Wie gestaltet ihr ruhige Tage mit eurem Hund, wenn das Wetter schlecht ist? 🌧️🐶

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  • Und was, wenn man nicht wegen schlechtem Wetter nicht groß was machen kann, sondern aus anderen Gründen? Mein junger Border Collie muss demnächst aus medizinischen Gründen kastriert werden und soll dann zwei Wochen nicht rennen. Davor graut es mir schon etwas.... er KANN gut Ruhe halten, aber zwei Wochen?? Klar, Tricks, Schnüffeln, ZOS.....aber gar nicht rennen dürfen? Gibt es dafür Tipps?

  • "Bist du dir sicher, dass du einen Hund willst? Du musst dann immer mit ihm raus. Auch bei Regen, gell?"

    Wenn die Wolken so am Himmel hängen und es schüttet, dann hallen mir diese Worte lautstark im Schädel nach. Und dann schaue ich meinen Hund an, der schon mit Rucksack und Propeller-Cap vor der Haustür wartet und ich weiss genau:

    Sogar wenn die Welt draussen untergeht, will er raus. Und er freut sich darauf. Immer.
    Egal, ob es schüttet. Ob es schneit. Ob Frösche vom Himmel fallen. Er will immer rausgehen.

    Und darum ist schlechtes Wetter hier kein Grund, nicht mit dem Hund rauszugehen.
    Das Gute ist: Man hat meistens draussen auch seine Ruhe. Ehrlicherweise habe ich auch diese "Null-Bock" Momente. Vor allem im Winter: Es ist kalt, die Strasse ist glatt und es ist früh dunkel. Aber wenn ich sehe, wie sehr er sich freut wenn ich nur aufstehe mit dem Gedanken, dass ich 'jetzt mit dem Hund müsste', dann ist auch "keine Lust" kein Grund, nicht mit dem Hund rauszugehen.

    Ich schaue eigentlich, dass ich immer mit dem Hund rausgehe und Zeit mit ihm verbringe. Tage mit nur kleinen Löserunden gibt es eigentlich nur dann, wenn die Nacht für ihn sehr kurz war oder, wenn die zwei Tage Bürozeit mich mental sehr konsumiert haben.


    Gibt es dafür Tipps?

    Leinenpflicht und durchhalten.
    Habe ich soeben mit meinem durchgemacht. Kurze Leine und dann halt schauen das er nicht rumrennt und warten. Die zwei Wochen haltet ihr durch. Besser, als wenn es sich dann 6 Wochen zieht.

  • Und was, wenn man nicht wegen schlechtem Wetter nicht groß was machen kann, sondern aus anderen Gründen? Mein junger Border Collie muss demnächst aus medizinischen Gründen kastriert werden und soll dann zwei Wochen nicht rennen. Davor graut es mir schon etwas.... er KANN gut Ruhe halten, aber zwei Wochen?? Klar, Tricks, Schnüffeln, ZOS.....aber gar nicht rennen dürfen? Gibt es dafür Tipps?

    Trudy darf gerade 4-6 Wochen nicht toben, Rennen oder überhaupt was ihre Atmung zu sehr beschleunigt. Klar will sie rennen aber es geht halt nicht.

    Es gibt also Garten und Gassi mit kurzer Leine. Und die hoffnung dass die Zeit schnell rum geht.
    (Aber sie ist natürlich kein border Collie )

  • führe ich mir immer wieder vor Augen, dass der langjährige DF User nicht den Otto-Normal-Hundehalter abbildet

    Mag sein, aber das ist in meiner Wahrnehmung noch lange kein Grund dafür, dass man im Forum Wildfremde anpampt, weil man einfach ohne Nachfrage unterstellt, dass die Leute einfach völlig banane sind und ihren Hund ohne Sinn und Verstand die Wände hochtreiben, sobald er mal ne Minute stillsteht.

    Mal abgesehen davon erlebe ich persönlich die Hundehalter*innen im "echten Leben" auch eher als weniger ambitioniert, was "abstruse Beschäftigungspläne" angeht, als den Dogforums-Schnitt. Dass ich Smalltalk abbrechen musste, weil Leute ihren Hund so viel beschäftigen, dass ich es unverantwortlich finde, ist mir noch nie passiert. Ist von daher wohl auch sehr abhängig vom Umfeld.

  • Wenn Luna ein paar Wochen nicht rennen oder toben dürfte, könnten wir sie glaube ich recht gut mit reinen "Schnüffel-Spaziergängen" oder kleinen Runden durch den Ort beschäftigen. Vermutlich würden wir sie öfter mal ins Auto packen und in die Stadt fahren, wo es etwas mehr zu sehen gibt, oder mal mit dem Zug fahren oder Leute besuchen. Neue Eindrücke machen müde. Sie beobachtet auch sehr gern - hier um die Ecke ist ein öffentliches Bücherregal mit einer Bank davor, und Luna liebt diese Ecke einfach. Meine Mutter hat neulich vorgeschlagen, einen Rentner anzuheuern, der dann mit Luna stundenlang auf dieser Bank hockt um "Leute zu gucken". :woozy_face::rolling_on_the_floor_laughing: (Es ist absolut wichtig, dass Luna AUF und nicht neben der Bank sitzt!)

    Oder sich auf eine Wiese pflanzen und schnüffeln und gucken...

    Heute nach unserem ausgedehnten Kleinstadt-Abenteuer (nur an der kurzen Leine, immer bei uns) ist Luna genauso müde wie nach einem Tag mit zwei langen Gassirunden inkl. Toben, Buddeln und Rennen.

    Ich weiß allerdings nicht, wie das bei einem Border Collie wäre. Aber ich war doch ziemlich überrascht, herauszufinden wie wichtig das "Gucken" für sie ist und wie spannend sie alles findet. Ich denke, darauf würde ich dann aufbauen.

    Für Rekonvaleszens-Phasen würde ich mir vielleicht ein Buch mit Intelligenzspielen für Hunde kaufen, da gibt es ja einige. (Ich kenne sie nicht, kann daher keine Empfehlungen geben.)

  • Davor graut es mir schon etwas.... er KANN gut Ruhe halten, aber zwei Wochen?? Klar, Tricks, Schnüffeln, ZOS.....aber gar nicht rennen dürfen? Gibt es dafür Tipps?


    Je schlimmer du das findest, desto mehr überträgst du das auf den Hund! Deine eigene Einstellung dazu ist ausschlaggebend.
    Zwei Wochen sind nichts. Ehrlich. Ein Hund geht nicht die Wände hoch, nur weil er 2 Wochen nicht toben darf. Das ist bloss ein Mensch gemachtes Drama Szenario.

    Eine Kundin musste gerade ihren 5 Monate jungen Dalmatiner für 9 Wochen absolut ruhig stellen wegen einer Verletzung. Tja, nicht toll. Musste aber sein. Und war dann halt einfach so.
    Und im Herbst hatte eine andere Kollegin ihren ebenfalls 5 Monate jungen Labrador für 10 Wochen ruhig zu halten. Ebenfalls eine Verletzung.

    Ich will damit nur sagen: es ist nicht so schlimm. Ehrlich.
    Je entspannter du bist und das einfach als "es ist jetzt so" annimmst, desto schneller arrangiert sich der Hund damit.

  • Mein junger Border Collie muss demnächst aus medizinischen Gründen kastriert werden und soll dann zwei Wochen nicht rennen.

    Das hatten wir hier im Dezember 2024. Ich dachte mir vorher auch "Wie soll ich den so schon überdrehten Hund für zwei Wochen ruhig beschäftigen, damit er nicht durchdreht?"

    Und dann ging das ganz locker.

    Die ersten zwei Tage war er sowieso untertags eher müde und nicht in Bewegungslaune, weil er nachts wegen dem Halskragen (den er ultra lästig fand) nicht wirklich schlafen konnte, und die Naht unangenehm war.

    Ins Freie gings nur in den Garten mit ganz kurzer Leine und nur zum Lösen, weil ich den Horror hatte, dass er sich hinsetzt (was er regelmäßig versucht hat), oder wie ein wilder durch den Garten rennen will (was er auch im Ansatz versucht hat). Horror deshalb, weil ich absolut vermeiden wollte, dass da irgendwas an die Naht kommt und evtl. eine Entzündung verursacht, und das dann Monate an Heilung bedeutet, und nicht nur 2 Wochen (weil ich das beim alten Hund hatte mit einer Pfotenverletzung).

    Sicher fand er das nicht lustig, aber nach ein paar Tagen hatte er's verstanden, dass draußen nur Lösen ist, und dann wieder rein.

    In der Wohnung hab ich mit ihm so einmal täglich Trockenfutter oder Spielzeug Suchspiel gemacht, oder einen Trick beigebracht. Und alle paar Tage, wenn er unruhig wurde, eine Schleckmatte hingelegt. Sonst hat er nichts getan, zwischen Essenszeiten und rausgehen lösen nur rumgelegen und gedöst.

    Die zwei Wochen sind dann flott rum, Naht super verheilt, alle glücklich.

    Beim ersten normalen Spaziergang war er super aufgeregt und kaum zu halten :lol: Danach hat sich auch das normalisiert.

    Mein Gedanke in den zwei Wochen war: das ist nichts im Vergleich zu ein paar Monaten Stillhalten. Konsequent auf die Naht aufpassen, und danach können wir das abhaken, und haben unser ganzes Leben zusammen vor uns.


    Hier gibt's auch ab und an mal Tage, an denen wir nicht rausgehen, und dann gibt's keine extra Beschäftigung, nur das abendliche zusammen spielen, das wir sowieso immer haben, weil er so gern spielt :smile:

  • Meine Beiden hassen Ekelwetter. Bei mittlerem Regen gehen wir max. 20 Minuten zweimal täglich, wenns stark regnet max. 10 Minuten zweimal täglich im Laufschrift schnell Geschäfte erledigen und schnell zurück zum Auto. Extrabeschäftigung zuhause mach ich eigentlich nicht, wir machen dann Extremcouching.

    Eine monatelange Verletzungsphase hatte meine Erste Hündin auch mal, als sie ungefähr 2 bis 3 Jahre war. Gab dann Gassi monatelang an der 5 Meter Flexileine, kein spielen (ist ein Windhund und spielen bedeutet bei ihr rennen), kein Freilauf im Garten zusammen mit meiner zweiten Hündin, weil sie sich natürlich gegeseitig im Garten zum Spielen aufgefortert hätten. Alleine konnte sie frei im kleinen Garten sein, wenn ich mit raus bin zum aufpassen.

  • Und was, wenn man nicht wegen schlechtem Wetter nicht groß was machen kann, sondern aus anderen Gründen? Mein junger Border Collie muss demnächst aus medizinischen Gründen kastriert werden und soll dann zwei Wochen nicht rennen. Davor graut es mir schon etwas.... er KANN gut Ruhe halten, aber zwei Wochen?? Klar, Tricks, Schnüffeln, ZOS.....aber gar nicht rennen dürfen? Gibt es dafür Tipps?

    Zwei Wochen ist ja quasi nix. Da würde ich mir überhaupt keinen Stress machen und einfach auf Nichtstun bestehen.

  • Die Minimädels sind wirklich keine Schlechtwetterhunde und ich zwinge sie dann auch nicht zu großen Runden bei z.B. Starkregen. An Ruhetagen wird halt mehr indoor gekuschelt.

    Und ja, hier gibt's alltagsbedingt für die Hunde meist einen Ruhetag pro Woche, den sie bei meinen Großeltern verbringen. Da gibt es meist nur Löserunden um den Block und sonst lassen sie sich stundenlang streicheln und kuscheln und wirken damit sehr zufrieden.

    Natürlich gibt es auch mal ungeplante Ruhetage, ob nun wegen Wetter, weil ich nicht so fit bin etc. An manchen dieser Tage wird dann indoor etwas Tricktraining gemacht oder wir machen ein paar Turnübungen, Suchspiele etc. Oder wir tun wirklich einfach mal nix.

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