ANTI-JAGD-TRAINING oder Dr. Jekyll und Mr. Hyde
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Solche Gebiete kennen nur Leute mit nicht-jagenden Hunden.
Unsere Jagdnasen finden immer und überall was.
(Da müsste man schon in die Wüste oder auf den Mond.)
Oh, das ist mir neu, dass Rhian und vorallem Splash nichtjagende Hunde sind! Trotzdem ist unser heimisches Spaziergebiet recht wildarm - zumindest im Vergleich zu Gegenden, wo man wirklich täglich Wild sieht, ohne sich anzustrengen. Ich seh nur sehr selten Wild (abgesehen von Enten, die kein Problem darstellen). Natürlich gibt es Spuren, und manchmal auch Witterung, aber meine Hunde gehen nicht einfach kilometerweit und stundenlang Wild aufstöbern, es sind Kurzjäger. Und DAS ist sehr angenehm!Den Unterschied bemerkte ich, als ich mit Rhian in richtig wildreichem Gebiet war - die ging ganz anders ab, und war wirklich nur noch am Jagen, auch an der Leine! Und Splash würde vermutlich noch mehr abdrehen....
Trotzdem ist nichts mit nur Träumen bei uns daheim, denn wildarm ist nicht wildfrei! Aber mit etwas Übung kann man registrieren, was die Hunde anzeigen, und trotzdem ganz gut entspannen.

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Ja blöd nur, wenn man so einen semi-Jäger hat, der nur ab und an auf sein Nase achtet
Mal kann mit ihm an manchen Tagen an einem Kaninchen vorbeilaufen ohne dass er es merkt, an anderen Tagen merkt er den Hasen 10km gegen den Wind.Kann er nicht einfach Hasen hüten? Das wäre doch mal eine Idee
Mit Schafen kann das ja jeder, wir nehmen Kaninchen und Rehe 
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Kann er nicht einfach Hasen hüten?
Klingt super
Also mein kleiner Mischling hat jetzt mit 8 Monaten auch zu jägern angefangen. Mit der Nase und natürlich hetzen, wenn er was sieht. Ab Freitag gibts Hundetrainerin und wir haben angefangen mit einem Dummy zu arbeiten, als Ersatzbeschätigung und dem darf er erst nach Freigabe hinterher und momentan sind wir nur noch mit Schleppleine anzutreffen. Rückruf klappt sogar (auch ohne Super-Rückruf) manchmal beim hetzen. Hab ich aber noch nicht oft ausprobieren können. Hoffe der Jagdtrieb bleibt händelbar....
Also ich bin jetzt auch eine von euch

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Wie macht ihr das bitte mit der "Ersatzbeschäftigung"?
Ich kann mit meiner Emma machen was ich will, sie will mit mir arbeiten, liebt Agility, Leckeries suche, Futterdummy Spiele, kleine Tricks usw. Das machen wir auch beim Gassi gehen immer mal 10-15min und sie ist voll dabei, aber es ändert nichts daran dass sie trotzdem noch jagen gehen würde. Machen wir etwas falsch? Bitte Tipps falls jemand wirklich positive Erfahrungen damit gemacht hat. -
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Da hast du wohl Recht :) Aber manchmal beneide ich diese Menschen, es muss traumhaft sein stundenlange ohne Leine durch Wald und Feld zu wandern, ab und zu mal ein Blick zum Hund, zur Not mal ein Kommando & ansonsten auch einfach mal seinen Gedanken nachhängen . . . so sehr ich meine zwei liebe & genau wusste was ich mir ins Haus hole, manchmal wünsche ich mir einen von diesen Hunden der Wild keinen Blick würdigt.
Hihi, musste gerade ein bisschen kichern.
Weil das SO wahr ist. Vor einem halben Jahr musste ich sogar mal ein paar Wuttränen lassen, weil mein voriger Hunde so ein Herumtrotte-Labbi war, mit dem ich selbst durchs tiefste Hochmoor wandern konnte, ohne dass der einmal den Kopf Richtung Wald gehoben hat.
Es ist schon ein EXTREMER Unterschied, an den ich mich wirklich gewöhnen musste. Es gibt manche Tage an denen ich 0 Bock auf Jagdtraining habe und dann trotzdem muss....Da werd ich manchmal grimmig.

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Ich lese hier immer von "wildarmen Gebieten" kann mir mal jemand sagen wo die sein sollen?Ich habe da schon viele Unterschiede bemerkt. Hier in Süddeutschland haben wir Moorgebiete und tiefe Nadelwälder (Da wo man von außen reingeht und fast schon alles stockdunkel ist), da begegnet uns pro Spaziergang mindestens ein Reh und zwei Hasen. Wenn wir dann durchs Dickicht gehen, sieht man ca. alle 3-5m einen Haufen Hasen- oder Rehköttel. Da ist Blacky auch nur gaaaanz schwer zu führen, da die Gerüche einfach zu intensiv ist und nach 15min fertig mit den Nerven. (Ich übrigens auch)

Ganz gut klappt es noch in recht lichten Wäldern, nahe am Wohngebiet oder wo einigermaßen viele Spaziergänger unterwegs sind.
In Wien, wo ich auch wohne, gibt es so ein paar Stadtrand-Laubwälder, viele Tiere im Laub und Gebüsch, aber recht wenige frische Spuren. Vielleicht war mal hier ein Marder, oder dort ein Maulwurf. Das ist super, weil ich ihn hier auf Löcher und Baumstämme umlenken kann, weil es ja nicht interessanteres gibt.
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Wie macht ihr das bitte mit der "Ersatzbeschäftigung"?
Ich kann mit meiner Emma machen was ich will, sie will mit mir arbeiten, liebt Agility, Leckeries suche, Futterdummy Spiele, kleine Tricks usw. Das machen wir auch beim Gassi gehen immer mal 10-15min und sie ist voll dabei, aber es ändert nichts daran dass sie trotzdem noch jagen gehen würde. Machen wir etwas falsch? Bitte Tipps falls jemand wirklich positive Erfahrungen damit gemacht hat.
"Ersatzbeschäftigung" ist genau das: Ersatz! Wieso sollte der Hund deshalb nicht mehr den Wunsch verspüren, richtig zu jagen? Das klappt in der Art nur bei "Langeweilejägern".Mit Ersatzbeschäftigung allein lässt sich kein echter Jäger vom Jagen abhalten. Da fehlt dann das tragende Fundament: der Gehorsam. Ohne den läuft gar nichts. Mit der passenden Ersatzbeschäftigung fällt aber der Gehorsam leichter. Aber echte Jagdpassion kann man nicht amputieren.
Wenn dein Hund wirklich ein passionierter Jäger ist, dann such ihm eine Beschäftigung, die seine Anlagen wenigstens teilweise befriedigt, und die ihr beide ernst nehmen könnt und gut findet. Spielchen sind ja ganz nett, aber Arbeit ist da besser!
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Ich habe da schon viele Unterschiede bemerkt. Hier in Süddeutschland haben wir Moorgebiete und tiefe Nadelwälder (Da wo man von außen reingeht und fast schon alles stockdunkel ist), da begegnet uns pro Spaziergang mindestens ein Reh und zwei Hasen. Wenn wir dann durchs Dickicht gehen, sieht man ca. alle 3-5m einen Haufen Hasen- oder Rehköttel. Da ist Blacky auch nur gaaaanz schwer zu führen, da die Gerüche einfach zu intensiv ist und nach 15min fertig mit den Nerven. (Ich übrigens auch)

Ganz gut klappt es noch in recht lichten Wäldern, nahe am Wohngebiet oder wo einigermaßen viele Spaziergänger unterwegs sind.
In Wien, wo ich auch wohne, gibt es so ein paar Stadtrand-Laubwälder, viele Tiere im Laub und Gebüsch, aber recht wenige frische Spuren. Vielleicht war mal hier ein Marder, oder dort ein Maulwurf. Das ist super, weil ich ihn hier auf Löcher und Baumstämme umlenken kann, weil es ja nicht interessanteres gibt.
Ich biete ebene Felder in Autobahnnähe. Hier tummeln sich zwei große Rehfamilien, gaaanz viele Fasane und natürlich Kaninchen/Hasen en Masse, obwohl relativ viel Betrieb, viele Reiterhöfe und einen kleinen Flugplatz der Lärm wie ein großer macht. Eine Wildschweinrotte gibts hier auch, mit Hund sind wir ihr gottseidank noch nie begegnet

Bei meinem Vater in der Schweiz gibts auf den Feldern nur Mäuse und im Wald muss man echt "Pech" haben um eiem Reh zu begegnen. Unfair sowas

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Ich biete ebene Felder in Autobahnnähe. Hier tummeln sich zwei große Rehfamilien, gaaanz viele Fasane und natürlich Kaninchen/Hasen en Masse, obwohl relativ viel Betrieb, viele Reiterhöfe und einen kleinen Flugplatz der Lärm wie ein großer macht. Eine Wildschweinrotte gibts hier auch, mit Hund sind wir ihr gottseidank noch nie begegnet
Bei meinem Vater in der Schweiz gibts auf den Feldern nur Mäuse und im Wald muss man echt "Pech" haben um eiem Reh zu begegnen. Unfair sowas

Ja ich glaube verallgemeinern kann man das wirklich nicht. Mir ist zum Beispiel auf dem Feld noch NIE ein Tier begegnet. Hier wird nur exzessiv nach Mäusen gejagt. Erst ein wenig neben dem Feld, wo das Gras höher und wilder wächst, ist mal ein Hase herausgesprungen.
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"Ersatzbeschäftigung" ist genau das: Ersatz! Wieso sollte der Hund deshalb nicht mehr den Wunsch verspüren, richtig zu jagen? Das klappt in der Art nur bei "Langeweilejägern".Mit Ersatzbeschäftigung allein lässt sich kein echter Jäger vom Jagen abhalten. Da fehlt dann das tragende Fundament: der Gehorsam. Ohne den läuft gar nichts. Mit der passenden Ersatzbeschäftigung fällt aber der Gehorsam leichter. Aber echte Jagdpassion kann man nicht amputieren.
Wenn dein Hund wirklich ein passionierter Jäger ist, dann such ihm eine Beschäftigung, die seine Anlagen wenigstens teilweise befriedigt, und die ihr beide ernst nehmen könnt und gut findet. Spielchen sind ja ganz nett, aber Arbeit ist da besser!

Das mit dem Gehorsam empfinde ich auch als sehr wichtig (Was jetzt nicht heisst, dass das bei uns so spitze läuft). Es geht auch irgendwie um Bindung/Vertrauen.
Ich kenne genau diese Orte auch, wo ein Rehköttelhaufen nach dem nächsten kommt. Und die ganzen Kaninchenbauten. Man findet Rehschädel, Geweihstücke, Rehbeine, tote Füchse....
Irgendwie ist es schon spannend, aber eben auch wahnsinnig anstregend für alle Beteiligten
zum Beispiel:
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Aber nach so einem Spaziergang (festgehaltene Schleppleine) sind wir alle platt am Abend, und ich empfinde Jacky als ausgeglichen.
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