Wann den Nachfolger einziehen lassen?

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  • Bisher habe ich es immer so gehandhabt:

    Der älteste Hund muss noch so fit sein, dass er, wenn der Junghund 1 Jahr alt ist, noch fit und munter ist.

    Die Welpenzeit war hier nie das "Thema". Aber wenn der Junghund jährig wird, dann läuft viel mehr ab. Dynamik, Erziehung, Zurechtweisung, mehr Kraft und Energie. Da möchte ich, dass der Senior noch nicht so "alt" ist, dass es für ihn sehr anstrengend ist.
    Viele rechnen nur mit der Welpenzeit. Ich finde das Jahr danach wichtiger zu berücksichtigen.

    Und:
    Sobald ein Senior hier viel Pflege benötigt, zieht kein Welpe mehr ein solange der Senior da ist. Das ist zu anstrengend für alle Beteiligten. Ich hätte neben dem letzten Senior keinen Welpen haben wollen, als der Senior richtig alt war.

    Wenn die Hunde gut zusammenpassen profitieren beide, jung und alt, voneinander.

  • Hier sind die ersten zwei whippets zur alten Momo gezogen (13,5 beim ersten 14 beim zweiten).

    Das war im Alltag komplett problemlos, aber ich habe da auch gezielt eine ihr körperlich stark unterlegene Rasse ausgesucht die aber vom Wesen matcht.

    Für große Ausflüge hat sie aber mein Mann dann auch gern genommen und sie hat sich betüdeln lassen.

    Wichtig finde ich nur dass man keinen zweiten Hund nimmt wenn man eigentlich gar keine Lust auf mehrhundehaltung hat nur damit man dann nicht alleine dasteht

  • Ich habe mir, als Marlowe ca, 12 war, Ivy dazugeholt.
    Leider hatte ich einen Tag, bevor Ivy eingezogen ist gesehen,
    dass Marlowe ein Melanom an der Lefze hatte. Da ich Ivy
    aber beim Züchter schon lange vorbestellt hatte, ist sie dann
    trotzdem eingezogen.

    Marlowe hat mir die Erziehung von Ivy sehr erleichtert, auch
    das Alleinebleiben, während ich arbeiten war, klappte mit
    ihm zusammen sehr gut. Er mochte es, sich um Welpen zu
    kümmern, seien es die Kitten, die an ihm nuckeln durften,
    oder der Welpe meiner Schwester, dem er die Welt erklärt hat.

    Für mich schwierig war, dass ich mich nicht voll auf Marlowe
    konzentrieren konnte. Ich wusste ja, dass uns nicht mehr viel
    Zeit zusammen bleibt und er war mein Seelenhund.
    Aber das war mehr ein Problem für mich und nicht für die Hunde.
    Marlowe brauchte in dem Sinne keine richtige Pflege. Und Ivy war ein sehr
    lieber und unkomplizierter Welpe und Junghund.

    Daß Ivy dann schon da war, hat mir in der grossen Trauer um Marlowe, ca.
    1 Jahr später auch sehr geholfen. Ich musste mich ja um sie kümmern,
    und auch die Tagesstruktur blieb erhalten.

    Den Unterschied habe ich gemerkt, als Ivy dann verstorben ist.
    Da bin ich in ein tiefes Loch gefallen. Ich konnte auch die Stille hier
    nicht aushalten, hatte keine Tagesstruktur mehr…

    Ivy brauchte nach dem Tod von Marlowe keinen zweiten Hund
    dazu. Allerdings hatte sie auch einmal wöchentlich viele
    Hundekontakte in einem Hundekindergarten bis sie fünf war.

  • Einen Nachteil, den ich bei "Nachfolger zieht zu Lebzeiten des Ersthunds ein" aber sehe, sind die eventuell unterschiedlichen Bedürfnisse. Dino läuft noch viel und gerne, aber wenn in 2-3 Jahren vielleicht ein Nachfolger einzieht, kann das schon anders aussehen. Wenn der Nachfolger ein junger Hund ist, will der natürlich auch entsprechend beschäftigt und gefördert werden, und wenn Dino nicht mehr so kann, dann brauchen die Hunde eben separate Runden. Das hab ich ja jetzt schon, es wäre also nix neues für mich. Es ist aber trotzdem lästig, wenn der alte Hund gemütlich bummeln will, während das Junggemüse Strecke machen und rennen will. Oder wenn der alte Hund nicht mehr so weit laufen kann und man den erst heimbringen muss, bevor man dem Nachfolger die "große" Runde spendieren kann. Das muss man auch zeitlich leisten können und wollen, diese doppelten Runden.

    Das wäre für mich eben auch ein sehr, sehr großer Punkt. Till ist liebend gerne draußen. Er liebt das. Ich glaube er wäre sehr, sehr traurig, wenn ich ihn zu Hause lassen würde, weil er nicht mehr so viel und weit könnte, den Jungspund aber mitnehme. ..
    Er kennt das aber eben auch nicht, da er bisher immer Einzelhund war-

    LG

    Franziska mit Till

    Unser Rüde war 10 Jahre alt als er krank wurde und nicht mehr immer so viel und weit laufen konnte. Unsere Hündin war da 13 Jahre alt und noch top fit, sie wollte noch spielen/rennen/toben. Wir haben uns einen Hundebuggy gekauft den man schieben kann aber auch zum Fahrradanhänger umbauen kann. So konnte ich große Runden laufen und unser Rüde kam, wenn er nicht mehr wollte/konnte zwischendurch in den Hänger. So konnte ich mit beiden gleichzeitig gehen und jedem seine Bedürfnisse erfüllen.

    Lg
    Sacco

  • Da ich nach Muffins tot in ein ziemliches Loch gefallen bin, war für mich diesmal recht früh klar das Mozart nicht alleine bleiben würde. Als nach Muffins Tod auf einmal alle Routinen weggebrochen sind, der Alltag mit Hund, kein Gassi, nichts, hat mich das noch mal mehr runtergerissen.

    Dass es jetzt 10 geworden sind war so nicht geplant 🫣 aber genau richtig und ich würde es auch nicht anders haben wollen.

    Die Hunde müssen halt zueinander passen, bzb. Man selbst muss ich in der Lage fühlen Mehrhundehaltung zu leben, egal ob jetzt zwei, drei oder mehr. Kann man sich das nicht vorstellen, dann bringt es weder dem Hund noch einem selbst etwas

  • Ich habe das genauso gemacht. Zu meinem damals 13 jährigen Senior einen Welpen dazugeholt. Die Gründe waren dass ich wollte dass der Welpe sich vom (sehr braven und umweltsicheren)Senior einiges abschauen/lernen kann, ich wollte nicht "allein" sein wenn mein Senior stirbt und ich fand den Gedanken einfach schön dass sich die beiden noch kennenlernen und der Senior mitwirkt am Leben und an der Entwicklung des Neuzuganges. Außerdem war der Senior nie allein (also ohne Zweithund) und ich dachte mir dass er von der jugendlichen Energie auch profitieren kann.

    Das hat alles auch wie gewünscht geklappt, der Senior wird ein bisschen gepushed vom Junior, der Junior profitiert von der Lebenserfahrung und Ruhe des Seniors und ich bin total happy so einen jugendlichen Wirbelwind hier zu haben🥰 Was anstrengend ist, sind auf jeden Fall spaziergänge mit beiden zusammen. Das mache ich auch kaum mehr weil der Senior mit jetzt fast 15 Jahren einfach langsamer unterwegs ist und der Junior schnell schnell schneller alles entdecken möchte. Also die Bedürfnisse sind schon sehr unterschiedlich geworden.

  • Wichtig ist, dass man selbst Lust auf zwei Hunde hat. Die Logistik dahinter ist eben eine andere als bei nur einem Hund. An manchen Stellen hat man doppelten Zeitaufwand. Gerade in den ersten zwei Jahren finde ich es immens wichtig sich auch immer wieder alleinige Zeit für den neuen Hund zu nehmen. Man muss auch damit rechnen, dass da evtl. Dynamiken auftreten, die man nicht so gerne hat. Meine achtjährige hat zum Beispiel herausgefunden, dass sie meine Jüngste schicken kann das zu machen, was sie nicht darf. Und die Jüngste eigentlich auch nicht.

    Dann ist zu bedenken, dass ein alternder Hund zunehmend mehr Schutz braucht. Irgendwann kann Anrempeln evtl. schon zu viel sein. Allein zusammenlassen ist dann z. B. evtl. heikel oder nicht mehr möglich und so weiter ...

    Ich persönlich schätze den Mehrwert, den die Hunde voneinander haben. Das hat nichts damit zu tun, dass die sich Erziehung voneinander abgucken sollen, sondern ein Lebewesen mit im Haus zu haben, das die gleich Sprache spricht. Was aber nicht heißt, dass man als Mensch da einfach immer nur zuschauen kann. Da muss man auch damit rechnen, dass man das vor allem in der Anfangszeit gut anleiten muss. Ich habe hier jegliche Konstellation, also von "kann ich einfach zugucken, die bekommen das hin" bis "muss ich immer eingreifen, weil es sonst blöd wird".

  • Ich finde es egoistisch, einen Nachfolger noch zu Lebzeiten des alten Hundes anzuschaffen, nur um die Leere nach dem Tod abzufedern. Das wäre für mich nie ein bzw. das Argument. Wenn einen jungen Hund zu einem alten, sollte diese Entscheidung mindestens auch im Sinne des Althundes getroffen werden - also ich müsste mir sicher sein, dass er von dem Jungspund im besten Fall profitiert, im schlimmsten Fall aber keinesfalls auf seine alten Tage irgendwelche Nachteile davon haben wird. Dafür wiederum müsste man recht genau einschätzen können, wie der Hund wohl zu einem jungen Mitbewohner stehen würde, und ich müsste mir ganz sicher sein, dass ich enorm viel Zeit für beide Hunde habe. Wegen der unterschiedlichen Bedürfnisse von Jung und Alt. Aber selbst wenn ich da sagen könnte "ja, ich hab die Zeit und die Lust auf langsame Seniorenrunden, auf lange Jungspundabenteuerrunden, Zeit für Seniorenfitess und -physio, Zeit für Hundesport mit dem Junior" etc. (was ich bei mir für sehr unwahrscheinlich hielte), würde ich es nicht wollen, weil irgendwer trotzdem irgendwo auf der Strecke bleibt. Ich würde meinen alten Hund niemals aufs Abstellgleis stellen wollen (wäre er zeitweise aber automatisch, wenn ich mit den jungen nen wilden Spaziergang mache), und ich möchte aber auch nicht, dass der Junghund, voll im Saft stehend, in seinen besten Jahren dauernd zurückstecken muss wegen dem alten Hund (müsste er aber auch zwangsläufig etwas).

    Also unterm Strich, je nach Art der Hundehaltung, persönlichen Ressourcen und Vorstellungen kann das bestimmt klappen und auch gewinnbringend sein. Ich mein, im besten Fall wird der Senior jung gehalten und dem Junior schadet bisschen Rücksichtnahme und nicht-immer-erste-Geige-spielen ja auch nicht. Wie dann der Alters- oder Krankheitsverlauf konkret ist, weiß man ja auch sowieso nicht. Nur ich persönlich möchte so ein Modell für mich nicht - ich fände dann einen geringeren Altersabstand schöner. Oder gleich eine Gruppe, glaube da wächst man eh nochmal ganz anders miteinander. Und dann ist auch ein neuer junger Hund was anderes, weil es irgendwie eh selbstverständlich ist, dass viele da sind (so stelle ich mir das vor). Aber wenn der eine Hund alt ist, nen jungen holen, find ich nicht gut (hoffentlich fühlt sich niemand angegriffen).

  • eigentlich fühlt es sich irgendwie eigenartig an hier zu schreiben..... meine mausi ist doch erst 9 ....

    aber sie altert zunehmend in einem tempo was mir schon unheimlich ist....


    das von flying paws erwähnte ; das alte hunde irgendwann mehr schutz brauchen und ein anrempeln schon zuviel sein kann ... ist ein argument was man nicht ausser acht lassen sollte.

    aber,kann es nicht auch so sein das der junge hund lernt umsichtiger mit dem althund umzugehen...?

    wir haben das hier so erlebt,

    tamilo war(ist ab und an noch mal) sehr stürmisch und "grobmotorisch",vor allem im spiel.

    änni war 5 als er als welpe hier einzog und hat das für sich super geregelt,oft auch mit unserer hilfe,aber der kleine hat schnell gelernt sich bei änni vorsichtiger zu benehmen.

    dann stellten sich bei änni 2023 beschwerden ein,sie mochte nicht mehr longieren,wollte nicht mehr allein ins auto steigen,an manchen tagen garnicht mit ,lief unrund.... tamilo bekam nun viel häufiger ansagen von ihr das es zuviel war wenn er stürmisch war.

    hat er gut angenommen.2024 dann die schwere knie operation bei änni,3 monate absolute schonung,kein rennen,kein springen.......danach die nervenentzündung im ledenwirbel...wieder schonen.....auf einmal war tamilo ganz vorsichtig ,hat sie nicht aufgefordert zum rennen,ist ganz sachte mit ihr umgegangen und wenn sie sich zurückgezogen hat(was anfangs häufig vorkam) hat er das einfach akzeptiert.

    der kleine kerl hat sowas von feine antennen für das befinden/die stimmung anderer ,sei es wir menschen,änni oder unser alter angora hase teddy(tamilos bester freund ) oder auch unser kleiner enkel

    das ist bis heute so geblieben,änni ist jetzt 9 und der milli 4 ....

    änni ist in den letzten 2 jahren sichtlich gealtert ,hat oft tage wo sie einfach nur ihre ruhe möchte.

    tamilo wartet seit dem ob sie ihn auffordert was zu machen und läßt sie sonst in ruhe.


    lg

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