Beiträge von Jimina

    Das ist hier aktuell beim 14 Monate alten Kelpie ähnlich.

    Er war wirklich ein unkomplizierter Welpe, aber mit 10 Monaten ist sein Erregungslevel deutlich gestiegen.

    Aber die besseren Tage werden häufiger und langsam merke ich, dass meine Kosequenz und das Training langsam Früchte trägt.

    Also das wird schon! Mit 2 wird alles besser xD


    Und nein, nicht raus wollen ist hier kein Thema.

    Der Hund steht bereit wenn ich die Leine in die Hand nehme, auch nachts um 3 :emoticons_look:

    Meine neu abgeschlossene Krankenversicherung deckt eine relativ hohe Behandlungssumme ab.

    Allerdings war mein Hund bei Abschluss noch unter einem Jahr und die Beiträge sind dementsprechend vergleichsweise niedrig.

    Und obwohl ich durch die Arbeit in der Praxis ständig Zugang zu einer durchschnittlich günstigeren Versorgung meiner Hunde habe, trieb mich die Sorge bzgl eines komplizierten internistischen Problems, regelmäßigen Verbandswechseln, Klinikaufenthalten (auch gern ohne OP intensivmedizinisch) etc.

    Allerdings habe ich auch nicht mal eben 5000 auf der hohen Kante und müsste bei meiner Familie/Freunden anfragen.

    Aber welchen Prozentsatz machen solche Geschichten aus, wie viele Tiere stehen dem entgegen, die aus finanziellen Gründen eingeschläfert werden mussten?

    Das koennen wohl nur die TAe/TK beantworten.

    Ich denke das kann man so einfach gar nicht beantworten. Da verschwimmen die Grenzen zwischen „kann ich mir nicht leisten“ und „hat eine schlechte Aussicht auf Behandlungserfolg“.

    Oft wird es auch nicht offen kommuniziert, sondern der Grund ist dann: Alter des Tiers, fehlendes Management zu Hause, evtl. ausbleibender Behandlungserfolg etc.


    Und bei allem anderen wo durchaus Behandlungserfolg zu erwarten ist, und trotzdem euthanasiert werden soll, wird entweder eine Lösung gefunden oder die Tierarztpraxis macht es nicht (mit Ausnahmen natürlich).

    wie viele Tiere stehen dem entgegen, die aus finanziellen Gründen eingeschläfert werden mussten?

    Na ich hoffe ja mal, dass das bei den wenigsten Tieren der Fall ist im Klinikalltag.


    Darüber hat mein TA noch nie geklagt im Gegensatz zu Leuten, die meinten (obwohl sie es sich leisten können(!)) mit der Beule zum Tierarzt zu kommen wenn sie schon so gross ist wie ein Apfel und nicht wie eine Kirsche (und am besten noch am Freitag Abend, in den Notdienst oder kurz vorm Feiertag)....

    Ja es gibt nämlich (und das ist die Mehrzahl) auch noch die Leute, die nicht zahlen können(wollen) und auch (verständlicherweise oft) nicht euthanasieren lassen wollen.

    Ich denke das wird auf jeden Fall noch zu einem Problem in nächster Zeit.

    Ja es kann schon sein, dass der multimorbide 70 kg Hund, der verschiedenste Tabletten braucht eine dreistellige Summe im Monat kostet.

    Aber selbst die größte Nummer des gängigen Cushingpräparats (für sehr! große Hunde!) kostet „nur“ ~ 200 Euro.

    Falls es etwas beruhigt, mir fällt auf Anhieb bei uns niemand ein der für ein Tier jeden Monat 500 Euro an Tabletten (oder Zycortalinjektion) bezahlt.

    Das sieht natürlich bei regelmäßigen Besuchen im Monat schon anders aus.

    Was für ein Wundermittel bekommt ein Addisonhund für 500 Euro ?

    Das wehe in dem Fall ja aber nicht ohne Grund. Fakt ist, wenn nicht irgendetwas unternommen wird, leidet das Tier weiterhin, weil es gerade akut oder auch chronisch krank ist. Neben wir als Beispiel Hund mit Darmverschluss, weil Tampon gefressen. Es muss etwas getan werden, sonst stirbt das Tier elendig langsam vor sich hin. Wenn der Patientenbesitzer in dem Moment sagt, ich kann die Op nicht in Auftrag geben, weil er sie nicht zahlen kann, leidet der Hund ja trotzdem an starken Schmerzen. Diese starken Schmerzen sind ja dann der Grund, warum der Hund euthanasiert wird. Kein Grund wehre, wenn jemand mit seinem 12-Jährigen für sein alter fittem Hund zum Tierarzt geht und sagt der gute schafft es nicht mehr mich bei Joggen zu begleiten, ich muss jetzt immer extra eine Runde mit ihm drehen schläfern sie ihn mal ein, weil der Hund in dem fall ohne Handeln des Tierarztes trotzdem nicht bzw. nur unter der Leblosigkeit seines Besitzers leidet.

    Und was ist mit dem gebrochenen Bein, der teuren Therapie eines internistischen Problems, dem Gesäugetumor…?

    So einfach ist es eben oft nicht.

    Das deutsche Tierschutzgesetz verbietet es ein Tier (ohne vernünftigen Grund) leiden zu lassen. Ich denke, das würde darunter fallen.

    Ah okay, aber das wäre ja sehr unspezifisch. Mich wundert, dass sie das dann so gesagt hat. Also sie hat noch nicht einmal gesagt, wir brauchen den Herzultraschall um herauszufinden was genau er hat, wie schlimm es ist oder ähnliches in der Art, sondern wirklich explizit, dass ein Ultraschall gemacht werden soll um herauszufinden ob der potentielle Herzfehler behandlungspflichtig ist. Das klang für mich so als ob bestimmte Krankheiten bei Haustieren eben per Gesetz behandlungspflichtig sind. Merkwürdig.

    Mhm ich denke eher sie meinte, dass es durchaus Herzerkrankungen/Stadien gibt, die nicht medikamentenpflichtig sind.

    Findet man erst raus wenn alles ausgemessen ist.