Hot Spot so siehts aus

  • So sah übrigens der Hot Spot bei meiner Teak aus: Klick

    Hier mit ganzem Hund dran:

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    Auf den Bildern ist er schon trocken. Auf das Ding selber habe ich gar nichts draufgemacht, außer ein wenig Calendula aufgesprüht.

    Ein Hot Spot ist ja sozusagen eine Störung des normalen Bakterienhaushalts auf der Haut. Daher wäre ich da mit Cortisonsalbe oder sowas nicht drangegangen - davon wird es zwar ersteinmal besser aber langfristig ist noch mehr kaputt. Lediglich Antibiotika konnte ich nicht umgehen, weil sie plötzlich einen massiven Fieberschub bekam, der akut war und ersteinmal unter Kontrolle gebracht werden musste.

    Bei meiner Teak war der Auslöser mal wieder ganz klar Stress...

    Viele Grüße
    Corinna

  • Freddy hatte vor kurzem ähnliches oberhalb der rechten Hüfte. Er hat sich nicht gekratzt, aber das Fell war an dieser Stelle etwas dünner und die Haut leicht gerötet und etwas schuppig.
    Ich hab dann von CDvet das Skinvetsan draufgesprüht und innerhalb von 2 Tagen war nichts mehr zu sehen.
    Sylvi: Armer Charly - das sieht wirklich nicht so toll aus.
    Bin mal gespannt was die THP sagt.
    Wenn Charly mit den Hinterpfoten dran kratzen will - vielleicht würde es ja helfen im Schuhe anzuziehen? Irgendwas weiches drumrum? Nur so eine Idee - aber ob er das dranlässt?

    LG und gute Besserung für Charly!

    Ines

  • Hallo
    Ich hatte mit meiner Hündinn ein ähnliches problem und bin zum homöopaten.
    Ich glaube wir haben sulfur gegeben und gereinigt habe ich die stelle mit Calendula mit wasser verdünnt. Verhältnis 1:10.

    Das hat super geholfen.
    dieses jahr war gar nix;-)

  • ohh jeee...das sieht ja schlimm aus!

    jetzt bin ich wahrscheinlich etwas dümmlich, aber kann das jeder hund bekommen? Und wie ensteht sowas? Braucht es da besondere Einflüsse, oder kommt das einfach so?

    Sind das immer irgendwie offene, fellose Wunden? oder entstehen diese Wunden durchs Kratzen? Bleiben da immer irgendwelche Schäden, oder verheilt das komplett? Und wenn einer sowas bereits hatte, kommt das immer wieder?


    Charly wünsche ich natürlich gute Besserung!

  • Also Ursachen kann es hunderte geben. dreckiges Fell, kleine Wunden,Stress,Milben ,Flohbiss, eine Entzündung an anderer Stelle ( Analbeutel,Ohren) deshalb macht mein TA sich ja auch nicht weiter die Mühe. Und es gibt Rassen, die haben so etwas bevorzugt. Z.B. Labrador. Dann gibt es noch versch. Formen des Hot Spots. Bis vor 4 tagen wusste ich noch nicht mal,das es so etwas überhaupt gibt.

    Ich bin mal gespannt heute auf die THP. Er kratzt nämlich nur wie verrückt nach der Behandlung mit der Salbe. Ansonsten ist er recht vernünftig und kratzt da nicht andauernd rum. Wir haben den Verband gestern nach 2 Stunden abgemacht und hoffen nun,das wir anders behandeln können,was nicht so juckt oder brennt.

    Ich möcht auch nicht gern was drum machen,da muss Luft ran.
    So,ich schreib dann was heut noch so dabei rauskommt. danke für Eure Tipps.

    Hier noch einmal,was meine Trainerin mir zugesandt hat


    Was ist ein „Hot spot“?

    Lange Zeit ging man davon aus, dass „Hot spots“ als Folge
    einer verminderten Belüftung der Hautoberfläche und hoher
    Umgebungstemperatur auftreten, da sie bevorzugt in der
    warmen Jahreszeit und bei Hunden mit dichtem, langem Fell
    gesehen werden. Da aber auch Kurzhaarrassen wie Rottweiler
    und Labrador für derartige Veränderungen prädisponiert
    sind, muß es noch weitere Gründe für die Entstehung
    von „Hot spots“ geben.

    Welche Ursachen sind bekannt?

    1. Allergische Reaktionen auf Flöhe (Flohspeichel) -
    > „Hot spots“ meist im Bereich von Kruppe und
    Oberschenkeln, oft mehrere hintereinander, häufigste Form.

    2. Allergische (?) Reaktionen auf schmerzhafte,
    juckende oder entzündliche Prozesse in der unmittelbaren
    Nachbarschaft, beispielsweise Entzündungen der Ohren (-
    > “Hot spot“ an Backe, evtl. Hals) oder der Analbeutel (-
    >„Hot spot“ an Kruppe, Ober- oder Innenschenkeln).

    3. Reaktion auf mechanische Probleme: Fremdkörper oder
    reizende Substanzen im Fell (auch Reste von Medikamenten,
    Shampoos etc.), verschmutztes, verfilztes Fell etc. -> „Hot
    spots“ in der Nähe derartiger Bezirke, unter
    Plattenverfilzungen auch großflächig.

    4. Allergische Reaktion auf andere Parasiten, z.B.
    Milben (v.a. Cheyletiellen), Zecken.

    5. Reaktion auf kleine Verletzungen (Schürfwunden
    etc.) oder Irritationen (Scheren).

    6. Untypische Manifestationsart einer anderen Allergie
    (atopische Dermatitis oder Futterallergie, v.a. bei
    rezidivierenden Fällen).

    Welche Hunderassen sind prädisponiert?

    Zu den besonders häufig betroffenen Rassen gehören
    Labrador, Golden Retriever, Collie, BSH, DSH, Bernhardiner,
    Neufundländer, Rottweiler und Bobtail. Generell sind Hunde
    mit langem Haarkleid und/oder dichter Unterwolle
    überdurchschnittlich häufig betroffen. Rottweiler,
    Neufundländer, Golden Retriever, BSH und Bobtail neigen
    erfahrungsgemäß besonders zur Ausbildung tiefer „Hot spots“.

    Welche Formen gibt es?

    Man unterscheidet oberflächlichen und tiefen „Hot spot“.
    Beide werden ganz unterschiedlich behandelt, so dass ihre
    Unterscheidung (i.d.R. erst nach dem Ausscheren möglich)
    von entscheidender Bedeutung ist.

    Beim oberflächliche „Hot spot“ fällt sehr starker Juckreiz
    auf: Die Hunde lecken, knabbern und kratzen so, daß binnen
    Stunden bis höchstens 1Tag die typische Veränderung
    auftritt, nämlich ein mehr oder weniger haarloser,
    nässender, in der Mitte gelblich glänzender Hautbezirk mit
    rötlichem Rand, der von der umgebenden gesunden Haut scharf
    abgegrenzt ist. Die Haare aus der Umgebung sind meist mit
    der Veränderung verklebt.

    Der „Hot spot“ ist 10 Pfennig- bis handflächengroß und
    rundlich bis oval. Beim Abtasten ist er flach und nicht
    schmerzhaft. Bakterien sind zwar ursächlich nicht
    beteiligt, finden allerdings so gute Lebensbedingungen vor,
    dass oberflächliche bakterielle Sekundärinfektionen häufig
    sind.


    Oberflächlicher Hot Spot


    Der tiefe „Hot spot“ dagegen bedeutet eine echte
    bakterielle Infektion des Haarbalgs, die auf das umliegende
    Gewebe übergreifen kann und schmerzhaft ist, so daß die
    Selbsttraumatisierung weitgehend unterbleibt.

    Er ist ebenfalls m.o.w. haarlos und 10 Pfennig- bis
    handflächengroß. Typisch sind seine schlechtere Abgrenzung
    zur Umgebung und „Satelliteneffloreszenzen“ außerhalb der
    eigentlichen Veränderung (Pusteln, Krusten, offene und
    nässende Stellen), die sich erst nach dem Ausscheren
    zeigen. Die gesamte Veränderung ist verdickt, hart und
    schmerzhaft und juckt nicht. Die Bakterien müssen intensiv
    behandelt werden, um ein Übergreifen der Entzündung in
    tiefere Hautschichten und eine Zerstörung der Haarbälge zu
    verhindern. Die Behandlung ist wesentlich langwieriger als
    bei der oberflächlichen Form.


    Tiefer Hot Spot


    Oberflächlicher und tiefer „Hot spot“ können erst nach
    Ausscheren und Abtasten sicher unterschieden werden. Je
    nach Lokalisation und nach Temperament des Patienten ist
    gerade bei den schmerzhaften tiefen Formen eine Betäubung
    erforderlich.

    Wie werden „Hot spots“ behandelt?

    Nach dem Ausscheren sollte jeder „Hot spot“ mit einer
    milden, antiseptischen Lösung gereinigt werden. Hierbei
    werden auch verklebte Haare, Medikamentenreste, Krusten
    etc. mit entfernt.
    Nässende Veränderungen wie „Hot spots“ dürfen keinesfalls
    mit Salben, Pasten, Melkfett, Vaseline o.ä. behandelt
    werden, da diese zu stark abdecken und sowohl die
    bakterielle Entzündung als auch die Mazeration des Gewebes
    fördern, den Zustand also noch verschlimmern.

    Geeignet für die Behandlung sind wäßrige Lösungen (auch als
    Spray), Lotionen und manche Cremes, bei tiefen „Hot spots“
    auch antibakterielle Shampoos.

    Beim oberflächlichen „Hot spot“ ist die örtliche Behandlung
    die wichtigste Behandlungmaßnahme, die möglichst alle 2-3
    Stunden erfolgen sollte. Verwendet werden adstringierend
    (austrocknend) und gleichzeitig gegen Juckreiz wirkende
    Präparate, häufig Antibiotika-Cortison-Kombinationen. Bei
    sehr starkem Juckreiz, ausgedehnten Veränderungen
    oder „nicht kooperativen“ Hunden müssen evtl. kurzwirksame
    Cortisonpräparate in Tablettenform für einige Tage
    zusätzlich verabreicht werden, bei starker bakterieller
    Sekundärinfektion zusätzlich hautwirksame Antibiotika. Bei
    konsequenter Behandlung heilen oberflächliche „Hot spots“
    meist nach 4-7 Tagen ab.

    Beim tiefen „Hot spot“ richtet sich die Therapie in erster
    Linie gegen Bakterien, besteht also in der örtlichen
    Behandlung mit einer antiseptischen Lösung oder einem
    Shampoo zusammen mit einem hautwirksamen
    Antibiotikatabletten mindestens 2 Wochen über die
    vollständige Abheilung hinaus, d.h. insgesamt für
    mindestens 3 Wochen. Cortisonhaltige Präparate sind, im
    Gegensatz zu der oberflächlichen Form, kontraindiziert, da
    sie die bakterielle Entzündung noch fördern würden.

    Neben der Behandlung des eigentlichen „Hot spots“ muß
    natürlich die Beseitigung des Auslösers erfolgen, (z.B.
    Flohbekämpfung, gezielte Behandlung entzündeter Ohren oder
    Analbeutel, Verbesserung der Fellpflege) etc. Die
    Lokalisation des „Hot spots“ erlaubt bereits Rückschlüsse
    auf wahrscheinliche Ursachen (s.o.).
    Treten immer wieder und nicht nur in der warmen
    Jahreszeit „Hot spots“ auf, sollte auch an die Abklärung
    einer atopischen Dermatitis (Allergie auf Allergene in der
    Luft wie Hausstaub, Hausstaubmilben etc.) und
    einer „Futterallergie“ gedacht werden.

    Welche vorbeugenden Maßnahmen gibt es?

    Eine gute Fellpflege und –hygiene sowie die regelmäßige
    Kontrolle von Ohren und Analbeuteln sollten nicht nur zur
    Vorbeugung von „Hot spots“ selbstverständlich sein. Ist
    eine allergische Reaktion auf Flohspeichel die Ursache,
    sollten zur Flohkontrolle Präparate mit gutem „Anti-Feeding-
    Effekt“ eingesetzt werden, die bereits den Flohstich
    verhindern. Bildet sich trotz allem ein „Hot spot“, wird er
    in der Regel frühzeitig bemerkt und entsprechend behandelt,
    ehe er sich weiter ausbreitet oder Komplikationen
    auftreten.

    Diesen Artikel finden Sie bei Tierklinik Birkenfeld unter:
    http://www.tierklinik-birkenfeld.de/de/kat.php?k=35


    Copyright © Tierklinik Birkenfeld

  • Huhu Silvy,

    erstmal Gute Besserung für den armen Charly.

    Wenn sonst nix gegen das Kratzen hilft - zeigt Deinem TA mal diese HP:
    http://www.thorni.de/

    Stand grad ein Artikel drüber in der "dogs" - und das Ding wirkt m.M. nach nun wirklich bequemer als die übliche Halskrause. Kann aber nur ein TA bestellen, gibts auch leihweise.

    lg
    susa

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