• Long Story Short: ich hoffe, wenn wir das gesundheitliche Problem in den Griff kriegen und es nicht doch einfach durch Stress durchs Baby verursacht wird, kommt sie auch besser zur Ruhe – natürlich trotzdem durch räumliche Trennung, die wir jetzt auch schon durch die Babygitter haben und vorher auch schon durch nen Laufstall fürs Baby.

    Mh. Das ist vermutlich keine Einbahnstraße: Damit der Hund wieder gesund werden kann, benötigt er Ruhe und Entspannung.

    Deswegen geben wir ihr ja Space. Ich denke da schon an beide, ans Baby und vor allem auch an sie. Sie ist uns sehr wichtig und wir wollen, dass sie Rückzugsmöglichkeiten hat und ihre Sicherheit durch uns wiederfindet.

  • Ich hatte eine Dreijährige Schäferhündin, als ich meine Tochter bekommen habe.

    Für mich war klar, das ist mein "Welpe" und da kommt der Hund erstmal nicht ran. All die Geschichten mit "der Hund muss das Baby akzeptieren" bis hin zu "du musst das Baby nackt ausziehen und dem Hund hinlegen, damit er es abschnuffeln kann und als Rudel Mitglied anerkennt" waren für mich totaler Humbug. Ich kenne keine Hündin, die sowas mit ihrem Welpen gemacht hätte bei anderen Hunden.

    Mein Hund muss nichts anerkennen, außer dass eben jetzt noch ein Mensch da wohnt und ihn nichts angeht. Wir hatten einen Laufstall, da kam die Kleine rein wenn ich geschwind duschen wollte oder aufs Klo, und später im Krabbelalter hatte ich immer ein strenges Auge auf meine Hündin, was sie auch wusste. Sie hat sich immer tadellos verhalten, auch in ein, zwei dummen Situationen, wo das Kind dem Hund ein Kauteil einfach abgenommen hat (Couch und Bett dürfte sie eh nie weil sie so groß war).

    Wichtig finde ich, Versuche der Kontrolle des Babys von Seiten des Hundes zu unterbinden. Also daneben liegen und es bewachen, oder auch hinrennen, wenn es jammert. Mein Hund wurde von mir dann weggeschickt. Es ging sie nichts an.

    Gleichzeitig ist es wichtig, dass der Hund weiter seine Zeiten bekommt, wo er gemeinsam was mit mir macht und Aufmerksamkeit erhält. Oder der Partner macht mehr mit dem Hund. Gerade ein Dackel ist ja auch nicht unintelligent und versteht warum er zurückstecken muss.

    Die ganze Situation und die Übernahme von Verantwortung, die nicht seine ist, kann den Hund schon so sehr stressen, dass er krank wird. Ich würde also neben dem medizinischen Aspekt auch versuchen, wie ihr es schon tut, durch feste Strukturen und der Umsetzung der neuen Regeln wieder eine feste Routine zu entwickeln, die dem Hund Sicherheit gibt.

    Völlig entspannt wäre ich allerdings nie, je nach Verhalten des Hundes kann man aber irgendwann die Sicherheitsvorkehrungen wieder etwas lockern. Die nächsten paar Jahre wäre ich aber sehr vorsichtig, auch wenn Kinderbesuch da ist. Da sind die Türgitter eine gute Lösung.

  • Ich wollte nur erwähnen, dass unser Hund selbst unseren Sohn nicht als Autoritätsperson, sondern eher als Welpen betrachtet hat, und der war 12 Jahre alt, als sie in die Familie kam. Sie hörte auf ihn, wenn sie Lust dazu hatte. Als er 15 war, begann das langsam, sich zu ändern.

    Mit Babies oder Kleinkindern im Haus haben wir keine Erfahrung. Ich vermute aber, dass sich bei unserer Hündin die Begeisterung ebenfalls in Grenzen halten würde.

  • Ich denke, eure Dackeldame hat die letzten Monate einfach unfassbar viel Stress erlebt.

    Nicht nur, dass sich Zuhause die Regeln geändert haben, da plötzlich noch ein Wesen ist was den Alltag völlg umstrukturiert und alles viel unruhiger ist - auch ihr beide werdet gestresst gewesen sein. Meiner Erfahrung nach reagieren Dackel darauf durchaus sensibel (auch wenn man ihnen immer gern nachsagt, dass sie sehr eigenständig und unabhängig sind). Und gleichzeitig sind Dackel eben Hunde, die in Situationen, die ihnen unangenehm sind, eben nicht den Rückzug antreten sondern Probleme nach vorne versuchen zu lösen. Heißt dann eben leider durchaus, dass man nicht vom Baby weg geht wenns unangehm wird, sondern man knurrend nach vorne geht.

    Was ihr gesundheitlich berichtet, finde ich in der aktuellen Situation mega wichtig abzuklären. On top weiter machen mit den Safespaces für euren Hund und dann würde ich persönlich (ich habe nur nen Dackel, kein Kind), dem Hund klar machen, dass das Baby so überhaupt gar nicht seine Angelegenheit ist. Er darf im selben Raum sein, wenn das gut und ruhig klappt wird belohnt, aber ansonsten ist das Baby nicht ihr Job und sie wird im Zweifel weg geschickt bzw. gibts auch nen Abbruch wenn sie meint, da jetzt was klären oder hin zu müssen.
    Das wirkt vielleicht gemein, ich glaube aber, dass ihr auch damit eurer Hündin durchaus Stress nehmt wenn ihr ihr klar macht, dass sie sich damit nicht befassen muss.



  • Für mich war klar, das ist mein "Welpe" und da kommt der Hund erstmal nicht ran. All die Geschichten mit "der Hund muss das Baby akzeptieren" bis hin zu "du musst das Baby nackt ausziehen und dem Hund hinlegen, damit er es abschnuffeln kann und als Rudel Mitglied anerkennt" waren für mich totaler Humbug. Ich kenne keine Hündin, die sowas mit ihrem Welpen gemacht hätte bei anderen Hunden.

    This.


    Ich finds irgendwie immer seltsam wenn ein Hund von Anfang an gleich mit dem Kind eng sein muss/darf. Für mich wärs irgendwie nur logisch ähnlich zu verfahren wie ne Hundemutter auch mit ihren Welpen umgehen würde. Dass man da als Hund eben erstmal nicht ans Kind darf, weil eben noch sehr klein und verletzlich und ein Hund da auch ganz leicht Schäden verursachen kann. Ich find ein Hund hat an nem Baby ganz einfach nix verloren.

    Wenn es älter wird, kann man da Stück für Stück anleiten.


    Ansonsten eben wenn man nicht ausreichend ein Auge drauf haben kann dass der Hund da nicht ran geht, trennen.

    Zumal es mit der Zeit, wenn das Kind mehr machen kann, eh nochmal wichtiger ist dass sowohl Hund als auch Kind einander nicht zu sehr nerven und ihren eigenen Raum haben.

    Und sich ja auch nochmal ganz andere Dynamiken entwickeln kann wenn sich das Baby allmählich mal mehr bewegen kann, anfängt zu krabbeln, zu laufen, hin fallen kann oä...

    Wär halt natürlich einfacher gewesen wenn man das von Anfang an etabliert hätte, aber auch so isses nur sinnvoll wenn man dem Hund sagen kann : ,,Du gehst da nicht dran !"

  • Er darf im selben Raum sein, wenn das gut und ruhig klappt wird belohnt, aber ansonsten ist das Baby nicht ihr Job und sie wird im Zweifel weg geschickt bzw. gibts auch nen Abbruch wenn sie meint, da jetzt was klären oder hin zu müssen.

    Danke dir! :)

    Das machen wir alles schon. Schon seit den ersten Vorfällen. Dass es jetzt einmal zum Aussetzer kam, war einer kurzen Naivität geschuldet, dass beide aufm Sofa mit meinem Mann waren. Das wissen wir auch, dass das dumm war.

    Ich hoffe einfach, dass irgendwann beide einigermaßen miteinander klar kommen. Ich hab’s geliebt als Kind mit Hunden aufzuwachsen und wünsche mir das auch für mein Kind und aber auch für sie.

  • Wär halt natürlich einfacher gewesen wenn man das von Anfang an etabliert hätte, aber auch so isses nur sinnvoll wenn man dem Hund sagen kann : ,,Du gehst da nicht dran !"

    Definitiv!! Wir waren definitiv sehr leichtsinnig am Anfang und dachten „ohhh sie macht es soooo süß“. Das wird aber auch sehr verschönert durch Social Media. Da wird ein Bild suggeriert was jetzt mit anderen Augen betrachtet total gefährlich ist – Hund schläft mit Baby im Elternbett, Hund ist überall dabei und liegt daneben, Hund begrüßt Baby bei Ankunft, etc.


    Wir sind sehr froh, dass sie dann die doch sehr drastischen Änderungen sehr gut angenommen hat und sich auch von alleine mehr zurückgezogen hat. Sie weiß auch, dass sie mir nicht hinterherdackeln muss, wenn ich mit dem Baby zum Wickeltisch gehe oder oder. Auch der Laufstall ist ihr komplett egal, wenn er drin liegt und spielt. Jetzt muss es nur noch fruchten, dass sie uns auch wirklich wieder vertraut und weniger gestresst ist.

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