TRIGGERWARNUNG beachten: Angeblich "Schlechtester Jagdhund der Welt" - Bewertung eines Hundetrainers

  • Jetzt hab ich nach diesem Eike gegoogelt und jetzt ist mir schlecht.

    Ich sehe ein, dass Jagd notwendig ist - im Sinne von Hege und Naturschutz (für mich gehört das dann eher in die Hand von Förstern). Ich bin kein explizier Jagdgegner.

    Aber Jagd aus reiner Freude am Töten und der Jagd nach Trophäen - das widert mich so an.

    Und ich erlaube mir das, auch als als Nicht-Veganer und nicht perfekt moralisch unangreifbarer Mensch, so zu empfinden. Dieses Ergötzen am Töten stösst mich extrem ab. Das kann mir einfach keiner erzählen, dass das so sein muss.

    Da liesst man dann Sätze wie diesen:

    Zitat

    https://www.jagdzeit.de/artikel/polen-…norm-ausgabe-62

    Die Tage in Südostpolen waren voller unvergesslicher Eindrücke, die uns noch lange begleiten werden. Die Trophäen bekommen einen besonderen Platz und werden uns noch Jahre später an diese Reise erinnern. Andreas erlegte eine Bronzemedaille und einen uralten Bock. Alex den Abnormen und ebenfalls einen sieben- bis achtjährigen Recken. Ich konnte eine Goldmedaille mit 528 Gramm netto und einen Silbermedaillenbock strecken.

  • für mich gehört das dann eher in die Hand von Förstern

    Deren Hauptaugenmerk liegt aber in "Anbau und Ernte" von Holz - die möchten deutlich weniger Wild im Wald haben, als die Jäger!

    Das sieht man besonders deutlich in Staatsforsten - da finden im Herbst Drückjagden am laufenden Band statt

  • für mich gehört das dann eher in die Hand von Förstern)

    Sie hat aber nicht Unrecht. Förster sind Waldbauern denen es um Ertrag geht/ gehen muss.

    Es gibt da wie überall solche und solche. Von wirklich bemüht und fair bis Rehwild sind Schädlinge die ausgerottet gehören und Schwarzspechthorste sind mir bei der Holzernte komplett egal. Der derzeitige Waldumbau verschärft das nur noch.

    Aber unterm Strich will man die Jagd tatsächlich lieber bei den Hobbyjägern, wenn es einem ums Wild geht.

    Und ich erlaube mir das, auch als als Nicht-Veganer und nicht perfekt moralisch unangreifbarer Mensch, so zu empfinden

    Ich bin Jäger und sehe das auch so. Jagd als Hege, ja. Jagd als gute Fleischquelle, ja. Ich gehe sogar beim Naturerlebnis und Jagdfieber noch etwas mit solange es mit Fleischquelle gepaart wird.

    Aber Trophäenjagd oder Jagd um Kontakte zu knüpfen, ne. Sowas finde ich auch immer ziemlich... unangenehm.

  • hasilein75

    Deine Antwort geht so weit an dem vorbei, was ich ausdrücken wollte - das ist echt ne Leistung.

    Man reagiert in diesem Zusammenhang gern mal defensiv, weil „Freizeit“jäger immer wieder das Bashing für die Abschusspläne kassieren, die durch die Forst „im Sinne des Waldumbaus“ gefordert werden. In der öffentlichen Wahrnehmung ist eben gern mal der Förster der “Gute” und die Jäger die “Bösen”. Das es bei Beiden schwarze Schafe gibt, nimmt man oft nicht so wahr.

    Ich glaube, ich gebe mir das Interview mit dem Hundeführer nicht mehr. Ich komme nicht gut damit klar, wenn die Wertschätzung und das Verständnis für den Jagdpartner Hund fehlt. Könnte mir vorstellen, dass da beim Hundeführer auch nachgeholfen wurde. Irgendwie muss man ja heile aus der Sache rauskommen, damit man die schönen Videos von der Jagd & Hund doch noch präsentieren kann.

    Wir hatten auf meiner ersten Drückjagd letztes Jahr ein mehr oder weniger ähnliches Erlebnis gehabt. Ein Teckel hatte mitten im Treiben Stunk mit zwei Jagdterriern. Also hat er die Jagd beendet, sich unter dem Stand meines Freundes einquartiert und dort alles verbellt, was sich genähert hat. Verletzungen waren auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Jo, mein Freund hat dann die restliche Jagd für sich abgehakt und mir mitgeteilt, dass er auf den Dackel gekommen ist. Kurze Rücksprache mit dem Hundeführer, was passiert ist. Klar war, wir bringen den Hund am Ende mit zum Streckenplatz. Also den schlammigen Dackel auf den Rücksitz, wo dieser erstmal dem Drahthaar im Kofferraum eine Ansage gemacht hat. Als mein Freund einstieg, saß der Dackel schon neben ihm. Als ich zusteigen wollte, musste ich erstmal eine Diskussion führen, ob ich auch noch auf den Beifahrersitz darf. Wurde vom Sicherheitsdackel gerade so genehmigt. Dann kam der Anruf, dass der Hund noch auf einer Nachsuche gebraucht wird. Da haben wir ihn dann hin eskortiert, der Hundeführer hat nochmal geschaut, ob alles i.O ist und ich konnte mir eine sehr geniale Nachsuche anschauen. Keiner wäre auf die Idee gekommen die jagdlichen Fähigkeiten dieses Hundes aufgrund einer einzige Situation zu bewerten, dessen Eignung in Frage zu stellen und das sogar noch öffentlich rumzuposaunen.

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