Der Schaf- und Ziegen-Laberthread
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So ein Bock bleibt auch allein nicht in irgendeiner Umzäunung. Ziegen wollen Beschäftigung. Wenn dem Langweilig wird, geht der ... und dann muss Chris versuchen drei Ziegen wieder einzufangen.

McChris schreibt "Die unendliche Ziegengeschichte".

Falls irgendwann zwei weitere Hände helfen könnten, sooo weit ist es nicht bis ins Fichtelgebirge.
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Ich habe hier in den letzten Tagen meine ganz eigene Schaf-Einfang-Story erlebt. Es war nur ein Schaf, dazu mein eigenes und es war nur ein paar Tage unterwegs und damit nich nicht so doll verwildert. Das macht es etwas einfacher. Aber vielleicht kann die Geschichte ja doch ein bisschen Mut machen.
Ein Drama in 3 Akten
1. Akt: Der Bock ist weg
Meine Bockgruppe (einige Altböcke und die Lammböcke von diesem Frühjahr) sollte auf ne neue Weide umziehen. Mit dem Auto etwa 15 Minuten entfernt und die Gruppe passt genau in meinen Hänger, also los.
Leider war der Weg zur Weide nicht befahrbar und so habe ich den Hänger weiter weg geparkt und habe die Gruppe zu Fuß dorthin gebracht. Wozu hat man schließlich Hunde.
Der Weg war schnell gemacht und das Verladen ging besser als befürchtet. Zwar sind nicht alle im ersten Anlauf draufgelaufen, aber nach drei bis vier Runden um den Hänger waren schließlich alle drauf und die Klappe zu - bis auf einen kleinen Lammbock. Ich dachte während des Verladens schon mal "das waren doch gerade noch 5, oder?"
Also die Wege abgegangen in die Hecken gespäht, gelockt. Ich habe auch überlegt die Herde komplett wieder rauszulassen, aber erstens hatte ich keine Ahnung in welche Richtung der Bock gelaufen ist und zweitens war ich so froh alle drauf zu haben.
Es war unheimlich neblig und ich hatte einen ähnlichen Fall vor ein paar Monaten schonmal, da hat auch die Suche mit der ganzen Herde nicht zum Erfolg geführt.
Also bin ich gefahren, habe den Schafhalter in der Nähe informiert und auf eine Sichtung gehofft.
2. Akt: Keine Spur
Die nächsten drei Tage gab es keine Spur. Er ist nicht bei den Schafen 200 Meter weiter aufgetaucht, ich bin zig mal alle Wege und Wiesen abgefahren und abgelaufen. Wie om Erdboden verschluckt!
3. Akt: Wieder da
Heute morgen bin ich wieder alle Wege abgefahren, ohne viel Optimismus. Und da stand er, 20 Meter von der alten Weide entfernt. Ich hatte die Zäune extra noch stehengelassen.
Ganz vorsichtig bin ich ausgestiegen, habe gelockt und alte Brötchen auf die Weide geworfen - leider kennt er das Zufüttern aus dem Eimer nicht. Eine Annäherung war zwecklos, ich konnte nur zusehen, wie er hangaufwärts verschwand.
Also der Plan: Altschaf Patty und zwei Nachzügler Bocklämmer in den Hänger packen. Die drei sind recht zahm und Patty leinenführig. Leider hat das 3 Stunden gedauert, bis ich wieder dort war und dann ging es los.
Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.40 Minuten lang bin ich mit den dreien die Umgebung abgelaufen, kein Bock weit und breit. Entnervt habe ich sie schließlich auf der alten Bockweide gelassen - dann hat der Kleine Mann wenigstens einen Grund dort zu bleiben, falls er wieder auftaucht - und bin wieder ins Auto gestiegen.
Eine Runde habe ich dann trotzdem noch gedreht und bin auch an dem Verladeplatz, also dem Ort des Verschwindens, vorbeigefahren.
Und da war er wieder. Stand neben dem geteerten Feldweg, hinter einer Hecke auf einer Wiese. Mein Auto hat er erkannt und ist dann mitgelaufen so gut es ging. Er musste ein paar Rinderzäune überwinden und hat sich dann doch zurückfallen lassen.
Ich hatte nur im Kopf möglichst schnell die anderen Schafe wieder in seine Nähe zu bringen. Also mit dem Gespann so nah ran wie möglich, den Rest gelaufen und die drei geholt.
Und wie froh war ich dann:
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Ich schwöre ja auf meine zahmen Altschafe. Leider ist mein alter Hammel Nepomuk dieses Jahr gestorben. Ich hoffe das der kleine Momo im Video mal sein Nachfolger wird.
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Tausende Telefonate später - die Ziege wurde zuletzt am Ochsenkopf gesehen und zwar allein, ohne Zicklein. Das erste Mal einen Tag, nachdem ich sie noch verschwommen auf der WK am Futterhänger hatte. Da oben habe ich keine Chance. Zu Fuß schon mal überhaupt nicht.
Den dortigen Jäger hab ich noch nicht erreicht, je nachdem, was der sagt, entscheide ich dann, ob und wie ich es weiter versuche. So oder so werde ich den Anfütterungshänger noch stehen lassen, allerdings nicht mehr täglich hingehen und auch nur minimal bestückt.Es hat wohl nicht sollen sein.
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Das Bittere ist - die Ziege war seit August hier. "Damals" konnten sich Jäger noch bis auf 5 Meter nähern. Sogar mit Hund.
Niemand hat es für nötig gehalten, mal irgendwen einzuschalten.Wenigstens einen der drei konnten wir sichern. Der Kurze lebt jetzt dauerhaft auf seiner Pflegestelle und hat bereits Ziegengesellschaft bekommen.
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Jetzt hat der dortige Jäger zurückgerufen - die Sichtung war doch nicht am Ochsenkopf, sondern diesseits der B303 und auch etwas "näher" als der Ochsenkopf. Er hat sie im Auto auf einem asphaltierten Weg über mehrere hundert Meter vor sich gehabt, da war definitiv kein Zicklein mehr dabei. Er meldet sich, wenn er sie nochmal sieht oder auf der WK hat, allerdings hat er sie nur einmalig gesehen. Sie könnte mittlerweile sonstwo sein, also auch wieder hier im vertrauten Gebiet.
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Hmm
Wahrscheinlich ist das Zicklein tot, sonst würde das Muttertier sich doch nicht entfernen
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Ja, davon ist auszugehen.
Ich habe jetzt nochmal alle Sichtungsorte abgeglichen und die Entfernungen gemessen - es ist gut möglich, dass die letzte Sichtungsstelle durchaus zu ihrem bisherigen "Revier" gehört, denn soweit weg (2,4 km) ist das gar nicht, von einer anderen regelmäßigen Sichtungsstelle hier im Umfeld.
Wenn man sie direkt anspricht, sind die Jäger ja überaus hilfsbereit - ich könnt sie aber am Kragen packen, dafür, dass sie es die ganze Zeit wussten, ohne wen zu informieren, wenigstens die Polizei.
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Ziegenlämmer entfernen sich zum Spielen erstaunlich weit von ihrer Mutter. Sie bleiben nicht so eng bei Fuß wie Schaflämmer. Sie "kleben" eigentlich nur an Mutti, wenn was ist. Vor allem, wenn sie älter werden.
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Ich hoffe natürlich, dass das Zicklein noch unversehrt ist - aber es fällt schwer, daran zu glauben. Dass ein Zicklein nachts (da fand die Begegnung mit dem Jäger auf dem Forstweg statt, das kam so nicht rüber, sorry) spielend im Wald rumhopst, während die Mutterziege einige hundert Meter vor dem Auto herläuft, ist für mich schwer vorstellbar. Bei dem Wolfsdruck, der sie hier höchstwahrscheinlich vertrieben hat, ist ja irgendwie immer "was" und so nervös, wie die Ziege auf den letzten WK-Bildern hier war, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie das Zicklein weit weg lässt. Ich weiss noch, wie meine Mutterkühe damals auf die Präsenz des Grauen reagiert haben, mit 6 monatigen Kälbern, die plötzlich wieder "bei Fuss" mitliefen. Diese deutliche Unruhe der Kühe war ja damals Auslöser dafür, mich mit HSH zu beschäftigen, das war sehr eindrucksvoll.
Ich telefoniere weiterhin Jagdpächter ab, um evtl. herauszubekommen, in welche Richtung sie zieht. Das ist allerdings eine absolut zeitfressende Sisyphusarbeit. Ausserdem mache ich gerade ein "Flugblatt", das ich bei den Kleinsiedlungen nahe der letzten Sichtung verteile. Eventuell versuche ich es auch noch mit der Presse. Anfang der Woche nehme ich Kontakt zu Gut Aiderbichel auf - die haben kürzlich erst eine entlaufene Kuh gesichert, vllt. haben die auch noch Ideen, human power, aber vor allem Equipment.
Der Bischofsgrüner Staatsforst ist riesig, daran angrenzend gibts weitere riesige Waldgebiete, zum Teil mit sehr anspruchsvollem Gelände - ohne Sichtungen/Hinweise bin ich aufgeschmissen.
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Ich folge bei YouTube einem Kanal, der sich mit spezielleren und aussergewöhnlichen tierrettungen befasst. Vielleicht ist das auch noch mal eine Anlaufstelle.
https://www.tiernotruf.de
Ich drücke die Daumen - Vor einem Moment
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