Pregabalin, Gabapentin, eure Erfahrungen!

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  • Also hier kam die Wirkung von Gaba von einem Tag auf den anderen. Das war echt krass. Der einen Tag wie seit langem ein apathisch wirkender Hund der seinen Tag hauptsächlich unterm Bett verbracht hat zu einem Hund der fröhlich durch die Gegend sprang und wieder raus wollte. Dagegen hat diese krasse Wirkung dann relativ zügig wieder abgenommen, sodass die Dosis wieder erhört werden musste. Aber vor dem ausschleichen habe ich ein bißchen Sorge.

  • Ebby erhielt Gabapentin (Gabaliquid) aufgrund neuropathischer Schmerzen. Wir haben niedrig dosiert begonnen, aber sie ist davon im Stehen umgefallen. Ebby war zu diesem Zeitpunkt bereits 15 Jahre alt und hatte unfassbar viele Baustellen. Wir haben das Gabapentin dann in mikroskopischen Dosen eingeschlichen. Es gab einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Gabapentin und einem unfassbar hohen Harndrang. Ebby musste mindestens alle 4h raus, auch nachts, sonst hat sie den Harn einfach sofort an Ort und Stelle losgelassen, was ihr sichtlich unangenehm war.

    Aufgrund unzähliger Allergien gab es keine Alternative. Sämtliche Tabletten waren bei ihr nicht dauerhaft möglich, da sie auf viele Trägerstoffe reagiert hat.

    Ich weiß nicht mehr, wie lange sie das Gaba letztendlich bekam, aber sie bekam es bis zu ihrem Tod.

  • Looney bekam Gabapentin mit etwa 2 Jahren aufgrund einer chronifizierten Schmerzgeschichte (Iliopsoas vermutlich gezerrt und zu spät bemerkt/ schlecht diagnostiziert) und damit einhergehenden Fehlbelastung.

    Leider hat sie das Medikament nicht gut vertragen- sie wurde reaktiv und zeigte eine starke Agression auf andere Hunde. Lethargie etc. konnte ich nicht beobachten.

    Wir blieben dann bei der kurzmöglichsten Anwendung. Geholfen hat es aber im Grossen und Ganzen schon.

  • Rumo bekommt jetzt seit ca. 5 Monaten täglich 1/2 Gabapentin. Es hat sich an sich nicht allzu viel verändert, außer dass sein jahrelanger Tremor in den Hinterbeinen sehr schnell nach Erstgabe fast komplett verschwunden ist. Und auch jetzt nur sehr selten und sehr schwach auftritt.

    Er hat etwas mehr Hunger und Durst, allerdings sehe ich das eher als Demenzzeichen und allgemeines Altersgeschehen denn kausal durch das Gaba verursacht.

    Wir haben vorübergehend versucht, ergänzend Novalgin zu geben (er zeigt zwar keine Schmerzen, aber ist halt sehr passiv, daher wollten wir es testen), das ging gar nicht. Er wurde komplett schlapp, lag nur noch rum, die Hinterbeine sind ihm weggesackt und in der unebenen Wiese konnte er nur mehr torkeln statt gehen. Glücklicherweise hatten wir sowohl unter Novalgin als auch nach dem Absetzen einen Physio Termin und die Physio meinte auch, es sei kein großer Unterschied.

  • Wir haben beiden Hunden zeitweise bzw. durchgängig Gabapentin gegeben und damit positive Erfahrungen gemacht:

    -> das kleine Schwarze hat hochdosiert Gabapentin bekommen für Schmerzen in der HWS, die nach einem Hundeangriff auftraten - aber ursächlich ihre Spondylosen. Nebenwirkungen ist in den Fall schlecht zu sagen, aber ich würde sagen eher keine. Wirkung ist sehr schnell eingetreten (aufgrund der hohen Dosis?) In den letzten Monaten bekam sie es auch wieder gegen die Schmerzen durch Spondylosen und weil wir uns eine Stimmungsaufhellung gewünscht haben. Letzteres ist nicht eingetreten (vermutlich war die Dosis noch zu niedrig dafür). Aber auch da wieder keine Nebenwirkungen zu merken. Beginn der Wirkung erst nach ein paar Tagen.

    -> Willi bekam so ab dem 6. Lebensjahr immer wieder Gabapentin bei Spondylose-Schüben, v.a. da sie viele andere Schmerzmittel vom Magen her nicht gut vertragen hat. Die letzten 4 oder 5 Jahre hat sie es durchgängig (3 Jahre auch zusätzlich zu Librela) bekommen. Jeweils zu Beginn bzw. bei einer Dosiserhöhung hat man bei ihr so einen eirigen Gang gehabt. Die Leberwerte waren im letzten halben Jahr leicht erhöht. Ob das durch verschiedene Medikamente bedingt war oder der Mastzelltumor da auch mit reingespielt hat - das wissen wir nicht.

    Insgesamt würde ich aber auf jeden Fall wieder auf Gaba zurückgreifen, wenn das hilfreich sein könnte.

  • Also hier kam die Wirkung von Gaba von einem Tag auf den anderen. Das war echt krass. Der einen Tag wie seit langem ein apathisch wirkender Hund der seinen Tag hauptsächlich unterm Bett verbracht hat zu einem Hund der fröhlich durch die Gegend sprang und wieder raus wollte. Dagegen hat diese krasse Wirkung dann relativ zügig wieder abgenommen, sodass die Dosis wieder erhört werden musste. Aber vor dem ausschleichen habe ich ein bißchen Sorge.

    Also aufgefallen ist es mir das dadurch, dass sein Verhalten wieder reduzierter wurde. Ob das jetzt durch Schmerzen kam (möglich, denn er hat sehr viele Verspannungen durch die Ängste) oder ob diese stimmungsaufhellende Wirkung des Gabas nachlies, weiß ich natürlich nicht. Das ist leider bei ihm so eine Wechselwirkung mit den Ängsten und Schmerzen. Er bekommt 2x 300mg zweimal am Tag. Also keine homöopathische Dosis.

  • Was für Schmerzen und was für Verhaltensthemen waren das bei euch?

    Das ist eine Rückenmarkskompression.

    Die Schmerzen schießen immer wieder plötzlich ein, vor allem nachts, teils auch bei bestimmten Bewegungen. Von der Intensität scheinen sie total unterschiedlich zu sein. Ist natürlich bisschen schwierig zu beurteilen, aber von nem kurzen Zusammenzucken bis hin zu nem plötzlichen Um-sich-beißen hatten wir da schon alles. NSAIDs haben diesbezüglich* gar nichts gebracht, nur das Gabapentin hat geholfen.

    * Er bekommt trotzdem zusätzlich NSAIDs, weil wir durch die jahrelange Schonhaltung inzwischen auch die ganze Batterie an Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule dazubekommen haben. Aber die sind Stand jetzt das kleinere Problem.

    Zum Verhalten: Er hat vermutlich sowohl rassemixbedingt als auch durch massive Defizite in der Aufzucht so seine Probleme mit der Bewertung von Umweltreizen und generell der emotionalen Regulation und Stressverarbeitung. Er reagiert auf alles, was neu, leicht anders, spannend, störend oder emotional besetzt ist, durch die Bank weg total drüber. Das ist ein bisschen, als wäre er als Welpe in nen Zaubertrank mit Speed gefallen.

    Das Gabapentin ändert zwar nichts daran, dass er Umweltreize nicht selbstständig einordnen kann und dass er halt prinzipiell rassemixbedingt temperamentvoll und reizoffen ist, aber es dämpft diese unverhältnismäßige Übererregbarkeit ziemlich gut ab. Gefühlt feuern die Nervenzellen jetzt nicht mehr mit 100%, wenn auch nur irgendwas passiert (oder passieren könnte), sondern deutlich gehemmter. Und dadurch ist er sehr viel häufiger auf einem halbwegs gesunden Erregungslevel, bei dem er noch ansprechbar und lernfähig ist und einfach denken kann.

  • Tidou bekam Gabapentin und danach Pregabalin als er seine Diskospondylitis (durch Bakterien ausgelöst) hatte.

    Die ersten 2-3 Tage war er etwas wackeliger, dann hatte es sich eingependelt.

  • Emil hat einen Wobbler und in der anfangs heftigen Zeit, haben wir viel probiert. Librela hat nicht funktioniert, Metacam auch nicht. Er bekam dann Gabapentin, aber auch das half nicht. Hatte aber auch keinerlei Nebenwirkungen. Bei ihm half dann für sein Gewicht am Limit dosiertes CBD Öl.

    Inzwischen hat er seltener Probleme, Gott sei dank.

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