Soll ich ihn kastrieren lassen?
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Hallo zusammen,
ich stehe vor einem großem Problem. Unser Charly war bisher ein "6 er im Lotto" was sein Verhalten angeht. Er versteht sich großartig mit anderen Hunden (egal welches Geschlecht) er ist gut erzogen und machte bisher auch keinen Ärger. Nun ist er ca.10 Monate alt und seit kurzem hebt er auch sein Bein und hat dann auch wohl kurze Zeit später festgestellt das es auch ein anderes Geschlecht gibt :/ . Er ist uns letzte Woche ausgebückst ob wohl wir gedacht haben das unser Garten "ausbruchssicher" ist. Trotz groß angelegter Suche haben wir ihn nicht wieder gefunden, aber die Polizei hat ihn aufgegabelt und ihn ins Tierheim gebracht, dank des Chips konnten die mit mir Kontakt aufnehmen und wir haben ihn wieder nach Hause geholt. Zwei Tage später das gleiche Spielchen, dieses mal ist er allerdings von einem Nachbar ca. 3 km von uns aufgelesen worden. Gestern haben wir unseren Garten in eine "Festung" umgebaut und heute morgen konnte ich Charly gerade noch davon abhalten über den Zaun zu klettern (liest sich bestimmt lustig, er war tatsächlich dabei den Zaun hoch zu klettern) Er frisst im Moment auch ziemlich schlecht (er ist schon von Natur aus sehr schlank) und wenn ich mit ihm spzieren gehe bekommt er die Nase nicht mehr vom Boden hoch.
Ich habe gestern mit meiner Tierärztin gesprochen und ihr alles erklärt und sie meinte das unter diesen Umständen es das beste sei, wenn das wir ihn kastrieren lassen.
Gibt es noch eine andere Lösung? Oder kann es tatsächlich sein das es danach besser wird?
Viele Grüße
Anja -
18. Oktober 2008 um 12:27
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Soll ich ihn kastrieren lassen? - Vor einem Moment
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Hm, wie warst denn du als 15 jährige, waren deine Eltern nicht auch ziemlich verzweifelt ??

Das ist ein ganz normales Hundeverhalten. Der Kerl wird langsam erwachsen, entdeckt die Welt neu, probiert aus, testet und erkundet. Gelerntes, sowie gute Manieren werden dann schonmal gerne vergessen.
Das wirst du bei jedem Hund haben, gehört einfach zum Erwachsen werden dazu. Bleib konsequent, laß ihn halt nicht alleine in den Garten und trainiere weiter. Das gibt sich mit der Zeit.
Aber nur, weil der Hund mal auf Wanderschaft geht und ein bisschen anders wird - was ja zum Leben gehört - ihm gleich alles zu amputieren, was männlich ist .... was machst du, wenn er später anfängt zu jagen ??
Das geht vorbei und eine Kastration ist nicht einfach nur "ruhig stellen", da geschieht eine Menge im Körper eines Hundes, da kann viel bei schief gehen, vor allem in seinem jetzigen, noch unreifen Alter.
Viele Grüße an die TÄ, sie möge sich ein wenig weiterbilden

Gruß, staffy
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Hallo,
ich schließe mich Staffy an. Dein Kleiner ist schlicht in der "Pubertät". Ich finde es bedenklich, dass Tierärzte immer wieder ganz schnell zur Kastration raten... viel zu schnell in meinen Augen. Bedenke, dass man das nicht mehr rückgängig machen kann und es für den Hund auch viele Nachteile mit sich bringen kann.
Meine beiden Rüden waren in der Pubertät auch nicht mehr wiederzuerkennen. Alles Gelernte war von jetzt auf gleich vergessen. Um so konsequenter musst Du jetzt dranbleiben. Kostet Nerven, aber da musst Du durch.
Für den Garten kann ich Dir für die Übergangszeit die "Bully Auslaufleine" von Kleinmetall empfehlen. Diese ist sehr leicht, äußerst stabil und hat eine starke Federung, die z.B. spontane Sprünge des Hundes gut abfängt. Es gibt sie in unterschiedlichen Längen. So hat er noch genug Auslaufmöglichkeit. Die Leine wird an einem Erdpflock befestigt und hält Bombe. Man kann sie am Halsband befestigen, ich persönlich bevorzuge aber Geschirr... trotz Federung.
LG
karlah -
Hallo Anja,
ich habe das gleiche mit meinem Idefix erlebt. Er war ebenfalls ein knappes Jahr alt, als der Garten nicht mehr ausbruchsicher war. Was haben wir ihn gesucht und immer die Angst er wird überfahren.
Auch mir rieten die TÄ, ihn kastrieren zu lassen. Ich habe lange überlegt und dann, als er wieder einmal stundenlang weg war, habe ich es getan.
Er wurde kastriert.
Kaum hatte er sich von der Operation erholt, die Wunde war verheilt, er durfte ohne uns in den Garten und .... weg war er.
Die TÄ meinten, es dauere so ca. 2 - 3 Monate, dann wäre er ruhiger und würde sich nicht mehr rumtreiben.
Idefix ist im Juni 13 Jahre alt geworden. Rate mal, was er macht.
Ja richtig, jeden Tag geht er seine Runden alleine durch sein Revier, inzwischen nicht mehr stundenlang, aber eine halbe Stunde ist er täglich verschwunden.
Sämtliche Erziehungsversuche in dieser Richtung sind an diesem Hund gescheitert. Ein Hund, der sonst sehr gut gehorcht, den man überall mit hin nehmen kann, der lieb und verträglich ist. Mit dem ich viel gemacht habe und der ja auch täglich, gemeinsam mit meinen anderen Hunden, seine Beschäftigung und Spaziergänge bekommt.
Sein Freiheitsdrang war und ist nicht zu bremsen.
Überlege Dir sehr gut was Du machst. Eine Kastration muß nicht zwangsläufig irgend etwas am Wesen ändern.
Ich werde, außer wenn es eine Erkrankung erforderlich macht, nie mehr einen Hund kastrieren lassen.
Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
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... was versprichst Du Dir von einer Kastration - das er sein Verhalten ändert? Glaub mir funktioniert nicht. Abgesehen davon lass den jungen Hund doch erst mal erwachsen werden befor Du Ihm so was antust.
Und wenn Du eine TA hast, der in Deinem Fall sofort zur Kastration rät, würde ich den TA wechseln. Das klingt entweder nach Unwissenheit oder Geschäftemacherei.
Stefan
- Vor einem Moment
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Hallo!
Der Rüde von meiner Freundin ist kastriert. Da die Rüden wohl nach einer Kastration anders "duften", versucht meiner ewig ihren Rüden zu decken. Das nervt. Meine Freundin ist genervt, der Hund ist genervt..es ist nicht so ein entspannter Spaziergang, wenn wir uns treffen. Das alleine hält mich schon davon ab meinen Hund zu kastrieren. Mit 10 Monaten hat Snoopy auch die Frauen entdeckt und war spitz wie Nachbars Lumpi
, aber es wird besser. Habe keine Lust darauf, dass an Snoopys Popo immer die Rüden hängen.Hat alles seine Vor-und Nachteile.
LG Anja
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danke für Eure schnellen Antworten.
legolas: Charly ist nicht mein erster Hund, nur mein erster Rüde und ich kenne die TÄ schon einige Jahre, wenn sie nur auf´s Geld aus wäre oder keine Ahnung hätte wäre ich schon lange nicht mehr bei ihr. Ich habe nicht nach der Kastration gefragt bei der TA sondern habe ihr das Problem geschildert. Weil sie weiß wo ich wohne (dort in der nähe gibt es sehr viele Bundesstrassen) und sie und ich Angst haben das Charly angefahren wird oder andere Menschen zu schaden kommen. Sie wirklich keine Tierärztin die die schnelle Mark/Euro machen will und es war auch kein Gespräch zwischen Tür und Angel wir haben durchaus das für und wieder abgewogen.
Quebec: das ist auch meine Sorge das sich das Verhalten durch die
Kastration nicht ändert, ich einfach nur Angst das ihm was passiert. Den obwohl er "im normal Zustand" gut erzogen ist, ist er auch von Natur aus sehr Ängstlich und Unsicher bei Fremden.karlah: Das mit der Bully Auslaufleine werde ich auf jeden Fall in betracht ziehen. Danke für den Tip
staffy: Meine Eltern hätten mich am liebsten zur Adoption freigegeben als ich in der Pubertät war (Spass
) Danke für den Rat, ich werde bestimmt auch weiter mit ihm trainieren und konsequent sein. Allerdings ist meine Angst schon ziemlich groß das das alles nicht wirkt.Ich Danke euch nochmals für eure Ratschläge und ich werde den einen oder anderen Rat auch umsetzen. Was die Kastration betrifft, so werde ich erstmal das ganze noch 1-2 Monate beobachten und mich dann entscheiden.
Viele Grüße
Anja -
Hallo Anja,
wir haben diese Leinen auch, die sind schon echt toll. Allerdings - falls Du Dich dafür entscheiden solltest - empfehle ich Dir, sie nicht im Garten liegen zu lassen, sondern nach Gebrauch auch wieder reinzunehmen. Die Metallteile rosten sonst auf Dauer (obwohl vom Hersteller ganz anders angegeben). Dies ist m.E. aber wirklilch der einzige Nachteil. Es gibt dort übrigens auch noch "Trolly"... ein ähnliches Auslaufsystem.
LG
karlah -
Für mich wäre an deiner stelle,
die Leine Lösung Nummero 1.
die Kastration die Lösung an letzter Stelle.Unser Skip entdeckt auch gerade die Mädels Welt für sich (er ist jetzt 16 Monate),..hat angefangen endlich das Bein zu heben (mir wär das ja egal,aber mein Freund machte sich schon sorgen,...typisch Mann halt :kopfwand: )
Wenn es nur darum geht das ihr Sorge habt dem Kleinen passiert was,wenn er ausbüxt-wär Kastration überhaupt kein Thema für mich.
sondern einfach nur Leine,Arbeit an der Bindung und Grundgehorsam.
Unser früherer Rüde hat oft wochenlang geweint,kaum gefressen,saß traurig am Gartentor,..weil in der Nachbarschaft 5 Hündinnen läufig waren.
Ist halt so,wenn man sich ansieht wie manche männliche Genossen der Gattung Mensch sich verhalten,...
und nicht nur im Alter der Pubertät...Versuch es nicht überzubewerten,ist ein ganz normales Rüdenverhalten,einfach beobachten,und nicht vorschnell ne Entscheidung treffen,die das Leben eines Hundes verändert und vielleicht gar nicht nötig gewesen wäre.
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Hallo Zusammen!
Vielleicht darf ich hier, weil passend, auch mein Problem einmal darstellen:
Tibo (7 Monate) hob schon im Alter von 16 Wochen das Bein. In der ersten Hundeschule meinte die Hundetrainerin (Tibo war 5 Monate alt) das er sofort kastriert werden müsste, weil er auf andere Hündinnen stieg. Dies schien mir zunächst ein Dominanz-Problem und noch kein Sexualtrieb. Da das für mich in diesem Alter überhaupt nicht in Frage kam, verließ ich diese Hundeschule. Heute schleckt Tibo die Genitalien anderen Hündinnen, bedrängt sie massiv (aufreiten) und reagiert nicht mehr auf mich. Nun meint auch die 2. Hundetrainerin an einer Kastration käme ich nicht vorbei. Ich würde die Situation für mich und den Hund entspannen. Auf meinen Spaziergängen hatte ich bis jetzt noch keine größeren Problem und den Hund zu kastrieren nur um in die Hundeschule gehen zu können?? Ansonsten gibt es im Alltag überhaupt keine Probleme. Abwarten?
Herzliche Grüße
L+T
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