Leinenführigkeit
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Alle Tiere lernen über die gleichen Mechanismen. Und das sind grundlegend mal die 4 Quadranten der operanten Konditionierung und die klassische Konditionierung. Natürlich gibt es da eine Millionen Feinheiten und verschiedenste Arten das umzusetzen.
Ich zeige meinem Hund lieber was ich will, als ihn einen Fehler machen zu lassen, den ich dann bestrafe. Das finde ich wesentlich fairer.
Beim Spaziergehen stehen bleiben ist auch negative Strafe und somit halt die Emotion Frust. Insofern verstehe ich diesen Text auch nicht, sag doch positive Strafe, wenn das gemeint ist.
Wenn ich das kleine Hundekind hier aktiv mit Frust trainieren würde, hätte ich dessen Zähne überall und ein kreischendes, nörgelndes Chaos an der Leine. Frust tolerieren fällt ihm eh schwer, da muss nicht noch mehr produziert werden, als das Leben einem eh abverlangt. Sage ich ihm stattdessen, was ich haben will, ist er mit Feuereifer dabei.
Bei manchen Hunden funktioniert das natürlich, aber viele geraten halt auch in so einen Stresszustand, dass Lernen gar nicht mehr möglich ist.
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Die Methode von Turid Rugas finde ich übrigens auch ganz nett. In der Trainerausbildung haben wir das bei einer Viszla Hündin probiert, die extrem gezogen hat und bei der die Halterin schon sehr viel (mit Trainerbegleitung) versucht hatte und die einem quasi nie auch nur einen Schritt mit lockerer Leine ließ. Die Hündin hat es bei der zweiten Session verstanden und eine Woche später bekamen wir ein Video, wie die beiden an lockerer Leine durch den Wald spazierengingen.
Für Hunde, bei denen das Ziehen schon extrem drin ist, kann das ein guter Weg sein, weil man rückwärts losgeht und quasi automatisch zwei oder drei gute Schritte bekommt, die man hochwertig belohnen kann.
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Du hast gar nicht richtig gelesen, was ich geschrieben habe, nicht wahr? Sondern willst nur deinen Standpunkt mit einem Junghund hier erörtern. Ist ok.
Deshalb versuche ich jetzt nicht, nochmal klarzustellen, was ich geschrieben habe. Ist ohnehin egal. Du machst bei deinem Hund, was und wie du meinst, und ich mache es, so wie ich es sinnvoll und verantwortlich finde.
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Für Hunde, bei denen das Ziehen schon extrem drin ist, kann das ein guter Weg sein, weil man rückwärts losgeht und quasi automatisch zwei oder drei gute Schritte bekommt, die man hochwertig belohnen kann.
Und das ist auch für den Halter so viel wert. Gerade, wenn man vorher schon was anderes probiert hat (hatten wir natürlich und auch nicht bloß ein paar Tage oder zwei Wöchelchen, ich wollte ja alles richtig & konsequent machen!) , ist der schnelle Erfolg auch psychologisch echt Gold wert. Plus, dadurch, dass man mit einem Aufbau anfängt, der nicht gleich wie das Ziel aussieht, war es für mich irgendwie auch leichter, danach kleinschrittig weiterzutrainieren.
Für mich und für Elvis auch hat die Methode damals einfach gut gepasst, umso interessanter fand ich jetzt auch deine Ansicht aus einer anderen Perspektive dazu. Danke dafür!
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Die Methode von Turid Rugas finde ich übrigens auch ganz nett.
Was ist denn die Methode von Turid?
Bei einer kurzen Google Suche habe ich dazu ein Buch gefunden. Ist die Methode da drin beschrieben? -
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Ja, ist sie. Es ist ein schmales Büchlein, das ein paar noch Zusatzinfos enthält, die ich nicht so relevant fand. Ich habe mir damals sogar noch die DVD dazu gekauft, weil es mir immer hilft, sowas auch in Action zu sehen. Für mich war das hilfreich, die DVD braucht man aber echt nicht. Bei YouTube habe ich damals gar nicht geguckt, ob es dort vielleicht was dazu gibt.
Wie gesagt, via Google gab es früher auch ein PDF zur Methode, hat man per Suche gefunden. Ich habe in Erinnerung, dass die ersten Schritte dort leicht anders sind als im Buch (und ich die im Buch etwas besser fand – aber ich kannte halt auch zuerst das Buch). Aber funktionieren wird das vermutlich genauso mit ähnlichem Spaß und Erfolg.
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Ja,e s gibt da irgendwo ein PDF dazu. Ist ganz simpel. Mehr braucht man eigentlich nicht.
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Du hast gar nicht richtig gelesen, was ich geschrieben habe, nicht wahr? Sondern willst nur deinen Standpunkt mit einem Junghund hier erörtern. Ist ok.
Deshalb versuche ich jetzt nicht, nochmal klarzustellen, was ich geschrieben habe. Ist ohnehin egal. Du machst bei deinem Hund, was und wie du meinst, und ich mache es, so wie ich es sinnvoll und verantwortlich finde.
Doch, ich habe deinen Beitrag durchaus gelesen. Du hast meinen Post offensichtlich nicht verstanden.
Es ist aber keine Meinung, welchen der Quadranten deine Strategie bedient :) Ich finde es lustig, dass dir quasi gesagt wurde "ich würde nicht mit Frust (negative Strafe) arbeiten, sondern mit Strafe.
Und ich sage auch gar nicht, dass du etwas falsch machst. Cool, dass es geklappt hat. Aber es gibt halt nettere Methoden, die je nach Hund auch einfach notwendig sind, weil nicht jeder Hund positiv auf sowas anspricht. Und weil es halt auch eine Frage der Einstellung zum Hund ist, ob man ihn lieber ständig gegen eine Wand rennen lässt, oder ihm lieber gleich die Tür zeigt.
Der Rest meines Posts bezog sich gar nicht auf dich?
Mein Standpunkt ist unabhängig vom Alter meiner Hunde.
Der Zwerg war EIN Beispiel von vielen. -
Es ist aber keine Meinung, welchen der Quadranten deine Strategie bedient :) Ich finde es lustig, dass dir quasi gesagt wurde "ich würde nicht mit Frust (negative Strafe) arbeiten, sondern mit Strafe.
Nur, dass da nichts durcheinander gerät: Da ging es nicht um Leinenführigkeit.
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