht einfach nehmen, die muss man sich verdienen.
Dazu gehört zum einen Vertrauen und eine entsprechendes Auftreten. Um diesen Status zu bekommen, brauche ich noch nicht einmal einen Hund maßregeln.
Viele Leute die denken, das der Hund ihnen vertraut und das sie die 1. Position ausfüllen, irren sich gewaltig, nur fällt es ihnen im normalen Alltag nicht auf.Der Hund wählt sich die Person aus, der er sich anschließt und der er sich im Zweifel unterordnet und das tut er von ganz allein.
Da brauche ich an dem Hund oder so wirklich mit dem Hund gar nichts zu tun. - Vor einem Moment
- Neu
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