Rat zur Wahl der richtigen Rasse gesucht

  • Man muss halt wissen was man machen will. Weder der Picard noch der Briard sind Rassen womit man glücklich wird wenn man wirklich Hundesport betreiben will in die Richtung die von der TE genannt wurden.

    Klar, muss das nicht die oberste Priorität sein, das muss man sich halt vorher überlegen. Aber wenn es das ist ist man bei diesen Rassen höchstwahrscheinlich nicht glücklich.

    Ich möchte zu bedenken geben, dass es natürlich auch immer mal hundesportliche Linien gibt in den Rassen. Collie, Briard, Beauceron - na klar gibt es die, aber das ist weit weit weg von dem was ein normaler DSH leistet und in der Ausbildung einfach weitaus schwieriger, kaum Fehler verzeihend, es braucht einen Helfer der absolut weiß was er tut, weil die Veranlagung eben nicht so da ist wie man meint.

    Und das haben die wenigsten Anfänger, wenn kein Glück im Spiel ist, da ist der 0815 Schäferhund oft die wesentlich bessere Wahl, WENN es IGP werden soll und im AGI sicherlich die dort führenden Rassen.

    Es bringt einfach nichts einem Anfänger dafür Exoten zu empfehlen, die man höchstwahrscheinlich selbst nie in der Arbeit gesehen hat. Man macht mit denen ganz, ganz viele Abstriche, auch bei „Leistungslinien“

  • Ich denke es is halt in erster Linie abhängig davon wie konkret hundesportlich so die Pläne sind.

    Will man bspw auf alle Fälle IGP, passen DSH oder Airedale einfach besser als ein Collie oder Briard.

  • Ich denke, was von vielen Fragenden an Sport angedacht ist (und damit meine ich nicht die TE, das weiß ich ja nicht) ist weitab von einem wirklich Leistungsgedanken im Sinne einer Sportkarriere angesiedelt.

    Da besteht oft die Gefahr aneinander vorbei zu reden.

  • Ich denke, was von vielen Fragenden an Sport angedacht ist (und damit meine ich nicht die TE, das weiß ich ja nicht) ist weitab von einem wirklich Leistungsgedanken im Sinne einer Sportkarriere angesiedelt.

    Da besteht oft die Gefahr aneinander vorbei zu reden.

    Natürlich, aber es wurden ja konkret IGP, AGI und MT genannt und nicht Rally-O, Hundeschulkurse oder Hoopers.

    Es geht nicht darum dass es einen Leistungsgedanken braucht, sondern um einen ganz normal veranlagten Hund um vielleicht mal das Ziel OG Prüfung zu erreichen.

    Ich denke das hier viele denken wenn man einen DSH empfiehlt dann glaubt man die Person würde ehrgeizig überregional führen wollen, dazu gehört weitaus mehr dazu und als Anfänger ist das sowieso fast utopisch.

    Es geht wirklich nur darum einen Hund mit normaler Veranlagung zu haben um mit dem in einer normalen OG bei einem normalen Helfer einfach trainieren zu können, Freude zu haben und eventuell seine Prüfungen bis zur 3 zu schaffen. Das hat mir leistungsgedanken gar nichts zu tun, sondern mit Sporteinstieg für einen Anfänger.

    Ein Exote mag das Temperament haben und den arbeitswillen, aber oft fehlen Veranlagungen wie Griffverhalten. Bei diesen Genetischen Themen wird es schon bei vielen Gebrauchsrassen mittlerweile schwierig. Mit einem Exoten muss man erstmal einen Helfer finden der Lust und das Können (!!!!!) hat lauter Punkte aufzubauen die einem andere Rassen einfach schenken. Da kann der Sport schon dort vorbei sein wo man gar keinen Helfer findet und es ist einfach gemein jemandem solche Rassen zu empfehlen wenn derjenige wirklich Interesse am Hundesport hat. Damit legt man sich absolut viele Steine in den Weg und macht sich einen Weg 20x so schwer er eh schon schwierig ist.

  • Wenn sowas wie IGP angedacht ist kann man ja nicht mal guten Gewissens einen Groenendael oder Tervueren aus Show empfehlen und auch keinen WSS. Da fällt so viel raus an Rassen und Linien nur um überhaupt mitmachen zu können. Die beißen nun mal größtenteils nicht vernünftig und schon gar nicht bei Fremden.

    Es ist Anlagensport und kein „das kann jeder Hund lernen“-Sport. Mit leistungsgedanken hat das gar nichts zu tun.


    Da ist ein Airedale aus sportlichen Linien noch mit die beste Alternative, die beißen nun auch nicht wie ein DSH, aber sie tun es und auch bei Fremden.

  • Zum DSH passen 99% der Hundeschulen nicht.

    Da würde ich ich echt empfehlen schon vorher einen Verein zu suchen in dem du dich wohl fühlst.
    Das müsste in deiner Gegend möglich sein. Hier bei uns in Brandenburg ist das ein 6er im Lotto.

    Wenn du so engagiert bist könnte dich echte Rettungshundearbeit was für dich sein.

    Da hast du in einer guten Staffel alles, was du suchst.

    Und der DHS eignet sich sehr für diese Arbeit.

  • ich will auf jeden Fall einer der Hundesportarten machen, das steht felsenfest (Schutzhund, Mantrailing, Agility, ich will mir alles mal anschauen

    Da würde ich zuerst mal ansetzen.

    Soll es denn überhaupt IGP sein (also "Schutzhund")

    Das ist ein sehr spezieller Sport, mit uU sehr speziellen Menschen, und man braucht zwingend einen Verein dazu. Das würde ich erst mal genauer anschauen, ob was passendes in der Nähe ist und dir zusagt.

    Für einen DSH aus Leistungszucht wäre es gut, jemanden von Anfang an zur Seite zu haben - die ganz normale Hundeschule ist auf den Typ oft nicht ausgerichtet.

    Für Agility oder Mantrailing, genauso wie für viele andere Sportarten, die du vielleicht noch nicht kennst, sind viele Rassen geeignet.

    Der Alltag wäre mir deutlich wichtiger. Und das der Partner mit dem Hund klarkommt.

    Mit in dem Wanderurlaub und durch eine Altstadt für ein paar Stunden sollte machbar sein,

    idealerweise neutral gegenüber Menschen und Hunden sein

    Schreit für mich nicht nach DSH. Nicht bei einem Anfänger.

    Wie ist denn euer Wohnumfeld? Städtisch?

  • Ich würde an Deiner Stelle bei den Überlegungen mehr einbeziehen, dass Dein Mann sehr wahrscheinlich mit einem Hund, der sehr klar geführt werden möchte, nicht klar kommt. Damit fällt ein DSH und ähnliches raus, denn Dein Mann wird den Hund auch mal alleine händeln müssen und schlimmstenfalls nimmt so ein Hund ihn nicht ernst.

    Was durchsetzen angeht: Ich habe schon kleine Hunde, die mich oder meine Hündin angehen wollten durch Auftreten und entsprechende Ansagen in ihre Schranken gewiesen. (Das war ein Jack-Russel-Terrier und beim anderen mal ein Spitz.). Ich komme auch mit einem Malteser von Bekannten klar, der öfter seine Zähne ausfährt.

    Trotzdem würde ich mir absolut keinen DSH und ähnliche Kaliber zutrauen. Ich mache um DSH grundsätzlich einen großen Bogen, ob alleine oder mit Hund, weil das die Rasse ist, bei der ich am häufigsten erlebe, dass die bellend und Zähne fletschend in der Leine hängen, während ihre Halter große Mühe haben, sie zu halten, mal ganz zu schweigen davon, dass die in der Lage wären, den Hund dazu zu bewegen, dieses Verhalten zu unterlassen.

    Was IGP angeht, kenne ich jemanden, die das mit Malinois macht, und nach dem, was sie erzählt, muss das schon ein spezieller Typ Hund sein, den man wirklich wollen muss und den Otto-Normal-Hundehalter in der Regel nicht will...

    Übrigens kann sogar unsere 38 cm hohe Kleinpudel-Großpudel-Mix-Hündin im Dunkeln so tief bellen und knurren, dass Menschen einen Bogen um uns machen.

    Es gibt viele, normalerweise sehr liebe, friedliche Hunde, bei denen Schluss mit lustig ist, wenn sie glauben, dass ihre Familie bedroht wird. In jedem Hund steckt ein Wolf. Von daher wäre ich mir bei keinem Hund sicher, dass der nicht doch nach vorne geht, wenn es ernst wird. Die meisten Leute kennen sich außerdem nicht so gut mit Hunderassen aus, dass die sagen, hey, ein Collie ist doch harmlos. Die sehen einen großen Hund mit großen Zähnen und unterlassen irgendwelche feindlichen Aktionen.

  • Wäre es eigentlich möglich mit der WSS Hündin vom Onkel schonmal in nen paar Hundesportarten rein zu schnuppern ? IGP und Agi wahrscheinlich eher nicht, aber so ziemlich alles was mit Nasenarbeit zu tun hat oder bspw Obi, THS oä wär ja, sofern der Onkel damit kein Problem hat, ja durchaus Möglichkeiten schonmal zu gucken wie es dahingehend ausschaut.

    Ansonsten schadet es sicher nicht im Vorfeld schonmal zu schauen was es da Vereinmäßig so gibt und was da zusagt ? Evtl zeichnet sich da schonmal besser für dich ab in welche Richtung es gehen soll.


    Hinsichtlich IGP kanns wie erwähnt sein dass da der nächstbeste Verein garnicht passt, ich kenne es durchaus dass die ein oder anderen da mitunter längere Wege fahren für nen guten Verein.

    Hinsichtlich der entsprechenden Rassen für diesen Sport muss es natürlich auch einfach sonst passen. Die bisher genannten Rassen lassen sich ja alle in Ruhe kennen lernen bevor man sich entscheidet.


    Muss allerdings auch sagen - betreffend Menschen mit DSH - ich denk das variiert auch einfach nach Umgebung welche Erfahrungen man da so macht. Ich kann bspw so einige doofe Begegnungen die viele mit DSH Haltern haben nicht teilen. Wenn ich DSH sehe sind die aber sehr oft auch einfach bei Haltern die die gut führen. Ich erlebe so blöde Begegnungen selten, mit den Schäferhund-Leuts. Dafür hab ich mit anderen Rassen sehr viele blöde Situationen gehabt ( bspw Border Collie oder Rottweiler).

    Auch bspw beim Airedale werden viele, wenn man sie fragt, sagen dass die total doof auf andere Hunde reagieren, insbesondere die Rüden. Das kenne ich bspw auch anders. Wenn auch ich auch hier sagen muss, sind manche Züchter dazu geneigt einem Anfänger eher eine Hündin zu empfehlen.

    Aber trotzdem schließt sich eben gegenseitig das eine das andere nicht aus. Und wenn man bei diesen zwei Rassen glaubt die könnten eine Option sein, sind die eben trotzdem zwei unterschiedliche Rassen unterschiedlichen Typs, die eigentlich nur verbindet dass es Gebrauchshunde sind.

    Liegt einem das und man bekommt es hin die vernünftig zu führen, kein Ding. Geht's schief, dann wirds schneller und heftiger brenzlig als es bspw bei nem Collie oder Labi zu erwarten wäre.

    Dem entsprechend würd ich das was hier so empfohlen wird an Rassen erstmal sammeln, Infos die man finden kann filtern, schauen was man eigentlich genau möchte und im realen Leben ausführlich gucken was denn eigentlich zu mir und dem was ich angedacht habe passt ?

  • Wie man sehen kann, habe ich einen Weißen Schäferhund und würde den bei dir durchaus auch sehen. Ich fühle mich als nicht besonders große Frau auch abends laufend mit ihr sicher. Sie kann Bellen auf Kommando und auch wenn sie weiß ist, ist sie durch ihre aufrechte Haltung mit spitzen Ohren schon eher Kategorie "guckt streng" statt "will ich streicheln".

    Ja, da ist auch meine Erfahrung von den Spaziergängen mit dem Schweizer Schäfi von meinem Onkel. Die Leute wechseln die Straßenseite.

    Gesprächig ist sie (winseln, jammern, brummen, fiepen, gurren, ...), bellen tut sie aber nicht viel und kreischen tut sie auch nicht. Meiner Erfahrung nach ist diese Gesprächigkeit schon von der Rasse mitgeliefert (ich kenne auch einige gesprächige Deutsche Schäferhunde), Charakter spielt da aber sicher auch ne Rolle. Man sollte es nur ggf. wissen, falls man der Typ ist, der sich von jedem Geräusch des Hundes bemüßigt fühlt drauf zu reagieren - da wären wir dann wieder bei Überfokus auf dem Hund und das macht Stress.

    Solange der Hund nicht permanent bellt (ab und zu darf er natürlich) machen mir Geräusche gar nix, im Gegenteil. Wir hatten Papageien, ich bin es gewöhnt das immer irgendwo Geräusche/Piepen ist ;)

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