Jack Russell humpelt seit kurzem, bitte um Meinungen
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Natürlich kann man Menschen und Tiere nicjt 100 prozentig miteinander vergleichen.
Was man vergleichen kann ist Gewebeheilung ersteinmal als solche, darauf kann man sich einigen.
Gewebe hat immer die gleiche Heilungszeit +/- , Haut Natürlich anders als Muskeln, die anders als Knochen etc.
Es hat sich in den letzten 15 Jahren durchgesetzt, dass Gewebe in seiner optimalen Belastung am besten heilt.
Knochen unter Druck, Muskeln in ihrer Funktion und Sehnen in ihrer Haltearbeit.
Der Mensch kann jetzt natürlich besser einige Regwln einhalten als der Hund. Da wäre wahrscheinlich ein gewisses Management von nöten, was sich mit Ruhe und Bewegungszeiten beschäftigt.
Wenn eine OP finanziell nicht in Frage kommt, wäre eine intensive Physiotherapie sicher eine Option.
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Wenn eine OP finanziell nicht in Frage kommt, wäre eine intensive Physiotherapie sicher eine Option.
Hat hier jemand eine Idee, wieviel mit intensiver Physio auf den TE zukommen könnte (sowohl zeitlich gesehen als auch finanziell)?
Also sowas wie 6 Monate 2x wöchentlich 1 Stunde á 35,-- (=70,--/Woche) - Zahl aus der Luft gegriffen, weil ich da keine Erfahrungen habe.
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Also sowas wie 6 Monate 2x wöchentlich 1 Stunde á 35,-- (=70,--/Woche) - Zahl aus der Luft gegriffen, weil ich da keine Erfahrungen habe.
Hier bei uns kostet Physio bei den meisten um die 75-90 Euro pro Therapiestunde (45 Minuten). Wie lange man nach sowas Physio braucht und wie oft kann ich nicht sagen.
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Doch, man kann viel von Mensch auf Hund übernehmen. Hier ist kein Knochen gebrochen, und man kann nichts "kaputter" machen.
Man kann nur zu spät handeln, und eine Arthrose schneller herauf beschwören.
Das optimum sind 3x wöchentlich(1 Tag Training,1 Tag regeneration) für den Anfang.
Während ser Akuten Phase würde ich das 8 Wochen in strikter Physiotherapeutische Begleitung machen, und dann von der Physio Aufgaben mitnehmen. Dann kann man auch auf 1x die Woche Kontrolltermin runter gehen... und je nach Bedarf Aquatraining dazu nehmen.
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Es hat sich in den letzten 15 Jahren durchgesetzt, dass Gewebe in seiner optimalen Belastung am besten heilt.
Da genau ist aber der genannte Schwachpunkt der Vergleichbarkeit. Ein Tier belastet je nach Situation auch spontan deutlich zu hoch, so dass bereits heilende Strukturen einen neuen Schaden nehmen. Hier ist die Abwägung halt dann doch etwas anders als beim Menschen....
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CundC hier stehen schon Erfahrungsberichte über die Finanzen und ganz sicher kommt kein Selbstständiger mit spezialisierten Geräten bei 35 Euro pro Stunde aus...
Mich würde interessieren, wie der TE das jetzt entschieden hat und wie es weiter geht?
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Also sowas wie 6 Monate 2x wöchentlich 1 Stunde á 35,-- (=70,--/Woche) - Zahl aus der Luft gegriffen, weil ich da keine Erfahrungen habe.
Also bei uns kostet ne Behandlung bei der Physio knappe 90€ (ca 45 min), da sollte man sich nichts vormachen, das summiert sich auch.
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Es hat sich in den letzten 15 Jahren durchgesetzt, dass Gewebe in seiner optimalen Belastung am besten heilt.
Da genau ist aber der genannte Schwachpunkt der Vergleichbarkeit. Ein Tier belastet je nach Situation auch spontan deutlich zu hoch, so dass bereits heilende Strukturen einen neuen Schaden nehmen. Hier ist die Abwägung halt dann doch etwas anders als beim Menschen....
Aber hier ist ja schon eine Struktur geschädigt, die nicht wieder heilt.
Und auch einen Hund kann ich managen, das er nicht von wo runter springt, keine kalt Sprints macht, etc...
Aber hier einen Fachvortrag zu halten, führt zu weit, und geht am Thema vorbei.
Insgesamt stehen hier jetzt OP + anschließender Physio als Optimum, und Konservative Therapie mit regelmäßiger Physio und Tiefenmuskeltraining zur Debatte.
Mache ich eine Konservative Behandlung, bleibt das Knie meistens in einer gestreckten Position(Ausnahmen gibt es immer), was natürlich den gesamt Bewegungslauf verändern kann. Hier wäre halt auch die Frage, ob der Terrier zu Patellaluxation neigt( für den TE: doppeltes kurzzeitiges Hinken auf dem Hinterbein beim laufen)
Hier haben wir zeitlich gesehen 6-8 Wochen Gewebeheilung... danach geht die Schwellung im Gelenk langsam zurück. Lymphdrainage wäre eventuell Hilfreich.
Dann kommt ca6-8 Wochen Belastungstraining(zb Slalomlaufen), Tiefenmuskulatur(stehen und belasten auf instabilier Unterlage und leichte Mobilisation an(im Schritt über Stangen gehen
Danach sollten sich die akuten schmerzhaftigkeiten gelegt haben, und der Hund belastet im normalen Alltag relativ normal.
Dann geht es an den Muskelaufbau, um alle anderen Intakten Kreuzbänder zu entlasten(Caniskinetik, aktive Stabilität, Muskelkontrolle.
Nach 9 Monaten sollte eine sehr gute Belastbarkeit vorherrschen, das der Hund auch wieder Hacken schlagen kann.
=>Hier ist aber eine gute physiotherapeutische Begleitung vorraussetzung!!
Bei einer OP hast du erst einmal 8 Wochen(+- je nach OP Verfahren) Ruhigstellung mit vorsichtiger Physiotherapie, Mobilisation + Lymphdrainage... danach geht es weiter wie bei einer konservativen Versorgung, oder man hofft das beste, macht keine Physio, und hat eine größere Chance auf Probleme.
Ich kann den Hund auch einfach "heilen" lassen.. ist aber meiner Meinung nach Tierschutzrelevant...
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Gewebe braucht 4-6 Wochen zur Regeneration.
Das ist so nicht richtig.
Haut: ca. 14 Tage
Muskel: ca. 3-12 Wochen
Knochen: ca. 6-16 Wochen
Faszie: 12 Wochen - 1 Jahr
Gelenkkapsel: 12 Wochen bis 1 Jahr
Knorpel: 1 Jahr bis gar nichtNur Gewebe das arbeitet wächst stabil zusammen, mit veringerter Gefahr an gleicher Stelle wieder Verletzingsanfällig zu sein.
Bei einer konservativen Behandlung eines Kreuzbandrisses wächst nichts mehr zusammen. Bei dieser Behandlung ist das Ziel, dass der Körper erkennt, dass dort eine Verletzung vorliegt und er die umliegenden Gewebsstrukturen verdickt und verfestigt. Das heißt zum Beispiel, dass das Ziel ist, dass die Gelenkkapsel sich verdickt, stabiler und straffer wird. Damit das funktionieren kann, ist es maßgeblich wichtig, dass das Gelenk in einer "Neutralhaltung" ruhig gehalten wird bis die Stabilität erreicht ist und auch das Gewebe dick genug geworden ist, um die Funktion des vorderen Kreuzbandes zu übernehmen. Also zu verhindern, dass die Tibia sich nach vorne wegschieben kann. Da das Kniegelenk beim Hund anders funktioniert als beim Menschen, ist die Belastung an dieser Stelle enorm. (Deshalb ist der Riss des vorderen Kreuzbandes ja auch das häufigste orthopädische Problem beim Hund.) Und wie lange es dauert bis die Verdickung vorhanden ist, habe ich oben ja geschrieben. Damit die Gelenkkapsel sich in dieser Phase nicht weitet, ist absolute Ruhigstellung das A und O. Auch, wenn das für andere Strukturen natürlich schlecht ist. Aber das kommt man nicht drumherum.
im letzten Post ist Text verloren gegangen: Ein Gerlenk kann nur durch Belastung stabil heilen. Der Knorpel muss durch Kompression(Druck) Belastet werden, damit er nicht degeneriert. Die Gelenkkapsel muss durchblutet werden, um nicht zu verkümmern, und Muskulatur wird nur wieder kräftig, wenn sie aktiv bewegt wird.
Das muss man bei so einem Vorgehen in Kauf nehmen. Erst nach der Phase der Stabilisierung geht es erst wieder mit dem Aufbau los.
Und auch einen Hund kann ich managen, das er nicht von wo runter springt, keine kalt Sprints macht, etc...
Aber natürlich kann man das, wenn der Hund entsprechend erzogen ist.
Ich habe genau das bei meiner Hündin gemacht. Es betrifft das Karpalgelenk. Bänder- und Kapselriss. Konservativ behandelt. Unter Aufsicht von Orthopäden der Tierklink Hofheim. Und es ist mir gelungen. Meine Hündin ist in der Klinik jetzt quasi so eine Art "Vorzeigehund", wenn es darum geht das konservativ anzugehen. Das es jetzt, nach drei Jahren schmerzfrei und stabil ist, ist der Tatsache geschuldet, dass ich konsequent die Ruhigstellung und all das Vorgehen akribisch befolgt habe. Monatelanges Leben in einer Hundebox ... nein, das würde ich keinem Hund antun, wenn es eine Methode gäbe, die eine so deutlich verkürzte Rehabilitationszeit und Erfolgsquote hätte. Bei uns war es leider alternativlos, damit der Hund wieder in die Arbeit konnte.
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Ich ziehe mich hiermit zurück, und werde Hundetrainerin, denn deren Wissen scheint mein medizinisches weit zu übersteigen. Vielen Dank fürs Augen öffnen.
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