Yorki Junghund frisst schlecht in Teilen

  • Hallo, das ist jetzt mein erster Beitrag.

    Kurz als Background: wir haben eine Yorkshire Althündin und seit Mitte November eine Yorkshire Junghündin mit nun 5 Monaten. Die große frisst anstandslos und immer gut, egal was es gibt. Und jetzt zum eigentlichen Problem:

    Der Zwerg hat schon immer mäkelig gefressen. Sei es Nassfutter, Barf, halbfeuchtes Trofu... Meistens frisst sie, wenn wir entweder sehr konsequent den Tag über sie haben Hungern lassen (wenn sie die angebotenen Mahlzeiten verschmäht hat) oder es Leckerlis gibt, da nimmt sie fast alles.

    Aber: wenn wir das mit den Konsequent sein durchziehen, frisst sie maximal die Hälfte der benötigten Tagesmenge. Sie nimmt lieber kleine Portionen und dann eben nur eine am Abend. Alles was man sonst anbieten, wird verweigert.

    Da sie seit den letzten 4 Wochen grade mal 200g zugelegt hat, habe ich halt bedenken.

    Aktuell bekommt sie Tales and tails Welpenfutter, allerdings fast alles aus der Hand und beim Spaziergang. Ist toll, um sie Währenddessen zu Erziehen, aber bei der Menge dann doch ein ziemlicher Aufwand. Gibt man es ihr so, verweigert sie.

    Wenn es Leckerlis in Form von Kauartikeln gibt, frisst sie es komplett auf, will aber Anfangs immer von der Großen klauen bevor sie startet.

    Achso, sie ist absolut fit und gesund und munter. Und die Große lässt sie komplett in Ruhe beim Futtern, der Zwerg ist da deutlich aufdringlicher

    Sagt mir bitte, was wir falsch machen. Habt ihr noch Tipps? Ich kann sie doch nicht tagelang Hungern lassen bzw halbe oder viertel Rationen füttern lassen.

  • Ich habe auch einen Mäkelhund ( geht jetzt), und war beim Tierarzt und hab sie "auf den Kopf stellen lassen".

    Die Kombination aus "evt" erhält sie appetitfördernde Medikamente, ein Behandlung "ins Blaue" auf Magenschmerzen und bei mir die Wegnahme des Fokusses auf "das Problem" hat hier geholfen.

    Ich würde aber nie "hungern lassen". Niemals.

    Und auch nicht mit Leckerchen hinterher rennen.

    Wir haben das Fressen stehen gelassen und sie konnte sich nehmen, wann immer sie wollte.

    Es gibt Fressen, das frisst dieser Hund nicht! Nie! Und sie hat auch wechselnde Vorlieben. Mal will sie kein Gekochtes, Dose is immer eklig, Trockenfutter is okay und dann stürzt sie sich plötzlich wieder auf gekochtes und haut rein, dann ist das wieder Bähhh und nur Trockenfutter gut.

    Is nicht, was ich von 6 Vorgängerhunden gewohnt war, aber ist gesund und gut in Form.

    Ich denke jeder Fall ist etwas anders, aber immer erst mal die Gesundheit abklären.

    Ich kaufe sehr gehaltvolles Trofu für sie, da wären meine anderen alle Fett von geworden. Jeder muss so seinen Weg finden.

    Und das schlimmste am Mäkeln ist die Sorge.

    Und die hab ich ausgelagert. Wenn sie nicht geh ich zum Arzt! Dann is irgend was

  • Hallo!

    Achso, sie ist absolut fit und gesund und munter.

    Sagt wer? Ihr? Oder auch ein Tierarzt?

    Wie ist denn das, was aus dem Hund raus kommt? Eher sehr trocken oder eher Durchfall?
    Ist schwer zu sagen, ob der Hund einfach nur mäkelig ist und ihr euch das so ein bisschen versehentlich hinerzogen habt oder ob evtl. eine Ursache dahinter steckt. Übersäuerung wäre zB was, was mir einfallen würde. Hunde, die länger nicht fressen, übersäuern, ihnen ist dann schlecht und sie wollen nicht essen. Reiswaffel oder Toasbrot helfen dann ganz gern mal.
    Bei uns ist Reiswaffel z.B. das Betthupferl, wenn es morgens nicht gleich Frühstück geben kann, gibts auch eine.

  • Ich habe auch so einen Hund, der schon als Welpe schlecht gefressen hat.

    Bei mir hat über Jahre Futter anbieten und was sie nicht wollte wieder wegnehmen und sich nicht zu viele Gedanken machen am besten geholfen.

    Aber mit meinem heutigen Wissen würde ich das nicht mehr so stehen, sondern den Hund einem spezialisierten Tierarzt vorstellen und einmal komplett auf den Kopf stellen.

    Mein Hund hat nämlich heute massive chronische Magen-Darm-Probleme und ich denke die Mäkeligkeit war damals schon das erste Anzeichen dafür.

  • Je nachdem wo der Hund her ist und ob und wie oft er entwurmt ist, würde ich zuerst Kot sammeln und durch eine Kotuntersuchung Parasiten wie Würmer und Giardien ausschließen lassen beim Tierarzt.

    Ist das Testergebnis negativ, wäre mein nächster Gedanke Bauchweh/Magen-/Darmprobleme. Schmatzt der Hund oft und sieht oft angewidert aus, wenn man ihm Futter anbietet?

    Medizinische Abklärung wäre mein erster Gedanke, bevor man mit Training da dran geht.

  • Ist toll, um sie Währenddessen zu Erziehen, aber bei der Menge dann doch ein ziemlicher Aufwand.

    Unabhängig davon, dass man sie mal gründlich checken könnte.


    Wieviel Aufwand ist es tatsächlich? Ich meine, ein Yorkie kriegt jetzt ja nicht 2 kg Futter am Tag...bei nem normalen Spaziergang sollte man doch die Portionen eigentlich gefüttert bekommen...?

  • Wir waren bei zwei unterschiedlichen Tierärzten, alles in bester Ordnung und ihr Output ist genau wie er sein sollte.

    Sie kotzt nicht, aber worauf würdet ihr sie denn noch untersuchen lassen?

    Sie frisst ja, wenn es anders angeboten wird. Entwurmt wurde sie vor ca 1 Monat.

  • Achso, und naja, die Brocken sind extrem klein. Da sind die 80-90 Gramm schon sehr langwierig in den Hund zu bekommen.


    Schmatzen tut sie gar nicht und nein, sie freut sich aufs Futter. Wenn die Große frisst, möchte sie auch und am liebsten es klauen. Nur ihr eigenes Futter ist dann doof. Es wirkt, als ob sie halt das andere will (auch wenn es das selbe Futter ist).

  • Meine will ganz häufig ein Futter für ein paar Tage nicht fressen, wenn ihr davon übel geworden ist oder sie Bauchweh bekommen hat.

    Manchmal ist auch der Futterplatz "verbrannt.

    Was würde denn beim Tierarzt gemacht? Der normale Haustierarzt tastet halt hâufig nur ab und macht eine kurze Allgemeinuntersuchung.

    Ich würde definitiv den Bauchraum schallen lassen, Blutwerte mit Pankreaswerten(sind nicht automatisch dabei). Wenn Sie schonmal Antibiotika bekommen hat, würde ich die Darmflora checken. Vielleicht sogar eine Gastroskopie machen

    Man könnte auch mal testweise Ulmenrinde oder Sucrabest mindestens 30 min vor der Fütterung geben und schauen ob das Besserung bringt.

    Ich weiß das klingt viel und unnötig. Aber hätte ich das vor 7 Jahren schon gewusst, hätte mir das viele Tierarztkosten und meinem Hund viel Leid erspart

  • Hallo,

    Ich lese hier nur heraus, dass der Hund mäkelig ist, nicht dass er untergewichtig ist. Tierärztlich ist der Hund untersucht und für gesund befunden.

    Ich kann so gut nachvollziehen, dass du dir Sorgen machst!

    Ich habe hier auch einen Hund sitzen, der sich wenig aus Futter macht. Theo ist ein Zwerglanghaardackel und sehr schlank aber nicht untergewichtig. Er bekommt 3 x täglich Futter, frisst dabei sehr wenig. Ich habe vermutlich den Fehler gemacht, ihm immer etwas neues anzubieten. Seine Gewichtszunahme lag auch nur bei ca 200 Gramm in 3-4 Wochen. Er wiegt nun mit 15 Monaten 4,5 kg. Er ist ebenfalls mehrfach tierärztlich durchgecheckt worden, da ich mir Sorgen gemacht habe und auch Theo ist gesund. Unsere Tierärztin hat geraten, dass Futter nach ca einer halben Stunde wegzunehmen, das hat ein wenig geholfen.

    Hat der Hund noch Milchzähne? Theo hatte persistierende Canini und die haben ihn tatsächlich beim Kauen gestört. Nachdem die gezogen wurden, wurde es etwas besser. Ich füttere einen Teil des Trockenfutters als Leckerlis unterwegs oder während des Bürstens.

    Liebe Grüße

    Chrissi mit Theo

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