Großer Krebstumor am rechten Vorderbein

  • Zitat

    Marion
    das nasenbluten kommt durch einen kleinen abzess in der nasennebenhöhle und durch die blutverdünnende wirkung der schmerzmittel blutet das so schlimm...

    ich denk auch ungefähr wie du, nur ich will alles in erwägung ziehen und sie nicht einfach aufgeben!

    ich kenne zwei hunde, die nasenbluten hatten, bei einem dachten sie auch, dass es an den medikamenten lag.

    beide hunde sind daran gestorben. den einen hund und die halter kannte ich sehr gut. sie haben lange gezögert und alles ausgeschöpft.

    dieser abszess kann ja auch nicht bleiben, das wäre dann in dem alter eine 3. op., denn der abszess wird unter vollnarkose gespalten.

    vielleicht bekomme ich jetzt schläge, aber manchmal ist liebe auch los lassen können.

    gruß marion

  • Die Entscheidung liegt bei dir......aber bitte bedenke...........nach einer Amputation wird das schon geschaedigte Hinterbein mehr belastet......das bedeutet Schmerzen fuer deinen Liebling. Hinzu kommt das Nasenbluten, das sich fuer mich, wie ein Tumor anhoert...............
    Waere es mein Hund, ich wuerde es so machen, wie jemand hier im Forum..............meinem Hund Gelegenheit zu geben, sich von allem Liebewordenen zu verabschieden und ihm dann den Weg ueber die RBB so angenehm wie moeglich zu machen.
    Du schreibst, das du deine Kleine so sehr liebst..................manchmal tut Liebe weh.............naemlich, wenn man Abschied nehmen muss...........Aber du kann ihr den groessten Beweis deiner Liebe zu kommen lassen.................sie, in Wuerde ,in eine andere Welt gehen zu lassen..........
    Ich drueck dich unbekannterweise mal und wuensche dir viel Kraft fuer deine nicht einfache Endscheidung

  • Hallo,

    wir haben unserer Hündin (Schäferhundmix, 9 Jahre alt, 30 kg. schwer) Anfang Dezember ein Vorderbein amputieren lassen. Sie hatte einen bösartigen Tumor im Schultergelenk, eine Alternative gab es nicht. Wir hätten sie sonst sofort einschläfern lassen müssen, da sie sehr starke Schmerzen hatte, die auch mit Schmerzmitteln nicht erträglich wurden.

    Abgesehen von den allerersten Tagen nach der OP geht es ihr super, sie ist vergnügt, kommt prima damit klar, die Wunde ist gut verheilt. Wir können bereits bis zu 45 Minuten spazieren gehen, sie läuft Treppen rauf und runter und fühlt sich offenbar prima. Wir sind heilfroh, dass wir es gemacht haben und würden es immer wieder tun!

    Es lässt sich nicht verschweigen, dass die Sache ziemlich kostspielig war. Da bei uns noch diverse teure Untersuchungen vorher anfielen und mehrere unnötige weitere OPs, da die Ursache lange Zeit nicht zu ermitteln war, kann man es nicht unbedingt vergleichen, die Kosten sind auch sehr unterschiedlich, je nach Stadt oder Land usw. Ich würde mir vom TA eine Kostenübersicht geben lassen.

    Ein Vorteil ist es sicher, dass dein Hund leichter ist, jedes Pfund muss ja schließlich getragen werden. Vorne ist die Amputation übrigens schwerer auszugleichen als hinten, da sind die Tiere oft schon nach ner Weile fast "normal" belastbar.

    Vor allem muss man natürlich abklären, ob der Tumor bereits gestreut hat, du sagst, dass er rasch wächst. Bei uns war es ein "extrem langsam wachsender". Drum konnte er lange Zeit nicht gefunden werden, was aber nun die Prognose verbessert. So gesehen hatten wir Glück im Unglück.

    Auf jeden Fall: Die Amputation an sich kann von einem Hund gut verkraftet werden!

    Wenn du Lust hast, kannst du dir einen - technisch leider nicht perfekten - Film von unserer Madame kurz nach der OP ansehen:

    http://de.youtube.com/watch?v=4vP9mUw6iBI


    Elise

  • den film hatte ich sogar vorher schon gesehen und die zeitangabe - das ist wirklich wahnsinn! und macht mut...
    nun erst einmal sehen, was der tierarzt zu dem kreuzbandriss sagt...
    aber laut den röntgenaufnahmen und der blutuntersuchung hat der tumor zum glück noch nicht gestreut, die gewebeprobe dauert noch!

    hat sich dein hund denn auch seelisch nach der amputation verändert? ich kann mir garnich vorstellen, wie es ihr geht, wenn sie aufwachte und ihr bein wäre ab...

  • Zitat

    hat sich dein hund denn auch seelisch nach der amputation verändert? ich kann mir garnich vorstellen, wie es ihr geht, wenn sie aufwachte und ihr bein wäre ab...

    Ich denke das ist eher menschlich gedacht. Der Hund kommt in der Regel mit einer Amputation recht gut zurecht, wie man ja auch sehr schön in dem video sehen konnte. Entscheidend ist ein Muskelaufbau und man sollte den Hund natürlich immer bei einem Idealgewicht halten.

    In deinem Fall sehe ich allerdings den kreuzbandriß als den problematischen faktor an.

    liebe Grüße,
    nicky

  • Ich denke in dem Alter sind das leider ein paar Baustellen zu viel, Sorry - meine Meinung. Aber es ist Dein Hund, Du must entscheiden. Du trägst die Verantwortung für sein weiteres Leben oder seinen Tod. Aber ich weiss nicht ob es sich "lohnt" ihn mit 2-3 Operationen zu quälen... :???:

  • Hallo Liquid_Sky!

    Erstmal tut es mir wahnsinnig leid, dass es Deiner Hündin so schlecht geht!
    Ich weiß nicht so richtig wie ich meine Gedanken dazu jetzt rüberbringen soll, ich hoffe ich finde die richtigen Worte.

    Ich finde, Du solltest Dir wirklich überlegen, ob eine weitere Behandlung Deiner Hündin sinnvoll wäre oder ob man ihr weiteres Leid ersparen sollte.
    So wie Du es beschreibst, geht es Deiner Hündin sehr schlecht. Sie kann ja nach Deinen Beschreibungen schon gar nicht mehr aufstehen und hat sehr große Schmerzen, die Schmerzmittel scheinen kaum anzuschlagen.
    Eine Amputation wäre vielleicht möglich, doch wie soll der Hund das ausgleichen können mit einem Kreuzbandriss?
    Man müsste erst den Kreuzbandriss operieren lassen und nach erfolgreichem Heilungsprozess dann den Tumor am Vorderlauf entfernen lassen. Würde man diesen Weg wählen, wäre es für Deine Hündin wahrscheinlich schon zu spät. Wahrscheinlich wäre es auch nicht möglich, da die Schmerzen ja offensichtlich vom Vorderlauf kommen und sie in der Schonhaltung ja genau diese Gliedmaßen überlasten würde.

    Man kann aber auch nicht erst amputieren, denn das könnte Deine Hündin mit einem kaputten Kreuzbandriss nicht ausgleichen.
    Noch dazu mache ich mir ehrlich Sorgen um den Nasenabszess, der mit Sicherheit auch bald Probleme machen wird.

    Ich weiß, so eine Entscheidung zu treffen ist wahnsinnig schwierig. Und glaube mir, ich weiß wovon ich rede, habe ich doch erst vor ein paar Tagen diese Entscheidung treffen müssen. Deine Hündin hat ein schönes Alter erreicht und hatte bestimmt ein wunderschönes Leben bei Euch.
    Du sagst, Du liebst sie über alles. Dann versuche ganz realistisch zu denken! Gibt es keine Chance auf eine schnelle Heilung, dann sollte man loslassen. Meine Hündin strahlte bis zu letzten Minute pure Lebensfreude aus, dennoch wußte ich, dass es keine Chance auf Heilung gibt und ich sie loslassen muss. Ich hätte es mir nie verziehen, sie in ihren letzten Tagen,Wochen oder Monaten noch leiden zu lassen. Sie wäre qualvoll gestorben, vielleicht hätte sie sogar alleine sterben müssen, wenn ich gerade mal nicht bei ihr sein konnte. Ich habe zum Anfang der Diagnose Darmkrebs auch gedacht, ich kann sie nicht loslassen. Wenn aber keine Heilungschancen bestehen und wir trotzdem nicht loslassen wollen, ist es egoistisches Denken von uns Menschen.

    Ich habe ganz bewußt noch ein paar wunderschöne Tage mit meiner Hündin verbracht, ihr noch einmal alles ermöglicht woran sie Spaß hatte und in diesen Tagen ganz intensiv von ihr Abschied genommen. Ich habe ihr einen würdevollen Abschied ermöglicht ohne Schmerzen und großes Leid. Das war das Einzige was ich noch für sie tun konnte, so schlimm es auch für mich war. Es hat mir das Herz zerrissen und ich bin in diesen Tagen voller Trauer, dennoch weiß ich, dass ich die richtige Entscheidung
    getroffen habe.

    Ich wünschte es gebe für Deine Hündin noch Hoffnung und es tritt ein kleines Wunder ein. Wenn dies nicht eintreffen sollte, wünsche ich Dir ganz viel Kraft und Stärke für Deine Maus die richtige Entscheidung treffen zu können!

    Fühl Dich mal ganz fest in den Arm genommen!
    Wir drücken die Daumen!

    LG Tina mit Cimba im Herzen

  • Cimberly
    DAS hast du wunderbar geschrieben, meine Hochachtung
    Liquid_Sky
    Lass deinen HUnd nicht leiden und stell dich der Realitaet...........leider gehoert der Tod zum Leben, so schlimm es fuer den ist, der zurueckbleibt. Aber nach einer Zeit der Trauer kommt die Zeit der Erinnerung.........................sie geht ja nicht ganz, sie bleibt ja in deinem Herzen...............
    Und es war Cimberly, von der ich in meinem Thread geschrieben habe.............

  • Hallo,
    mit "seelisch" war gar kein Problem, sie wachte aus der Narkose auf und ging zur Tagesordnung über, könnte man sagen. "Seelische Probleme" hatten wir als Menschen, weil wir uns Sorgen machten. Unser Hund ist insgesamt quietschfidel und denkt nicht drüber nach, dass er mal 4 Beine hatte oder ob der Krebs wiederkommt (bzw. wie lange es dauert).

    Aber: Das ist nur in Bezug auf die OP und in anderer Hinsicht kann ich das, was Tina sagt, auch sehr gut verstehen bzw. denke es auch. Bei unserer Hündin war der Krebs ein "isoliertes Problem", ansonsten war sie topfit. Nur der TA kann dir sagen, ob deine KÖRPERLICH die Umstellung wird verkraften können. Gerade der Kreuzbandriss gäbe mir zu denken.

    Der Hund weiß ja nicht, wenn du mit ihm in der Klinik bist, dass er eine Narkose bekommt und zu welchem Zweck. Er weiß nicht, ob er danach wieder aufwacht und wie. Er weiß nur, ob es ihm im Augenblick gut geht, ob du bei ihm bist und ob er Angst hat. Alles andere ist Menschensache!

    Ich weiß nicht, ob du schon mal erlebt hast, wie ein Hund "eingeschläfert" wird. Ich leider schon zweimal. Dieser Augenblick kommt auf jeden Hundebesitzer zu, mal früher, mal später. Der Hund bekommt eine Beruhigungsspritze, er schläft sanft ein. Dann erst bekommt er eine tödlich Dosis. Meine beiden Hunde sind jedesmal friedlich und sanft auf meinem Schoß eingeschlafen, bei einer TÄ, die sie von klein auf kannten. Ich denke nicht, dass es für sie schlimm war. Nur der Mensch trauert dabei.

    Ich würde an deiner Stelle den TA ganz offen und ehrlich fragen, was er von der Sache hält, ob er - wenn es denn sein Hund wäre - operieren würde. Dann musst du das tun, was für DEN HUND am besten ist!

    Viele liebe Grüße

    Elise

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