Welche Erfahrungen mit unkastrierten Hündinnen?

  • Hallo,
    ich weiß ja, das ist ein nie endendes Thema.....aber da ich (fast) fest entschlossen bin den Kastrationstermin meiner Hündin (am 31.01.09) abzusagen und ich mich seit Stunden durchs Netz lese, hätte ich gern mal gewußt, welche Erfahrungen ihr mit euren nicht kastrierten Hündinnen gemacht habt.
    Mein Gefühl sagt mir, ich lasse meinen Hund intakt. Mit der Läufigkeit hatten wir kein Problem und ich hatte nicht das Gefühl sie hätte gelitten.Bekommen wirklich so viele nicht kastr. Hündinnen Gesäugetumoren, Entzündungen und andere gesundheitliche Probleme? Was sagen die HH, die ihre Hunde nicht kastrieren lassen haben? Geht es den Hunden gut? Ich finde es einfach natürlicher ohne,...............aber das soll jetzt gar nicht das Thema sein.
    Bin ich verantwortungslos wenn ich meine Hündin nicht kastrieren lasse?
    LG Angela

  • Zitat

    Bin ich verantwortungslos wenn ich meine Hündin nicht kastrieren lasse?
    LG Angela

    Verantwortungslos wärst du, wenn du es einfach mal eben so machen würdest, weil du persönlich ein Problem mit der Sexualität deiner Hündin hättest, oder, wenn die sie während der Läufigkeit alleine herumstromern läßt.
    Aber beides dürfte bei dir ja nicht zutreffen.

    Meine erste Hündin war nicht kastriert (die jetzige leider schon vor meiner Zeit) und ich hatte NIE Probleme damit. Weder mit Scheinschwangerschaften noch sonstigen "Nebenwirkungen". Lediglich die Nachbarrüden waren teils nervig, aber auch das haben wir schnell in den Griff bekommen ;-)

    Gruß, staffy - die echte Hunde bevorzugt

  • Schau dir das Video mal an. Ich finde das sehr gut, fachlich kompetent und aufschlussreich.

    https://www.dogforum.de/ftopic68382.html

    Einfach so "weil man das so macht" würd ich nicht kastrieren. Meine ist auch nicht kastriert und obwohl sie nach der ersten Läufigkeit stark scheinträchtig war, habe ich nicht vor, sie zu kastrieren.

    Solange es keine medizinischen Gründe gibt, muss man nicht kastrieren, meiner Meinung nach.

    Zum Thema "Krebsvorsorge" etc wird im Video was gesagt.

    Vielleicht zweimal schauen, der junge Mann sagt da einige interessante Sachen.

  • Hallo Angela,

    Unsere verstorbene Cairn-Terrier Hündin war nicht kastriert.
    Nach jeder Läufigkeit war sie scheinschwanger und hatte richtig
    Probleme damit. Aber wir haben sie nicht kastrieren lassen.
    Wir waren bei vielen Ärzten und in Kliniken und dort wurde uns gesagt,
    dass es nicht weiter schlimm ist und man homöopatisch an der
    Scheinschwangerschaft "arbeiten" kann, damit diese nicht so schlimm wird.
    Letztenendes mussten wir Fienchen mit 11 Jahren
    einschläfern lassen, da sie mehrere Tumore am Gesäuge
    hatte und diese nicht mehr operativ entfernt werden konnten.

    Käthe musste nach dreimaliger Pyometra kastriert werden.
    Meine Tierärztin hat erst versucht, dies mit
    Medikamenten in den Griff zu bekommen,
    aber nachdem sie zum dritten Mal eine
    Gebärmutterentzündung hatte, wurde Käthe sofort kastiert.
    Mir war das Risiko einfach zu groß, dass ich meinen Hund deswegen verliere.

    Ich bin generell gegen eine Kastration.
    Wenn man sich eine Hündin anschafft,
    dann muss man davon ausgehen,
    dass der Hund 2 mal im Jahr läufig wird.
    Dann muss der Hund halt an die Leine, in der Standhitze
    werden Rüden gemieden und es sind Blutflecken in der Wohnung.
    Na und?! 2 mal im Jahr, das ist doch kein Grund,
    um einfach in den Hormonhaushalt eines Hundes
    einzugreifen und den Hund kastrieren zu lassen,
    nur weil der Besitzer zu faul ist, in der Zeit etwas
    mehr zu wischen und den Hund an der Leine zu behalten.

    Wenn es jedoch gesundheitliche Probleme
    (Pyometra, bei Zuckerkrankheit oder Veränderung
    der Gebärmutter oder des Eierstockes) auftreten,
    sollte man jedoch darüber nachdenken,
    ob es nicht besser ist den Hund kastrieren zu lassen.

    Aber nur aus Bequemlichkeit kastrieren lassen? Da bin ich gegen!

  • Also, Zoe ist jetzt das vierte mal läufig und heute 2 Jahre alt geworden. Sie hatte nie (!) Proibleme mit Scheinschwangerschaften, war auch sonst immer ein gesunder Hund! Große Probleme gab es bisher deshalb noch nicht. Sie ist zwar manchmal eine Zicke, aber ich denke, das liegt eher an ihrer Unsicherheit sie sie manchmal hat.
    Und ganz ehrlich: ich würde es immer wieder so machen! Ich wüsste nicht, was für einen Hund ich hätte, wenn ich sie hätte kastrieren lassen. Zumindest die erste und die Zweite Läufigkeit würde ich bei einer Hündin immer mitmachen :yes: die können nichts ersetzen, verändern aber den Charakter der Hündin doch entscheidend :)

  • Lass Dir bloß nicht einreden, dass Du verantwortungslos bist, wenn Du Deine Hündin nicht kastrieren lässt. Als ich damals mit meiner 14 Wochen alten Hündin zum TA kam, wollte der auch gleich einen Kastrationstermin vereinbaren. :irre: Ich dachte, ich bin im falschen Film. Dort war ich dann auch nur einmal. :D

    Meine Hündin ist heute 13,5 Jahre alt, nicht kastriert und putzmunter. Und obwohl Bonny inzwischen Gesäugetumore hat, die sie aber nicht beeinträchtigen, würde ich es immer wieder so machen.

    Eine Kastration käme für mich nur bei schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen in Frage. Denn ich finde es einfach nicht gut, dass sich Menschen immer und überall in die Natur einmischen wollen.

  • hallo,
    für mich käme keine prophylaktische kastration in frage. zwei mal jährlich eine läufigkeit ist überhaupt kein problem, nicht mal im urlaub.

    gruß marion

  • Hallo,
    vielen Dank für eure Antworten. Das bestärkt mich darin, den OP Termin abzusagen und eine Kastration nur vornehmen zu lassen, wenn es aus gesundheitlichen Gründen nötig wäre. Wenn eine Hündin, wie ihr teilweise schreibt, mit 11 oder 13 jahren an Gesäugetumoren leidet, ist das natürlich sehr schlimm und traurig, aber was wäre mit einer Kastra gewesen.....es gibt ja noch viele andere Krebsarten, oder ist Gesäugetumor die Krebsart Nummer 1 bei Hündinnen?
    Meine TÄ verhält sich zu diesem Thema recht neutral, sie versucht nicht uns zu überreden, außerdem habe ich Vertrauen zu ihr. Interessant finde ich an dem Video ( mit dem Interview zum Thema Kastr.), daß der TA dort selbst 3 Hunde hat, die nicht kastriert sind!! Wo er doch eigentlich " an der Quelle sitzt"
    Naja, letzendlich muß es jeder für sich entscheiden.
    LG Angela

  • Also, ich weiß echt nicht was ihr alle habt! Millionen von Hunden überstehen die Kastration ohne Pronbleme, und bei einer Pyrometra (hatte meine erste Hündin) würde mir mein Hund näher sein als alle Bedenken. DREI Pyropetras zu riskieren ist der Hammer!! Das kann tödlich sein!!!!

  • Hi,

    ich habe 2 Hündinnen, beide noch intakt, Leela jetzt 2 Jahre, Nelly 3,5 also noch jung. Beide hatten bisjetzt weder mit der Läufigkeit noch Probleme, noch zeigten sie sichtbare Anzeichen einer Scheinträchtigkeit. Würden sie deutlicher Scheinträchtig werden, würde ich erst homöopathische Mittel probieren, habe schon vn einigen gelesen, die damit ihre Hündinnen sehr erfolgreich behandelten. Solange keine gesundheitlichen Probleme auftreten werden meine 2 auch intakt sein.

    Ich nehme mir auch nicht die Brüste oder sonstige Körperteile ab, weil es sein könnte dass ich evtl dort irgendwann mal Krebs bekommen könnte -.-
    Finde dass die häufigen Krebsfälle vl auch irgendwas mit den ganzen Zusätzen in einigen Futtermitteln zu tun haben könnten, Getreide zB soll ja auch Krebszellen begünstigen.
    Aber leider hab ich noch keine Studie gefunden, die Vergleiche zwischen Fefu- und Barfhunden aufstellt.

    mfg Egi

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