Welche Methoden zur Hundeerziehung "toleriert" ihr

  • Druck und Konsequenz sind 2 versch. Dinge. Wenn ich meinem Hund sage "Nein"., dann gilt das für alle Tage der Welt.
    Würde ich das Nein in ein Ja umwandeln, erziehe ich mir einen Hund, der folgt, wenn es ihm beliebt.
    Wenn Du sagst, dass dies Druck ist, dann ist jegliche Erziehung für dich Druck.

  • Oh je oh je, ich werde jetzt wahrscheinlich müde belächelt werden...........aber zurück zur Ausgangsfrage:
    Ich behandle meinen Hund so, wie ich selber auch von einem intelligenteren Wesen, ev. über mir stehenden Wesen behandelt werden wollte.
    Das Ganze angepasst an das Verständnis meines Hundes. Da Schara nicht zu wortreichen Diskussionen tendiert tuts auch mal ein Griff nach dem Halsband und ein Schubser in die gewollte Richtung. Vielmehr hat mein Hund an Strenge noch nicht erfahren und ich denke, dass wir das auch beibehalten können.

    Wie im Anfangspost das beschriebene minutenlange Niederdrücken des Hundes hätte ich nie akzeptiert. Schaut mal auf die Uhr wie lang eine Minute ist und da soll ich minutenlang zuschauen? :verzweifelt:

  • Ich hatte nur gefragt, ob sich das nicht widerspricht ;)

    Bsp. wie ich es heute morgen hatte: Ich bin dem kleinen König unterwegs und es kommen 3 kleine Hunde kläffend auf uns zu. Ich sage 'Sitz' und 'schau' (beides kann der Hund!).
    So hätte er es nun nicht gemacht, hätte ich so lange gewartet bis er es gemacht hätte. das ist für mich aber sehr wohl Druck. Kein anfassen, kein körperlich-werden, aber dennoch Druck. Denn ich fordere etwas ein, was er auszuführen hat. Und das obwohl er doch viel lieber was anderes tun würde..

    Er hat das gemacht, beim 1. mal. Aber hätte er es nicht gemacht, wären wir mAn zum Thema 'Druck' gekommen..

  • Ohne Druck, na ja :???: das funktioniert wohl bei den wenigsten Hunden. Zwischen Druck und Gewalt ist für mich aber schon noch eine große Spanne. Im Endeffekt muss das halt jeder für sich beurteilen und definieren.

  • Das erste Postin ist ja immerhin von 2009. Vielleicht hat sich seitdem auf dem Platz auch einiges getan. Wäre mal interessant zu hören.
    Ich glaube vor 3 oder 4 Jahren war auch C.M. noch nicht so umstritten. Und manche dieser Methoden hören sich doch sehr nach seinem Stil an.

  • Ich toleriere so ziemlich alles,jeder muss selber wissen wie er mit seinem Hunde arbeitet,
    letzten Endes hat er dann auch das entsprechende Ergebnis.
    Ich finds ehrlich gesagt dreist wenn sich andere Leute ungefragt in meine Erziehung einmischen würden.
    Solang man den Hund nicht zu Tode prügelt oder massiv quält...
    Ausserdem was bringt einmischen,vielleicht heucheln sie für den Moment Verständnis und Zuhause gehts dann weiter.

    Ich selber arbeite zwar größtenteils über positive Bestärkung, aber eben auch über Meideverhalten,
    und ich würd wem was husten wenn der meinte mich von meinen Methoden abhalten zu müssen,ich weiß selbst was am besten bei meinem Hund funzt, und in vielen Situationen ist das eben über Meideverhalten am besten Trainierbar.

    Ich persönlich gehöre aber auch zu den Leuten die Stachler,Schlinge und Tele nicht grundsätzlich verneinen.
    Schlinge und Tele hab ich nicht benutzt, Stachler aber zugegeben abunzu mal, brauche ich auch manchmal.
    Ich hab Gleichgewichtsstörungen,und wenn es im Winter glatt ist liege ich Ruckzuck auf der Nase,
    mein Hund ist schlau und weiß mitterweile,dass wenn es glatt ist ich nicht eingreifen kann und macht dementsprechend was er will,und ich habe dem nichts gegenzusetzen...
    Er hat gelernt dass die Kralle wehtut wenn er reinspringt, und seuther läuft er auch im glatten locker wenn er sie anhat,ich brauche sie also nur noch zur Zierde.
    Ist zwar nicht schön,aber er ist kein Hund der sich nur mit positiver Bestärkung führen lässt,
    das musste ich bei ihm lernen, und ich hab genug Hunde geführt und mit denen gearbeitet,und die liessen sich alle über positive Bestärkung super ausbilden, mein Hund ist aber nicht so.
    Er sucht gezielt Schwächen um den unerzogenen Larry raushängen zu lassen.

  • Zitat

    Dito!
    Als ich neulich mit den 3 großen unten war und auf der anderen Straßenseite der Wiese ein Hund kam (meine waren frei) wurde das 'Platz!' nicht geflüstert, im Gegenteil. Danach war das Viertel wohl wach :ops: Aber sie lagen alle, der Fremdhund konnte unbeschadet seinen Weg gehen und meine haben danach nen Keks bekommen ;D

    Dann reihe ich mich mal gleich in die Gruppe der Gewalttäter ein.

    Wenn meine Kleinen sich auf den Weg machen wollen, den Lieblingsfeind zu verprügeln oder die gut duftende Hündin zu vernaschen, werde ich mit Sicherheit nicht freundliche Worte säuseln.

    Da gibt es ein Gebrüll, daß holt die Eichhörnchen vom Baum und wenn das alles nicht hilft, pflücke ich auch äußerst unsanft meine Jungs von anderen runter.

    Ich schlage nicht, ich trete nicht, aber meinen Ärger über ihr Verhalten bekommen sie zu hören und wenn es sein muß, eben durch unsanftes Anpacken zu spüren.

    Es ist als Einzelhundhalter sehr einfach zu sagen, mit meinem muß ich nur flüstern, brüllen, wegdrängen, ins Fell packen, mal einen Knuff verpassen, ist alles nicht nötig. Aber haltet euch mal vor Augen, daß wenn einer los geht, gehen die anderen mit. Und wer möchte sich schon gerne mit drei 70 + kg Burschen verlustieren.

    Wenn meine Hunde mich wütend erleben, zeigen sie auch Meideverhalten. Zwar nur kurz, da ich genauso schnell, wie ich an der Decke klebe wieder runter fahre und alles wieder chic ist.

    Warum sollte ich meinen Unmut über Ungehorsam nicht zeigen? Ich zeige ihnen ja auch meine Freude über Artigkeit.

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • Zitat

    Warum sollte ich meinen Unmut über Ungehorsam nicht zeigen? Ich zeige ihnen ja auch meine Freude über Artigkeit.

    Gaby und ihre schweren Jungs

    Jau is bei uns ganz einfach eben:

    Immer n schönes Mittelding fahren, Emotionen zeigen und danach wieder rausholen aus dem "es tut mir so leid ich machs nieeee wieder"
    Hunde sind mM nach sozial genug um Emotionen einzuordnen und wenn der HF dabei auch berechenbar bleibt und sie wieder zu sich holt, geistig, ist es für die meisten Hunde viel einfacher zu Verstehen und auch zu dem ganzen auch zu folgen
    Emotionslos rockt bei uns so garnicht
    Neutral ist bei uns eben wirklich neutral und neutral heisst für meine Hunde "mach mal Dein Ding was du grad meinst ich werd schon was dazu sagen wenn ich mein es ist angebracht"

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