Welche Methoden zur Hundeerziehung "toleriert" ihr

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    ...Aber wer sich nen Terrier anschafft und nicht damit rechnet, daß der mal ein Kommando hinterfragt, hat glaub ich eh schon verloren.... *gg .

    :???:
    Woher kommt dieses "die Terrier hinterfragen..", " Terrier brauchen eine klare Ansage" (btw klare Ansagen braucht jeder Hund, nicht nur ein Terrier), "Terrier vertragen schon mal einen Knuff"....
    Ist nach einigen Jahrzehnten Terrier ganz und gar nicht meine Erfahrung. Ich kenne sie als kooperativ, arbeitsfreudig, sehr sensibel und ziemlich intelligent. Na ja, wahrscheinlich habe ich immer die arbeitsgeilen "Weicheier". :hilfe:

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    Dito!
    Als ich neulich mit den 3 großen unten war und auf der anderen Straßenseite der Wiese ein Hund kam (meine waren frei) wurde das 'Platz!' nicht geflüstert, im Gegenteil. Danach war das Viertel wohl wach :ops: Aber sie lagen alle, der Fremdhund konnte unbeschadet seinen Weg gehen und meine haben danach nen Keks bekommen ;D

    :gut: Es ist einfach Situationsabhängig! Wir schreien oder erheben unsere Stimme ja auch nicht ständig! Aber manchmal geht es halt nicht anders, als ein kleiner Brüller. Und davon hat noch kein Hund einen Schaden davon getragen!

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    Buddy-Joy  Murmelchen

    Ich lehne mich vielleicht, nein sogar sehr sicher, sehr weit aus dem Fenster. Denn eigentlich soll man ja nie "nie" sagen. Aber bei mir kommt es erst gar nicht zu solchen Situationen, dass mir der Geduldsfaden reißt und ich erst austitschen muss, um wieder Herr der Lage zu werden.

    Möglicherweise ist es auch was anderes mit Rüden, als mit Hündinnen. Im Moment jedenfalls habe ich einen Weg gefunden, dass sich meine Hündin im Zweifelsfall an mir orientiert und ich ihr aus der Situation heraushelfen darf/kann. Das ganze fluppt ohne Brüllen, ohne körperliche Maßregelung.

    Du das mag bei einem einzelnen netten Mädel wunderbar funktionieren, würde es bei meiner Joy wohl auch ;) aber Maxl und Lills sind da einfach andere Kaliber
    Erst wurde freundlich getobt ( man kennt sich ;) ) dann schlug das ganze um in Rüdengeprolle und der Gassikumpel lag so beschissen unter meinen Füssen das er nicht wegkonnte, Maxl natürlich ein "ruhig sein" forderte und der Kleene das nicht leisten konnte
    Also pack ich meinen Bomberbär, scheiss ihn zusammen ( ey an meinen Beinen prollen war schon richtig frech) und geniess danach nen ruhigen Gassigang
    Wenn ich mit nem 4er Pack unterwegs bin und ein fremder Hund donnert rein dann muss ich mir zu 100% sicher sein das das keine Prügelei gibt und die gibts es Dank der Gruppendynamik

    Wir reden hier eben nicht von nem braven Einzelhund der sich über Kumpels freut sondern von einer geschlossenen Gruppe die alle nicht Everybodys Darling sind

    Solange ich fair bin und die Situation nachher für meine Hunde auflöse seh ich da auch garkein Problem drin

  • Ach so.. Diese Hunde können ein Platz ohne wenn und aber! Wenn ein Pan sich im Schutzdienst aus dem Helfer verbellen raus ins Platz schicken läßt, kann ich das auch erwarten, wenn die Omma mal wieder zum Angriff geblasen hat ;)
    Ein Hund der das Kommando nicht kann, wird auch nicht in diese Position geschickt. Den hätte ich abgerufen und den Rest halt ins Platz geschickt ;)

    Manu und ich reden ja nicht von den netten Hunden, die alleine mit dem Halter durch die Gegend ziehen. Wir reden von geschlossenen Gruppen mit Hunden die auch mal weniger nett sind ;)

  • Ich toleriere nur eine Methode zur Hundeerziehung: Die ohne körperl. Strafe, die ohne Druck, die mit Einfühlungsvermögen in das Tier Hund, die mit viel Geduld, die mit viel Liebe und die mit unbedingter Konsequenz.
    Mit allen meinen 6 Hunden hatte ich damit Erfolg.

  • Seien wir doch mal ehrlich, heut zu Tage wird alles so extrem hochgepuscht.
    Früher haben sich die Kinder auf den Schulhof geprügelt und danach wars gut. Heute müssen Sie zum Schulpsychologen.
    Früher gab`s nen Klaps (ich rede nur von nem Klapps, keiner Prügel) von den Eltern, heute heißt es man mißhandelt sein Kind.
    Früher hat der Hund Abfälle zu Essen bekommen, heute ist das Tierquälerei usw, usw, usw.....

    Ich denke ein gesundes Mittelmaß von allem und die Welt ist OK. Ein wenig lauter oder auch mal geschriene Kommandos, haben noch nie und werden auch keinem Hund Schaden!
    Wie schon gesagt wurde, es gibt nicht nur die sensiblen Weibchen, sondern auch ruppige Rüden, wo man einfach mal ein wenig "härter" werden muß!

  • Kommt es nicht auch immer extrem auf das Individuum Hund an? Wie dynamisch ist der Hund, wie sozial, wie lernbegierig und "gefallen-wollen" steckt in ihm drin, wie groß und schwer ist er, welche Lebensphase ist aktuell, also Pubertät, kastriert oder nicht, sind die Tiere dominant oder unsicher, souverän, sind sie sexuell gesteuert usw. und so fort.

    Ich toleriere ebenso keine körperliche Gewalt, keine Hilfsmittel wie Stachel, Stromhalsbänder usw.! Brüllen ist schwachsinnig in meinen Augen, strengere Stimme o.k. aber die ist nicht unbedingt nötig wenn man den Hund konsequent z.B. ins Sitz bringt. Da rede ich nicht viel, das setze ich sie hin und das auch 10x wenn es sein muss.

    Ich kriege Zustände wenn ich sehe das Menschen überhaupt 0,0 mit ihrem Hund kommunizieren können, einfach weil sie überhaupt nicht verstehen wie ein Hund kommuniziert, sie wissen ihn nicht zu lesen, haben folglich Null Timing für Bestärkung oder auch mal für ein Abbruchsignal und machen ihren Hund damit vollkommen wahnsinnig.

    Anekdote: Erste Stunde Longieren mit Hund, wir haben gerade erklärt und gezeigt bekommen wie wir unseren Hund nur durch Körpersprache ins Sitz bringen können und wie wir das ganze wieder auflösen und den Hund zu uns "einladen". Ein anwesender Mann mit seinem Wolfshund fragt/sagt: "Wir heben zum Sitz immer den Zeigefinger!?". Der Mann hatte überhaupt nicht verstanden worum es geht, nicht um das ausführen von Befehlen und Dressur, sondern um Kommunikation mit dem Hund. Aber der Mensch denkt immer erstmal aus seiner Position und aus seiner Denke und hat kaum Empathie für das Tier.

    Unter verbaler Gewalt fallen für mich übrigens die Menschen, die ununterbrochen und viel zu viel auf ihren Hund einreden und sich dann wundern dass nix so läuft wie sie wollen.

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    Ha - Du sprichst mir aus der Seele. Meine Pudeline läßt da nämlich auch manchmal "den Terrier" raushängen... *gg Nur, daß die Pudels das auf die charmante Art und Weise machen, wie von Dir beschrieben (und denken, Fraule merkt´s net...), der Terrier Dir dagegen schlichtweg mal die Mittelkralle zeigt *gg Die sind da halt etwas direkter.... *hust....

    Haha... ja, ich muss mir echt so sehr manchmal das Lachen verbeissen - so was Raffiniertes! :lol: Ich könnt sie knutschen für ihre Revolutionsversuche! :lachtot: Ich würde es nicht anders wollen!

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