Großer Krebstumor am rechten Vorderbein

  • Hallo miteinander,

    meine kleine Terriermischlingshündin Pebbles hat einen rasant wachsenden Tumor am rechten Vorderlauf. Ich weiß noch nicht, wie bösartig er ist, die anderen Organe sind noch nicht betroffen, so dass sie vielleicht durch eine Amputation gerettet werden könnte.
    Nun stehe ich vor der Wahl und ich weiß einfach nicht, was ich tun soll, sie ist mein erster Hund, war immer gesund, nicht zu dick und fit und nun plötzlich so etwas.
    Ich weiß nicht, ob sie das durchstehen könnte, da sie am hinteren rechten Lauf auch noch einen Kreuzbandriss hat und ich mir nicht vorstellen kann, wie sehr sich ihr Leben im Allgemeinen durch ein fehlendes Bein verändern würde. Sie ist mein Ein und Alles aber sollte so ein Eingriff bei ihr zu großes Leid erzeugen, will ich ihr das ersparen.
    Hat vielleicht irgendjemand Erfahrungen mit Amputationen gemacht, von denen er mir berichten könnte, egal, was und unter welchen Umständen? Ich muss mir einfach ein größeres Bild davon machen können.
    Ich würde mich freuen, wenn ich schnell eine Antwort erhalten würde, da ich nicht mehr lange warten kann.
    Sie hat so große Schmerzen, steht nicht mehr auf und durch die Schmerzmittel tropft ihr kontinuierlich Blut aus der Nase, ich sitz nurnoch neben ihrem Korb und wisch es ihr aus dem Fell.
    Ich brauche dringend einen Rat!

    Vielen Dank schon Mal im vorraus!

  • Das ist ja ganz schrecklich :/ , und es tut mir sehr leid.

    Es gab hier mal eine Hündin im Forum, ich kannte sie persönlich, die lebte etliche Jahre wunderbar mit drei Beinen.
    Sie konnte sehr gut mit gesunden Hunden mithalten.
    Leider kann man nur schwer einen Ratschlag abgeben, weil man die Umstände nicht kennt.
    Alter, allgemeine vorherige Agilität etc. sind auch ganz wichtige Entscheidungskriterien.
    Einem alten Hund würde ich diese Qualen nicht mehr antun wollen, auch finde ich es bedenklich, wie die Reaktion auf die Schmerzmittel sind.
    Was sagen denn die Ärzte dazu, welche Aussicht besteht auf Genesung nach einer Amputation?
    Wie gross ist die Gefahr, dass sich schnell Metastasen bilden könnten, die das Leiden nicht verringern würden?
    Eine wirklich sehr schwere Entscheidung, die möglichst sofort getroffen werden sollte, denn lt. deiner Berichterstattung leidet deine Hündin sehr.

    Ich wünsche dir alles Gute, wie auch immer ihr euch entscheiden werdet.
    Lieben Gruss, Britta

  • Ein Sohn von meinem vorigen Rüden wurde mit 7 Jahren eingeschläfert. Man hatte die Wahl zwischen abwarten und wenns soweit ist einschläfern oder Amputation. Sie haben sich gegen eine Amputation entschieden.

    Erfahrung hab ich persönlich keine damit. Wie alt ist dein Hund? Wie gross/schwer? Wie sehen deine Lebensumstände aus - wohnt ihr ebenerdig bzw, kann man den Hund tragen? Seid ihr bereit von vielen Spaziergängern angesprochen zu werden (evtl auch anfgefeindet!)? Könnt ihr es euch vorstellen mit einem behinderten Hund zu leben? Ist er sonst kerngesund?

    Durch die grössere Belastung der restlichen Beine bzw andere Fehlbelastungen kann es nachher zu grösseren Abnutzungserscheinungen und Folgekrankheiten kommen.

    Habt ihr die finanziellen Mittel und die Geduld? Wie sehr liegt euch das Tier am Herzen? Wie gross ist die Chance dass die OP funktioniert? Wie lange hätte der Hund noch vor sich wenn er gesund wäre?

    Das sind alles so Fragen die mir so spontan einfallen, die es zu bedenken gilt.

    Ich würde sehr gut abwägen. Ich weiss ehrlich gesagt nicht ob das für mich und meinen Hund in Frage kommen würde :ops: ...

  • vielen dank erstmal für die vielen antworten!

    sie ist zwischen 10 und 12 jahren alt, genau wissen wirs nich, da sie aus ner auffangstation ist, vor drei monaten zum impfen sagte unser arzt noch, dass sie sicher 20 wird, so fit war sie und terrier werden ja eh etwas älter. sie wiegt momentan 10 1/2 kilo, hat aber im letzten halben jahr 2 kilo abgenommen, was sehr viel für ihr gewicht ist. sie ist kein jogging-hund, auch nich allzu gern lange spazieren. außer ein paar pickeln und zu langen haaren in den ohren hatte sie noch nie irgendwas.
    leider ist es ja noch das kreuzband, ich weiß nich, ob man das noch davor machen könnte, aber das ist auch sehr schmerzhaft...
    finanziell ist natürlich nicht alles drin, aber sie bedeutet mir und auch meinen verwandten so viel, dass es außer frage stünde die operationen, die physiotherapie oder sonstiges aus finanziellen gründen nicht zu machen. sie ist so lieb, da hätte ich viel unterstützung.
    der arzt hat mir nicht sehr viel hoffnung gemacht, es besteht ja auch nur ne geringe chance, dass eine amputation drin ist, aber ich werde die hoffnung nicht aufgeben und will mich schnell entscheiden können!
    zu dem nasenbluten meinte der arzt nur, dass das ihr gerinstes problem ist und ohne schmerztabletten kann sie sich überhaupt nicht bewegen.

    ich frage mich nur auch, ob sie das psychisch übersteht, das klingt vielleicht seltsam, aber sie ist sehr sensibel und ängstlich.
    ich will einfach nicht, dass ihr bisher so schönes leben für sie in qualen endet und ich habe angst, egoistische entscheidungen zu treffen, weil ich sie wirklich nicht verlieren will. ich bin ziemlich am ende...

    meint ihr, dass ein hund in ihrem alter und in diesen umständen eine so große umstellung noch schaffen würde?

    dankeschön!

  • Wichtig ist erstmal zu wissen um was für einen Tumor es sich handelt.
    Unser erster Hund Billy hatte einen Mastzelltumor in der rechten Hinterpfote. Ein Mastzelltumor ist auch ein sehr aggressiver Tumor und ihm wurde maximal eine Lebenserwartung von einem halben Jahr gegeben. Unser TA konnte den Tumor jedoch großflächig entfernen und der Tumor hatte noch nicht gestreut. So hat unser Hund noch 10 Jahre gelebt.
    Ich würde also erstmal mit dem TA sprechen und ihn bitten bei der OP zu versuchen den Tumor großflächig zu entfernen und erst wenn dies nicht möglich ist, dann würde ich mich für die Amputation entscheiden.
    Ich denke ein Hund kann auch sehr gut nur mit drei Beinen leben.
    Viel Erfolg.

  • hallo Liquid_Sky,

    es tut mir sehr leid für deinen hund. ich habe den eindruck, dass der ta auch nicht viel hoffnung hat, oder? dieses nasebluten finde ich schon sehr merkwürdig, könnte es sein, dass vielleicht im kopf noch etwas steckt?

    aufgrund des alters, des kreuzbandrisses und des nasenblutens hätte ich arge bedenken, dass man dem hund keinen gefallen mehr tut. es sind einfach zu viele baustellen - so furchtbar es auch ist.

    wenn ich mir vorstelle, meine 11 jährige hündin würde es in der form treffen, würde ich mich für sie gegen eine op entscheiden.

    gruß marion

  • ich hätte auch wirklich kein problem damit, hätte sie nur noch drei beine, für mich macht das wirklich keinen unterschied und wenn ich sie für den rest ihres lebens die treppen runtertragen und 1000 mal erzählen müsste, was passiert ist.
    das bein ist in jedem fall nicht zu retten, egal ob der tumor gestreut hat oder nicht, er sitzt mitten im ellenbogengelenk und ich hab mich auch schon sehr oft und schon sehr lange mit dem tierarzt unterhalten und ruf immer an, sobald sie sich verändert. der arzt meinte, die entscheidung liegt ganz bei mir...
    am meisten sorgen hab ich wegen dem kreuzbandriss hinten, sie kommt ja jetzt schon kaum noch hoch... der tumor vorne hat sich in der größe in den letzten zwei wochen fast verdoppelt...
    was bedeutet das psychisch für einen hund?
    ich will nicht, dass sie nurnoch daliegt und dahinsiecht, das ist ja kein leben!

    Marion
    das nasenbluten kommt durch einen kleinen abzess in der nasennebenhöhle und durch die blutverdünnende wirkung der schmerzmittel blutet das so schlimm...

    ich denk auch ungefähr wie du, nur ich will alles in erwägung ziehen und sie nicht einfach aufgeben!

  • Generell kommen Hunde durchaus gut mit einer Amputation zurecht. Aber dein Hund ist nun nicht mehr jung und da muß man eben noch andere Dinge einbeziehen. Vor allem der Kreuzbandriß, wenn der behandelbar wäre, denke ich würde sie damit zurecht kommen. Am Anfang wird es ungewohnt sein, aber ich kenne einen Hund, der unfallbedingt bis ins hohe Alter auf drei Beinen gelaufen ist.

    Liebe Grüße,
    Nicky

  • Hallo, mit der Amputation käme dein Hund vielleicht zurecht, aber was ist mit dem Kreuzbandriß. Unser Rüde hat ein halbes Jahr nach der OP gebraucht um wieder richtig zu laufen. Wie will deiner das mit 2 Beinen schaffen, das operierte ist erst mal nicht belastbar. Ich wünsche dir das du im sinne deines Hundes die richtige Entscheidung triffst.

    Viel Glück ,Sigrid

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!