Zweithund, "ja" oder "nein"?

  • Hallo,
    Ich habe schon lange den Wunsch einen Zweithund zu halten. Der Wunsch wurde immer größer.
    Ich habe immer wieder nach Hunden geschaut, die dringend ein Zuhause suchen, sprich auf Vermittlungsseiten, etc. mein Freund entdeckte dann eine total süße Maus aus Ungarn, in die wir uns beide total verliebten. Daraufhin wollte ich es mit den Vermietern abklären, ihr glaubt nicht, wie lange es gedauert hatte bis ich endlich eine Antwort von denen bekam!!! :kopfwand:
    Das war ziemlich kompliziert, da das ganze über Immobilienbüros läuft und über deren Vertreter :???:
    Jedenfalls bekam ich gestern ein "ja", aber mittlerweile (und auch schon davor) habe ich viele Bedenken, die ich alle nochmal durchgehen möchte, bevor ich voreilige Schlüsse der Vemittlungsstelle gegenüber ziehe. Ich habe Angst zwei Hunden nicht gerecht werden zu können bzw. (da mein Freund und ich getrennt leben, aufgrund von Studium) es für mich alleine zu viel werden könnte, habe auch noch zwei Meerschweinchen. Aber ist da wirklich ein größerer "Zeitaufwand" da? Ich mein, man geht ja gleich lange Gassi, etc. spielt mit beiden gemeinsam, etc. Das Finanzielle wäre eben ein Problem, zumal ich selber ja noch nicht regelmäßig verdiene (für meine Shiva habe ich aber ein Konto angelegt für Notfälle, das ich selbstverständlich auch für den Zweithund tun würde). Kurzum, mein Herz sagt "JA!!!" mein Kopf "Nein!", aber muss man manchmal nicht einfach unvernünftig sein? Wären das einige Menschen nicht, dann wären sicherlich viele Tierheime noch überfüllter, da viele nicht mehrere Hunde halten würden, oder? Meine Zukunft sieht eben noch so wackelig aus, weil ich ja noch nichts Sicheres habe, ich weiß nicht, was mich erwartet! Mit einem Hund wäre z.B. eine neue Wohnungssuche sicherlich einfacher als mit zwei Hunden, oder? Sollte ich auf so einen Wert vorerst verzichten und warten bis ich ein "geregeltes" Leben habe? Also, damit ist gemeint eine Arbeitsstelle und Haus, etc.

    Eure Meinung würde mich interessieren. Eventuell geht es jmd ähnlich bzw. vielleicht gibt es andere, die sich durch Beruf bzw. berufliche Ausbildung ähnlichen Konflikten gegenüber standen.
    Danke!

  • Shiva wäre dazu aufjedenfall bereit, sie ist ja auch mit mehreren Hunden aufgewachsen, weil wir in der Familie sehr viele Hunde haben, sie war ja 6 Monate als ich von meinen Eltern weggezogen bin. Und in den Semesterferien (wie jetzt) kommt sie immer wieder in den Genuss im Rudel Gassi zu gehen, etc. :D

  • Bei mir ist es so ähnlich, nur das es um einen 3. Hund geht. Herz sagt ja, Kopf sagt nein -> kein 3. Hund, jedenfalls nicht jetzt.

    Bei mir ist es ein deutlich höherer Zeitaufwand, seitdem ich 2 Hunde habe. Liegt allerdings daran, das ich fast jeden Tag getrennt mit ihnen laufe..

    Ich kann dir nichts raten, das ist deine Entscheidung. Ich würde aber erstmal alles genau abwägen, auch die Contras und mich dann ganz bewusst für oder gegen einen 2. Hund entscheiden...

  • Menschen bevorzugen das, was sie kennen. Das gilt auch für riskante Entscheidungen: Ist das Risiko aufgrund von Erfahrungswerten abschätzbar, haben die meisten Menschen kein Problem damit, sich zu entscheiden – egal, wie hoch die Gefahr des Verlierens ist. Anders sieht es bei Situationen aus, in denen wichtige Informationen fehlen, so dass Chancen und Risiken nur schwer eingeschätzt werden können: Hier tendieren viele Menschen dazu, grundsätzlich vom schlimmsten Fall auszugehen und das Risiko dadurch zu überschätzen. Solche Entscheidungen werden, wann immer es geht, vermieden.
    (wissenschaft.de)

  • Hi,

    für mich persönlich macht ein zweiter Hund im Alltag wenig unterschied zu der Haltung von nur einem. Klar, 2 Hunde können öfter krank werden als einer und auch die Futterkosten verdoppeln sich wie auch die Hundesteuer. Aber ansonsten ist egal ob ich einen alleine lassen muss weil ich zu tun habe oder eben 2. So sind sie wenigstens nicht ganz alleine. Und 3 von 4 Runden am Tag gehe ich mit beiden zusammen. Eine Runde gehen wir zu Trainingszwecken meißt getrennt aber da gehe ich dann lieber mit jedem einzeln eineh halbe Stunde und übe intensiev als mit beiden zusammen eine Stunde nur so rumzulaufen.
    Genauso sieht es bei mir mit der Möglichkeit aus die Hunde mal von anderen Versorgen zu lassen. Das klappt auch mit zweien.

    Die ganzen Problemchen drumherum sind, wie ich fidne, die solben geblieben und finanziell kann es einem imemr mal besser und mal schlechter gehen. Man kann nie für ein ganzen Hundeleben schon im vorraus wissen ob alles klappen wird und ob es immer einfach ist. Das ist es nämlich meißt nicht ;)

    Es bleibt also im Endeffekt ganz alleine deine Entscheidung.
    Ich persönlich höre oft auf meinen Bauch und lasse nicht den Kopf entscheiden, bis jetzt habe ich noch nichts bereuht :D

    Gruß
    Saskia

  • Bei solchen Entscheidungen sollte man schon daran denken, was in 5-10 Jahren oder noch später sein KÖNNTE.
    Nach Deiner Altersangabe bist Du noch sehr jung und vieles in Deinem Leben wird sich noch radikal ändern. Vielleicht hast Du bald eine eigene Familie mit Kindern...

    Ich denke sogar so weit, dass ich solche Entscheidungen davon abhängig mache, wo kann der Hund im Notfall bleiben, wenn mir mal was passiert. TH kommt nicht in Frage. Nur jemand, den der Hund gut kennt (familie)

    Die Spekulation, dass sich zwei Hunde miteinander beschäftigen wenn man arbeiten gehen muss (und sofern man ein Grundstück hat, auf dem sich die Hunde ungezwungen bewegen können) trifft nach meinen Erfahrungen nicht zu. Er warten denn zwei... Bewegung ist erst angesagt, wenn Herrchen/Frauchen auftauchen.

  • Ja es ist ein größerer Zeitaufwand, am Anfang eigentlich der doppelte. Du musst ja regelmäßig getrennt laufen um mit dem Neuen richtig trainieren zu können. ist dein erster Hund "fertig" mit der Erziehung? vorher würde ich mir keinen Zweiten holen. Auch was Du sonst so schreibst, glaube ich ist es besser, wenn du noch ein bißchen wartest.

  • Zitat

    Meine Zukunft sieht eben noch so wackelig aus, weil ich ja noch nichts Sicheres habe, ich weiß nicht, was mich erwartet!

    .. und genau darum ist eine kopfentscheidung meistens besser.

    warte lieber noch mit dem zweithund. übrigens, zwei hunde allein zuhause sind nicht unbedingt leichter. allein gelassen fallen ihnen auch mehr dummheiten ein. ;) der zweite hund muß wahrscheinlich noch erzogen werden. auch ein nicht zu unterschätzender zeitfaktor, wenn ich so an meinen tierheimrüden denke.

    ich wünsche dir eine weise entscheidung.
    gruß marion

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