Probleme mit dem Hund oder eher mit meiner Frau?

  • Hallo RonBalou,

    ich muss zugeben, ich finde deinen Beitrag wirklich amüsant, bzw. niedlich. WEIL es zu schön ist zu lesen, dass deine Frau zu meinem Mann passen würde :schockiert:
    So WAR es bei uns auch am Anfang. Ich habe Bücher gekauft und gelesen, mein Mann musste ich sie schon vorlesen, wenn ich wollte, dass er den Inhalt kennt :motz:
    Und ich war die, die auf die HuSchu gedrängt hat. Und ich war dann auch die, die sich bei den Kommandos durchgesetzt hat und vorallem unnachgiebig war. Puh, das war ne anstrengende Zeit. Und ich habe dann mit List und Tücke meinen Mann auf die rechte Bahn bekommen. Bei Männern klappt das eben ganz subtil. Denn er musste in der HuSchu die Übungen mit Bruno machen, immer mit der Ausrede, dass er doch die Bessere Bindung habe........ich habe immer zu Hause das gleiche geübt.
    Naja, am Ende war es so, dass Bruno nun mehr auf mich hört, weil bei mir ein Nein auch ein Nein ist und ein Sitz ein Sitz.........und weil ich eben bei jedem Spaziergang Gewisse Übungen einbaue.
    Heute staunt mein Mann Bauklötze und versucht endlich auch mehr in diese Richtung zu gehen. Also eigentlich schon eine Weile. ABER wir hatten auch so ein Erlebnis. Bruno hat ihn heftig angeknurrt und die Zähne gefletscht, bei einer Situation, die das GARNICHT hergab!!!!
    Da wurde er wach.

    So leid es mir tut, DU musst deiner Frau klarmachen, dass sie diese Regeln auch befolgen muss, da der Hund sonst nicht weiss, was nun Sache ist. Außerdem macht HuSchu auch Spaß, dem Hund und euch!!!!!
    Und es bringt soviel Freude, wenn man die Fortschritte beobachten kann, die man selbst MIT dem Hund macht!!!!!

  • Also bei uns ist das genau umgekehrt. Mein Mann wirft mir vor, dass ich die Hundeerziehung viel zu "theoretisch" und kompliziert sehe. Er ist auch bei vielen Dingen (an der Leine ziehen, beim Füttern: wir haben drei Hunde, davon einer sehr futterneidig, da kann man nicht eben so einen Knochen auf den Boden hauen) total inkosequent.

    Was geholfen hat, war dass wir uns mal so richtig zusammengesetzt haben und diskutiert haben was die Hunde dürfen, und was nicht. Er wollte keinen Husky im Bett, ich schon. Ihm ist egal, wenn die Hunde am Tisch betteln, ich kann das nicht ausstehen. So haben wir uns geeinigt: Bett ist okay für alle, Sofa nur für Berny (unser Senior), nicht für die Huskies, und so weiter.

    Ich habe das Gefühl, dass für dich das Sofa hundetabu ist, für deine Frau aber nicht. Da musst du mit ihr reden und ihr entscheidet dann, was ihr macht. Ihr muss nämlich auch klar sein, dass auch wenn Bruno aufs Sofa darf, sie ihn sofort runterschmeissen muss, wenn dann meint sie anknurren zu müssen. Hoch darf nur, wer auch jederzeit sofort auf Kommando wieder runter geht (eine unserer Regeln).

    Was bei uns auch sehr geholfen hat, war zu zweit in die Hundeschule zu gehen. Also einer macht immer die Übung, der andere schaut zu. Und hin und wieder wechseln wir. Man sagt zwar immer, der Hund soll EINE Hauptbezugsperson haben, aber bei uns ist das sowieso nicht der Fall. Wir beiden nehmen abwechselnd einen der Huskies in die Arbeit und wechseln uns auch bei den Spaziergängen immer durch. Mein Mann hört im Zweifelsfall doch viel besser auf den Hundetrainer als auf mich :roll: .

  • Hallo,

    ja kommt mir alles recht bekannt vor. Wir haben letztes Jahr eine Husky-Hündin aus Portugal übernommen, mit unbekannter Vorgeschichte.
    Gleich am ersten Abend hat sie ihr "Potential" gezeigt und sich mal fluchs in mein Bett gelegt. Das war das erste und das letzte Mal, dass sie das versucht hat.
    Ihr müßt schon beide mit dem gleichen Nachdruck auf die Durchsetzung Eurer Regeln bestehen. Tut ihr das nicht, wird Deine Frau wenig Spaß an dem Hund haben. Der wird sie nämlich nie als Chefin akzeptieren, wenn sie so weitermacht. Geht beide in eine Hundeschule, aber Deine Frau muss hauptsächlich mit Bert arbeiten. Aus eigner Erfahrung weiß ich, wie wichtig das ist. Inuschka zweifelt den Rang meines Mannes nicht an, aber bei mir testet sie gerne. D.h. ich muss mich halt entsprechend durchsetzen und das geht nur, wenn ich konsequent mit ihr arbeite. Das ist harte und zum Teil echt schwere Arbeit, aber es lohnt sich.
    Inzwischen weiß unsere Madame, dass ich die Kommandos nicht nur ausspreche, weil ich mich so gerne reden höre :D.
    Konsequenz hat ja nichts mit einem wissenschaftlichen Projekt zu tun. Bei Kindern geht man doch auch so vor: was Papa nicht erlaubt, erlaubt Mama auch nicht und umgekehrt. Ende der Diskussion.
    Euer Hund wird über klare Regeln sehr dankbar sein, denn unterschiedliche Regelauslegungen verwirren ihn nur.

    Viele Grüße aus HH
    Silke

  • So - mal zusammengefasst:

    Ein 3 jähriger (im besten Alter) potenter Rüde, der aus Polen kommt und dort an der Kette gelegen hat, der keine Kommandos (noch dazu in Deutsch) kennt lebt sei 14 Tagen bei Euch - und Du erwartest Wunder. Das funktioniert nicht, ihr fangt im Grunde genommen bei Null an. Gebt Euch und der Fellnase mehr Zeit. Besucht eine Hundeschule und vieleicht noch das ein oder andere Hundebuch.

    LG
    Conny & die Sabberbacken


  • Erstmal herzlich willkommen im Forum,
    netter Titel, den du da gewählt hast! (*LOL*)

    Schon mal n sehr guter Ansatz:
    Probleme machen nicht die Hunde, sondern ihre Menschen
    generell finde ich dein Handling des Hundes super!
    Gib deiner Frau ein paar der Bücher zu lesen. Vielleicht hilfts

    Meine Antworten findest in grüner Farbe...


    und mit - leider - nur fünf Smileys..(schnief)

  • Zitat


    Ein 3 jähriger (im besten Alter) potenter Rüde, der aus Polen kommt und dort an der Kette gelegen hat, der keine Kommandos (noch dazu in Deutsch) kennt lebt sei 14 Tagen bei Euch - und Du erwartest Wunder.

    Wo erwartet er denn Wunder?! Seh ich nix von... oder ich hab ein ganz anderes Posting gelesen...

    LG
    karlah

  • Hallo.
    Ein wirklich trollige Geschichte.

    Ob du Probleme mit deiner Frau hast, wird dir hier keiner beantworten können. ;)
    Aber ihr beide werdet in absehbarer Zeit gemeinsam an Baustellen arbeiten müssen, die ein 3 jähriger, unkastrierter und ehemaliger Kettenhund aus Polen so mit sich bringen kann.

    Wo der Hund liegen darf und wo nicht, ist doch nicht das Thema.
    M.M.n. geht es hier um viel mehr.
    Nämlich darum, wie man sinnvoll umsetzt, was man sich gemeinsam so unter Hundeerziehung vorstellt.

    Ich weiß nicht, wie erfahren ihr im Thema Hundehaltung seid und wie resistent deine Frau gegenüber Drohgebärden eines solchen Tieres ist.
    Aber, wenn ihr euch weiterhin so uneins seit, werden bald Frau und Kind auf dem Boden sitzen und der Hund auf der Couch, sobald du aus dem Haus bist.

    Der besuch in einer HUndeschule ist ein guter Ansatz.
    Evtl. überzeugst du deine Frau, dass ihr dort gemeinsam hingeht.
    Denn auch Halter werden dort geschult.
    Lasst euch dort reklären, wie wichtig klare Strukturen für einen Hund sind und wie sie sich letztendlich positiv auf sein Verhalten auswirken.

    Gebt dem HUnd etwas Zeit (rechne mal so mit rund 6 Monaten) bis er bei euch angekommen ist und gaaaanz langsam damit beginnt, alte Verhaltensmuster auf Dauer abzulegen und die neuen zuverlässig anzunehmen.

  • Zitat

    Wo erwartet er denn Wunder?! Seh ich nix von... oder ich hab ein ganz anderes Posting gelesen...

    LG
    karlah

    Wunder - in Form von Kommandos ausführen die Er bisher nicht kannte bzw. kennen gelernt hat. Verhaltensmuster ablegen die bis dato zu seinen Aufgaben als Kettenhund gehörten - Besucher vertreiben, verbellen ect. Und wenn man dann noch die kurze Zeit bedenkt die der Hund beim Themenstarter verbringt - nämlich 2 Wochen - dann wären Wunder nötig um all die genannten Punkte abzustellen. Wobei ich dies nicht bös gemeint habe oder den Schreiber angreifen wollte. Es sollte lediglich zum Nachdenken anregen.

  • So liebe Leute, vielen Dank für die Tipps. Ich habe auch schon angefangen Bert das Kommando Kissen beizubringen und hier mal mein Bericht darüber.

    Ich also ein paar Leckerlies ind meine Hose gestopft und bin zu Berts Kissen gegangen. Nun habe ich ihn auf die Decke gerufen mit dem Wort Kissen und habe immer auf das Kissen geklopft. Daraufhin ist er auch gekommen und hat sich auf das Kissen gestellt, wollte aber immer wieder runter gehen. Ich also ein Leckerlie aus der Tasche gezogen und habe ihn wieder auf das Kissen gelockt. Man muss nun wissen, dass er total verfressen ist und mir das Leckerlie sofort aus der Hand fummeln wollte. Ich habe aber leider nur hinbekommen, dass er sich auf das Kissen gesetzt hat und auf das Leckerlie gewartet hat. Das gab es dann auch eins und er ist wieder sofort von dem Kissen um an meiner Hosentasche zu schnüffeln. Ich habe ihn dann immer vorsichtig auf das Kissen gesetzt. Wenn er geblieben ist, was nicht häufig der Fall war, gab es ein Leckerlie. Nach ein paar Minuten war er so aufgeregt und hat gehechelt, weil er ja unbedingt an meine Hosentasche wollte, dass ich die Übung abgebrochen habe.

    Nun hatte ich den ganzen Abdend einen Leckerliejunki vor meinen Sofa sitzen, der immer an meiner Hose geschnüffelt hat. Ist das bei Euch auch so, dass die Hunde so versessen auf Leckerlies sind. Ich habe gedacht ich habe Schokolde am Popo er ist mir überall hin gefolgt.

  • ich hab meinen das so beigebracht:

    hund auf die decke gelockt und dabei, als er auf der decke war, hab ich ihm das komando gegeben. zunächst bin ich nur einen schritt zurück, wenn der hund dann wieder weggehen wollte, hab ich ihm mit meinen körper und ohne kommentar den weg versperrt, so dass er nicht weggehen kann. ist er dann brav auf der decke geblieben hab ich ihm auch wieder ein leckerchen gegeben. das hat eigentlich sehr gut funktioniert. im ersten moment wars mir nicht wichtig ob er auf der decke steht, sitzt oder liegt, hauptsache seine vier pfoten sind auf der decke.
    anschließend bin ich dann immer mehrere schritte zurückgegangen und hab den schwierigkeitsgrad langsam erhöht.. und sobald er von der decke runter wollte bin ich wieder ein schritt nach vor, dann ist der popo auch wieder gleich auf der decke gelandet :D

    steinigt mich wenn das so nicht richtig war...

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