chronische Verstopfung -Tipps und Ratschläge?
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Ich weiß nicht genau wo ich anfangen soll, hoffe aber hier ein paar Ratschläge zu finden, da unser 11 jähriger Collie seit nun mehr als einem Jahr an Verstopfung leidet. Es hat vor ca. 1 1/2- 2 Jahren angefangen, wir sind leider recht spät zum Tierarzt, als es immer akuter wurde, dort wurde festgestellt, dass die Prostata vergrößert ist und sich bereits mit dem Enddarm verwachsen hat und die Darmtätigkeit deswegen träge bzw. stark beeinträchtigt ist. Operieren könne die Tierklinik nicht, da die Lage direkt im/am Becken wäre und die da nicht drankommen würden, zumal war er auch damals 10, mittlerweile schon 11. Wir haben damals dann vieles versucht, ein Rektalabführmittel, das nicht wirklich geholfen hat und aufgrund seiner Empfindlichkeit (ist ja klar dass er auch dann hinten Schmerzen hat und sich nicht gerne berühren lässt) nicht den gewünschten Effekt erzielt hat. Unter Narkose wurde der Darm dann entleert und er wurde kastriert, in der Hoffnung dass sich die Prostata verkleinert (nachdem anfänglich Medikamente nichts gebracht haben). Wir haben es ebenso mit Schmerzmittel (weil er auch Arthrose hat) und ich meine es war Lactulose, die wir ans Futter gemacht haben, probiert. Ebenso mit Zellulose, was uns die Tierärztin geraten hat, aber nichts davon hat geholfen. Uns wurde dann damals von der Tierklinik und unserer Haustierärztin geraten, den Hund einzuschläfern, wenn es nicht besser wird, da sie keine Lösungen hatten und nicht viel machen konnten. Das war für mich zum damaligen Zeitpunkt unvorstellbar und ich wollte unbedingt noch alles mögliche ausprobieren, in meinen Augen musste es doch irgendetwas geben.
Zum Glück hab ich meiner Intuition vertraut, wir waren dann bei der Physiotherapie, die konnten zwar auch nichts wirklich machen, gaben uns aber den entscheidenden Tipp, es mal mit Sauerkraut zu probieren. Das haben wir dann regelmäßig gegeben und 1 Jahr lang lief alles gut, er konnte ganz gut Kot absetzen und hat noch ein Jahr ohne Probleme geschenkt bekommen. Doch seit ca. 1-2 Wochen ist es nun leider wieder schlimmer geworden, so wie früher und trotz des Sauerkrauts geht nichts mehr. Wir haben es mit einem Pulver (zur eigentlichen Wurmkur) versucht, damit konnten wir die Verstopfung 3x lösen aber das soll man nicht dauerhaft, sondern wenn nur kurweise geben und er hat es beim letzten Mal auch nicht so gut vertragen, sodass wir es nicht mehr einsetzen werden. Er hat jetzt seit bestimmt 2 Tagen keinen Kot mehr absetzen können, weil es sich wieder angestaut hat und hart ist und zudem etwas Blut dabei ist. Zum Tierarzt müssen wir deswegen so oder so nochmal, ich fürchte aber, dass dieser uns wieder nur rät, den Hund einschläfern zu lassen. Ich verstehe mittlerweile, dass diese Option besteht, aber der Hund wirkt noch so fit, aufmerksam und munter, er frisst noch sehr gut, läuft gut bei Spaziergängen mit, dass es einfach sehr schade wäre, wenn wir diesen Schritt gehen müssten.Ich hab mich schon etwas belesen und würde gerne noch ein paar Sachen übers Futter ausprobieren. Er bekommt bereits nur noch Nassfutter seitdem, Flohsamenschalen hat er auch lange bekommen, die wir jetzt testweise mal weggelassen haben, weil er leider auch allgemein nicht so viel trinkt. Ich würde es gerne nochmal mit Abführmitteln probieren, nur wirken diese wahrscheinlich erst wenn der Stau gelöst ist oder?
Vielleicht hat hier ja jemand noch ein paar Tipps oder Ratschläge
Verstehe auch leider nicht, wieso das Sauerkraut nicht mehr wirkt - Vor einem Moment
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Hallo,
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Ich könnte mit vorstellen, dass die Verwachsungen schlimmer geworden sind und die Passage jetzt schlicht zu eng ist. Ich würde das zügig abklären lassen.
Alles Gute!
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Bei Paraffinöl sind keine blöden Nebenwirkungen bekannt, auch nicht bei Dauergabe (im Gegensatz zu Lactulose).
Um eine akute Verstopfung zu lösen, brauchte ich für Merlin allerdings immer ein Klistier.
Wie lange ist der letzte Ultraschall vom Bauchraum her?
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Oh oh.
Hatte ZWEI Collies mit ähnlichen Beschwerden.Und leider ist da irgendwann Endstation.
Beide Langhaarcollis habe ich von eine Fachklinik (Fachtierarzt) untersuchen lassen.
So mache ich es IMMER!Anständige Diagnose und Zweitmeinung.
Es muss dringend ein Ultraschall gemacht werden! Ganz dringend. Gestern.
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Der letzte Ultraschall war vor etwas mehr als einem Jahr, es könnte sein, dass sein Problem (also Prostata und Enddarm) schlimmer geworden ist, die Vermutung haben wir ja auch. Der Tierarzt meinte damals auch, dass der Darm seine Fähigkeit auch nicht mehr aufnehmen würde. Wir haben jetzt auch mal beim Tierarzt angerufen und werden es da heute nochmal abklären bzw. untersuchen lassen, aber die meinten dass es wahrscheinlich sein kann, dass er eingeschläfert werden muss oder es zumindest nochmal übers Wochenende probieren. Ich würde es eigentlich auf jeden Fall nochmal mit einem Abführmittel probieren wollen, bevor wir diesen Schritt gehen.
Paraffinöl habe ich auch gelesen, könnte man mal testen, wobei es dazu auch unterschiedliche Meinungen gibt ob das gesundheitlich so gut ist. Wir haben ihm auch mal etwas Joghurt ans Futter gemischt. Ich weiß nicht ob man auch nochmal Lactulose geben soll. Ich hab auch gelesen, dass man mal so etwas wie Macrogol oder Movicol probieren könnte, hat vielleicht jemand damit Erfahrungen gemacht? -
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Pack ihn ein und fahr in eine gute Klinik, nicht zum Tierarzt.
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Es handelt sich dabei um eine Tierklinik Sunshinelady
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Was hat die Klinik gesagt?
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Holt euch unbedingt noch eine weitere Meinung, am besten in einer anderen Tierklinik oder bei einer spezialisierten Praxis. Tierklinik heißt leider nicht automatisch, dass dort immer besonders gut oder individuell gearbeitet wird. Auch dort wird manchmal sehr pauschal gedacht. Erst kürzlich hat eine Kundin von mir in einer Tierklinik zu hören bekommen, kastrierte Hunde seien eben dick und da könne man nichts machen. Das zeigt leider, wie schnell manche Aussagen getroffen werden.
Gerade bei so komplexen Fällen lohnt es sich, jemanden draufschauen zu lassen, der nicht schon innerlich abgeschlossen hat. Das heißt nicht, dass es eine einfache Lösung geben muss oder geben wird, aber manchmal ergeben sich zumindest realistische Optionen, mit denen man besser einschätzen kann, wie es weitergehen kann.
Abführmittel helfen meist tatsächlich erst dann sinnvoll, wenn ein Stau zumindest teilweise gelöst ist, sonst erhöhen sie oft nur Druck und Beschwerden. Deshalb wäre eine neue, nüchterne Einschätzung aus einer anderen Richtung aus meiner Sicht sinnvoll.
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Also die erste Tierklinik ist davon ausgegangen, dass wir ihn direkt einschläfern wollten, es lag schon alles bereit, das war erst einmal ein Schock für mich, weil wir ihn zunächst wenigstens nochmal untersuchen lassen wollten. Meine Intuition hat mir auch gesagt, dass das nicht der richtige Zeitpunkt war, um ihn einzuschläfern, er war noch so aufmerksam, hat ganz doll gezittert und so traurig geguckt, dass ich es auch gar nicht übers Herz gebracht hätte. Es lag wohl an einem Missverständnis am Telefon, die Tierärztin war deshalb auch nicht vom Fach und meinte dass sie ihn ohne unser Einverständnis auch gar nicht einschläfern würden, es war dann schon kurz vor Feierabend, wo keine große Untersuchung mehr gemacht werden konnte. Fieber hatte er keines und er hat auch einen munteren Eindruck gemacht, sodass entschieden wurde, die Verstopfung durch drei Klistiere zu lösen, was auch geklappt hat. Dann haben wir noch weitere Klistiere, inklusive Lactulose, mitbekommen und uns wurde empfohlen, sich noch mal eine Zweitmeinung in einer anderen Tierklinik einzuholen, was hier ja auch geraten wurde und ich selbst auch schon überlegt hatte.
In der anderen Tierklinik haben wir glücklicherweise recht zeitig und zufällig einen Termin bekommen. Die Tierärztin dort hat sich sehr viel Zeit genommen, ihn sehr gründlich nochmal untersucht und relativ schnell festgestellt, dass er auf beiden Seiten eine stark ausgeprägte Perinealhernie hat, wodurch sich der Kot quasi wie in so einer Senke sammelt und deshalb nicht herauskommt. Dadurch haben wir endlich (!) eine richtige Diagnose, die man auch noch behandeln kann mit einer Operation, die wir auch Ende Januar durchführen werden, bzw. wird es voraussichtlich in zwei aufgeteilt. Natürlich haben wir etwas Sorge, weil diese und die Narkose gewisse Risiken mit sich bringt, aber im Vergleich zur vorherigen Prognose sind das finde ich ganz gute Nachrichten und wir hoffen, dass das Problem dadurch gelöst werden kann. Denn er ist noch so fit, munter, er frisst extrem gut, ist aufmerksam und rundum gesund, durch die umfassende Untersuchung konnte nämlich sonst nichts weiteres zum Glück festgestellt werden.
Wir geben ihm jetzt alle 2-3 Tage drei Klistiere (bei weniger funktioniert es nicht), wodurch er Kot absetzen kann, ansonsten würde es nämlich nicht funktionieren, aber ich bin eigentlich ganz guter Dinge, dass das klappen wird und dass er dann danach hoffentlich wieder normal machen kann und noch ein paar Jahre geschenkt bekommt
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