kurz davor aufzugeben

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  • Zitat

    probleme mit ihm gabs von anfang an, er ist sehr aktiv (hyperaktiv?), hat unheimlich viel zerstört in der wohnung und tat sich schwer zur ruhe zu kommen bzw. mal im wachen zustand etwas anderes zu tun als an wänden und teppichen zu zerren etc.

    Hast du mal einen TA konsultiert?
    Dein Hund ist ja gerade mitten in der Pupertät, aber es gibt auch Hunde, die sehr viele Hormone bilden und darauf mit Unruhe, Hyperaktivität, Ausbrüche reagieren.
    Allerdings weiß ich nicht, ob man den Hormonstatus bei Hunden bestimmen lassen kann :???: bzw wieviel das kostet usw.

  • Die härtere Gangart einzuschlagen hat bei uns auch nicht viel geholfen.
    Allerdings habe ich gestern festgestellt, das sie Grenzen sehr wohl respektiert die ich ihr gebe. Die ersten fünf Wochen durfte sie nicht in mein Wohnzimmer, weil da der ungesicherte Stall von meinen Meerschweinen steht. Am Wochenende durfte sie zum ersten mal darein.
    Und gestern habe ich sie mit einem einfachen klaren "Stopp" dazu gebracht mitten im Raum stehen zu bleiben und sich nach mir umzudrehen. Hab dann auf mein Bein geklopft und sie kam freudig angedackelt. Das hat mehrmals funktioniert. Und dann hatte sie auch schon kapiert, dass sie an dem Stall nichts zu suchen hatte.
    Weiß gerade nicht, wer von uns beiden beim durchgeführten Stopp blöder aus der Wäsche geguckt hat, sie oder ich. :outofthebox:
    Sie hat also durchaus Respekt vor mir. Uns so wird das bei deinem Rüden auch sein.
    Immer einen Schritt nach dem anderen. Und denke immer daran, die Südländer haben heißes Temperament. :feuer: :feuer:

  • Ja malimuc, da gebe ich Dir absolut recht, weder körperlich unterordnen noch Schläge oder Schnauzgriff sind hier angesagt. Das ist absolut kontraproduktiv und ich lese aus Deinem Bericht eine gewisse körperliche Angst und Zögerlichkeit die absolut verständlich sind. Ich denke da Dein Hund ziemlich "rumwuselt" spürst Du eine gewisse Unsicherheit und weißt nicht was er als nächstest tut. Ich glaube wernn mein Hund so aktiv wäre würde ich auch sehr unsicher sein.

    Geh nach Bauch gefühl und wenn Du ihn nicht vom Bett schmeißen willst, ist es wahrscheinlich besser so.
    Ich hab es auch nur gemacht weil mir der Kragen geplatzt ist und ich hatte keine Lust mich dauernd vom Ihr nerven zu lassen. Aber wie gesagt mein Hund ist auch kein aufgedrehtes Pupertätchen auf vier Beinen, sie ist eher ruhig aber kräftig und ausdauernd.

    Versuch Dich auf andere Weise durchzusetzen, das schaffst Du, immerhin hast Du ja schon Hundeerfahrung.

    liebe Grüße

    Susanne

  • Zitat


    Allerdings habe ich gestern festgestellt, das sie Grenzen sehr wohl respektiert die ich ihr gebe. Die ersten fünf Wochen durfte sie nicht in mein Wohnzimmer, weil da der ungesicherte Stall von meinen Meerschweinen steht.

    haha, ist bei mir absolut identisch, meerschwein tv gibts bei mir nur unter aufsicht und mit sicherheitsleine, er wäre sonst mit einem satz im gehege ;)

  • Hey.

    erst mal - halte durch. Das wird schon alles. Ich erkenne aus deinen Beiträgen, dass Du sehr aufgeschlossen bist und es wirklich versuchst.

    Meiner Einschätzung nach, wie Du auch selber erkannt hast, liegt es an der frühen fehlenden sozialen Prägung, gepaart mit einer "grunddominanz" und extrem niedriger Frustrationsgrenze.
    Was Du brauchst ist keine Hundeschule die ihm Sitz oder Platz beibringt, sondern einen Hundeverhaltenstrainer der Dir beibringt wie Du dich im alltäglichen Leben mit dem HUnd verhalten musst. Solche HUnde brauchen extreme Grenzen die ruhig, ohne Aufregung durchgesetzt werden (z.B. wenn er sich nicht einkriegt, am Halsband festhalten bis er sich beruhigt - selbst wenn er knurrt und schnappt. Sobald Du die Hand wegziehst, hat er gelernt mit sowas durchzukommen), man muss extreme Souveränität ausstrahlen (seine Emotionen absolut unter Kontrolle haben), Durchhaltevermögen und einen routinierten Tagesablauf mit gesunder Auslastung. Da Du unsicher bist in dem was Du gerade tust, strahlst du das auf deinen Hund aus und unsicherheit ist eine Schwäche. Deshalb weiss er gerade nicht so richtig wo sein Platz im Rudel ist und wie man sich richtig verhält.
    Gerade in der Pubertät, wenn der Hund noch mit seinen Hormonen zu tun hat, ist es schwierig ihn dann unter Kontrolle zu halten.

    Ich bitte dich sehnlichst darum, Dir einen Verhaltenstherapeuth zu suchen und die Hundeschulstunden erst mal sein zu lassen. Sitz und Platz kann er später lernen. Jetzt ist erst mal soziales Verhalten angesagt.... Woher kommst Du? Ich kann dir vielleicht ein / zwei sehr gute Trainer nennen....

  • Zitat

    wenn ihm ansonsten etwas nicht passt, runter vom bett oder was auch immer, fängt er jetzt auch an mich immer öfter zu umspringen und ziemlich massiv nach mir zu schnappen, ich muss ehrlich zugeben: damit kann ich nicht umgehen, das ist ein punkt an dem ich mich jetzt ehrlich frage ob ich ihn abgeben soll.

    Hähä das hat unserer in der Pubertätszeit auch gemacht. Da hatten wir teilweise auch schon Zweifel, denn das war schon sehr massiv. Allerdings haben wir in vielen Dingen eine "wir machen einfach weiter"-Einstellung. Sprich wir haben ihn ignoriert, korrigiert und auch wenn es fruchtlos schien ihm immer wieder und konsequent seine Regeln aufgezeigt. Früher oder später hat es dann immer alles gefruchtet ... wobei ich sagen muss, so das Gesamtpaket an Baustellen während der Pubertät ist schon nicht ohne und so manches mal wäre ich gerne in den Walt gegangen, um laut zu schreien und zu heulen :).

    Irgendwann wird alles wieder gut .. sie testen halt ihre Grenzen aus ... die Frage ist wer am Ende gewinnt.

    Halte durch!!!

  • ich komme aus münchen.

    zur hundeschule gehen wir eigentlich damit er eine gewisse kopfmässige auslastung hat, viele von den intelligenzspielchen habe ich auch für ihn in den alltag übernommen.
    ausserdem ist es für ihn die einzige möglichkeit mal gezielt mit anderen hunden zu trainieren, wir treffen sonst nur leute beim gassi deren hunde toll folgen und leinenlos am fahrrad an uns vorbeirauschen *deprimierend*

    hehe, ja, diese sture "jetzt erst recht und ich mache weiter" einstellung habe ich eigentlich auch, alleine schon wenn man bedenkt was ich in den letzten drei monaten an mühe, zeit, geld, heulerei und liebe investiert habe...das kann doch nicht umsonst gewesen sein.
    aber da liegt vermutlich auch der grund für meine momentane mutlosigkeit und verzweiflung, nach drei monaten tag und nacht alleine für ein durchgeknalltes hundi verantwortlich sein stellt sich eine gewisse erschöpfung ein, sozusagen ein erziehungs burn-out.

    die kurze hausleine findet er übrigens prima, er kaut sie gerade ab :hust:
    vermutlich ist es für ihn so als hätte er sein eigenes spielzeug umgebunden, zum immer mit dabei haben ;)

  • Du hast meinen absoluten Respekt. :gott: :gott:
    Sich alleine um so einen Racker zu kümmern kostet unmengen Energie und Kraft. Wir sind zu dritt und ich hab nicht gerade selten Lust einfach mal die Türe vor ihr zuzumachen um meine Ruhe zu bekommen.

  • Kann Dich verstehen, dass Du am Verzweifeln bist...

    Du schreibst, Du gehst 5x am Tag mit ihm raus. Wie lange sind denn die Abstände dazwischen? Ich hab hier die Erfahrung gemacht, dass zu häufiges Gehen kontraproduktiv ist und mein Wildfang so nicht wirklich runterkommt und damit auch immer zu hyperaktiv war (er ist aber kein Vergleich zu Deinem).

    Jetzt gibt es drei "richtige" Runden und nachts nochmal nen Quickie für die Notdurft. Seitdem ist es deutlich besser geworden... Vielleicht wäre das auch ein kleiner Baustein, der helfen könnte...

    Ich hoffe, Du findest bald wirkliche Hilfe. Drück die Daumen...

    LG
    Karlah

  • Zitat

    ich gehe mit ihm zur hundeschule, da lernt er sehr gut, mache fünf spaziergänge am tag instg. etwa 2-2.5 stunden, ein bisschen kopfarbeit, suchen und tricks und so etwas.

    Tue Dir doch bitte mal den Gefallen und schreibe über 14 Tage jede Aktivität mit Deinem Hund auf. Mich würde nicht wundern wenn Du merkst, das sich Dein Tagesablauf hauptsächlich um den Hund dreht.

    Ich kann ja nicht mitreden da wir ja nur einen 8 monatigen JRT-Aussie Mix haben, der jetzt gemütlich zuhause vor sich hin schlummert ;)

    Aber nach meiner eigenen (bisherigen Erfahrung) meine ich, das es oftmals pure Überforderung ist wenn Hunde so austillen.

    Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten.
    Am Anfang hieß es von vielen Seiten "JRT-Aussie-Mix, oh Gott da habt ihr euch aber einen Wildfang eingehandelt. "
    Von Anfang an haben wir NICHT so viel mit ihm gemacht. Und gerade in den ersten Wochen war er z.T. mit, wie wir meinten recht wenigen Aktivitäten schon überfordert. Er hatte seine "dollen 5min" über eine Stunde lang, er hat Fußleisten angeknabbert, uns "angefallen" usw.

    Daraufhin haben wir ebenfalls mal alles über 14 Tage aufgeschrieben und festgestellt, was der kleine doch alles verkraften mußte.

    Heute läuft das so, das er grundsätzlich den Vormmitag verschläft. Entweder Zuhause, im Büro, oder auch bei entsprechenden Wetter im Auto. Gemeint sind dabei ca. 4-5 Stunden.
    Mittags geht es eine 30-45min in den Wald. Dabei gebe ich kaum Kommandos, und wenn dann doch, weiß er auch das ich es ernst meine. Zumeist gehe ich aber wortlos meinen Weg und er muß schon selber drauf achten an mir zu bleiben.
    Danach beschäftigt er sich entspannend bis zum Nachmittag mit seinem Spielzeug, Körperpflege, oder rumdösen.
    Gegen Feierabend geht es dann zum Rhein, an den See oder ähnliches. Es wird gespielt, mit anderen Hunden rumgetobt, geschwommen und ein wenig geübt.
    Letzter Runde zuhause (Nachbarshunden guten Tag sagen) gegen 19:00, danach verschwindet er selbstständig in sein Körbchen und pennt.

    So sieht es bei uns in der Woche aus, am Wochenende erlebt er natürlich ein bisschen mehr ;)

    das ist unsere Erfahrung........

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