• Die Frage, was du danach machst ist glaube ich super wichtig!!!

    Der Klassiker: Hund zieht, Mensch bleibt stehen, Hund kommt ran und wird gelobt. Gerade etwas clevere Hündchen neigen dann zum lernen von "cool, wenn ich ziehe, bekomme ich den Mensch zum stehen, kann hingehen und werde gelobt" (Stichwort Verhaltenskette). Du belohnst ja das vorherige "falsche" Verhalten mit. Richtiger wäre das loben, wenn er sich korrekt verhält. Sprich Hund zieht, du bleibst stehen, Hund kommt ran ihr lauft gemeinsam mit lockerer Leine und das gemeinsame Laufen wird belohnt.

    Danke !!!
    Probiert und schon ging es ohne ziehen, habe tatsächlich immer das Rückorientieren an sich belohnt also einfach einen Tick zu früh.

    Glaube der Großteil hat das auch falsch verstanden. Unser Hund zieht nicht wie ein bekloppter an der Leine. Aber er läuft ab und an gerne immer noch rein - daher meine Frage nach Tipps wie ihr das handhabt. Trainer haben wir - finde manchmal aber Tipps von anderen viel wertvoller .

  • Waren 2j. In der Huschu und haben ne Trainerin an unserer Seite - wenn wir sie brauchen.

    Ich schreibe dass er generell ok an der Leine läuft - will kein Soldat neben mir laufen haben der weder schnüffeln noch pinkeln darf. Trotzdem neigt er dazu immer mal wieder doch an der Leine zu ziehen und daher meine Frage nach Erfahrungen. Ist für mich aber kein Beinbruch , trotzdem schön wenn man daran arbeiten kann. Er zieht nicht wie ein Irrer dauerhaft an der Leine , jedoch hat er irgendwas noch nicht zu 100 Prozent verstanden - mehr wollte ich nicht :-)

    Wir haben 2 Kids und für mich ist wichtig dass der Hund überall mit hin kann. Nen Dauerzieher kann ich nicht mit zum Spaziergang nehmen - on top.
    Er hat das Prinzip grds. verstanden - trotzdem haben andere Hundehalter immer doch mal wieder gute Tipps.

  • Die Frage, was du danach machst ist glaube ich super wichtig!!!

    Der Klassiker: Hund zieht, Mensch bleibt stehen, Hund kommt ran und wird gelobt. Gerade etwas clevere Hündchen neigen dann zum lernen von "cool, wenn ich ziehe, bekomme ich den Mensch zum stehen, kann hingehen und werde gelobt" (Stichwort Verhaltenskette). Du belohnst ja das vorherige "falsche" Verhalten mit. Richtiger wäre das loben, wenn er sich korrekt verhält. Sprich Hund zieht, du bleibst stehen, Hund kommt ran ihr lauft gemeinsam mit lockerer Leine und das gemeinsame Laufen wird belohnt.

    Danke !!!
    Probiert und schon ging es ohne ziehen, habe tatsächlich immer das Rückorientieren an sich belohnt also einfach einen Tick zu früh.

    Glaube der Großteil hat das auch falsch verstanden. Unser Hund zieht nicht wie ein bekloppter an der Leine. Aber er läuft ab und an gerne immer noch rein - daher meine Frage nach Tipps wie ihr das handhabt. Trainer haben wir - finde manchmal aber Tipps von anderen viel wertvoller .

    War jetzt so ein Schuss ins Blaue von mir. Ist einfach so der Klassiker. :winking_face:

  • will kein Soldat neben mir laufen haben

    Davon redet ja auch niemand! :ka:

    Trotzdem neigt er dazu immer mal wieder doch an der Leine zu ziehen

    . Ist für mich aber kein Beinbruch

    Er zieht nicht wie ein Irrer dauerhaft an der Leine , jedoch hat er irgendwas noch nicht zu 100 Prozent verstanden - mehr wollte ich nicht :

    Eben, weil da keine "Erklärung" an den Hund gegeben wurde, nicht oder gar falsch reagiert und eben eine mögliche falsche Verhaltenskette aufgebaut wurde.

    Solange man mit einer "ist ja eigentlich nicht so schlimm, weil.." Haltung unterwegs ist, selbst nicht konsequent aufs eigene Verhalten achtet, wird sich auch nix ändern.

    Für den Hund läuft es doch prima! Also, wie gewohnt, wird weiter gemacht.

  • Das meinte ich mit der Sichtweise als Basis. Wenn du nur davon ausgehst, dass der Hund etwas falsch macht, kommst du nicht voran. Du hast ihm noch nicht richtig erklärt, was er tun soll. Nicht er hat es nicht verstanden, sondern du hast es noch nicht richtig erklärt.

    Schnapp dir deine Trainerin, guckt euch das Problem gemeinsam an und löst es gemeinsam.

  • Meine "Tageshündin" zog jahrelang wild an der Leine. Meine Freundin ist längere Zeit deswegen selber eskaliert, hat die Hündin angebrüllt, hart an der Leine geruckelt und gezogen, es war Stress pur für Hund und Halter. Der Trainer in ihrer Hundeschule hat ihr geraten, der Hündin Wasser ins Gesicht zu spritzen, wenn sie zieht. Wurde dann auch so gehandhabt. Mit keinem nachhaltigen Erfolg.

    Als ich zusagte, den Hund 2-3 Tage pro Woche tagsüber "from nine to five" zu nehmen, habe ich ehrlich gesagt, dass ich nicht mit der Wasserspritze Gassi gehe, weil das einfach nicht mein Ding ist. War für meine Freundin in Ordnung.

    Da ich aber absolut nicht bereit bin, mich von der Hündin (Retrievermischling) durch die Gegend ziehen zu lassen,habe ich was anderes gemacht, ruhig, unemotional, hartnäckig. Wenn die Hündin sich in die Leine schmiss und zog, was sie konnte, bin ich stehengeblieben und habe nur gesagt "Lockerlassen". Botschaft: wenn du weiter schnüffeln, weiter gehen und deine Hundedinge machen willst, muss die Leine locker bleiben. Kein Tadeln, kein Reden sonst, kein Ärgern. Nur stehenbleiben. Zwei, drei Tage lang war jedes Gassigehen Stop and Go. Ich dachte schon, wir kommen nie weiter als eine halbe kurze Parkrunde.

    Dann machte es klick im Kopf der Hündin. Sie begriff es. Wenn sie zieht, passiert gar nichts mehr. Wenn sie locker geht, darf sie in aller Ruhe Hundezeitung überall lesen, schnüffeln, alles begutachten, was immer. In der zweiten Woche waren wir nur noch ab und zu im Standby Modus. Inzwischen geht sie tadellos an der 3m Leine und zieht zu 95 % gar nicht mehr. Manchmal setzen ein paar Gehirnzellen noch aus und sie sprintet los, dann reicht es aber, wenn ich stehenbleibe, lockerlassen sage, und schon geht sie zwei Schritte zurück, die Leine ist wieder locker, und es geht weiter.

    Der Knackpunkt ist, man muss es ganz ruhig und emotionslos sagen, nicht schimpfen, nicht quasseln, nicht überschwänglich loben, sondern den Hund selber herausfinden lassen, wie das zusammenhängt. Und man muss hartnäckiger und konsequenter als der Hund sein. Ich wusste, dass ich zur Not bis ans Ende meiner Tage mit diesem Hund im stop-and-go Gassi gehe - und der Hund hat das offensichtlich gemerkt und entschieden, dass er der Klügere ist. :rolling_on_the_floor_laughing:

    (Sie muss an der Leine bleiben, weil sie einen sehr starken Jagdtrieb hat)

  • Super, dass Du so konsequent bist und es bei der Hündin funktioniert.

    Es gibt Hunde, da funktioniert (die reine) Frustmethode nicht.

  • Es gibt Hunde, da funktioniert (die reine) Frustmethode nicht.

    Und Halter, für die es aus unterschiedlichen Gründen nicht machbar ist.

    Aber das ist ja genau der Wert eines Forums, die Vielfalt der Erfahrungen.

    In diesem Sinne: was bei uns echt gut funktioniert hat, was das Training nach Turid Rugaas. Würde ich heute als Radiustraining an der 3-Meter-Leine bezeichnen, wir haben halt eine 2-Meter-Leine oder so genutzt (1,90m?), ging auch.

    Aufgrund unserer damaligen Wohnsituation mit Trennung via Geschirr und Halsband. Das Training hat uns Spaß gemacht, Erfolge beschert und so habe ich es tatsächlich durchgehalten. Ich konnte dann mit Elvis mit lockerer Leine am Freibad voller Eichhörnchen und Kaninchen vorbeigehen, das war schon cool. Letztlich waren wir dann aber irgendwann meistens mit der Flexi unterwegs und damit wurde halt am Geschirr angeleint.

    Später hab ich das Thema Leinenführigkeit nochmal angefangen nach flying-paws zu trainieren, das war noch einmal ein anderer Ansatz, der mir auch sehr gefallen hat, zumindest soweit wir gekommen sind. Das Training hat mir ebenfalls Spaß gemacht, so dass wir da schöne Erfolge hatten. Wir waren dann aber aus gesundheitlichen Gründen viel mit Hundewagen & Flexi unterwegs, so dass sich das Thema Leinenführigkeit wieder erledigt hatte. Allerdings hat mir mir die (Vor-)Übung aus dem Leinenführigkeitstraining, das "zur Ruhe belohnen" enorm dabei geholfen, Elvis den Hundewagen als Ort der Entspannung und es Liegenbleibens zu vermitteln.

  • Ich glaube nicht, dass es reiner Frust war. Beziehungsweise wenn, dann die Art von Frust, die ein Hund z. B. hat, wenn er etwas nicht gleich kriegt oder nicht das, was er gerade im Moment will. Ich habe ihr weder verbal noch nonverbal oder emotional vermittelt, dass ich unzufrieden mit ihr bin o.ä., sondern lediglich: wenn du das machst (Ziehen und in die Leine werfen), dann passiert das darauf: stehen bleiben. Die ersten Tage bekam sie auch ein Lob, wenn sie die Leine dann locker liess, "braves Mädchen" oder " fein gemacht!", aber nicht so halligallimässig, als hätte sie was Wunderbares gemacht, sondern einfach ein kurzes,erfreutes Lob.

    Ich wüsste nicht so recht, wie man einen Hund ganz ohne Frust erziehen soll. Wenn er meint, den Pudel von der anderen Wegseite beissen zu müssen, oder sich in Kacke zu wälzen, oder etwas Unaussprechliches fressen zu wollen, usw., dann verbietet nan ihmdas, was für ihn Frust ist, weil er nicht kriegt und nicht darf, was er will.

    Also ich glaube, ohne Frust funktioniert Hundeerziehung nicht. Aber ich lasse mich gern überzeugen und eines Besseren belehren. Du bist Hundetrainerin und hast sehr viel mehr Erfahrung als ich, insofern lerne ich gern von dir was dazu.

  • Ich wüsste nicht so recht, wie man einen Hund ganz ohne Frust erziehen soll.

    davon spricht ja keiner. Hier ging es um Leinenführigkeit die eben nicht bei jedem Hund gut über Frust wegzutrainieren ist.

    Netter ist immer, wenn man damit beginnt dem Hund beizubringen, was man denn haben möchte, damit der Hund nicht raten und dadurch noch gestresster sein muss. Stress verhindert nämlich das Lernen.

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