Welpe entspannt nicht richtig in unserer Nähe

  • Hallo euch allen hier,

    ich hab noch mal eine Frage in die Runde. Wir haben leider nach wie vor oft, das Cuper (jetzt 5 Monate beim Gassigehen total gestresst ist.

    Wie läuft das ab, wir nehmen ihn an die kurze Leine und gehen mit ihm um den Block. etwa 500m bis 1 km. Je nachdem wie es ihm geht, was sonst so am Tag war bzw. was wir noch vor haben.

    In dieser Runde machen wir keinen Freilauf, sondern wirklich nur Bewegung und Lösen. Dementsprechend ist er an der kurzen Leine. An passenden Stellen, lassen wir ihn dann schnuppern, an anderen geht er eben neben uns.

    Nach wie vor ist es so, das er einfach oft die Nase unten hat und gerne alles in den Mund nimmt. Aber, es fällt eben auch auf, dass er meist wenn es Richtung Heimat geht, gestresst wirkt. Er hechelt stark, und es kommen Übersprungshandlungen, bzw. zieht dann gerne stark an der Leine.

    Es waren für mich keine bedeutsamen Ereignisse in der Zwischenzeit. Keine anderen Hunde / Menschen.

    Jetzt die alles Entscheidende Frage, ist das einfach normal in dem Alter? Einfach machen lassen? Verlange ich unbewusst schon wieder zu viel von ihm? Natürlich möchten wir nicht, dass er gestresst ist.

  • Macht er das IMMER? Oder nur zu bestimmten Zeiten?

  • Finde einfach 15-30 Minuten konzentriert und gesittet an der Leine gehen unheimlich viel verlangt von einem jungen Hund. Besonders weil es keine klare Trennung gibt zwischen marschieren von A nach B und Hundedinge tun. Er soll sich ja unter Anderem sogar lösen.

    Ehrlicherweise fällt genau das selbst meinen erwachsenen Hunden schwer. Die können kilometerlang an der Leine gehen wenn es sein soll oder rumschlumpern. Aber so ein bisschen, aber doch lieber neben mir, aber schnüffeln ist manchmal erlaubt, aber dann doch wieder nicht, da wird es blöd. Und ich ärgere mich jedes Mal über mich selbst wenn ich sowas mache, weil danach Leinenführigkeit erstmal wieder schlechter wird und wir viel mehr streiten als nötig.

  • Macht er das IMMER? Oder nur zu bestimmten Zeiten?

    Es kommt drauf an, also mit der Nase stark am Boden fixiert ist er eigentlich immer schnell. (Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, das auch das schon als Übersprungshandlung dient)

    Ansonsten das "überdrehen" bzw. stark an der Leine ziehen macht er nicht so häufig.

    Finde einfach 15-30 Minuten konzentriert und gesittet an der Leine gehen unheimlich viel verlangt von einem jungen Hund. Besonders weil es keine klare Trennung gibt zwischen marschieren von A nach B und Hundedinge tun. Er soll sich ja unter Anderem sogar lösen.

    Finde ich eine interessante Aussage. Eventuell ein Punkt an dem wir ansetzen können.


    Grundsätzlich muss man sagen, wenn wir eine Stunde voll konzentriert in der Hundeschule sind, zeigt er solch ein Verhalten überhaupt gar nicht. Immer nur beim Gassigehen.

  • In der Hundeschule wird wahrscheinlich auch klar sein, wann, was verlangt wird.

    Warten während was erklärt wird, mit euch interagieren während geübt wird, usw.

    Viele Hunde mögen schwarz-weiß. Das heißt ja nicht, dass sie Nichts dürfen. Aber eben wissen was sie dürfen und was nicht.

  • Grundsätzlich muss man sagen, wenn wir eine Stunde voll konzentriert in der Hundeschule sind, zeigt er solch ein Verhalten überhaupt gar nicht. Immer nur beim Gassigehen.

    Ihr seid in der der Hundeschule aber doch nicht permanent bei der Sache oder?
    Mit denen zwei Jungspunden, mit denen ich in der Hundeschule war, gab es Pausen, wenn z.B. was erklärt wurde oder wenn andere Teams dran waren (je nach Übung machen das ja nicht alle zeitgleich).

  • Meine Hunde hätten das in so einem Alter nicht "schadfrei" hinbekommen. Heißt, ohne Stress. Die konnten das schlicht nicht leisten vom Kopf her. Fünf Minuten an der Leine, ja, das hätten wir vielleicht hinbekommen. Aber mehr als das täglich, nein, das hätten die nicht gekonnt ohne Stressanzeichen.

  • Und der Hund zieht gar nicht an der Leine?

    Also ich hatte ja schon (fast alles). Aber gar nicht ziehen. Das ist schon krass.

    Hat mein Labrador in dem Alter wirklich auch nie! Nie! Alle denen wir begegnet sind haben mich für die tolle Erziehung gelobt.

    Ja, leider ist das jetzt nicht mehr so. :rolling_on_the_floor_laughing:

  • Naja dann gibt es sicher viele Ansichten und Optionen.

    Es kann sein, dass sich Cuper erstmal aus Interesse mit der Nase betätigt - Hund halt. Aber dann so viel "Infos" durch das Schnüffeln entsteht, dass er dadurch kippt. Sprich er müsste lernen, sich da wieder rauszunehmen statt sich die Synapsen rauszuschnüffeln.

    Andere Hunde widerrum schnüffeln, um sich abzureagieren und zu entspannen. Gestern im Training erst wieder gesehen. Hund sehr überfordert - schnell Nase runter. Und nach 10 Minuten Intensivschnüffeln war der Hund plötzlich entspannt. Also sowas kann es auch geben.

    Je nachdem was der Auslöser ist wirst du entscheiden müssen wie du damit umgehen willst.

    Ich finde den Einwand von Vriff übrigens absolut gold wert. Habt ihr eine eindeutige Hilfestellung für den Hund, wann Freizeit und wann Leinenführigkeitsmodus ansteht? Das hat mir damals sehr geholfen. Bei solchen kleinen Runden gab es hier ein Geschirr an und es durfte gezogen werden. Problem gelöst.

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