HILFE - Sollte ich den Welpen lieber abgeben ??
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Amigo,
Du machst das richtige. Aus Fehler lernt man.
Deine Erfahrung hilft Dir irgendwann vielleicht den richtigen Zeitpunkt für Deinen Hundewunsch zu erfüllen...denn dann weißt Du was auf Dich zu kommt.
Egal was andere oder vielleicht der Züchter zu dieser Entscheidung sagt...geh nach Deinem Bauchgefühl.
Falls Du doch den Hund behälst, kann ich Dir nur den Tip geben(wie manch andere hier auch) Übertreib es nicht mit der Fürsorge für dein Hundi, es ist kein Kind und trotz Prägephase( was für mich nicht mehr als ein Modewort ist) mußt Du ihn nicht überall mit schleppen, dann bekommst Du eh nur einen nervösen Hund, der in der Jugendphase noch mehr überdreht als nötig. Zum Thema Autofahren. lass ihn jaulen, ignoriere es konsequent, er wird damit aufhören und wenn er nicht spazieren will dann geh halt wieder rein.
Ich will damit sagen, nimm es nicht zu Ernst. Der Hund sollte nicht Dein Lebensinhalt werden. Ansonsten wäre ein Tiersitter optimal. Dann wären die nächsten Wochen gerettet und der Kleine würde auch bald durchschlafen.Du schaffst das, egal wie Du entscheidest.
Susanne
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier HILFE - Sollte ich den Welpen lieber abgeben ?? schon mal geschaut ?*
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wisst Ihr was ich echt schlimm finde?
Daß man nichtmal "ehrlich" sein kann ohne gleich zerfleischt zu werden.
Warum ist es so verwerflich wenn man sich entscheidet einen Welpen zurück zu geben?
Auch ich war schon einmal in diese Situation.
Und ich finde es "besser" diesen Schritt zurück zu wagen als ein Tier aus "verpflichtung" zu behalten. Denn sind wir doch mal ehrlich....letztlich hat da doch keiner was davon.
Ich glaube man sollte wirklich mal etwas mehr Toleranz üben.
Aber das ist nur meine persönliche Meinung. -
Zitat
Warum ist es so verwerflich wenn man sich entscheidet einen Welpen zurück zu geben?Ist es nicht, solange das halbwegs flott passiert.
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da gebe ich ronja recht
aber tolerranz auf beiden seiten , dann wäre das leben viel einfacher.
ich finde amigo wird sich im sinne des tieres entscheiden . -
Hallo Ronja !
Du schreibst, dass Du Dich auch schon mal in so einer Situation befunden hast. Darf ich fragen wie die Umstände bei Dir waren,und wiese Du Dich dazu entschieden hast ??
Danke und liebe Grüße
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Zitat
Hallo Ronja !
Du schreibst, dass Du Dich auch schon mal in so einer Situation befunden hast. Darf ich fragen wie die Umstände bei Dir waren,und wiese Du Dich dazu entschieden hast ??
Danke und liebe Grüße
Hi,
na klar darfst Du.
Vorab....ich habe einen 6 jährigen autistischen Sohn.
Wir wissen noch nicht so lange daß er autismus hat....
Im November vergangenen Jahres haben wir uns einen 2. Chihuahua (wir haben schon eine 7 jährige Hündin) und zwar einen Rüden dazu geholt.
Er war zu der Zeit allerdings schon 6 Monate alt.
Auf dem Heimweg von der Züchterin begann er mich das erste Mal zu beissen. Ich rede hier nicht vom Welpenzwicken....er hat mich richtig blutig gebissen an der Hand.
Ich habe es als "Panik vor dem Neuen" verbucht und die nächste Zeit abgewartet. Meinen Kindern gegenüber war er von Anfang an zurückhaltend und wenn er auf sie zu ging eher agressiv.
Meiner Hündin gegenüber war das ganze Spiel auch nicht sehr entspannt.
Nach einer Weile ging das ganze aber etwas ruhiger von statten und es schien als hätte ich das im Griff.
Bis zu dem Vorfall im April diesen Jahres.
Mein Sohn saß, mit Schmusetuch im Arm, allein auf dem Sofa und sah fern. Ich stand auf der Treppe und sah mich noch einmal um als der Hund auf meinen Sohn zu sprang und ihn biss!
Zu dem Zeitpunkt war der Rüde schon 6 Monate bei uns.
Also mir völlig unerklärlich.
Ich habe kurzerhand mit meiner Züchterin gesprochen und sie gebeten ihn zurück zu nehmen da die Situation hier zuhause nicht tragbar war.
Mein Sohn verkroch sich ins Zimmer und kam nicht mehr raus.
Wir waren sogar in einer Ambulanz um ihn wieder beruhigen zu können.
Wie Du siehst....nicht nur Dir geht es so. Und ich verurteile niemanden weil er merkt daß es mit seinem neuen Artgenossen nicht klappt.
Allerdings finde ich dann wirklich "je früher desto besser";o)
Ach noch was....wie sich später herausstellte hat der Rüde bei seiner neuen Besitzerin auch schon gebissen.....also weiss der Geier was da los ist. -
du bist auch alleine mit deinem Welpen oder?
Da kann ich deinen Gedanken auf jeden Fall nach voll ziehen. Wie ich ja schon geschrieben habe, bin ich die ersten 3 Wochen auch auf dem Zahnfleisch gegangen. Ich hatte Urlaub, mein Freund aber nur die erste Woche. Da musste ich auch alles alleine managen und hatte dazu noch eine Rückenentzündung. Wenn ich bedenke, dass wir zu zweit sind und es teilweise schon schwierig finden es alles untereinander abzustimmen zeitlich finde ich es bewundernswert, wenn man das ganz alleine durchzieht...zu Zweit immer wieder und ich möchte den Kleinen auch nicht missen, aber alleine ist das schon heftig.
Hast du dich denn schon entschieden? Gibt es bei dir in der Nähe keinen Sitter?
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ich kann deine situation auch soo gut nachvollziehen.. als ich emmy bekommen habe, war sie 12 wochen alt.. ich habe mich unglaublich vorbereitet, alle eventualitäten durchdacht und war der meinung ich wäre perfekt gerüstet.
und dann kam sie.. meine mum hat sie mit mir abgeholt..
wir waren kurz bei mir zuhause bis mein freund meine mum nach hause gefahren hat.
da stand ich nun.. ich wohne alleine in einem großen bauernhaus, habe zwei katzen, haben mir vorher von etlichen menschen anhören müssen, dass ich es nicht schaffe (selbst von meinem dad und seiner freundin die direkt nebenan wohnen), abgesehen von meiner mum wurde mir jede hilfe verweigert, selbst mein freund stand die ersten tage nicht an meiner seite, weil auch er dachte, ich würde es nicht schaffen.
jedenfalls stand ich an dem abend da, mit diesem hund und war komplett überfordert.
ich hab mir im wohnzimmer mein nachtquatier eingerichtet weil wir von da immer schnell raus zum pipi machen gekommen sind.. und habe nachts da gelegen und habe geheult.. ich habe geheult und mir überlegt wie ich allen sagen muss, dass sie recht haben, dass ich es nicht schaffe.
ich glaube emmy hat das mitbekommen.. wir mussten uns richtig zusammen boxen, es hat gedauert bis sie mein herz komplett erobert hatte. aber sie hat es geschafft.. nach 4 tagen war mir klar, dass ich sie nie wieder gehen lasse und dass sie die beste entscheidung war, die ich jemals getroffen habe.
ich hatte mich "damals" (februar dieses jahr) nicht getraut, das irgendjemandem anzuvertrauen und finde dich unglaublich mutig!
egal wie du dich entscheidest, für dich wird es das richtige sein und damit auch für den welpen."wenn sich ein herz um ein anderes müht, ist immer ein wunder dabei"
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Hallo amigo, dein Text kommt mir sehr bekannt vor. Mir ging es genauso wie dir am Anfang.
Ich bin ein Mensch, der sehr gut allein klarkommt, alles nach Möglichkeit allein entscheidet, sich keine Verpflichtungen ans Bein binden möchte und auch selbst niemandem zur Last fallen möchte.Nun war da auf einmal das kleine Würmchen...
Ich hab mich auch sehr gut vorbereitet (so gut man das eben in der Theorie kann) und habe alles im Vorfeld abgeklärt, 3 Wochen Urlaub genommen etc.
Nur dennoch lag ich die erste Woche auch total darnieder. Psychisch und physisch.
Mein Kleiner hat mein Leben von heute auf morgen komplett umgekrempelt, auf einmal war alles anders, mein früheres Leben gab es nicht mehr und die Zukunft war ungewiss (schaff ich es, das mit der Arbeit zu vereinbaren, kann ich echt soviel Zeit aufbringen, wird mir der Hund irgendwann "lästig", wie wird er sich entwickeln, usw.)
Das war sehr beängstigend am Anfang. Mir war ständig schlecht, ich konnte nichts essen, dieses kleine Wesen war mir komplett fremd. Ich hatte schlicht Panik und hatte auch den Gedanken gehegt, das kleine Ding schnell wieder loszuwerden, was da grade mein Leben so gehörig durcheinander bringt. Und da wirken die Kommentare von Außenstehenden wie der blanke Hohn ("Och is der süüüß!"), da hatte ich jedesmal gleich wieder nen Kloß im Hals, ich konnte nix süßes an ihm finden, er war mehr wie ein Fremdkörper in dem Moment.Da ich aber nicht so schnell aufgeben wollte und ja auch außerdem 3 Wochen Urlaub hatte, hab ich mir gedacht: Ach komm, jetzt bring wenigstens die 3 Wochen rum und nutze sie bestmöglich, du kannst ihm später immer noch ein gutes Plätzchen besorgen, wenn's partout nicht klappt. Nur nach ein paar Tagen die Flinte ins Korn schmeissen hätte ich vor mir selber nicht vertreten können. (der Abgabe-Gedanke diente in dem Moment mehr meiner Beruhigung, als dass es ein konkreter Plan gewesen wäre, aber es hat schon geholfen
)
Jede neue Situation, neuer Job, Trennung, einfach alles was einem im Leben passiert, einen stresst und auf einmal alles ändert, ist eine Herausforderung. Daher wollte ich das irgendwie durchstehen.Und wie ist es nun? Mit jedem Tag wurde es etwas besser. Und keine Sorge, da trägst nicht nur du dazu bei, indem du selbst ruhiger wirst. Der kleine Welpe tut seines ja auch dazu. Du musst dir vorstellen, ihm geht es gerade genau wie dir!
Da werden zwei Lebewesen zusammengeworfen, die erstmal keine gemeinsame Sprache haben. Für ihn fremde Umgebung, fremde Personen und für dich ein noch unbekannter Mitbewohner, der auf einmal all deine Fürsorge und Aufmerksamkeit einfordert und braucht.
Aber der Welpi gewöhnt sich an dich wie du an ihn. Ihr wachst zusammen, sofern du es zulässt.
Ich war so glücklich als ich das erste Mal so ein warmes Gefühl im Bauch hatte als ich ihn angekuckt habe. Und lächeln musste, weil er so süß geschlafen hat. Oder das erste Schmunzeln, Lachen, wenn er irgendeine tollpatschige Aktion hingelegt hat.Also mach dir keine Vorwürfe, wenn du noch nicht auf das "Süße" anspringst, was so ein Welpe mitbringt. Bei etwas sensibleren Leuten wie wir zu sein scheinen, dauert es halt etwas bis wir "auftauen" und uns in der neuen Situation aklimatisieren. Gib dir und euch etwas Zeit. Es ist eine krasse Umstellung, die schon schocken kann.
Inzwischen möchte ich meinen Kleinen nicht mehr missen. Er bereichert mein Leben täglich, ich habe viele neue Bekanntschaften geschlossen und ich genieße es einfach, diese kleine Fellnase ständig bei mir zu haben.
Das ist für dich zwar vermutlich aktuell noch nicht vorstellbar, dass du auch mal sowas schreiben würdest, aber ich denke es wird bei dir auch nicht mehr lange dauern.Und als kleiner Hoffnungsschimmer, mein Kleiner ist grad mal 5 Wochen bei mir und ich möchte ihn nimmer missen!

Toi toi toi für dich, wie auch immer du dich entscheidest. Denn die "es hat nicht sollen sein"-Situation gibt es natürlich dennoch, und das kann nur jeder für sich entscheiden.
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Ich möchte allen, die mich hier unterstützt haben danken.
Ich werde den Kleinen behalten und ich bin mir sicher, dass wir ein tolles Team werden !!
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