Schnappen bei Tierschutzhund - Mache ich aus einer Mücke einen Elefanten?

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  • sehr hübscher Kerl. Gelungene Mischung. Und der kecke Blick :-) cooler Kerl

    Die Frage ist, ob ihr mit dem was arbeiten solltet. Also richtig arbeiten. Ihr solltet euch jemanden suchen, der/ die euch wöchentlich begleitet über einen Zeitraum. Nicht 1x in sechs Wochen, das reicht bei weitem nicht.

    Finde ich auch! 🥰


    Was meinst du mit begleiten? Einzel Training bei unserer Hundetrainerin?

  • Ja, Einzeltraining bei euch zu Hause in unterschiedlichen Situationen, und gemeinsam draussen.
    Es sind oft kleine Dinge, die am Ende viel ausmachen. Und die muss einem jemand zeigen, damit man sie sehen lernt. Dann kann man adäquat reagieren. Oder voraus planen.
    Nur als Beispiel: ein Hund, der ein Thema hat mit Raum für sich beanspruchen, dessen Liegeplatz (Körbchen) muss wohl überlegt platziert werden. Denn diese Kollegen liegen gerne so, dass sie alles und jeden im Blick haben. Was eine viel zu grosse Aufgabe ist und auch nicht Job des Hundes ist. Somit platziert ma sein Körbchen anders, das entschärft ganz viel.
    Nur als Beispiel gedacht

  • Ich würde die Wahl der Trainerin überdenken, Hund darf nicht auf erhöhte Plätze ist völlig veraltet und überholt. Und das anscheinend mit seinem Verhalten anderen Hunden gegenüber in Verbindung zu setzen spricht nicht wirklich für sie. Grundsätzlich seid froh, daß er abschnappt, wenn er sich dazu gezwungen fühlt, habt ihr seine Grenzen schon weit überschritten. Knurrt er vorher? Ich würde jedes Knurren belohnen und ihm beibringen, sich so mitzuteilen. Und laßt den armen Kerl wieder auf die Couch, daß wird euch allen gut tun. Sein Verhalten anderen Hunden gegenüber hat damit nichts zu tun.

  • Nee, ich denke auch nicht, dass dieses Couch-Verbieten von der Trainerin DIE Maßnahme ist. Allerdings kann man daraus etwas für sich mitnehmen. 1) Der Hund steht nicht so sehr im Mittelpunkt, sondern soll eben auch mal für sich, unbeachtet, im Körbchen sein 2) die Reaktion mit dem Schnappen kann ich mir mit 2 Motivationen vorstellen, einer eher selbstbewussten nach dem Motto "ey, hier wird nicht an mir gezogen, Finger weg" und eine eher unsichere, eher "äääh nimm mal die Hand weg, das kenn ich so nicht und macht mir Angst". In beiden Fällen wäre es gut, das Sofa erstmal sein zu lassen. Wie schon angemerkt, gibt das Hinweise aufs weitere Training.

    Was aber in so einem Moment immer mal gut ist, ist, die Distanz bissel zu erhöhen, die gedankliche und die physische. Sich nicht dauernd mit Hund beschäftigen, nicht dauernd (auch zuhause) irgendwas üben, sich nicht stetig gedanklich mit Hund befassen, aus dem Augenwinkel beobachten... Klar, er ist neu und ihr mögt ihn, aaaaaber: bei einem selbstbewussten Typ oder einem Typ, der angebotene Freiräume gern für sich beansprucht und dann nicht mehr freigibt, kann das eben zu einem Ungleichgewicht führen. Wie soll ich das sagen. Es geht nicht um das alte "Dominanz"-Thema. Aber manche Hundetypen sind halt frecher, beanspruchen gerne Rechte als ihre und fragen später nicht mehr nach, ob sie dies oder das dürfen. Sondern nehmen es sich heraus und fühlen sich angepupt, wenn Besitzer es dann doch anders wollen. Versteht man, was ich meine? Daher auch der Ansatz: ich kann alles zulassen, solange ich es auch problemlos beenden kann. Da würde ich bei dem relativ vielen Körperkontakt definitiv nochmal nachhaken. Dass er kommt, ist schön, aber das kann auch dazu führen, dass er zB einen von euch beiden sozial kontrolliert (den anderen nicht mehr so gern hinlässt, zB, wenn man körperlich rumalbert, dazwischen geht und sowas). Deswegen würde ich testen und üben, ob er sich wegschicken lässt.
    Das geht alles nicht direkt in Richtung konkretem Umgang mit Schnappen. Weil ich denke, die Ursache liegt woanders - entweder er ist frech oder unsicher - und muss daher woanders bearbeitet werden. Ist er zu frech, nimmt sich zuviel raus, schickt ihn öfter mal weg und setzt das auch durch (und er merkt sicher, ob ihr ihn immer im Augenwinkel habt und ihm damit Wichtigkeit vermittelt). Ist er unsicher, gebt ihm mehr Rahmen, lasst ihn mehr aus dem Fokus, draußen hinter euch statt vorne regeln lassen usw. Auch wenn er unsicher ist, KANN es ihm helfen, weniger immer bei euch rumzutüddeln und mehr Ruhe in seinem Bereich zu bekommen.
    Und auch nach 3 Monate liest er euch sicher schon ganz gut, dh, wenn ihr ihn wegschickt und dabei denkt "ochgott armer Kerli" oder "allein aufm Sofa ist jetzt aber langweilig", dann weiß er das und nimmt es euch nicht ab. ;)
    Ich wünsche viel Erfolg und hoffe, eure Trainerin kann euch gut helfen.

    -s-

  • Nee, ich denke auch nicht, dass dieses Couch-Verbieten von der Trainerin DIE Maßnahme ist. Allerdings kann man daraus etwas für sich mitnehmen. 1) Der Hund steht nicht so sehr im Mittelpunkt, sondern soll eben auch mal für sich, unbeachtet, im Körbchen sein 2) die Reaktion mit dem Schnappen kann ich mir mit 2 Motivationen vorstellen, einer eher selbstbewussten nach dem Motto "ey, hier wird nicht an mir gezogen, Finger weg" und eine eher unsichere, eher "äääh nimm mal die Hand weg, das kenn ich so nicht und macht mir Angst". In beiden Fällen wäre es gut, das Sofa erstmal sein zu lassen.

    Nur wenn man überliest, daß der Hund von Anfang am sehr verschmust war. Läßt man das Couch verbieten einfach bleiben, gibt es in der Hinsicht auchkein Problem mehr, der Hund muß ja nicht runter.

  • Ich würde die Wahl der Trainerin überdenken, Hund darf nicht auf erhöhte Plätze ist völlig veraltet und überholt.

    Dem würde ich mich anschliessen. Die Trainerin klingt als würde sie nach alten Methoden arbeiten, klingt alles sehr nach Alpha-Theorie usw.

    Sucht euch unbedingt einen Trainer der nicht versucht den Hund in veraltete Theorien zu pressen, sondern Ahnung von modernem Hundetraining hat.

    Ob ein Hund draussen pöbelt hat selten etwas damit zu tun ob er zu Hause auf die Couch darf oder nicht.

  • Ich würde die Wahl der Trainerin überdenken, Hund darf nicht auf erhöhte Plätze ist völlig veraltet und überholt. Und das anscheinend mit seinem Verhalten anderen Hunden gegenüber in Verbindung zu setzen spricht nicht wirklich für sie. Grundsätzlich seid froh, daß er abschnappt, wenn er sich dazu gezwungen fühlt, habt ihr seine Grenzen schon weit überschritten. Knurrt er vorher? Ich würde jedes Knurren belohnen und ihm beibringen, sich so mitzuteilen. Und laßt den armen Kerl wieder auf die Couch, daß wird euch allen gut tun. Sein Verhalten anderen Hunden gegenüber hat damit nichts zu tun.

    Ich hatte ja vorher schon geschrieben, dass die Sofa Thematik und das pöbeln draußen nichts miteinander zu tun haben. Wie gesagt, ich wollte nur den Zusammenhang herstellen, wieso die Trainerin bei uns zu Hause war. Die Sofa Thematik kam auch nur hoch, weil wir zuhause am Management gearbeitet haben da zB.auch wo liegt das Körbchen, was kann er bewachen usw. Aber danke! ☺️

  • Nee, ich denke auch nicht, dass dieses Couch-Verbieten von der Trainerin DIE Maßnahme ist. Allerdings kann man daraus etwas für sich mitnehmen. 1) Der Hund steht nicht so sehr im Mittelpunkt, sondern soll eben auch mal für sich, unbeachtet, im Körbchen sein 2) die Reaktion mit dem Schnappen kann ich mir mit 2 Motivationen vorstellen, einer eher selbstbewussten nach dem Motto "ey, hier wird nicht an mir gezogen, Finger weg" und eine eher unsichere, eher "äääh nimm mal die Hand weg, das kenn ich so nicht und macht mir Angst". In beiden Fällen wäre es gut, das Sofa erstmal sein zu lassen. Wie schon angemerkt, gibt das Hinweise aufs weitere Training.

    Was aber in so einem Moment immer mal gut ist, ist, die Distanz bissel zu erhöhen, die gedankliche und die physische. Sich nicht dauernd mit Hund beschäftigen, nicht dauernd (auch zuhause) irgendwas üben, sich nicht stetig gedanklich mit Hund befassen, aus dem Augenwinkel beobachten... Klar, er ist neu und ihr mögt ihn, aaaaaber: bei einem selbstbewussten Typ oder einem Typ, der angebotene Freiräume gern für sich beansprucht und dann nicht mehr freigibt, kann das eben zu einem Ungleichgewicht führen. Wie soll ich das sagen. Es geht nicht um das alte "Dominanz"-Thema. Aber manche Hundetypen sind halt frecher, beanspruchen gerne Rechte als ihre und fragen später nicht mehr nach, ob sie dies oder das dürfen. Sondern nehmen es sich heraus und fühlen sich angepupt, wenn Besitzer es dann doch anders wollen. Versteht man, was ich meine? Daher auch der Ansatz: ich kann alles zulassen, solange ich es auch problemlos beenden kann. Da würde ich bei dem relativ vielen Körperkontakt definitiv nochmal nachhaken. Dass er kommt, ist schön, aber das kann auch dazu führen, dass er zB einen von euch beiden sozial kontrolliert (den anderen nicht mehr so gern hinlässt, zB, wenn man körperlich rumalbert, dazwischen geht und sowas). Deswegen würde ich testen und üben, ob er sich wegschicken lässt.
    Das geht alles nicht direkt in Richtung konkretem Umgang mit Schnappen. Weil ich denke, die Ursache liegt woanders - entweder er ist frech oder unsicher - und muss daher woanders bearbeitet werden. Ist er zu frech, nimmt sich zuviel raus, schickt ihn öfter mal weg und setzt das auch durch (und er merkt sicher, ob ihr ihn immer im Augenwinkel habt und ihm damit Wichtigkeit vermittelt). Ist er unsicher, gebt ihm mehr Rahmen, lasst ihn mehr aus dem Fokus, draußen hinter euch statt vorne regeln lassen usw. Auch wenn er unsicher ist, KANN es ihm helfen, weniger immer bei euch rumzutüddeln und mehr Ruhe in seinem Bereich zu bekommen.
    Und auch nach 3 Monate liest er euch sicher schon ganz gut, dh, wenn ihr ihn wegschickt und dabei denkt "ochgott armer Kerli" oder "allein aufm Sofa ist jetzt aber langweilig", dann weiß er das und nimmt es euch nicht ab. ;)
    Ich wünsche viel Erfolg und hoffe, eure Trainerin kann euch gut helfen.

    -s-

    Das hilft mir sehr!!! Vielen Dank! Ich merke auch, dass der Fokus gerade seeeehr be ihm liegt und ich da auch eine Art Perfektionismus eintwickel, die gar nicht angebracht ist..

  • Ich würde die Wahl der Trainerin überdenken, Hund darf nicht auf erhöhte Plätze ist völlig veraltet und überholt. Und das anscheinend mit seinem Verhalten anderen Hunden gegenüber in Verbindung zu setzen spricht nicht wirklich für sie. Grundsätzlich seid froh, daß er abschnappt, wenn er sich dazu gezwungen fühlt, habt ihr seine Grenzen schon weit überschritten. Knurrt er vorher? Ich würde jedes Knurren belohnen und ihm beibringen, sich so mitzuteilen. Und laßt den armen Kerl wieder auf die Couch, daß wird euch allen gut tun. Sein Verhalten anderen Hunden gegenüber hat damit nichts zu tun.

    Uiuiui, ohne die Motivation des Hundes zu kennen zu empfehlen, dem Hund Leckerli in die Schnute zu schieben, wenn er knurrt, finde ich ehrlich gesagt ziemlich fahrlässig.

    Je nach Hundetyp kann ein Hund, der seine eigenen Ziele verfolgt auf die Weise eine ziemliche Nervensäge werden, um die am Ende alle wie auf Zehenspitzen herumschleichen, um ihn ja nicht zu reizen.


    Ich würde der TE empfehlen, auf ihr Bauchgefühl zu hören. Die Beziehung zum Hund ist in Schieflage und daran muss gearbeitet werden mit klaren Regeln, die etabliert werden, um dem Hund Klarheit und Sicherheit zu geben.

    Die Ansicht der Trainerin hört sich für mich nicht abwegig an, dass man eine Hund Privilegien streicht, der sich zuviel rausnimmt.

    Dass der Hund dieses Privileg (Couch) nicht aufgibt bzw. Sich nicht am Halsband wegführen lassen will kann entweder einen völlig banale Hintergrund haben, zb dass der Hund nicht am Hals angefasst werden will, oder aber dass er wirklich eine Ressource verteidigen wollte. Vielleicht ging es gar nicht um die Couch, aber man möchte natürlich nicht vom eigenen Hund bedroht werden.

    Die Motivation des Hundes und die Ursache lässt sich nur vor Ort und in vielen kleinen Details im täglichen Umgang feststellen. Und dazu braucht es einen kompetenten Trainer ohne Scheuklappen natürlich.

  • Wenn der Hütehundanteil hoch ist, was ich vermute (wo soll da der Husky sein?), dann wundert es mich nicht, dass der Hund Euch angepampt hat. Hätte ich auch gemacht. :D

    Ich würde mir zukünftig verkneifen, einfach körperlich nah ran zu gehen in solchen Situationen, schon gar nicht einfach nach dem Hund greifen und ihn irgendwo hin zu ziehen. Das lassen diese Hunde sich nicht gefallen. Stattdessen würde ich es auf die nette Art üben oder eine lange Hausleine dran machen, mit der man den Hund nach einer fairen Ankündigung vorsichtig vom Sofa oder aus dem Hundebett bugsiert. Aber nicht direkt an den Hund fassen.

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