Umgang mit einem "Feind"
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Wir hatten leider vor ein paar Monaten folgende Situation:
Mann, Hank und ich sind spät Abends in der Nachbarschaft spazieren. Wir sehen einen Hund mit Leine aber ohne Halter über eine breite Straße zu uns kommen. Stellt sich heraus, das ist der Schäferhund der Hank schon öfter angknurrt und angebellt hat. Bisher haben wir immer versucht Abstand zu halten. Der S legt den zweiten Gang ein und stüzt sich auf Hank. Ging alles mega schnell. Wir haben die Leine von Hank fallen lassen und versucht die andere Leine zugreifen um den Hund weg zuziehen. Es ging nicht lange aber wir waren in dem Moment total überfordert, weil schwer zu erkennen war was passiert. Irgendwie kam plötzlich Ruhe rein und ich konnte den anderen Wegziehen.
Der Halter kam dann auch irgendwann anspaziert. Seiner Aussage nach, hat sich der Hund wg eines Hasens davor losgerissenn.
Gefühlt, waren Wir viel fertiger nach der Situation als hank. Der hat sich geschüttelt und ist heim als wäre nichts gewesen.
Jetzt ist es aber so, dass jedes Mal, wenn wir diesen Hund sehen sich das Fell aufstellt. Wir gehen mit so viel abstand wie mgl vorbei und alles gut. Wenn der S aber hinter uns die straße lang geht, der bellt etwas und zieht in unsere Richtung. Fällt es Hank schwer weiterzugehen. Was ich total verstehen kann.
Wir gehen schon immer auf der anderen Straßenseite. Wenn es der Weg zu lässt, biege ich ab. Aber das ist meist nicht mgl.
Hank springt mich dann in solchen Situationen oft an. Also nur, wenn sie hinter uns gehen, von vorne ist es kein Problem.
Jetzt meine Frage:
Sollte ich einfach versuchen bestimmt weiter zugehen und Ruhe belohnen? Geschimpft habe ich bisher nicht. Ich verstehe ja die Nervosität. Das Anspringen ist auch in einem Rahmen, in dem ich weitergehen kann. Es wirkt aber so als ob er mich stoppen möchte.
Alternative wäre, stoppen und warten bis sie vorbei sind. Ich hätte aber am liebsten einfach so viel Platz wir mgl zu denen. Da sie leider nur schwer den Schäferhund halten können.
Wie gehe ich damit am besten um, so dass wir Konflikte vermeiden und Hank sich auch sicher mit mir fühlt?
Gespräch mit Haltern habe ich schon gesucht: Ich hatte vorgeschlagen die Leine vorne ans Geschirr zu hängen oder auf ein Halsband umzusteigen. Vor dem Vorfall am Abend, wurde der Halter schon mal von seinem Hund über die Straße zu uns gezogen. Glücklicherweise konnten wir da schnell auf einen anderen Weg ausweichen. Der Halter hat sich entschuldigt für den Vorfall. Ich habe natürlich nachdrücklich gebeten, da was zu machen. Da ich ja sehen wir er von dem Hund auch einfach wegegezogen wird. Und wir Glück hatten, dass da nichts passiert ist. Es hätte ja auch ein Hund überfahren werden können.
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Ich habe oft Situationen, wo ich Jack durchbugsieren muss, weil er ein eher unsicherer Hund ist.
Ich starte schon damit, dass ich viel scanne, und wenn ich was sehe, mache ich mich deutlich groß und möchte meinem Hund körpersprachlich vermitteln, dass ich das Thema gesehen habe und mich darum kümmere.
Es gibt dann auch immer den gleichen Ablauf, Jack kommt mit Kommando „rechts“ bzw. „bei mir“ auf die jeweilige abgewandte Seite, und wir gehen mit größtmöglichen Abstand vorbei bzw. gehen zügig weg, je nach Situation.
Ich spreche dann tatsächlich auch in einem ruhigen Ton mit ihm, und wenn ich Leckerli dabei habe und er sie nehmen kann, gibts die mit einem „Schau“ oder „willst einen Keks?“ auch noch.
Jack pöbelt nie zurück, aber ihn stresst es sehr, angebellt zu werden, sei es am Gartenzaun beim vorbeilaufen oder beim Passieren von anderen Mensch/Hund Gespannen. Er muss sich dann auch immer schütteln danach. Ich lobe ihn dann in der Situation immer und habe den Eindruck, meine Stimme lotst Jack ganz gut da durch. Der Stressfaktor selber wird von mir ignoriert.
Jack hat auch „Erzfeinde“, die er eigentlich nicht in seiner Hood mag und denen er gern ein paar Takte erzählen möchte, da wird er von mir genauso ohne Aufhebens durchgelotst. Ich verstehe ihn da auch komplett, aber ändert ja nichts daran, dass er sich zusammennehmen muss und nicht wie offene Hose aufführen kann.
Wegen dem Anspringen, ich würde das als Unsicherheit und Übersprungshandlung werten und darauf reagieren, indem ich den Hund anschaue, ihm sage dass ich sein Unwohlsein registriert habe und ihn jetzt aus der Situation hinausbringen werde. Und dann schau ich nach vorn und wir gehen weiter. Der Hund rutscht dann ja von selber ab von mir.Ich sage zu Jack tatsächlich recht oft „ja danke hab ich gesehen“, wenn er mir was anzeigt oder zb im Garten oder an der Terrassentür knurrt oder kurz bellt. Finde ich wichtig, dem Hund das Feedback zu geben und dann die Führung zu übernehmen und die Situation gemeinsam zu meistern (Schlimm finde ich, wenn Hunde ihren Menschen versuchen was mitzuteilen und es wird gar nicht reagiert. Wie lange wird der Hund versuchen, mit seinem Menschen zu kommunizieren?).
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okay danke..So ungefähr mache ich das auch gerade. Dann belasse ich es bei dem weitergehen und muss vermutlich noch deutlicher in meiner Kommunikation werden
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Wir haben hier seit Jahren einen Erzfeind. Der wurde sogar jeweils zum neuen Hund " übertragen". Den aber von Anfang an. Das einzige was da hilft, ist großflächig ausweichen. Zur Not drehe ich da auch um und gehe den Weg wieder zurück, denn 2 x Schäferhund die sich auf den Tod nicht leiden können auf einem engen Weg braucht kein Mensch. Da es aber auch wirklich nur dieser eine Hund ist, auch nur ein bestimmter kurzer Weg, akzeptiere ich das so und scanne die Gegend in der wir dem begegnen könnten intensiver ab. Zum Glück macht der andere HH das aber genauso, somit relativiert sich das Problem bei uns etwas.
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Wir weichen hier ebenfalls großflächig aus und wechseln ggf. auch die Straßenseite oder Richtung.
Man kennt seine Pappenheimer halt.
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Bei den problematischeren Kandidaten versuchen wir so weit es geht aus dem Weg zu gehen.
Gut, "problematisch" ist hier relativ, aber bei den Hunden die eben besonders Probleme machen ( sei es dass sich da ne richtige Feindschaft gebildet hat, ich selber kein Nerv für die hab oder es tatsächlich schon echt doofe Erfahrungen gab ) seh ich einfach keinen Mehrwert drin das trainingstechnisch groß anzugehen. Ist für alle Beteiligten entspannter denen einfach soweit möglich aus dem Weg zu gehen...
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Ach so, also Ausweichen tu ich schon auch, eigentlich ständig. Wir haben hier viele unangenehme Hunde, die drohen und ausflippen und die Menschen hängen da dran wie der Rotz am Ärmel.
Dachte es geht darum, wenn man nicht mehr wegkann, weil das Zusammentreffen einen überrascht.
Abstand ist mMn das einfachste Mittel, um eine Situation zu entspannen. Leider bin ich bei uns zusammen mit einer Minispitz Besitzerin die einzige, die das so sieht.Letztens kam jemand mit einer Hündin, die wirklich jedes Mal derbe eskaliert, auf uns zu, während Jack seinen Haufen gesetzt hat. Wir konnten also nicht weg und die Hündin ist natürlich vollkommen explodiert. Der Mensch dazu ist da auch völlig resistent, der kapiert das nicht, dass da einfach nur Abstand helfen könnte. Für Jack jedesmal ein Stressfaktor, deshalb weichen wir denen normalerweise großzügig aus.
Ich hab mal mitgezählt, auf einer 20minütigen Gassirunde sind wir mal 4 Mal ausgewichen oder andersherum gegangen oder haben gewartet, um eine Eskalation zu vermeiden. Ich komm mir schon vor wie der Depp vom Dienst, aber hilft ja nichts. Hier ist einfach eine hohe Hundedichte mit unerzogenen, unverträglichen Exemplaren.
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Bei so etwas flüchte ich auch. Auch, wenn das überhaupt nicht die Richtung ist, die ich wollte. Meine Hunde füttere ich aus dem Situationen raus bzw. durch. Also wirklich vollstopfen. Denn, ich finde es eine großartige Leistung, wenn sie bei so etwas mit mir mitgehen. Ich persönlich würde bei einer Gefahr ja auch wegrennen wollen ...
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Also bei einem Hund, der meine schon angegriffen hat bzw wo die Gefahr eher groß ist, daß der andere Halter seinen Hund nicht halten kann, mach ich einen großen, großen Bogen, warum sollte ich uns dem Risiko aussetzen?
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Kenne ich.Woody wurde seinerzeit 2 Mal von einem Schäferhund attackiert, der letzte Angriff war so heftig, dass er die Nacht in der Tierklinik verbringen musste.
Seitdem war dieser Hund, der in der Nachbarschaft lebte, sein Erzfeind, und das bis zu seinem Tod. Wenn wir an dem Grundstück vorbei laufen mussten, in dem er frei „patrouillieren „ durfte, nur im Laufschritt , Hund eng geführt neben mir. Draußen war es ganz schwierig, da half vorausschauendes Handeln mit großem Bogen oder sogar umkehren und eine andere Route gehen. Ich fand es damals auch interessant, dass diese Abneigung, resultierend aus Angst, ein Leben lang anhielt.
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