Hundehaare im Mietshaus

  • Hallo,

    vielleicht kennt sich ja jemand damit aus.

    Ich habe einen Hund der relativ viel haart. Also sauge ich jeden Tag. Bei uns im Mietshaus wird einmal die Woche allgemein sauber gemacht. Vor meiner Wohnungstür hatte ich lange eine Fußmatte aus Kokus. Es würde sich beschwert wegen der braunen Hundehaare (mein Hund ist zu 85 Prozent weiß) also habe ich diese durch eine normale schwarze Entfernt. Mein Nachbar hat keine Ahnung von Tieren und mir war das dann zu blöde zu diskutieren. Alle 2-3 Tage mach ich also vor meiner Tür sauber.

    Eines Tages kam mein Nachbar auf die brillante Idee statt einer Fußmatte einen Kinderteppich läufer sich vor die Tür zu legen der 1/3 meiner Fußmatte bedeckt und komplett von links nach rechts geht. Also was passiert ? Meine Hundehaare landen erst Recht bei ihm und dir Reinigungskraft macht nur noch bis zu seinem Riesenteppich sauber. Ich behalte trotzdem meine Routine bei, alle 2-3 Tage mach ich meine Fußmatte und den Dreck drunter weg. Jetzt hat er mir zwei Mal einen Zettel an die Tür geklebt das er auf gut deutsch verlangt das ich seinen Teppich mit absauge.

    Kann er das den verlangen?

    Wohl gemerkt hat der gute noch ein Schuhregal da stehen (was eigentlich nicht erlaubt ist) ich müsste alles umräumen und irgendwie seh ich es auch nicht ein weil er nicht mit fairen Karten spielt.

    Kann er mir da was beim Vermieter? Einmal wurde es wohl angesprochen dann hab ich meine Seite sauber gemacht und dann war gut.


    Hoffe jemand kann mir helfen

  • Ich wüsste keine Grundlage, auf der er das verlangen könnte. Ich würde alles fotografisch festhalten.

    Ich persönlich würde vermutlich versuchen, erstmal mit ihm ein ruhiges Gespräch persönlich zu führen und auf einen Kompromiss zu kommen. Sollte das nicht funktionieren, den Gang zum Vermieter (inkl. Fotobeweise).

  • Ich bin ganz ehrlich ich hab es ihm schon zwei drei Mal gesagt . Das mit dem Teppich zwar noch nicht aber das muss einem doch selber einleuchten oder bin ich da so falsch ?

    Sollte ich ihn das nächste Mal sehen werde ich das ansprechen. Ich befürchte aber das dieser Mensch null Einsicht zeigt. Habe ihn auch schon mehrfach ganz nett darauf hingewiesen das Türen einen Griff haben so das man sie mitten in der Nacht nicht zu schmeißen muss , das akzeptiert oder versteht er leider auch nicht..

    Auf seinem Zettel stand auch das die Hundehaare stinken würden. Ich weiß nicht ob ich einfach nur stumpf bin aber wäre das umgekehrt der Fall würde ich mir denken , ich mach die Tür zu und seh das nicht mehr. Wie kann man sich so daran stören? Angeblich hätte er überall Hundehaare. Naja seine Schuhe sollten ja auch nicht draußen stehen...

  • Ich finde es im Mietshaus mit Hund immer sinnvoll, ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn zu wahren. Macht einem das Leben deutlich leichter.

    Hast du denn mal persönlich mit deinem Nachbar über das Problem mit seiner Fußmatte gesprochen? Falls nicht, würde ich erstmal da ansetzen und versuchen, eine gemeinsame Lösung zu finden.

    Wenn das nicht hilft, wirf doch mal einen Blick in eure Hausordnung. Da kann es mitunter Passagen geben, die den Mieter dazu auffordern, Verschmutzungen in Gemeinschaftsbereichen (also im Treppenhaus) zu beseitigen. Dann gilt ganz klar: Dein Hund, deine Verschmutzung - egal auf wessen Fußmatte.

    Ob der Nachbar dir letztendlich „was kann“, ist sicher Definitionssache. Die Wohnung verlieren wirst du dadurch nicht so schnell, aber wenn er sich mehrfach beschwert, belastet das im Zweifelsfall trotzdem das Verhältnis zwischen dir und deinem Vermieter. Und das ist halt, gerade als Hundehalter, aber auch so als Mieter, immer Mist.

    Grundsätzlich ist es meines Wissens nach übrigens schon möglich, die Erlaubnis zur Hundehaltung wegen Verschmutzung zu entziehen. Inwiefern das wegen ein paar Hundehaaren im Flur vor Gericht bestand hätte, halte ich aber für sehr fraglich. Da müsste schon mehr passiert sein.

    Letztendlich gilt für mich innerhalb eines Mietverhältnisses aber trotzdem: Solange es zumutbar ist, halte ich die Backen und putze um des lieben Friedens Willen halt ein bisschen mehr. Und kurz die Fußmatte des Nachbars mit abzusaugen halte ich tatsächlich für zumutbar.

    Wichtig ist halt, dass es sich in Grenzen hält und nicht in eine Schikane ausartet. Wenn du diesen Eindruck bekommst und der Nachbar nicht gesprächsbereit ist, macht es Sinn, sich so schnell wie möglich - noch vor dem Nachbar - an deinen Vermieter zu wenden und die Situation aus deiner Perspektive zu schildern.

  • Ich bin ganz ehrlich ich hab es ihm schon zwei drei Mal gesagt . Das mit dem Teppich zwar noch nicht aber das muss einem doch selber einleuchten oder bin ich da so falsch ?

    Sollte ich ihn das nächste Mal sehen werde ich das ansprechen. Ich befürchte aber das dieser Mensch null Einsicht zeigt.

    Solange die Hausordnung nichts anderes sagt, kann der sich da auch einen Perser hinlegen, wenn er mag. Normale Gebrauchsspuren im Treppenhaus muss er dann schlicht hinnehmen.

    Ich glaube, ich würde da gar kein Fass aufmachen. Vor allem, weil bei Dir demnächst noch ein zweiter Hund einziehen soll. So ein Nachbar kann einem mit zwei Hunden das Leben schwer machen. Kannst Du nicht einfach seinen Teppich mit absaugen, wenn Du deinen ohnehin absaugst? Da er keine Tiere hält, sind die Haare offenbar von deinem Hund. Ich mein das gar nicht böse oder so, sondern einfach nur um Ärger zu vermeiden, für ein freundliches Miteinander.

    Habe ihn auch schon mehrfach ganz nett darauf hingewiesen das Türen einen Griff haben so das man sie mitten in der Nacht nicht zu schmeißen muss , das akzeptiert oder versteht er leider auch nicht..

    Seid ihr zwei mglw. generell nicht ganz grün miteinander?!

  • aber das muss einem doch selber einleuchten

    Andere Menschen sind nicht du. Ich bin im Online Handel und denke auch bei einigen Kundennachrichten bist du echt so doof, das nicht zu schnallen? Aber andere Menschen haben andere Ausgangssituationen und können Dinge anders sehen. Auch, wenn sie objektiv keinen Sinn machen.

    Auch ein von dir als nett empfundener Ton, kann auf andere ganz anders wirken oder schnell als Vorwurf empfunden werden.

    Wie gesagt, ich würde mich mal ruhig mit ihm hinsetzen, gemeinsam Kaffee trinken und über eure Konflikte sprechen. Für Türknallen o.Ä. kannst du auch ein Lärmprotokoll führen. Du kannst aufschreiben, wann du was geputzt hast,.. da gibts unzählige Möglichkeiten. Ich würde mich bei der Situation, die du da schilderst aber davon verabschieden, dass er sich einfach nur zurücknimmt. Du könntest auch mal mit den anderen Nachbarn sprechen, wie die die Probleme empfinden.

    In deinen Texten klingt es sehr nach so einer "aber du machst xy" Haltung. Nicht, dass ich das nicht verstehen würde aber sollte es so sein, dass du mit dieser Haltung mit deinem Nachbar sprichst, könnte ich nachvollziehen, wieso da nichts ankommt. Ich würde den Frieden mit einem solchen Nachbarn immer lieber priorisieren. Auch, wenn man dafür Kompromisse machen muss.

    Vor allem mit deiner angestrebten Rassewahl, kann ich mir gut vorstellen, dass das nochmal ein "Angriffspunkt" wird. Ich persönlich würde da einfach lieber zurückstecken

  • Oh du planst einen Mini Bulli? Dann würde ich an deiner Stelle wohl die Zähne zusammen beißen, den Teppich mitsaugen und versuchen sich mit dem Nachbarn gut zu stellen.

    Aus welchem Bundesland kommst du denn? Der Mini ist zwar nicht gelistet, aber in NRW kann er trotzdem als gefährlicher Hund gelten, wenn er zu groß wird. Selbst VDH Papiere bietet da keinen zuverlässig Schutz (weshalb viele Züchter dort keinen Mini hinvermitteln wollen, zurecht wie ich finde). Da bräuchte es dann wirklich nicht auch noch einen Nachbarn bei dem man fürchten muss er könnte sich noch bei andern Instanzen über den Hund beschweren.

  • Keine Ahnung wie die rechtliche Lage ist. Aber als Vermieterin die mit im Haus lebt, sauge ich selbstverständlich sämtliche Hundehaare von den Fußmatten der Mieter, weil öhm ist halt mein großer, weißer, haariger Hund. Wer den Dreck macht, macht den Dreck weg. Ich würde sehr sparsam schauen, wenn da jemand so einen Kleinkrieg anfangen würde.

  • Ich wäre da auch "vorsichtig" und würde den Dreck einfach mit wegmachen.

    Es kann ja kein riesen Aufwand sein - und klar machen Menschen auch Dreck, aber Hundehaare sind eben noch was anderes.

    Wohnungen zu finden, wo Hunde erlaubt sind, wird immer schwieriger. Und für mich ist es selbstverständlich, die Haare und anderen Dreck meiner Hunde bestmöglich und regelmäßig zu entfernen. (Und das, obwohl meine Vermieter - wohnen im selben Haus mit gleichem Eingang und Flur, es nicht mal verlangen und sehr tolerant sind).

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