Frust bei vorläufig aufgenommenem Welpen

  • ich hoffe einfach, der junge Kerl wird in seinen Baustellen begleitet und nicht mit solche Tips wie weiter oben von Birds noch mehr gedeckelt und gefrustet. DAS verträgt der jetzt genau gar nicnt.

    Mir tut der Kerl unfassbar leid. was da alles schief gegangen ist.

    Anton12 bleib weiter bei deinem Bauchgefühl, führen ihn ruhig und hilf ihm wo er es benötigt. Ich glaube du machst das sehr gut

  • So, die letzten Tage ist einiges passiert. Kurzfassung: Ich habe Balus Züchterin kontaktiert und mich entschlossen, den Hund offiziell zu übernehmen. Die Züchterin hat mir angeboten, mir mit Rat zur Seite zu stehen und sich die Situation evtl. auch mal vor Ort anzuschauen.

    Ende Woche geht es noch zum Neurologen, wegen Balus komischen "Strampelanfällen". Die Züchterin meinte aber, es könnte auch eine extreme Art von Übersprungshandlung sein, weil der Hund irgendwann nicht mehr weiss, was er sonst noch tun soll, da er immer wieder mit überfordernden Situationen konfrontiert wurde, aus denen er keinen Ausweg fand (geschlossene Box, Deckentraining, kurze Leine, Hauptmahlzeit aus der Schnüffelmatte/Kong).

    Den Tag nach dem "Hosen-Beissvorfall" bin ich mit ihm wieder nur in den Garten und er hat praktisch den ganzen Tag gepennt - vielleicht Stressverarbeitung? :thinking_face: Seither nehme ich auf die Spaziergänge immer ein Beiss-Spielzeug und seine Lieblingsleckerli mit, um ihn im Notfall damit ablenken zu können. Das hatte jetzt auch noch den positiven Effekt, dass er die Spaziergänge mit diesen Leckereien verknüpft und nicht mehr nur andauernd an der Leine zieht, sondern ab und zu auch zu mir kommt. Aber das ist natürlich alles noch sehr ausbaufähig. Hundebegegnungen versuche ich, zu vermeiden.

    Bald möchte ich mit ihm das Alleinsein üben, denn zurzeit mache ich mit den beiden Hunden getrennte Spaziergänge und wenn ich mit Django unterwegs bin, ist meine Partnerin mit Balu zu Hause. Das ist aber nicht unbedingt eine Dauerlösung. Meine Idee ist jetzt, dass Balu das abgetrennte "Hundezimmer" als Ruheort annimmt und er da auch mal eine Weile allein sein kann. Meint ihr, das ist zu früh? Wenn ich im Haus bin, schafft er es inzwischen gut, sich auch mal ein einem anderen Raum, ohne mich aufzuhalten, aber das ist ja wahrscheinlich nicht ganz dasselbe. Oder soll ich lieber üben, mit beiden Hunden gemeinsam Spaziergänge zu machen? Oder Balu gemeinsam mit Django allein lassen?

  • Wenn ich im Haus bin, schafft er es inzwischen gut, sich auch mal ein einem anderen Raum, ohne mich aufzuhalten

    Das ist bereits eine sehr gute Voraussetzung, um alleine bleiben zu können.
    Du kannst probieren, wie er darauf reagiert wenn du einfach ganz selbstverständlich die Wohnung verlässt und mal ne Viertelstunde weg bist.
    Es ist eventuell schwieriger für Balou, senn du Django mitnimmst. Das hat ne andere Qualität von "die gehen". Daher würde ich das tatsächlich auch gezielt machen und schauen, was er damit anfängt.
    Allenfalls ist alleine lebe bei euch zu Hause gar nicht soo schwierig für ihn.

    Aber Hut ab, dass du ihn vorerst mal bei euch behalten kannst! Toll. Freut mich mega für den Buben. Auch die Unterstützung durch die Züchterin, toll.

    Aktuell würde ich persönlich wohl noch einzeln raus. Einfach weil er noch so viel lernen muss. Und Django muss sonst ziemlich zurückstecken. Es ist in dem Stadium entspannter getrennt. Für alle Beteiligten.


  • Ich finde die Entwicklung hier toll und finde es auch super dass du Balu behalten willst. Ich glaube er ist bei dir gut aufgehoben.

    Wenn er anfängt sich zum ruhen zurückzuziehen würde ich einfach mal testen was er macht wenn du ihn für kurze Zeit alleine lässt.

    Optimal wäre es wenn du ihn dabei die ersten Male per Camera überwachen kannst. Wenn er ja nur den einen Raum zur Verfügung hast reichen da ja ganz einfache Möglichkeiten z.b. ein älteres Smartphone oder Laptop so positioniert dass man relativ viel vom Raum sieht.

    Dann kannst du direkt sehen ob er ein Problem mit dem alleine sein hat und dementsprechend reagieren bzw die Zeiten steigern.

    Ob du mit beiden gleichzeitig laufen willst oder nicht ist individuell. Ich finde es auch wichtig, dass dein Django nicht zu kurz kommt. Deshalb würde ich vermutlich die großen Runden getrennt gehen, solange Balu noch so viel Management braucht und parallel mal anfangen kleine löserunden, bei denen du auch mit wenig Hundebegegnungen rechnest mit beiden gleichzeitig zu machen. Alternativ kannst du ja am Anfang auch gemeinsam mit deiner Freundin mit beiden Hunden gehen

  • Ist jetzt vielleicht ein bisschen off-topic, aber ich hatte nochmal kurz Kontakt mit Balus Züchterin. Sie meinte, die heutigen What‘s app-Gruppen, welche die Leute mit Wurfgeschwistern gründen, seien für sie ein richtiges Ärgernis, weil sich dort gegenseitig unter Druck gesetzt wird. „Mein Welpe schläft schon ruhig in der Box / Meiner ist schon stubenrein / Mein Welpe läuft schon super an der Leine, etc“. Offenbar war das jetzt im Balus Wurf ein Thema und hat mehr kaputt gemacht, als geholfen…:face_with_rolling_eyes:Ist das jetzt heutzutage so in diesen Gruppen, dass man sich gegenseitig kirre macht, statt sich Tipps zu geben?

    Heute habe ich ihn mal 10 Minuten alleine gelassen (zusammen mit Django im Hundezimmer) und dabei auf einer Kamera beobachtet. Er hat nicht gebellt, aber war sofort wach, als ich die Tür geschlossen habe und ist 10 Minuten am Gitter/Raumtrenner gestanden, bis ich wieder da war. Weiss jetzt nicht so recht, ob das gut oder schlecht ist.

    Morgen geht‘s zum Neurologen. Mal schauen, wie die kurze Autofahrt wird. Ich werde Django mitnehmen, weil ich gemerkt habe, dass Balu nur ins Auto steigt, wenn Django schon drin ist. Das alleine Autofahren ist dann eine Baustelle für später…:upside_down_face:

  • Ist das jetzt heutzutage so in diesen Gruppen, dass man sich gegenseitig kirre macht, statt sich Tipps zu geben

    Also bei mir war die Gruppe sehr nett, ist aber auch schon ein paar Jahre her. Aber es ist natürlich auch immer relativ, was wen kirre macht, mich würde es jetzt auch nicht stressen bzw hat es auch damals nicht, wenn sich andere freuen, dass ihr Welpe schon stubenrein ist.

  • Bei uns gibt es auch so eine Gruppe - es kommt drauf an, was die Teilnehmer draus machen.

    Man kann sich freuen, wenn xy schreibt, sein Welp sei bereits stubenrein,...

    Man kann daraus aber auch ableiten - verdammt, meiner noch nicht, also mehr mit mehr Druck reagieren


    Das lässt sich mit Leine, alleinbleiben, Männchen machen, .... beliebig als Muster fortsetzen.

  • Meine Welpengruppe ist super. Aber ich bin froh, dass das nicht mein erster Welpe war. Ich glaube das hätte mich gestresst.

    Die Ahamomente und der eigene Hund ist auch mal der Streber gab es immer überraschend. So war das einfach spannend zu sehen wie sich alle entwickeln und wie ähnlich sie sich alle sind, obwohl zumindest meiner ein sehr anderes Leben führt.

  • Sie meinte, die heutigen What‘s app-Gruppen, welche die Leute mit Wurfgeschwistern gründen, seien für sie ein richtiges Ärgernis, weil sich dort gegenseitig unter Druck gesetzt wird.

    Das ist unter anderem ein Grund, weswegen unsere Züchterin keine solche Gruppe aufgemacht hat. Ich finde das manchmal schon schade, weil ich eigentlich gerne wissen würde, wie es den Geschwistern so geht, immerhin haben wir sie ja alle in den ersten 8 Wochen kennen gelernt. Aber andererseits bin ich auch ganz froh drüber, eben nicht diesen direkten Vergleich zu haben.

    Für den Austausch veranstaltet die Züchterin alle paar Monate Welpentreffen, das ist auf jeden Fall schön und ich freue mich schon aufs nächste Mal.

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