Frust bei vorläufig aufgenommenem Welpen
-
-
Sobald die Leine dran ist, fängt er nervös an herumzutänzeln und wirft den Kopf hin und her, schüttelt sich.
Würde er zu irgendeinem Zeitpunkt da Leckerli nehmen?
- Vor einem Moment
- Anzeige
Übrigens.... es ist wirklich wichtig, auch an das passende Hundefutter zu denken.
Ich habe für unseren Buddy unglaublich lange nach einer Sorte gesucht, die wirklich zu ihm passt. Immer wieder habe ich etwas Neues ausprobiert und war nie ganz zufrieden. Durch Zufall bin ich hier im Forum auf den kostenlosen Futtercheck gestoßen. Dort konnte ich sehen, welches Futter andere Hundehalter mit derselben Rasse bevorzugen und gute Erfahrungen gemacht haben.
Und was soll ich sagen, Buddy liebt sein neues Futter. Die ganze Suche hat sich absolut gelohnt.
Falls ihr ihn noch nicht getestet habt, hier geht’s direkt zum Futtercheck! Das dauert weniger als eine Minute.
Und am Ende könnt ihr euch sogar kostenlose Futterproben von bis zu 20 verschiedenen Herstellern sichern.
👉 Hier nochmal der Link zum Futtercheck!
LG Steffi mit Buddy
-
-
Hmm. Wenn es schon so schlimm ist, würde ich mit der Leine vielleicht Mal bei -10 statt bei 0 anfangen. Also Leine zeigen und Hund belohnen. Nicht dran machen oder so. Einfach ab und zu vor dem Hund die Leine in die Hand nehmen und dann ein Leckerlie für den Hund. So lange bis er kein Meideverhalten zeigt. Dann den Hund mit der Leine berühren. Noch nicht dran machen, nur in seine Richtung bewegen und an ihn dran halten. Auch dafür wieder belohnen. Und so immer weiter ganz langsam steigern. Wenn das klappt die Leine dran und sofort wieder ab, wenn das klappt etwas länger dran lassen, immer belohnen und loben. So dass beim Hund ankommt, dass die Leine was gutes ist. Ohne Frust. Kein stundenlanges Training oder so, sondern einfach hier und da einmal zwischendurch. Und wieder aufhören. So würde ich es zumindest versuchen...
Und zu der Begrenzungsdiskussion: Arya war da auch sehr easy. Die hatte super schnell verstanden was ich von ihr möchte und dass es Leckerlies gibt wenn sie in ihr Körbchen geht. Als ich aufgehört habe ihr dafür Leckerlies zu geben, da hat sie angefangen zu diskutieren, ob sie jetzt wirklich ins Körbchen soll. Aber seitdem es immer mal wieder ein Leckerlie dafür gibt, funktioniert es wieder problemlos. Auch Räume in die sie nicht rein darf (bei uns das Ankleidezimmer) betritt sie nicht. Das hatte sie in 2 Tagen gelernt und da gab es nie Probleme. Natürlich muss man dazu sagen dass sie ein silberner Labbi ist, also nicht reinrassig. Wobei ich in ihrem Verhalten bisher 1 zu 1 einen typischen Labrador sehe. Aber erwähnt haben wollte ich es trotzdem mal.
-
Zieh ihm ein Geschirr an, nimm eine 10m Flexi Giant Professional, und dann einfach losgehen. Verlange nichts von ihm, ausser dich nicht von den Füssen zu holen. Bisher wurde dauernd an ihm herum erzogen.
Du hast einen Hund mit special effects in Obhut genommen, bist du dir bewusst was das bedeutet? Zurück zu deiner Schwester kann er nicht, vergesst das! Der kippt da SOFORT in alte Verhaltensweisen, hab ich zu oft erlebt.
Ich habe einen ähnlichen Hund übernommen, die kleine Hexe war aber bereits 2,5 Jahre alt, alles hatte sich da schon sehr heftig ausgeprägt. Eine Labrador Hündin, aus seriöser Zucht, eine ganz tolle Hündin.....
.... in den richtigen Händen.
Da wo sie war, wurde sie mit der Zeit gefährlich weil sie anfing Menschen zu massregeln und Hunde zu schnappen, hatte mehrere Anzeigen und wurde am Ende vom Vet. Amt umplatziert. So kam sie zu mir. Was ihr fehlten waren nette, klare Grenzen, eine für sie verständliche Ausbildung und etwas zu tun.
Ich schildere dir mal wie es bei uns ablief, bis sie vermittelt wurde. Vielleicht hilft es dir. Ich sage nicht, dass es genau so gemacht werden muss, aber die Entwicklung der Hündin war sehr erfreulich.
Die Hündin wurde hier als sie ankam absolut in Ruhe gelassen. Die ersten 4 Wochen haben wir nur ganz wenige Dinge gemacht:
- 3x pro Woche Radfahren (die war dermassen zu fett)
- spazieren an der langen Flexileine
- gefüttert, geknuddelt, mal im Garten gespielt
- Sucharbeit
Ende. Nichts anderes. Warum? Weil JEDER hatte Erwartungen an den Hund. Immer hat sie etwas falsch gemacht, immer wollte jemand etwas korrigieren. "sie muss doch... man sollte doch... die muss jetzt das lernen..." Und sie hatte keine Chance, dies zu erfüllen. Also habe ich die Erwartungen auf 0 gesetzt. Sie in Ruhe gelassen, einfach mitlaufen lassen. Nur die allerwichtigsten Dinge verlangt wie , kurz warten beim füttern, kurz warten an der Tür, nicht auf Möbel springen. Ansonsten nichts. Einfach keine Erwartung an den Hund.
die hat zuerst mal sehr viel geschlafen. Enorm viel geschlafen.
Mit der Zeit, nach etwa 4 Wochen, habe ich angefangen, gezielt Dinge zu üben. Zum Beispiel an der Leine gehen. 30kg ungebremster Hund mussten erst mal lernen, dass es ein Konzept gibt, wie man etwas lernt. Also haben wir ganz in Ruhe in der Tiefgarage damit angefangen.
Dann haben wir weitere Dinge hinzugenommen. Eins nach dem Anderen. Sie wurde eine sehr nette Hündin, die aber ihr Leben lang in die alten Muster zurückfallen würde bei falschem Umgang. Sie hatte das Glück, zu ganz tollen Leuten zu kommen, welche mir ein Tierheim vermittelt haben.
Ich kann dir nur ans Herz legen, lass den Hund einfach mal mental in Ruhe. Kein Trainer. Keine Hundeschule. Keine Kommandos. Kein "du musst das jetzt lernen". Lass ihn einfach mal nebenher laufen, sei nett zu ihm, knuddle ihn, füttere ihn. Manage wo es dringend nötig ist.
Wenn du mit der Zeit an etwas arbeiten willst, dann aber mit Konzept, nicht einfach irgendwie. Das vertragen diese Hund ganz, ganz schlecht. Und gib ihm was zu tun. Der muss Energie raushauen. Ab in den Wald, versteck Würstchen Stücke, aber richtig gut, nicht einfach verstreuen, der hat ne gute Nase. Der soll arbeiten. Und dann lass ihn suchen, lass ihn sich bewegen, müde werden, glücklich. Und dann freu dich mit ihm. Er braucht jemanden, der sich auch mal freut weil er so ein toller Kerl ist. Das kommt dermassen zu kurz, wenn nur noch Probleme im Vordergrund stehen.
Ich hoffe, das hilft dir.
-
Ich würde auch mal anleinen am Geschirr testen und dann Flexi und Schlepp (natürlich nicht gleichzeitig) um zu schauen, mit was der Hund besser läuft. Manche Hunde finden den konstanten leichten Zug der Flexi als sehr angenehm, andere als unangenehm. Manche finden hingegen die Schlepp doof.
Muss nicht die Lösung sein, aber oft hilft es das Thema kurze Leine einfach mal sein zu lassen und dann in Ruhe neu anzufangen.
-
a, er trägt ein Halsband. Ich versuche, sein Verhalten möglichst so zu erklären, dass man es sich vorstellen kann: Sobald die Leine dran ist, fängt er nervös an herumzutänzeln und wirft den Kopf hin und her, schüttelt sich. Ich habe schon mal den Vergleich mit einem scheuenden Pferd gemacht. Das trifft es ziemlich gut. Wenn er dann merkt, dass das nichts bringt, fängt er an zu zerren, bellen/jaulen, je nachdem... Auch schon hat er sich hingeworfen und gestrampelt
Oje. Das ist wirklich übel.
Als ich meine Sheila bekam war ihre Verknüpfung zur Leine: Panisch wie ein wildtier, reinwerfen und schreien.
Das war ein ordentliches Stück Arbeit das zu verändern. Da braucht man wirklich eine sehr gute Anleitung.
-
-
Ich würde halt gerne einfach besser verstehen, was in dem Moment genau in seinem Kopf vorgeht. Also, dass es ihn stresst, ist klar. Aber hat er Angst? Ist er genervt? Ist es einfach Frust, weil er nicht bekommt, was er will? Glaubt er, man will ihm etwas Böses? Manchmal frage ich mich schon, wie so sein innerer Monolog den ganzen Tag aussieht bzw. was er jeweils mit seinem Bellen/Jaulen mitteilen will. Ist es ein Hilferuf à la "Lasst mich alle in Ruhe"? Aber wieso macht er es dann auch seinem Spielzeug gegenüber?
Würde er zu irgendeinem Zeitpunkt da Leckerli nehmen?
Probiert habe ich das noch nie, kann es mir aber irgendwie nicht vorstellen. Muss ich mal testen.
wildsurf Geschirr anziehen ist halt auch schon eine riesige Herausforderung. Aber wenn er es dann mal anhat, stört es ihn zum Glück nicht mehr.
-
wildsurf Geschirr anziehen ist halt auch schon eine riesige Herausforderung. Aber wenn er es dann mal anhat, stört es ihn zum Glück nicht mehr.
Dann würd ich das einmal durchziehen, auch wenns ätzend für alle Beteiligten ist und das Geschirr dann dran lassen.
Toi, toi, toi euch, da hast du dir ja echt ne Aufgabe zugelegt. Wie gut, dass du dem Hund und deiner Schwester gleichermaßen hilfst und zur Seite stehst! -
Was da vorgefallen ist, ist ziemlich heftig und hat tiefe Spuren hinterlassen. Vollkommen egal, aus welcher Intention heraus deine Schwester so gehandelt hat, das Zuhause dort ist für den Hund verbrannte Erde. Er hat die Umgebung und die Person durch die unzähligen Wiederholungen fest mit den Geschehnissen verknüpft und wird dort immer wieder in das alte Verhalten zurückfallen. Ich kann dir aus Erfahrung mit einem ähnlich geschädigten Hund sagen, dass es erstens grundsätzlich sehr knifflig werden wird, Leine, Box und Co. für den Hund wieder positiv zu besetzen - oder zumindest so, dass es wieder genutzt werden kann, ohne massiven Stress auszulösen. Und das sind halt dummerweise auch Dinge, die unverzichtbar im Alltag eines Hundes sind, wenn man mit dem auch mal Spazierengehen oder ihn transportieren will. Und zweitens wird das Verhalten wahrscheinlich mit jedem Mal, das er zu deiner Schwester zurückkommt, wieder schlimmer und festigt sich weiter. Wenn man noch irgendwas für den Hund retten will, braucht der so schnell wie möglich ein stabiles, sicheres Zuhause (vielleicht bei dir?), aber keinesfalls sollte er dahin zurück, wo er so traumatische Dinge erlebt hat, egal welcher gute Gedanke hinter dem Training stand. Für den Hund war es eine Katastrophe.
-
Aber hat er Angst? Ist er genervt? Ist es einfach Frust, weil er nicht bekommt, was er will?
Er ist völlig verwirrt und hat Angst bis hin zu Panik. Er ist da jetzt - wie lange war er bei Deiner Schwester - 3 Monate? also, etwa 3 Monate durch eine Mobbing-Situation gegangen. Ohne Feierabend. Als Welpe. Für ihn ändert sich das auch nicht dadurch, dass Deine Schwester das so gar nicht wollte.
Ihm wurde nie in Ruhe erklärt, was man von ihm möchte, er hatte nie die Möglichkeit, Spaß am Lernen zu lernen und er wurde ständig korrigiert für etwas, bei dem ihm gar nicht klar war, dass das Fehlverhalten ist. Weil es ihm halt nie eigentlich beigebracht wurde.
Du schreibst ja selbst, bei Deinem Hund respektiert er einfach, wenn der klar macht, das er seine Ruhe haben möchte.
Dein Hund verlangt ja auch nichts für ihn unmögliches von ihm. -
Ich würde da gar nicht zu sehr verkopft versuchen, irgendwelche Emotionen zu finden.
Der muss nicht unbedingt Angst haben!Hunde können sich bei fehlender Führung ungemein gut in etwas reinsteigern. Und zwar bis zum Exzess. Das kann schlagartig aufhören bei richtigem Umgang.
Ich würde da wirklich versuchen neutral an die Sache zu gehen.
Weil: wenn du denkst, oh es ist Angst, wirst du allenfalls unbewusst vorsichtig. Dies wiederum versteh er nicht, und reagiert darauf. Du denkst dann wiederum , oh jetzt ist er komisch und schon seid ihr in einer Spirale.
Nimm ihn wie er aktuell ist. Manage. Sei nicht zimperlich, das bringt gar nichts.
Nett aber zügig das Geschirr anlegen, raus, fertig. Je mehr du vorsichtig bist oder überlegst etc weiss er wiederum nicht, was jetzt wieder los ist.
Behandle ihn möglichst neutral, das hilft ihm am meisten. Alles andere hilft selten.
Verkopft hilft nie. Auch dir nicht. Weil du eh nicht die richtige Entscheidung triffst auf das, was du dann denkst dass es vielleicht ist. Weisst du wie ich meine? - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!