Was muss ein Welpe kennenlernen und aushalten?

  • Nachdme uns mehrfach geraten wurde, unsere kleine "Suri", einen BorderCollie, sofort an alles mögliche zu "gewöhnen", zweifle ich nun so langsam, was zu viel ist?
    Sie wird morgen 10 Wochen alt.

    Soll man einen Hund jetzt schon überall mithin schleppen?
    Restaurant, Stadt ( unsere mini-Kleinstadt^^), Zugfahrt, alle Familienbesuche, viele Autofahrten,...

    Und dann noch am besten von möglichst vielen Menschen beschnuppern, sich streicheln lassen?

    Erstmal frage ich mich,ob es ihr nicht zu viel wird, wenn so viele Leute auf sie zukommen ( musste heut eine Schulklasse abwimmeln)...und auch, ob sie nicht auch Probleme bekommt, welcher Mensch nun wirklich zu ihr gehört, wenn ständig jemand sie anfasst?

    Im Prinzip soll sie ja aufgeschlossen und freundlich sein/ werden. Aber bei so vielen Menschen könnte ich mir vorstellen, dass das eher nach hinten losgeht?

    Was mutet ihr euren Welpen zu? In welchem Alter? Welche Zeiträume? Und wie viele fremde Menschen? Oder überhaupt?

    Oder alles erst nach einer eingewöhnungsphase? :???: :???: :???:
    :hilfe:

    Bin ratlos. Möchte ihr natürlich so viel wie möglich als Selbstverständlichkeit beibringen...
    und sobald sie müde wird, bekommt sie ja eigtl stets ihre Ruhe(plätze), egal, wo wir sind.
    Alle Aktivitäten sind auf kurze Zeiträume ausgelegt ( heute 15 Min Zugfahrt)
    Bin soo gespannt auf eure Antworten =)

  • Huhu,

    genau DAS ist die Eingewöhnungsphase.
    Ich würde den Welpen vor allem mit den Dingen konfrontieren, die er im späteren Leben brauchen wird - also das, was bei Euch zum Alltag gehört.

    Fahrt ihr Bus und Bahn - dann muss er das jetzt lernen. Nehmt ihr den Hund mit ins Büro - dann jetzt den Welpen auch schon. Führt Euer Gassi-Gang durch die Innenstadt - dann bitte jetzt auch schon. Geht ihr oft ins Restaurant - dann fangt ruhig schon an ihn daran zu gewöhnen, da empfiehlt sich die Jahreszeit mit Biergärten gradezu.

    Wenn ihr eh nie in die Stadt fahrt, weil ihr Schaufensterbummel eh langweilig findet - dann muss der Welpe das nicht unbedingt lernen. Schaden tut es aber auch nicht, könnte ja sein, dass ihr doch irgendwann mal auf die Idee kommt. Wenn der Welpe es dann schon gelernt hat, bedeutet es für ihn weniger Stress.

    Die 15 Minuten-Regel ist gut.
    Eine weitere währe: den Welpen beobachten - kann er in der neuen Situation den Stresspegel wieder runterfahren, oder hört er garnicht mehr auf mit hecheln und rumwuseln. Dann ist es zuviel, dann die Übung abbrechen - Ruhepause verordnen.

    Auch eine ganze Schulklasse geht - nacheinander :^^:
    Wovor Du Deinen Hund schützen musst sind: schlechte Erfahrungen - und ein Grapsch-Opfer zu werden. D.h. die Kinder oder fremde Menschen dürfen sich zu dem Welpen hocken und ihre Hand hinhalten - aber der Welpe entscheidet, wie weit er hingeht. Bitte nicht von oben runterbeugen, festhalten oder gar hochnehmen lassen.
    Eigentlich wie bei nem Baby.

    lg
    susa

  • hi!

    wir haben es bei unserer kleinen langsamer gemacht.

    die erste woche haben sich grossteils im haus und garten abgespielt (gewöhnen an uns, an ihr neues zu hause, leine halsband usw...).
    am 3. abend sind wir mit ihr das erste mal raus.
    zweimal wurde sie in dieser woche mit dem auto mitgenommen usw....bei uns ging das alles eigentlich schritt für schritt ohne überfordern.

    natürlich gab es auch noch viele andere wichtige dinge für sie zum kennen lernen aber wir haben sie da nicht auf biegen und brechen sofort in alles reingezwängt.
    das meiste ging hand in hand mit alltäglichem.

    von fremden würde ich sie überhaupt nicht angraben lassen, jetzt finden sie deinen welpi alle noch zuckersüss und wollen ihn knuddeln.
    aber später wenn sie grösser ist werden die leute das nimma so zuckersüss finden aber dem hund wird es wieder schwer abzugewöhnen sein.

  • Ich hatte den Eindruck des "zuviel" auch.
    Hab mit Luna eine Menge gemacht, weil man ja soll und mich schliesslich aber für die Methode wie susami sie beschreibt entschieden.

    Ich wohne auf dem Land. Bin zwei Mal in die Stadt gefahren, mit dem Zug. Zugfahren kannte sie, war auch ok. Aber der Bahnhof, die Stadt, die Menschenmengen. Purer Stress, kein runterkommen. Hab ich nie wieder gemacht. Und werd ich auch in nächster Zeit (sie ist jetzt 6 Monate) nicht. Weil brauch ich ja nicht, oder mein Hund zumindest nicht.

    Inzwischen ist sie selbstsicherer, souveränder, vertraut mir mehr und verlässt sich mehr auf mich. Also werden die Menschenmengen immer etwas vergrössert, aber bei Fussgängerzone sind wir noch lange nicht.

    Komischerweise sind Geburtstagsfeste mit 50 Leuten kein Problem, sogar wenn die tanzen. Aber da muss man ja auch nicht an der Leine gehen, da kann man sich unters Volk mischen oder in einer Ecke pennen :D

    Ich habe nicht viel Erfahrung mit Hunden, Luna ist mein erster. Aber ich mache das inzwischen nach Gefühl und mein Gefühl sagt mir, nicht zuviel, alles hat einen richtigen Moment. Dinge die vor 2 Monaten noch hart hätten erkämpft werden müssen, gehen Heute von allein. Ich glaube, wenn mein Hund mir vertraut und sich auch mich verlässt, weil er weiss, was die tut geht in Ordnung, dann schaff ich die Fussgängerzone auch mit einem Jahr irgendwann stressfrei.
    Und sicherlich ist da auch noch jeder Hund anders. Du kannst deinen Welpen selbst am besten "lesen".
    Aber wie gesagt, ich bin ein Neuling und lasse mich da auch gerne eines anderen belehren.

    Und viel Spass mit deinem Zwerg, geniess es!

  • Hi Jillian,

    da du einen Border hast, der schnell hochfährt und nicht so leicht wieder runterkommt, rate ich dir, etwas Vorsicht walten zu lassen, was das streicheln durch - in diesem Fall - eine ganze Schulklasse angeht.
    Ansonsten ist alles, was zu deinem Alltag gehört - wie schon gesagt wurde - sehr gut zur Eingewöhnung. Suri muß alles kennelernen, was auch in Zukunft zu ihrem Leben gehört.
    Beobachte deinen HUnd genau. Nach kurzer Zeit wirst du selber ein gutes Gefühl dafür entwickeln, was gut und was zu viel für ihn ist. Und bitte achte darauf, dass die Kleine die nötigen Ruhephasen auch wirklich bekommt, sonst kann es dir passieren, dass du später ein hippeliges Mädchen an deiner Seite hast, der es schwer fällt, sich zu entspannen.

    Viel Spass, du bist auf dem richtigen Weg!

  • Das muss HH und Hund selbst entscheiden.... Wichtig ist, das sich die kleinen ihre Auszeit nehmen können. Wir haben unseren mit knapp 12 Wochen zum verlängerten Camping Wochenende mitgenommen. Es waren 4 Familien da . Wir haben den Kindern erklärt, das der Hund noch viel Ruhe braucht und wenn wir es sagen , dürfen sie mit ihm spielen. War für die Kids natürlich nicht einfach zu verstehen war, aber sie haben es geschluckt. Und was echt klasse war, unser Hund hat uns zu verstehen gegeben, wann er seine absolute Ruhe haben will. Dann wollte er nämlich in den Wohnwagen und wusste, da stört ihn keiner. Fand ich total klasse. Wir leben in einem Dorf und unser Hundeschullehrer hat auch schon gesagt, wir sollen mit dem Hund Bus und Bahn fahren. Warum, ich denke nicht das ich jemals mit meinem Hund Bus oder Bahn fahre. Essen waren wir auch schon mit ihm , bietet sich jetzt wirklich an, man kann schön draußen sitzen.Auch denke ich nicht, dass ich mit meinem Hund in die Stadt muß.... Ich denke nicht, das ich ihn zum shopen mitnehme.

  • Ich habe mit Crispel und der Welpette auch ziemlich viel gemacht.
    Viele neue Sachen, auch welche, die ich, er sie vielleicht nie im Leben brauchen werden.

    Wichtig ist:
    - Achtet auf den Hund: wenn es dem Hund zu viel wird, habtr ihr schon viel zu viel gemacht.
    - Packt es in kleine Einheiten. Wenn ich abends Welpenstunde hatte, bin nicht nicht noch morgens in der Stadt gewesen. Nach einem anstrengenden Tag habe ich auch mal einen ganzen Tag lang gar nichts gemacht.
    - Je mehr Eindrücke der Hund jetzt mit POSITIVEN Erlebnissen sammelt, desto leicher kann er sich später an neue Situationen gewöhnen. Hunde generalisiseren schlecht, deshalb gibt es eigentlich ständig neue Sutuationen. Aber je öfter sie die ERfahrung machen, "Oh, neue Sachen sind mit tollen Konsequenzen für mich verbunden", desto besser verpacken sie plötzliche Veränderungen.
    - Nutzt Trainingsmöglichkeiten, wenn sie sich bieten. Wenn Leute den Welpen streicheln wollen "benutzt" die Leute für eine kleine Übungseinheit "wir springen Menschen nicht an". Wenn kleine Kinder den Hund süüüüß finden, üben wir "sitzen für gestreichelt werden". Wenn man die Möglichkeit hat, mit dem Hund in Bus, Bahn, Aufzug, etc zu fahren, sollte man diese GElegenheit eben nutzen.
    - Achtet darauf, dass die Welpen nicht nur lernen aufzudrehen, sondern dass sie sich auch entspannen können. Meiner Meinung nach ist das fast das erste was sie lernen sollten!!

  • Als wir carina bekommen haben war sie 14 Wochen alt.

    Wir haben sie von vorne herein an die Straße und an Autos gewöhnt. Wir wohnen zwar in einer Spielstraße aber hier fahren nun trotzdem auch Autos.

    Nach einer Woche kamen dann Dinge wie Bus- und Bahnfahren, Autofahren, Mülleimer, Müllabfuhr, Straßenfeger, Regen- und Gewitter (es war Februar), die Innenstadt, Geschäfte in die sie rein durfte etc.

    Kurz gesagt: Ich habe Carina ÜBERALL mit hin genommen und so hat sie alles kennengelernt.

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