Kastration vor der 1. Läufigkeit???
-
-
Huhu Caro,
wenn ich ganz ehrlich sein darf, bestärkt mich der Link eher in der Meinung, dass eine Kastration eher positive Auswirkungen hat:
Dort heißt es:
Kastration - Vorteile:
* vor der 1. Hitze durchgeführt: weniger Mammatumor- Erkrankungen (Gesäugekrebs)
--> Wie gesagt: Gegen eine Frühkastration bin ich sowieso.* kein unerwünschter Nachwuchs
--> Ist mir jetzt nicht so wichtig als Effekt, weil ich gut aufpassen kann.* keine Hitze
--> Ist mir bedingt wichtig, da man schon etwas eingeschränkter ist (meine Lara ist gerade läufig und in der Wohnung unten ist ein verliebter Cocker *g*).* keine Scheinträchtigkeit
--> Ist mir relativ wichtig, weil ich es - trotz aller Gegenargumente - nicht als natürlich empfinde (das Gebiet ist noch recht unerforscht, weshalb ich nicht behaupten kann, dass es bei z.b. bei Straßenhunden keine Scheinträchtigkeit gibt - das Gegenteil kann aber meines Wissens auch niemand behaupten).* keine Gebärmutter-entzündung oder -vereiterung
--> Ist mir extrem wichtig!Nachteile:
# Neigung zu Fettsucht (20 %)
--> Bei meiner Shiva musste ich die Zeit nach der Kastration etwas aufpassen, aber als sich ihr Körper "eingependelt" hatte, gab es da keine Probleme mehr.# Harninkontinenz (10-15 % der Hündinnen über 20 kg)
--> Ich habe Hündinnen, die wiegen weitaus weniger.# Haarkleidprobleme bei Langhaar (Babyfell)
--> ich habe ausschließlich Kurzhaarhündinnen.# Wesens- und Verhaltensprobleme in einigen Fällen
--> In _einigen_ Fällen? Naja... Ich muss zugeben, dass mir dieser Grund hier ziemlich Wischiwaschi erscheint. Eine Kastration ist keine Erziehungsmaßnahme und genauso halte ich wenig davon, alle möglichen Erziehungsprobleme auf eine Kastration zu schieben.eine Sterilisation, die hier so oft als natürliche Alternative empfohlen wird, hat dann schon für mich sehr extreme Nachteile:
# egelmäßige Hitze (bis 3x pro Jahr) mit Rüdenattraktivität, z. T. mit Ungehorsam
# Scheinträchtigkeit möglich
# Gebärmutter- Vereiterungen im höheren Alter verbreitet (ca. 8 % aller Hündinnen über 7 J.)
# Eierstöcke neigen zur Entartung
# Haarausfall infolge von Überfunktion der EierstöckeDa frage ich mich ernsthaft: Wie kann man so etwas als Alternative empfehlen? Das hat ausschließlich den Vorteil, dass kein Nachwuchs kommen kann!
Wegen der Bielefelder Studie: Ich hatte mir neulich auch die prozentualen Befragungsergebnisse durchgelesen und auch hier wurde ich in meiner Meinung eher gefestigt, als verunsichert. Sorry, ich kann echt nichts dafür ;-) Auch wenn ich jetzt wieder als lernresistent verunglimpft werde *g*
Liebe Grüße
Susanne - Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Kastration vor der 1. Läufigkeit??? schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Hast Du auch den Teil zu den Risiken von Erkrankungen gelesen?
ZitatAlles anzeigen
Über das Risiko von Erkrankungen bei kastrierten und unkastrierten Hunden:Bei Hündinnen kastriert größeres Risiko:
- 8 x zu Harninkontinenz
- 2 x zu Übergewicht
- 8 x größeres Risiko zu Herztumoren
- größeres Risiko zu Hämangiom (Blutschwamm)
- Schilddrüsenüberfunktion
- Schilddrüsenkrebs
- Nieren/Blasengeschwüre
- Akute, fatale Pancreatitis
- chronische Hornhautentzündung
- Schwund von Muskelmasse und Bindegewebe
- während der Operation zu sterbenHündinnen unkastriert größeres Risiko:
- 6 x von Analfisteln perianal fistula
- größeres Risiko zu Scheidenentzündung und Scheidentumoren
- Brustkrebs (im Vergleich zu Frühkastrationen)
- GebärmutterentzündungDie Sterilisation hat übrigens auch den Vorteil, dass der Hormonhaushalt nicht verändert wird. Für mich eins der wichtigsten Argument überhaupt.
-
Zitat
Ach du Schande....
...so gut bin ich in Englisch dann doch nicht! 
Übersetzer!!!! *malmitdemFingerschnipp*

Folgt auf dem Fuße, aber wegen der Länge des Artikels in Zusammenfassung. Sorry...
ZitatAlles anzeigenJeder Hundehalter überlegt sich irgendwann ob Kastration nun gut oder schlecht für seinen Hund ist und leider gibt es da viele sehr unterschiedliche Meinungen zu die alle reltiv zuverlässig belegbar scheinen.
Die Autorin (des Artikel) hat mehr als 50 wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema verglichen und überarbeitet und ist der Ansicht, daß die Risiken nicht vergessen werden sollten.
In Rüden sind folgende Probleme mit eienr Kastration verbunden:
- Knochenkrebs
- eine Kreberkrankung der Blutgefäße
- Schilddrüsenüberfunktion
Es wäre unverantwortlich von Tierärzten und Tierschützern diese Risiken zu verschweigen bzw die langfristigen finanziellen und gesundheitlichen Schäden für Hundehalter und Hund zu untertreiben.Positive Effekte einer Kastration beim Rüden:
• die Wahrscheinlichkeit, daß der Rüde an Hodenkrebs erkrankt ist nicht gegeben (weniger als 1% der Rüden im Durchschnitt erkranken daran)
• verringert die Wahrscheinlichkeit von Prostataproblemen AUSSER Prostatakrebs
• verringert die Wahrscheinlichkeit von Analdrüsenentzündungen
• die vorhandenen Daten sind nicht eindeutig genug um zu sagen ob das Diabetesrisiko tatsächlich verringert wirdNachteile beim Rüden:
• Wenn ein Rüde vor dem Alter von einem Jahr kastriert wird steigt das Risiko an Knochenkrebs zu erkranken stark an was besonders bei großen Rassen bedacht werden sollte.
• Erhähung des Risikos voni cardiac hemangiosarcoma (Herztumor) by a factor of 1.6
• dreifach höheres Risiko von Schiulddrüsenunterfunktion
• erhöhten Risiko von Nachlassen der cognitiven Fähigkeiten im Alter
• dreimal höheres Risiko zu Fettleibigkeitt
• vierfach höheres Risiko an Prostatakrebs zu erkranken im Vergleich zu nicht kastrierten Hunden
• verdoppelt die Wahscheinlihckeit von Blasenkrebs
• erhöht die Wahrscheinlichkeit von orthopedischen Erkrankungen (Anm d. Üb. Keine genaueren Angaben leider)
• erhöht die Wahrscheinlichkeit von Unverträglichkeit von ImpfstoffenPositive Effekte in Hündinnen:
• sofern die Hündin vor dem Alter von zweieinhalb Jahren kastriert wird verringert sich das Risiko an einem Mammakarzinom zu erkranken drastisch (diese Tumorart ist der häufigste Tumor bei weiblichen HUnden)
• rumt die Gefahr von Gebärmutterentzündung aus, die sonst etwa 23% der Hündinnen irgenwann im Leben mal bekommen und woran 1% der erkrankten Hündinnen etwa sterben
• verringert das Risiko von Analdrüsenentzündungen
• räumt das Risiko (0,5% aller Hündinnen sind betroffen) an Tumoren im Bereich der Gebärmutter und/oder der Eierstöcke zu erkrankenNachteile für kastrierte Hündinnen:
• wenn die Hündin vor dem Alter von einem Jahr kastriert wird vergrößert sich die Wahrscheinlihckeit an Knochenkrebs zu erkranken stark, diese Krebsart ist bei Hunden nicht erfolgreich behandelbar
• erhöht die Gefahr an Milzkrebs in Form von Blutgefäßkrebs zu erkranken um den Faktor 2,2, während diese Erkankung derzeit schon ohne Kastration die häufigste Todesursache einiger Rassen [Anm. D. Üb. nicht weiter benannt] ist
• verdreifacht das Risiko von Schiulddrüsenuntrfunktion
• Fettleibigkeitsrisiko erhöht sich um einen Faktor von 1,6-2
• zwischen 4 und 20% aller kastrierten Hündinnen leiden danach an Inkontinenz
• erhöht das Risiko von einer nach innen Wölbung der Vulva was eine große Gefahr für Inkektionen darstellt und auch von vaginer dermatitis und vaginitis, dieses Risiko ist besonder hoch bei Hündinnen die vor der ersten Läufigkeit kastriert wurden
• verdoppelt die Gefahr an Blasenkrebs zu erkranken
• erhöht die Wahrscheinlichkeit von orthopedischen Erkrankungen (Anm d. Üb. Keine genaueren Angaben leider)Der Autor f+hrt des weiteren die benannten Krankheitsrisiken und deren Behandlung weiter aus.
• erhöht die Wahrscheinlichkeit von Unverträglichkeit von Impfstoffen -
ZitatAlles anzeigen
Warum wird hier eigentlich so oft der Mensch mit einem Hund verglichen? Schon auf rein sachlicher Ebene funktioniert das nicht, weil in der Humanmedin doch viel viel mehr möglich ist als in der Tiermedizin.
das mag ich so nicht stehen lassen: immerhin liegt eine medizinisch optimale vor- und versorgung ausschließlich an mir, dem halter. wenn ich selber nur alle schaltjahre zum doc gehe, darf ich mich über eine weniger gute nachricht auch nicht wirklich wundern.
ich selber mag auch keine vergleiche - aber hier ist es aus der biologischen bzw. medizinischen sicht gedacht. dann denke (!!) ich, dass nicht alles, was wir menschen "uns im OP antun lassen" es auch unseren tieren zumuten. machbar ist das bestimmt. (mein denken - nicht mein wissen!!)
vielleicht laufe ich ja auch wirr, weil ich denke, bevor etwas in der humanmedizin angewandt wird, wurde es zum großteil mit / an tieren "erforscht". und soooo sehr hinkt die vet-med. nicht hinterher... oder doch?Fakt ist:
- ein junger Hund kommt mit einer OP besser klar als ein älterer Hund
- eine "normale" OP ist leichter zu überstehen als eine Not-OP
da hast du mit beiden punkten recht! aber: sind das jetzt gründe für eine kastra?Liebe Grüße
Susannenichts desto trotz: ich mag meinen hund nicht kastrieren lassen - jedenfalls nicht ohne triftige gründe.
-
Zitat
Sind das nun Mutmaßungen oder wurde das bereits untersucht und belegt (ich meine jetzt nicht die Studie von Frau Dr. Niepel, in der sie durch die Befragung von 1000 Hundehaltern zu ihrem Fazit kam)....
Auch Frau Niepel mutmaßt nicht, sondern beschäftigt sich seit Jahren mit diesem Thema, in Zusammenarbeit mit einigen fachlich kompetenten Menschen. Sie bezieht sich in ihren Ausführungen auf mehrere Studien von verschiedenen Wissenschaftlern, Hundetrainern, Verhaltenskundlern, ...
Ich kann dir auch Literatur von Udo Gansloßer (z.B. Verhaltensbiologie für Hundehalter) oder noch besser: seine Seminare nahelegen.Lies es einfach, dann kannst du darüber urteilen !

Gruß, staffy
@literaturschock Eine persönliche Frage hätte ich da aber noch: Warum holst du dir eine Hündin, wenn du dann das Hündinnenspezifische wieder entfernst und ein Neutrum an der Leine hast ? Ich entscheide mich doch nicht FÜR eine Hündin, aber nur ohne: Läufigkeit, Scheinschwangerschaft, ...

-
-
Zitat
Folgt auf dem Fuße, aber wegen der Länge des Artikels in Zusammenfassung. Sorry...
tztztztztzt...12 Seiten sind doch mal eben schnell übersetzt....

Danke dir sehr für die Übersetzung.
Jetzt bin ich mal wieder ein bißchen schlauer!
-
Sorry, ich habe gerade nicht mehr so viel Zeit, um auf alles einzugehen (wird nachgeholt), aber soviel noch
Zitat@literaturschock Eine persönliche Frage hätte ich da aber noch: Warum holst du dir eine Hündin, wenn du dann das Hündinnenspezifische wieder entfernst und ein Neutrum an der Leine hast ? Ich entscheide mich doch nicht FÜR eine Hündin, aber nur ohne: Läufigkeit, Scheinschwangerschaft, ...

Oh, das ist einfach: Weil sich für mich ein Hund nicht ausschließlich über seine Sexualität definiert und keines meiner Tiere jemals ein "Neutrum" für mich war oder ist ;-) Schon alleine den Gedanken finde ich mehr als erschreckend. Ich könnte kein Tier als Neutrum ansehen, sorry.
Mit der Läufigkeit habe ich übrigens keine Probleme (meine Lara ist derzeit zum ersten Mal läufig). Ich bin nur extrem geprägt von Not-OPs, Gebärmutterkrebs, Gebärmuttervereiterung und mehrfach zu operierenden Gesäugetumoren. Es mag sein, dass ich deshalb voreingenommen bin, aber ich kann nichts dafür, dass ich vom Pech verfolgt wurde und ausschließlich Hündinnen kenne, die im Alter von den genannten Krankheiten heimgesucht wurden. Dafür erfreut sich meine Seniorin glücklicherweise noch bester Gesundheit (wenn man von dem gerissenen Herzklappenfaden absieht, der nichts mit der Kastration zu tun hat).
Liebe Grüße
Susanne -
Hallo Ulli,
So lang die Listen der Vorzüge und Nachteile auch sein mögen - ich würde niemals ohne medizinischen Grund meinen Hund operieren lassen, egal worum es sich handeln würde.
Eine Operation ist IMMER mit Risiken verbunden, egal wie routiniert sie durchgeführt wird. Das allein, sowie der für den Hund schmerzvolle Heilungsprozess würden mich immer davon abhalten, nur um EVENTUELL einer Krebserkrankung VORZUBEUGEN einen Hund aufzuschneiden.
Ich hatte schon mehrere Hunde, die leider alle aufgrund diverser Diagnosen einer OP bedurft haben und ich habe jedesmal Rotz und Wasser geschwitzt, von den Dramen und möglichen Folgeerkrankungen (z.B. Wundfieber...) NACH den Eingriffen sowie dem leidenden, wimmernden Hund ganz abgesehen.
Das würde ich nicht freiwillig wiederholen wollen ohne dringende Notwendigkeit.
Schließlich weißt Du ja gar nicht, OB sie überhaupt jemals krank werden sollte. Ihr (und Dir) das zuzumuten, um ein paar Tage im Jahr "Ruhe" zu haben, kann ich persönlich nicht verstehen.
Liebe Grüße,
Sub. -
Zitat
tztztztztzt...12 Seiten sind doch mal eben schnell übersetzt....

Danke dir sehr für die Übersetzung.
Jetzt bin ich mal wieder ein bißchen schlauer!
*zunge ganz weit rausstreck*
*lange Nase mach*
Deutsch und Englisch in beide Richtungen übersetzen ist mein Beruf... Und, ganz ehrlich, der Rest des Artikels war nur eine mehr detailiertere Ausführung der gegebenen Daten, die zwar sehr interessant ist, aber ich glaube die war für DIESE Diskussion nun weniger relevant. -
Zitat
Hallo Ulli,
Schließlich weißt Du ja gar nicht, OB sie überhaupt jemals krank werden sollte. Ihr (und Dir) das zuzumuten, um ein paar Tage im Jahr "Ruhe" zu haben, kann ich persönlich nicht verstehen.Nein, das wäre nicht der Grund - das hab ich nie gesagt.
Es wäre evtl. eine kleine "Erleichterung" - besonders auch im Urlaub (wir gehen campen).
Wie gesagt, ich bin zwiegespalten.
Ich sammele grade nur Pro´s und Kontra´s - mehr nicht.
Das größte Pro war für mich bisher, dass die Möglichkeit, an den Tumoren zu erkranken, gegen Null geht.Aber wenn ich jetzt lese, welche anderen Krebsarten dadaurch evtl. verschlimmert werden können.... :/
ZitatDeutsch und Englisch in beide Richtungen übersetzen ist mein Beruf...

Guuuuut zu wissen...wer weiß, wofür man´s mal braucht....

- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!