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Vertrauensproblem bei anderen Hunden

  • Hallöchen!


    Habe ein kleines Problem mit meiner Hündin. Sie ist gegenüber anderen Hunden eher ängstlich und desinteressiert.
    Ich habe das Gefühl, dass sie mir in Bezug auf fremde Hunde nicht vertraut und somit sucht sie auch keinen Schutz bei mir wenn wir andere Hunde treffen, sondern rennt eher wirr im Kreis, zieht den Schwanz ein oder geht weiter weg (nicht bei allen, nur bei einigen).
    Sonst hört sie draußen super, läuft eig immer ohne Leine, kommt sofort wenn ich das möchte (zumindest fast immer :roll: ), hat auch sonst vor wenigen Sachen Angst usw...


    Das Problem ist, dass sie schon ca. 4-5mal von anderen Hunden attackiert wurde und ich nicht super schnell dazwischen gehen konnte sondern sie sich immer schneller selbst befreien konnte und weggerannt ist.


    Jetzt zu meiner Frage: Wie baue ich es auf, dass sie bei mir Schutz sucht, wenn ihr ein Hund unbehaglich ist und sie nicht schnuppern will? Soll ich sie anleinen wenn ein Hund kommt oder ein bestimmtes Kommando erlernen?


    Merci für Antowrten
    LG

  • Ich weiß nicht, ob ich helfen kann, meine Hündin ist auch eher unsicher...


    Was bei uns sehr hilft, ist ganz konkrete Anleitung geben. Das heißt, ein Hund kommt in Sicht und immer (!) gibt es ein Feedback von mir. Wenn ich den Eindruck habe, es passt und meine Hündin will den Kontakt, teile ich ihr mit, alles ok und geh mal schauen. Wenn es unsicher ist, laufe ich mit ihr zusammen einen Bogen, schirme sie ab. Ich fordere auch andere HH auf, ihren Hund abzurufen, wenn ich denke, es klappt nicht. Wo ich selbst leider versage, ist wenn der andere Hund nicht hört und sehr aufdringlich ist. Es gelingt mir nicht so, wie ich es gerne würde, den anderen Hund abzuhalten. Und genau endet dann auch die Orientierung von Lucy an mir :/


    Was bei freilaufenden Hunden ohne Besitzer/Hofhunden gut funktioniert: ich gehe freudig den Hund begrüßen :D . Das sorgt meist dafür, dass Lucy denkt: na, dann wird der wohl ganz nett sein :^^:


    Vielleicht kommen ja noch ein paar Antworten?!

    Sara mit den Weltenbummlern


    Grisu: Australian Shepherd, 09.04.2007
    Smilla: Sheltie, 08.03.2014
    Joey: Australian Shepherd, 26.12.2015
    Faye: Sheltie, 12.12.2017


    mit Lucy und Aicha für immer im Herzen

  • Ayu war auch eher ängstlich, nur hat sie nie den Schwanz eingezogen. Sie ist, sobald ein Hund zu sehen war, knurrend drauf los. Sie hat dann gebissen und war nicht mehr zu beruhigen...


    Ich hab es dann so gemacht, dass ich gezielt Hundekontakt gesucht habe. Sobald uns ein Hund entgegen kam, habe ich meinen Freund Ayu halten lassen und bin (mit Einverständnis des HH) zum Hund hin und habe ihn gestreichelt. Ayus Interesse wurde so von Zeit zu Zeit immer stärker am anderen Hund und sie merkte, dass Hunde nicht böse sind.
    Als wir dann soweit waren, dass wir Ayu auch mal an den anderen Hund rangelassen haben und der andere ihr zu aufdringlich wurde, habe ich mich dazwischen gestellt. Also Bein dazwischen und den anderen Hund abgewehrt. Das mache ich heute auch noch, auch wenn ich schon einige Wunden davon getragen habe.


    Bei freilaufenden Hunden ohne Besitzer schaue ich auf die Körpersprache von beiden Hunden: Ist der andere auf Konfrontation aus, dann wehre ich ihn ab und halte ihn Notfalls fest. Hat Ayu einfach nur Angst und knurrt deshalb, dann beschäftige ich mich erst einmal wieder mit dem Hund. Sie kommt dann immer von alleine an und will den ach so tollen Hund kennenlernen.


    Ich versuche Ayu an pöbelnde Hunde gar nicht erst ranzulassen. Wenn diese an der Leine sind, dann mache ich einfach einen Bogen.


    Wir fahren so ganz gut und Ayu ist mittlerweile so sicher, dass ich sie mit zum Hundetreff nehmen kann :^^:

    Ayumi Ende 2006 - 29.11.2010
    I think about you every day. Nothing is the same since you're away.
    Rest in peace, sleep well my friend... there will be a day we'll meet again.

  • Krasse Antwort auf deine Frage: Hör auf deinen Hund zu beschützen. Warum um alles in der Welt soll dein Hund bei dir Schutz suchen? Das ist nicht normal.


    Ignoriere das Verhalten deines Hundes und geh einfach weiter und wenn er brav mitkommt, kannst du ihn loben. Dein Hund muss selber lernen mit anderen Hunden klar zu kommen. Das heißt auch für deinen Hund, dass er sich mal etwas wehren darf. Und was heißt attackiert? Richtige Beißerei oder nur Geplänkel?


    Wenn du wirklich keinen Hundekontakt willst und dein Hund klar kommen soll, ruf ihn zu dir, leine ihn an und gehe ruhig weiter oder nimm den Hund, geh etwas zur Seite, lass ihn z.B. sitzen und warte bis der andere vorbei ist. Das kannst du mit Futter loben. Und den anderen Hund kannst du wegschicken oder den Besitzer bitten ihn auch an die Leine zu nehmen.


    Und je selbstsicherer du wirst und keine Angst hast, desto sicherer wird dein Hund werden. Wobei es normal ist, wenn ein hund nach einer blöden Geschichte eine Weile unsicher ist. Je weniger du das beachtest, nicht tröstest, um so eher geht es vorbei.


    Wenn sie nicht schnuppern will, darf sie auch mal die Zähne zeigen bzw. den Hund ignorieren. Das kannst du nicht für sie erledigen. Und das kann sie lernen. Und das musst du lernen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen kostenlosen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Hm, also ich bin jetzt etwas überrascht.
    Ich dachte es soll so sein dass der Hund mich als "Rudelführer" anerkennt und somit auch bei mir Schutz sucht wenn ihr etwas unheimlich ist? Aber vielleicht liege ich da ja auch falsch... Aber es ist doch auch nicht normal dass sie wenn sie Angst hat wegrennt von mir?


    Na ja, attackiert heißt bei mir, dass der andere Hund ohne große Vorwarnung auf sie drauf ist und halt mal reingebissen hat. Keine richtige Beißerei, aber ein "blauer Fleck! oder auch mal eine kleine blutige Wunde. Sie konnte sich dann immer befreien und ist dann vor demHund weggerannt aber eben nicht zu mir.


    Es ist ja nicht so dass sie keinen Hundekontakt haben soll. Wir haben viele Hundefreunde und da will sie den Kontakt auch. Aber bei fremden Hunde die wir begegnen (und die auch frei laufen) wüßte ich gerne wie ich optimalerweise reagieren soll.
    Bisher habe ich es immer so gehandhabt dass ich normal weitergelaufen bin und ihre Angst ignoriert habe. Mein zweiter Hund schnuppert auch immer und ist fröhlich usw. Die Hündin steht dann entweder abseits oder hat Angst und rennt wie beschrieben rum oder haut eben ab. Das kann ja irgendwie nicht sein denke ich mir.
    Am liebsten hätte ich es so, dass mein anderer Hund ganz normal den Hundekontakt haben kann und die Hündin zu mir kommt und bei mir weiß hier braucht sie den anderen Hund nicht zu fürchten.
    Aber wie bekomme ich das hin????

  • @Schopenhauer: ja, das wär meine Wunschvorstellung: hey, sieh doch, alles halb so wild :D


    Irgendwie haben wir versagt an dem Punkt :???: . Ich habe es etwa 1,5 Jahre so gemacht, dass ich Lucy quasi zu jedem Hund hin geschubst habe. Resultat war, dass sie trotz kaum negativer Erfahrungen immer unsicherer wurde. Dann entdeckte sie nach 1,5 Jahren, dass sie Eindruck schinden kann, indem sie Zähne zeigt. Blöd nur, dass sie eine große schwarze Berner-Mix-Hündin ist und andere HH hier meist einen halben Herzinfarkt bekommen, wenn Lucy zeigt, sie will nicht.
    Liegt vielleicht auch an der Wohnsituation: sehr ländlich, kaum Hunde auf Spaziergängen, Kontakte ohne Absprache absolut unüblich... Aber bei Lucy bin ich auch mit meinem Latein am Ende... Und unser Zweithund, Grisu, ist super verträglich und verspielt. Das hat auf Lucy auch keinen Einfluss...


    Ich träum auch davon, dass Lucy einfach neutral reagiert. Sie muss ja niemanden mögen, nur neutral... Bei Hofhunden klappt es gut: ich geh Hund begrüßen (zur Not fixiere ich ihn mit Futter auf mich :p ), und wenn Lucy anfangs grummelt, gibt es da keinen fremden Menschen, der die Situation nur schlimmer macht... Meist hat es sich dann nach einer Weile oder aber spätestens beim 2. oder 3. Treffen...


    Lucy pöbelt nicht, sucht von sich aus keinen Kontakt, hört in Anwesenheit fremder Hunde super, ich finde einfach keinen Ansatzpunkt?!


    Ich bin auch für Tips dankbar :^^:

    Sara mit den Weltenbummlern


    Grisu: Australian Shepherd, 09.04.2007
    Smilla: Sheltie, 08.03.2014
    Joey: Australian Shepherd, 26.12.2015
    Faye: Sheltie, 12.12.2017


    mit Lucy und Aicha für immer im Herzen

  • Zitat von "animalover"

    Hat denn niemand eine Idee????
    :hilfe:


    Hallo,


    gibt es denn ein bestimmtes Muster, welche Hunde sie meidet bzw. sich fürchtet, z.B nur schwarze, nur große oder so ähnliche wie jene, die sie mal attackiert haben? Du sagst ja, es sind nur manche, andere werden freudig begrüßt.


    Dass sie bei dir Schutz sucht, kannst du nicht herbei führen mit Leine oder anderem, das ist ihre Entscheidung.
    Habt ihr eine gute Bindung, sieht sie dich als souveränen Mensch an?


    Du wohnst in Heidelberg, das ist nicht gerade der tiefste Odenwald :^^: . Such doch mal eine HuSchu, die offene Spielstunden oder besser noch "beaufsichtigte" Spaziergänge anbietet.
    (Wir haben hier in Bensheim eine super Adresse, wenn`s dich interessiert, e-mail an mich.)
    Je mehr positive Kontakte die Hündin mit fremden Hunden hat, desto eher wird sich ihre Ängstlichkeit (vielleicht) legen.

    Liebe Grüße von Antonia

  • Zitat von "animalover"

    Hat denn niemand eine Idee????
    :hilfe:


    Doch, such viel Kontakt zu sozial sicheren Hunden.
    Auch ein Hund, der übermäßig attakiert wird hat meist ein Defizit im Sozialverhalten.
    Vielleicht lässt du auch mal einen Hundetrainer, der sich mit dem hündischen Sozialverhalten auskennt (Da haben lange nicht alle wirklich ne Ahnung von), drüberschauen.


    Sicherheit anbieten ist generell richtig, aber sie muss sie selbst suchen. Ansonsten schau dir ihre Reaktionen an. Wird sie einem sozial sicheren Hund begegnen, so wirst du kaum eingreifen müssen, begegnet ihr einem "Rüpel", so solltest du schon eingreifen und ihr helfen und den anderen Hund auf Abstand halten, denn mit einem solchen Situation kann sie noch nicht allein klar kommen. Wenn du in solchen Situationen nichts tust, dann kann es passieren, dass deine Hündin irgendwann aggressiv auf andere Hunde reagiert und das solltest du verhindern.


    Ziel ist es natürlich, dass deine Hündin selbstbewusster wird und lernt selbstständig mit anderen Hunden umzugehen und ihre Dinge dann im Normalfall selbst regelt. ABER das muss sie erst lernen! Wenn du sie jetzt, wie Schopenhauer vorschlägt, sich selbst überlässt wird sich ihre Angst verstärken und wahrscheinlich früher oder später auf Aggressionen hinauslaufen.

    LG, Jana und Sascha


    „Ethik ist nicht nur ein Verhalten zum Nebenmenschen im Hinblick auf die Ermöglichung einer möglichst geordneten und glücklichen menschlichen Gesellschaft, sondern ein aus innerer Nötigung kommendes Erleben der Verantwortung gegen alles Lebendige.“
    (Albert Schweitzer)

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen kostenlosen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den kostenlosen Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


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