Kastration vor der 1. Läufigkeit???

  • Danke schonmal für eure Antworten.

    Also da muss ich schon den Tierarzt jetzt mal in Schutz nehmen - er hat so nicht gefragt, ob wir von ihr Welpen wollen. Er wollte halt die Kastration ansprechen und als Mediziner sieht er eben die medizinischen Vorteile.
    Er hat mich nicht dazu gedrängt, er hat mir Vor- und Nachteile geschildert.

    Und das Problem bei den Seiten im Internet ist eben auch, dass die einen absolut dafür sind - und andere eben sehr dagegen.
    Und er sagte auch: "Wenn Kastration, dann macht sie eben am meisten Sinn vor der ersten Läufigkeit (vom medizinischen Standpunkt aus gesehn)"

    Auf dieser Seite z.B. und auch hier wird m.E. eigentlich recht klar informiert.

    Ich muss mich weiter schlau machen und werde wohl auch die Meinungen anderer Tierärzte einholen - wobei ich allerdings glaube, dass da genauso die Meinungen auseinandergehn wie hier. :irre:

  • Meine letzte Hündin wurde mit ca. 7 Jahren aus medizinischen Gründen kastriert. Ich könnte jetzt noch heulen, wenn ich dran zurück denke. Wie schwach sie war nach der OP, wie kalt dieser 35kg Hundekörper war, wie sie ihren Urin nicht halten konnte und das wohl selber ziemlich schlimm fand ... :| Mir tat sie unendlich leid, sie hatte solche Schmerzen danach, war soooo bedürftig und ängstlich ...

    Das würde ich einem Welpen nie antun wollen ...

  • Dann nehme ich meine Aussagen bzgl. Deines TAs zurück.

    Und sicherlich werden die Aussagen zur Kastration weit ausseinandergehen, egel wen Du fragst oder wo Du Dich informierst, denn eine Kastration ist ein schwerwiegender Eingriff, den man nicht mehr rückgängig machen kann, und der weitreichende Vor- und Nachteile hat.

    Aber je mehr Informationen und Erfahrungsberichte man sammelt, je besser kann man diese Entscheidung für sich und seinen Hund treffen.

  • sixtyniner
    Weißt Du, eine Kastration ist ein medizinischer Eingriff, der einen Hund eine Weile lang schwächt. DAS ist das einzige was keiner bestreiten wird. Letztlich muß Du überlegen was Dir am ehesten zusagt. Denn beide Lösungen haben ihre Vor- und Nachteile und es kommt auf den einzelnen an welche Sicht der Dinge einem persönlich am ehesten gefällt. Ich würde meine Hündinnen nicht kastrieren lassen, weil ich ihnen die Einschränkungen die dann eine Weile danach nötig wären nicht zumuten will, da eine Erholung seine Zeit braucht und ich mir sicher bin daß meine Energiebündel und Lebensfreudeversprüher da sehr drunter leiden würden (frag mal Frauen nach einer Hysterektomie [Gebärmutterentfernung], die brauchen danach Monate um wieder fit zu werden). Andererseits ist einiges einfacher nachdem diese Zeit dann vorbei sind.
    Informiere Dich über das für und wieder und triff dann Deine Entscheidung entsprechend dem was Du für Deinen Hund für das Beste hälst. Das ist letztlich der einzige Rat den ich Dir geben kann und geben werde.

  • Wir haben auch mit unserem TA über eine Kastration gesprochen und er vertritt ganz klar den Standpunkt, dass man auf jeden FAll die erste Läufigkeit abwarten sollte, denn erst dann ist die Hündin "wirklich" erwachsen und auch der Hormonhaushalt stimmt.
    Wir werden Shiva nach ihrer ersten Läufigkeit kastrieren lasse.

  • Danke für eure Antworten.

    Ja, ihr habt schon Recht, dass da die Meinungen - auch unter den Tierärzten - wirklich meilenweit auseinandergehn.

    Ich muss mir noch viiiiiele Gedanken machen, glaub ich.

    Aber die Chance, dass sie dann irgendwann nicht an den Tumoren leidet/operiert werden muss/stirbt ist doch enorm groß und nicht von der Hand zu weisen. :irre:

    Und ich denke mal, dass ein 6 Monate alter Hund so eine OP doch wesentlich besser wegsteckt und sich schneller erholt, als ein 7jähriger - darum mach ich mir darüber eigentlich die wenigsten Gedanken.

  • Zitat

    Aber die Chance, dass sie dann irgendwann nicht an den Tumoren leidet/operiert werden muss/stirbt ist doch enorm groß und nicht von der Hand zu weisen. :irre:


    Ja, das schon, nur werden andere Krebsarten dadurch häufiger. Zwar erkrankt ein kastrierter Hund sehr, sehr selten an Gesäugeleistenkrebs, aber dafür wesentlich häufiger an nahezu allen anderen Krebsarten.

  • Hallo,

    Zitat

    Ja, das schon, nur werden andere Krebsarten dadurch häufiger. Zwar erkrankt ein kastrierter Hund sehr, sehr selten an Gesäugeleistenkrebs, aber dafür wesentlich häufiger an nahezu allen anderen Krebsarten.

    Gibt es dazu eigentlich auch irgendwelche Belege? Würde mich wirklich interessieren, weil ich das schon so oft hier gelesen habe, aber bisher noch keinen Nachweis finden konnte.

    Liebe Grüße
    Susanne

  • hallo Ulli,

    ich habe jetzt mal die beiträge "überflogen" und finde in fast jedem etwas ;) wahres! was ich aber nirgends gelesen haben (muss ja nicht heissen, dass es dennoch schon geschrieben wurde), ist die "psychische auswirkung".
    mir wurde das so erklärt:
    eine hündin entwickelt erst mit der ersten bzw. zweiten hitze ihre "personalien". andere hunde riechen sie als hündin und nicht als "neutrum". auch für das wachstum und die eigentliche entwicklung ist es von vorteil. WENN eine kastra, dann erst nach der 2. hitze. die "erlebten" hitzen machen den hund erwachsen (zumindest helfen sie dabei!)
    und: bloß weil unter uns frauen der brustkrebs weitverbreitet ist, lasse ich mir meine beiden brüste nicht amputieren! du?

    meine erste hündin musste auch im fortgeschrittenen alter noch notoperiert werden: riesengeschwür in der gebärmutter. klar, das hat uns alle arg mitgenommen, hund hat es gut überstanden. trotzdem widerstrebt es mir, meine jetzige hündin kastrieren zu lassen. sie "durchlebt" die eigentliche hitze recht gut, die bluterei hält sich gut im rahmen. doch gerade jetzt (sie war ab 1.10. heiss) ist es schlimm: sie müsste ja jetzt eigentlich welpen haben (denkt sie!) und jankert hier in einer tour rum. auch verkrümelt sie sich in die dunkelsten ecken, frisst arg schlecht und hat kaum lust für irgend was. klar, ich habe ja auch alles spielzeug verschwinden lassen. im grunde tut sie mir sehr leid - aber ich versuche sie so wenig wie möglich zu "betüddeln". unser "programm" wird taff weiter durchgezogen. dagegen ist das aufpassen während der "heissen tage" ein zuckerschlecken... :|
    allerdings schlagen hier mal wieder in punkto kastra die wogen hoch: fast alle, die meinen was zu sagen zu haben, raten uns (insbesondere meinem mann!!) zur OP :kopfwand: und mein mann steht nun auch dazu.... er hat sich sogar schon erkundigt WANN eine OP zu machen wäre (bei uns wäre es anfang januar - und wie passend hat er da urlaub).

  • Zitat

    Gibt es dazu eigentlich auch irgendwelche Belege? Würde mich wirklich interessieren, weil ich das schon so oft hier gelesen habe, aber bisher noch keinen Nachweis finden konnte.

    z.B. "Kastration beim Hund" von Gabriele Niepel

    Sehr informativ, sachlich, fachlich und nur zu empfehlen. Schade, daß sich kaum einer die Mühe macht, sich WIRKLICH fachlich kompetent zu informieren.

    Gruß, staffy

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