Jack Russell humpelt seit kurzem, bitte um Meinungen

  • Bitte, bitte bleib bei deinem Fachbereich

    Wow :???:

    Recht anmaßend

    Tut mir leid.

    Es ist nicht so Anmaßend gemeint, wie es vielleicht rüber kommt.

    Aber ich bin immer wieder erstaunt, wenn jemand versucht mich darstehen zu lassen, als hätte ich mein Wissen auf einer Tombola gewonnen.

    Ich entschuldige mich vielmals, wenn ich wem auf den Schlips getreten bin, aber ich renne auch nicht rum, und erkläre wem anders seinen Job.

  • Ich finde es immer toll, dass man nicht mehr konstruktiv über Sachen miteinander schreiben kann, jeder recht behalten möchte und dann daraus ein enormer Nebenschauplatz entsteht, der niemandem hilft. Nichteinmal den Fachleuten, die sich eigentlich ja auch nett austauschen könnten.

    "Das ist ein interessanter Ansatz, vielleicht noch etwas anders..."

    "Tolle Idee, ich hab da zwar jene Erfahrun , aber ich überdenke das"

    "Oh, gab ich mich da geirrt, wow was es noch alles neues gibt"

  • Letztendlich zeigt es aber vielleicht auch, dass man als Hundehalter auch in so einem Fall nicht einfach zum Ersten geht, sondern sich schlau macht und vergleicht um auch selbst mit dem Vorgehen konform zu gehen. Man sollte sich damit wohlfühlen. (Was man so ja auf alle möglichen Bereiche übertragen kann.)

    Ich bin nach wie vor nicht daran interessiert (weiter) zu streiten.

  • Habe hier gerade nur mal quer gelesen.
    Mir tut der TE samt Hund wirklich leid. Und es geht sicher sehr vielen Menschen so, dass es einfach am Geld scheitert. Aber da wäre man wieder am Punkt: wer "darf" einen Hund halten nach allen sachlichen oder moralischen Maßstäben bei größeren Krankheiten / OPs des Hundes.
    Die Versicherung nicht mehr weiter zu zahlen war sicher unschlau. Dennoch hoffe ich, es konnte eine Lösung gefunden werden, dem Hund zu helfen.
    (Und bin heilfroh, dass sich uns solche Fragen nicht stellen. Keine Ahnung, was da alles zusammenkommen müsste an Schicksalsschlägen in unserem Fall. Aber es ist halt irgendwie auch einfach zu sagen: ja hättest du mal, wenn man selbst die finanzielle Absicherung hat und im Zweifelsfall eh alles zahlen kann).

  • Und auch einen Hund kann ich managen, das er nicht von wo runter springt, keine kalt Sprints macht, etc...

    Keine Sorge, ich wollte keinen Streit vom Zaun brechen, oder "Recht behalten", aber in der Praxis sagt die Erfahrung genau, dass man genau das eben leider NICHT so einfach kann. Klar, der Hund bleibt an der Leine, man passt deutlich mehr auf - aber der springt dann eben DOCH mal in die Leine, oder springt vom Sofa, oder aufs Sofa, wenn man gerade nicht schnell genug ist... hier ist teilweise die Compliance aber auch darüber hinaus, wenn die Hundehalter es so gut wie möglich umsetzen die Chance, es wirklich 100 % hinzubekommen, tatsächlich nicht so trivial, wie es bei Dir klingt. Weil man es dem Hund nicht erklären kann. Weil selbst der ruhigste Hund dann eben irgendwann nicht mehr so entspannt und ruhig ist, sondern irgendwann "Hummeln im Hintern" hat.

    Mir geht es da tatsächlich eher um das optimale Outcome, und das ist schon mit OP teilweise schwierig. Je nach Ausgangssituation ist auch konservativ durchaus eine Option, aber man muß eben auch da bedenken, dass die Rekonvaleszenz mit der nach OP in der Länge nicht vergleichbar ist, sondern durchaus als deutlich länger eingestuft werden sollte. (und wenn schon die operierten Hunde bis zu einem halben Jahr benötigen, bis sie wieder "voll belastbar" sind - sollte man das eben auch mit bedenken.)

  • Hier einmal ein Link inklusive Studien, zum Vorgehen bei Kreuzbandruptur beim Hund.

    Das ist auf jedenfall Perfekt zusammengefasst.

    Wenn nicht alle Fachbegriffe verständlich sind, ist das nicht schlimm, da gibt es eine Übersicht über Konservative Therapie und die verschiedenen Op Verfahren.


    https://www.thieme-connect.de/products/ejour…top&id=&lang=de

    Das Buch ist 2014 herausgekommen. Gerade in dem Bereich hat sich in den letzten zehn Jahren immens viel getan. Der Vergleich des menschlichen mit dem Knie eines Caniden halte ich für sehr schwierig, wenn nicht sogar irreführend.

    Nach noch einer Nacht drüber schlafen denke ich aber im Gesamten, dass wir vermutlich doch das Gleiche meinen. Mir ging es darum einem Hundehalter das hier klar zu machen:

    Und auch einen Hund kann ich managen, das er nicht von wo runter springt, keine kalt Sprints macht, etc...

    Keine Sorge, ich wollte keinen Streit vom Zaun brechen, oder "Recht behalten", aber in der Praxis sagt die Erfahrung genau, dass man genau das eben leider NICHT so einfach kann. Klar, der Hund bleibt an der Leine, man passt deutlich mehr auf - aber der springt dann eben DOCH mal in die Leine, oder springt vom Sofa, oder aufs Sofa, wenn man gerade nicht schnell genug ist... hier ist teilweise die Compliance aber auch darüber hinaus, wenn die Hundehalter es so gut wie möglich umsetzen die Chance, es wirklich 100 % hinzubekommen, tatsächlich nicht so trivial, wie es bei Dir klingt. Weil man es dem Hund nicht erklären kann. Weil selbst der ruhigste Hund dann eben irgendwann nicht mehr so entspannt und ruhig ist, sondern irgendwann "Hummeln im Hintern" hat.

    Mir geht es da tatsächlich eher um das optimale Outcome, und das ist schon mit OP teilweise schwierig. Je nach Ausgangssituation ist auch konservativ durchaus eine Option, aber man muß eben auch da bedenken, dass die Rekonvaleszenz mit der nach OP in der Länge nicht vergleichbar ist, sondern durchaus als deutlich länger eingestuft werden sollte. (und wenn schon die operierten Hunde bis zu einem halben Jahr benötigen, bis sie wieder "voll belastbar" sind - sollte man das eben auch mit bedenken.)

    Dabei meine ich nicht, dass ein Hund sich ein Jahr lang nicht bewegen darf, sondern, dass in diesem Zeitfenster physiotherapeutisch natürlich entsprechende Behandlungen, also Bewegungen stattfinden sollen. ABER: Jenseits dieser kontrollierten Behandlungen und Bewegungen, muss der Hund weiterhin komplett kontrolliert werden im Alltag. Meine Erfahrung ist nämlich, wenn man schreibt, dass z. B. ab drei Monaten der Hund wieder bewegt werden darf, die Besitzer im Kopf haben, dass der dann Zuhause wieder frei in der Wohnung herumlaufen kann, normal Gassi geht etc ... und davon ist man Monate entfernt. Gerade den Übergang von der kompletten Ruhighaltung hin zur normalen Bewegung halte ich für die Besitzer am Schwierigsten. Ich glaube, viele Tierärzte kennen es, wenn sie als "Aufgabe" mitgeben, dass der Hund jetzt im Schritt an der Leine gehen darf und dann kommen die Besitzer und erzählen, dass er ihnen "huch" doch hier und da weggeflutscht ist und gesprungen ist oder so was. Es darf in diesem doch sehr langen Zeitfenster kein solcher Vorfall passieren. Und da hängt es auch davon ab was für einen Hund man hat. Ist der Hund ein gemütliches Naturell oder schon älter, ist das vermutlich deutlich einfacher als bei einem in Saft und Kraft stehendem jungen Hund einer quirligen Rasse.

    Meine Hündin war beim Unfall fünf Jahre alt und an den Schafen gerade voll im Training. Das war wirklich von 200% auf 0% runter. Von jetzt auf gleich. Bei einem Border Collie aus Arbeitslinie! Die Ärzte haben herumgedruckst als ich fragte, was das Optimum ist und meinten, dass es bestimmt nicht gehen würde. Ich habe gesagt, dass ich das hinbekomme. Aber meine Hündin konnte vorher schon aus dem Effeff entspannt in Boxen warten, kam an kurzen Leinen sofort zur Ruhe etc ... so eine Grundlage ist ja zusätzlich oft auch nicht vorhanden. Und das muss man ansprechen mit den Hundhaltern! Und darum ging es mir hier. Falls Pfui!lassdasliegen sich für diesen Weg entscheiden sollte, dass klar ist, wie der für den Hundehalter mit einem solchen Kaliber ist. Dass dann noch kontrollierte!!! Physiotherapie dazu kommt, habe ich wohl zu sehr abgeschnitten. Entschuldigung dafür. Ich glaube, an der Stelle war das Missverständnis.


    Pfui!lassdasliegen

    Vielleicht magst Du mal berichten wie Du weiter vorgegangen bist. Mir tut es sehr leid, dass es so gekommen ist.

  • flying-paws meine Aussage bezog sich ja auch mehr auf Tiggy , die ich zitiert habe. Aber ja, da halte ich die Physiotherapie auch für sehr wichtig, und ich glaube und befürchte, dass das durchaus häufiger gar nicht so umgesetzt wird, wie es gut wäre....

    Eben, weil ich schätze, dass man sich das deutlich einfacher vorstellt, einen Hund einfach mal so monatelang ruhig zu halten. Ich habe es zum Glück bis jetzt noch nie so extrem gemusst (selbst beim gebrochenen Bein durfte der Hund sich vor und nach der OP in vergleichbar großzügigen Rahmen bewegen, verglichen mit einer kompletten Ruhigstellung), und sehe es momentan beispielsweise bei einer Kollegin, deren Havaneserhündin Anfang September operiert wurde. Die muß auch jetzt noch sehr ruhig sein, sie darf nicht springen und nix, und die Hündin ist normalerweise wirklich die entspannteste kleine Maus - aber mittlerweile fällt es ihr schon schwer, sie am täglichen ausflippen noch zu hindern...

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