Positive Verstärkung!!!

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    Hallo,
    Erziehung über positive Verstärkung scheint ja im Moment der Trend in der Hundeerziehung zu sein.
    Nun wollte ich einfach mal fragen, ob es Leute unter euch gibt, die ihren Hund ausschließlich über positive Verstärkung erzogen haben, ist das überhaupt möglich?
    Natürlich versuche ich auch so oft wie möglich positive Verstärkung anzuwenden, aber ausschließlich, kann ich mir irgentwie nicht richtig vorstellen.
    Kurzes Beispiel: "Bleib" - Emma weiß, dass sie auf dieses Kommando hin in ihrer Position verharren soll, nicht aufstehen, mir nicht folgen usw. Ich entferne mich von ihr und sie bewegt sich aus der Sitzposition in eine stehende Position - ich drehe mich zu ihr um und wiederhole das Kommando in einem etwas schärferen Tonfall - schon ist es keine positive Verstärkung mehr. Ich weiß aber auch nicht wie es anders funktionieren soll, von Problematiken, wie etwa übermotiviertes Jagdverhalten mal ganz abgesehen!
    Ausserdem denke ich, dass ein Hund der ausschliesslich über positive Verstärkung erzogen wurde doch nie wirklich zuverlässig hören wird, denn sobald ein Reiz auftritt, der interessanter ist als mein Leckerchen, meine netten Worte usw. ist der Hund doch weg, oder!?
    Was meint ihr dazu?
    Liebe Grüsse,
    Sleipnir

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

  • Dr. SAM - dein online Tierarzt
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  • :winken: Hallo also ich denke so eng darfs du es nicht sehen .Timmi wurde eigentlich nur über positive Verstärkung erzogen was nicht heiß das er noch nie ein scharfes Komando bekommen hat.Aber ich habe versucht alles über Lecherli-Clicker und Spielzeug zu erarbeiten Timmi ist nun 5Jahre und ich kann nicht sagen das er Probleme mit der Erziehung hatte.Er wird erfolgreich im THS geführt kann sehr viele Erfolge im Geländelauf vorweisen war schon einigemale erfolgreich im Agi und nun habe ich mit OBI angefangen was auch keine Probleme bereitet ich versuche die Fehler meines Hundes zu verstehen und er versucht mich zu verstehen.Also sind wir alle glücklich.Ein Hund wie auch ein Mensch wird immer mal wieder Fehler machen aber deshalb muß ich doch nicht zu harten Erziehungsmassnahmen greiffen.Ich habe gelernt das mein Hund Fehler machen darf und er hat gelernt das es auch bei einem harten Wort keine Strafe gibt ausser das kein Leckerli kommt und kein supi.Wer behauptet das sein Hund keine Fehler macht der lügt den was wir da neben uns haben ist ein Geschöpf aus Fleisch und Blut und keine Maschine.LG Beate

    Der Verstand ist wie eine
    Fahrkarte: Sie hat nur dann einen
    Sinn, wenn sie benutzt wird.

  • Erziehung durch positive Verstärkung bedeutet für mich Erziehung MIT Korrektur aber OHNE Bestrafung. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Daß Du Deinen Hund während einer Übung korrigierst und die Belohnung für schlechte Übungen wegläßt heißt nicht, daß Du dann nicht über positive Verstärkung arbeitest. Positive Bestärkung = Hund lernt und arbeitet mit, um ein Erfolgserlebnis/Leckerlie/Lob zu bekommen und nicht, weil er Angst vor der sonst folgenden Strafe hat.

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  • Hallo Sleipnir,
    ich denke mal, das ist wie in den 70ern mit dem 'laissez-faire' und der antiautoritären Erziehung der Kinder.
    Geht nicht. Ab und zu muss man (negativ) einwirken. Und wenn's nur ein 'gegen den Hund lehnen' ist, um ihn wieder in Sitz-Position zu bringen. Und wenn meine Hunde Sch**** fressen, während ich einen Meter daneben stehe, biete ich ihnen sicherlich kein Leckerli an, damit sie das bitte unterlassen, da pupsen (sorry!!!) die drauf.
    Aber ich gehe mit Beate überein, dass wir auf mehr Verständnis in beiden Richtungen hinarbeiten sollten. Erstmal überlegen, bevor man massiv einwirkt. Warum macht der das jetzt und was bewirke ich, wenn ich physisch einwirke oder auch nur verbal-härter.
    Muss es sein, und wenn ja, warum ?


    LG
    Chrissi

    Positive reinforcement works when you find something that is positively reinforcing to the dog. That you have not found what it is, does not negate the method.
    (Debbie Jacobs)


    Duran und der Flitzeflummi Dixie
    http://www.dogforum.de/dixie-chick-t157648.html

  • Ich denke auch, dass es ganz ohne ein scharfes Wort wohl nicht immer geht. :motz: In manchen Situationen ist das sicher angebracht.
    Aber bei der Ausbildung arbeite ich auch über positive Verstärkung. Mit Angst vor Fehlern, die durch negatives Einwirken entsteht lernt man - auch hund - nämlich nicht gut. In deinem Beispiel mit Sitz, würd ich zum Beispiel einfach zurückgehen und mit einem locker gesprochenen "Falsch"einfach die ganze Übung nochmal machen und dann beim Weggehen nur einen Schritt machen (=Übung einfacher machen - und nochmal schrittweise aufbauen) und positiv verstärken, wenn es klappt.
    Ich denke,dass du über positive Verstärkung erreichst, dass dein Hund und du ein gutes TEAM werdet :streichel: und er gerne mit dir arbeitet, weil es sich für ihn lohnt und er deshalb trotz interessanter Reize vielleicht irgendwann lieber bei dir bleibt.Nichts geht von heut auf morgen!
    Chrissi
    Ich find mit der "laissez-faire" und der antiautoritären Erziehung kann man die Erziehung über positive Verstärkung nicht so richtig vergleichen. Im ersten Fall hieße das, dass ich den Hund tun lasse, was er will und überhaupt nicht erziehe, das ist aber ja nicht der Fall - ich erziehe den Hund - und das zweite trifft auch nicht zu - ich bin für meinen Hund trotzdem die Autorität. Ich sag, wo es lang geht und was geübt wird.
    Gabi + Cessy

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich unterschiede zwei Bereiche:
    1) mache ich Unterordnung, oder bringe meinem Hund Kunststückchen bei, dann absolut nur mit postiver Verstärkung. Weder mit Leinenruck, noch mit Schieben, Drücken. Hier arbeite ich hauptsächlich mit Clicker.


    2) Die eigentliche Erziehung, ohne die ein Zusammenleben nicht klappt, die aber großteils auf 1) und einem Hund aufbaut, der gerne etwas mit mir macht. Kann mein Hund gewisse Dinge gut, wie z.b. Platz, dann verlange ich sie auch von ihm. ich denke, ganz ohne irgendeine Art der Strafe, und sei es nur ein lautes Wort bekomme ich nicht den Hund, auf den ich mich überall verlassen kann.


    Gruß Christine

  • HALLO!
    IM ALLGEMEINEN STIMME ICH EUCH VOLL ZU.DIE UNTERORDNUNG
    BEKOMME ICH NOCH ÜBER AUSSCHL.POS.VERSTÄRKUNG HIN-BIS
    ZUR BH-PRÜFUNG,ABER AB DER SCHUTZHUNDAUSBILDUNG IST DAS
    NICHT MEHR MÖGLICH.VERSUCHT EINMAL EINEN TRIEBIGEN SCHUTZHUND ZUVERLÄSSIG DAS "AUS" BEIZUBRINGEN,OHNE DEN
    GERINGSTEN ZWANG. ICH GLAUBE,DAS IST NICHT HINZUKRIEGEN.
    ICH ARBEITE SEIT 15 JAHREN WETTKAMPFMÄßIG IM SCHUTZDIENST
    UND BIN SEIT 10 JAHREN TRAINER,ABER GANZ OHNE ZWANG GEHT ES
    GLAUBE ICH NICHT.ANSONSTEN ARBEITE ICH AUCH NUR MIT POS.VERST.. ES IST ABER EIN GROßER UNTERSCHIET OB ICH MIT
    ZWANG ODER MIT GEWALTEINWIRKUNG ARBEITE. ZWANG IST Z.B.
    SCHON DAS RUNTERDRÜCKEN(AUCH GANZ VORSICHTIG)BEIM SITZ.
    MEIN MOTTO BEI DER AUSBILDUNG HEIßT"GEWALTLOSE AUSBILDUNG".
    ANGELIKA

  • Angelika! :gut:
    Deine Einstellung als Trainer bei der Schutzhundausbildung ist KLASSE!
    Bei dir würd ich auch mitmachen!
    :sport:
    Gabi + Cessy

  • Also ich versuche auch möglichst ohne jede Gewalt (weder durch Stimme noch durch anfassen usw.) zu arbeiten.


    Grundvoraussetzung ist m. M. nach hier aber ein ganz anderes herangehen an die Ausbildung eines Hundes. Ich versuche eben, Fehler zu vermeiden, indem ich dem Hund einfach nichts abverlange, was ich in der Situation nicht durchsetzen kann.


    Neue Sachen bringe ich meinen Hunden heute ganz anders bei als meinen Hunden, die ich noch vor einigen Jahren hatte. Übungen werden größtenteils rückwärts aufgebaut.


    Dennoch sehe auch ich es so, daß Hunde die hoch im Trieb stehen, auch mal einen verbalen Anpfiff benötigen. Ich bemerke das bei meinen beiden Weibern immer wieder, wenn wir am hüten sind. Dann werde auch ich schnell mal eine Spur schärfer in der Stimme.


    Körperliche Einwirkungen lehne ich grundsätzlich ab!

    Liebe Grüße
    Silvia und die Mogwais

  • mit positiver Verstärkung zu arbeiten setzt von seiten des Menschen sehr viel Konsequenz und ein durchdachtes Trainingkonzept voraus. Außerdem muss der Hund sicher daran gehindert werden, sich in bestimmten Situationen durch unerwünschtes Verhalten selbst zu belohnen. Das hat zwar ganz und gar nichts mit Gewalt zu tun, aber irgendwo zwinge ich auch hier meinen Hund zu einem bestimmten Verhalten.
    Leider wird häufig die Ausbildung über positive Verstärkung mit ständiger Leckerlie-Fütterei oder gar Laissez-faire-Erziehung verwechselt. Aber das ist es ganz und gar nicht. Meine Hunde müssen sich dafür anstrengen, eine Belohnung zu bekommen, was natürlich bei einem Welpen völlig anders aussieht als bei einem Junghund oder bei einem schon weit fortgeschrittenen, erwachsenen Hund.
    Ich setze auch hin und wieder die Leine dazu ein, um einen Hund daran zu hindern, impulsmäßig nach vorne zu breschen z.B. um Steadyness beim Apportiertraining abzusichern. Natürlich lass ich ihn nicht in die lange Leine rennen, sondern sicher mit kurzer Leine ab. Tritt das unerwünschte Verhalten jedoch mehr als 1 Mal nacheinander auf, stimmt etwas am Trainingsaufbau nicht und ich änder die Übung ab.
    Das einzige, wobei ich auch Bestrafung einsetze, ist das Einüben eines Abbruchsignals beim Fressen von irgendwelchem Zeug draußen. Allerdings erfolgt die Bestrafung, d.h. das Erschrecken des Hundes so, dass er es nicht mit mir in Zusammenhang bringt und sofort von mir belohnt wird, wenn er zu mir kommt.

    Liebe Grüße von
    Silke und dem rotbunten Rudel

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