Erfahrung Vestibularsyndrom, Gesichtslähmung und MRT

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  • Meine Hündin Lola (Podenco aus dem Tierschutz, geschätzt ca. 8,5 Jahre alt) hat am Samstagabend plötzlich angefangen, sich heftig zu übergeben und schwankend zu gehen. Wir sind direkt in die Notklinik gefahren; dort sagte man uns, sie habe ein Vestibularsyndrom. Es wurden Röntgenaufnahmen gemacht und Blutwerte genommen (die Ergebnisse der Schilddrüsenfunktion stehen noch aus, das soll ich im Laufe der nächsten Wochen klären). Wir haben sie über Nacht dort gelassen und am nächsten Tag abgeholt. Man hat uns Medikamente gegen Übelkeit und Schwindel sowie Mittel zur Förderung der Durchblutung und des Nervensystems mitgegeben.

    Heute ist der vierte Tag. Sie läuft immer noch nicht ganz rund (es ist aber besser geworden, sie frisst und trinkt ganz gut, mag aber noch nicht so gerne aus der Schüssel fressen) und das Augenzittern hat nachgelassen. Allerdings hat sie eine starke Kopfneigung entwickelt und eine einseitige Gesichtslähmung. Ich war deshalb noch einmal bei einem anderen Tierarzt, aber dieser konnte auch nicht weiterhelfen. Er vermutet eine Innenohrentzündung (das Ohr sieht optisch sonst perfekt aus) , kann es aber nicht sicher bestätigen. Er riet mir zu einem CT oder MRT in einer Tierklinik. Antibiotika wollte er ohne klare Diagnose nicht verschreiben.

    Ich bin mit meinen Nerven am Ende und extrem besorgt. War jemand von euch schon in einer ähnlichen Situation? Hat ein MRT oder CT bei euch Klarheit gebracht? Ich möchte im Laufe des Tages bei einer Klinik anrufen und mich beraten lassen.

  • mein Hund hatte auch ein Vestibularsyndrom.

    Da ich Symptome kenne, bin ich mit "Diagnose" zum Hausarzt, die hat bestätigt, ihm Medis gegeben ( welche weiß ich nicht mehr) und dann haben wir zu gewartet. Er konnte keine Treppen steigen, ist beim Pinkeln umgefallen,bzw. wir haben ihn unterstützt.

    Er lag viel, wir haben ihm Fresschen ans "Bett" gebracht. Wir und er besonders hatten Glück, es dauerte zwar rund 14 Tage, aber es wurde täglich besser.

    Nach 14 Tagen konnte er die paar Stufen zum Garten schon wieder ( mit Umterstützung) runter, fing wieder an auf 3 Beinen zu pinkeln, wobei er aber auch noch wackelte.

    Irgendwann war der Spuk vorbei und kam auch nie wieder.

    Vestibularsyndrom ist eine "eindrucksvolle" Krankheit, die Angst macht. Und für den Patienten richtig schlimm ist.

    Aber es geht vorbei!

    Habt Geduld und guckt immer auf die Augen, daran seht ihr. Ob sich was ändert.

    Helft eurem Hund jetzt. Gute Besserung!

    Früher wurde die Krankheit oft mit Schlaganfall verwechselt und so einige Hunde werden unnötiger Weise eingeschläfert!

    Rechnet mit mindestens 3 Wichen, bis der akuteste Zustand sich zurückbildet.

    Medikamente bekommt der Hund ja?

    Gute Besserung!

    Ps: mein Mann dachte, der Hund stirbt und war sehr verzweifelt!

    Ich bin Krankenschwester und habe viele Menschen mit "Morbus Menier" in der Notaufnahme gesehen.

    Das vergisst man nicht. Das ist ein ganz übler Drehschwindel, als würde man stundenlang in einem schnellen sich rotierenden Teil auf dem Rummel sitzen, was nicht anhält.

    Mir wird schon beim Gedanken daran übel.

    Kopfschiefhaltung ist normal!.

    Der Hund braucht Ruhe-Ruhe-Ruhe-Schonkost-Auf Flüssigkeit achten! Zur Not alle 5 Minuten ein Teelöffel Wasser einflößen bis zur Tagesmenge Flüssigkeit und etwas drüber für diesen Hund!

    Flüssigkeit ist wichtig!

  • Danke für die Antwort, das erleichtert. Ja sie bekommt Medikamente (etwas gegen übelkeit, betahistin gegen schwindel und karsuvan). Heute hat sie auch wieder ein wenig aus dem Napf getrunken.


    Was mir Sorgen macht, ist die teilweise Gesichtslähmung. Bisher habe ich nur gegoogelt, aber das scheint nicht super typisch für ein vestibulares Syndrom zu sein.

  • Die Lähmung könnte in der Tat auf etwas zusätzlich anderes Hinweisen. Dein Hund ist auch noch recht jung für das Vestibularsyndrom. Wegen dieser beiden Faktoren, würde ich vermutlich auch dazu tendieren ein MRT zu machen.

  • Darf ich fragen wie dein Kolegge damit umgegangen ist und wie es seinem Hund mittlerweile geht?


    Das Alter hatte mich auch gewundert, mein Tierarzt meinte nur dass man bei Tierschutzhunden das angegebene Alter nicht zu genau nehmen sollte. Da könne zwischen +/-2 Jahren alles dabei sein.


    Aber ich werde mich um ein mrt bemühen. Danke für eure Einschätzung

  • Die Fazialisparese ist typisch für ein peripheres Vestibularsyndrom. Es macht durchaus Sinn da auch die Ohren abzuklären. Vor allem wenn der N. Fazialis entsprechend mitbetroffen ist.

  • Könnt ihr euch zuvor an ein Trauma erinnern?

    Mein Hund hatte ziemlich genau vor einem Jahr mit topfitten 8 (bei ihm das Geburtsdatum bekannt) das Vestibularsyndrom. Im ersten Moment war ich auch völlig perplex, aber die Tierärzte haben sofort nach einem Kopftrauma gefragt. Und just am Vorabend ist er wirklich heftig gegen den Rahmen der Terrassentür geknallt. Die deutlichsten Symptome waren zum Glück nach 24-48h verschwunden. Allerdings war er noch tagelang viel ruhiger, zurückhaltender, vorsichtiger und anhänglich.

    Das es mehrere Tage dauert halte ich daher auch für völlig normal. Aber die Lähmung würde mir ebenfalls Sorge bereiten und ich würde mich wohl auf die Empfehlung der Klinik verlassen. Alles Gute!

  • Habe ich auch überlegt. Ich kann mich an kein Trauma erinnern. Wir hatten einige Stunden zuvor gespielt und ich hatte das Gefühl dass sie lebendiger und aktiver war als je zuvor. Selten hatte sie so viele zoomies. Und dann ging es 3 oder so Stunden später los mit dem erbrechen.

  • Erstmal drücke ich euch die Daumen!

    Mit dem Vestibularsyndrom habe ich keine Erfahrung. Allerdings hatte Chewie vor ein paar Jahren eine halbseitige Gesichtslähmung. Das kann bei deiner Hündin natürlich auch etwas zusätzliches sein.

    Bei ihm war der Verdacht auch das Ohr (Allergiker mit häufigen Ohrenentzündungen), er kam ins CT, aber die Lähmung war idiopathisch. Also es konnte keine Ursache gefunden werden.

    Wir konnten also nur symptomatisch behandeln mit Vitamin B, Cortison und Laserbehandlung. Da das Auge nicht mehr richtig schloss, auch Augentropfen und Training der Kiefermuskulatur durch bewusstes Kauen. Nerven brauchen lange, um sich zu regenerieren. Bei Chewie hat sich (bis auf eine leichte Gesichts-Schiefstellung) zum Glück alles wieder erholt.

    Ich würde daher auch auf Ursachenforschung gehen und wünsche euch alles Gute! 🍀

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