16 Wochen alt, knurrt und beißt agressiv

  • Wir haben seit 8 wochen einen welpen als zweithund der schnell lernt, eigentlich freudig und verschmust ist, der nun aber seit 2 Wochen immer häufiger für uns meist grundlos ,anfangs 1-2 mal wenn ich ihn weil er noch nicht treppen laufen sollte in den garten getragen hab und er das grad nicht wollte ….. , jetzt auch wenn er etwas nicht will oder ich ihn irgendwo am halsband weg ziehe von was er nicht riechen lecken oder schrank/kabel anknabbern soll. dann knurrt er kurz ganz agressiv und sofort beisst er mehrmal hintereinander nach mir. Ich meine nicht das oft hier beschrieben Beißen Welpen spiel -hose -hand knapsen um beißhemmung zu „ üben“ es ist eher von der Art /Geräuschen und der Beißart so wie wenn sich zwei das futter abnehmen möchten. Also echt Agressiv……..

    Sein Futter und knochen kann ich ihm bis jetzt ohne Probleme abnehmen. Da schaut er mich nur an. Er beisst seit heute auch ohne Vorwarnung im vorbeigehen nach unserem althund, der schon angst vor ihm hat und den ich schon 8 wochen schütze weil der kleine keine seiner zu netten korrekturen ernst genommen hat. Beides Rüden Bulldoggen.

    Hab echt Angt das der kleine zu einem großen bissig bösen hund wird . Wie soll ich mich verhalten?

    Weg sperren schimpfen schrei oder einmal körperliche Korrektur hat nix gebracht. Letzteres eher in dem Moment noch böser gemacht. Kann das verhalten ja nicht ignorieren. In ein paar Monaten pack ich ihn dann nicht mehr. Hatte ich bisher ( seit 50 jahren immer 2 rüden unkastriert und immer alt und jung zusammen ) noch nie so etwas bei einem Welpen. Wie bekomm ich das in den Griff? Ist das noch „ normal „ ?

  • Würde als ersten Schritt ne Hausleine an den Hund machen damit du ihn nicht mehr ständig direkt anfassen musst in Situationen in denen es "sein muss".

    Seine Individualdistanz würde ich auch generell mehr respektieren (es scheint als würdest du ganz schön oft an ihm herumhantieren) und Dinge wie Hochnehmen ggf erstmal positiv auftrainieren und auch ANKÜNDIGEN.

    Offenbar mag er das ja nicht.


    Statt ihn irgendwo wegzuzerren könntest du ein verbales Abbruchsignal auftraineren, das ist eh sinnvoll.


    Und ständige Futter-Wegnehm-Spielchen würde ich auch lassen, sei froh dass es (noch) funktioniert und lass ihn in Ruhe fressen, ansonsten züchtet man sich so erst recht ne gepflegte Futteraggression heran.


    Ansonsten: Mauli drauf und nen guten Trainer kommen lassen


    Althund schützen ist essentiell aber das machst du ja schon


    Herumschreien wird aus einem knurrenden Hund kein Lämmchen machen, im Gegenteil.

    Knurren ist Kommunikation und würde ich generell nicht verbieten, ansonsten wird halt in Zukunft gleich gebissen.



    (Ja, dass der Hund erst zarte 16 Wochen alt ist hab ich jetzt erst gelesen, ich lass das geschriebene jetzt trotzdem mal so stehen)



    Achja! Und Schmerzen abklären lassen! Vor allem bei der kaputten Rasse... Schmerzen können aggressives Verhalten begünstigen und wenn dann noch jemand ständig an einem herumzerrt.... würde ich auch wütend werden.


    Und streich das Wort "böse".

  • er das grad nicht wollte

    wenn er etwas nicht will oder ich ihn irgendwo am halsband weg ziehe

    Weg sperren schimpfen schrei oder einmal körperliche Korrektur

    Plus Futter und Knochen wegnehmen. Da wäre ich durchaus auch grillig.

    Der Althund hat Angst? Dann beschützt du ihn nicht seit 8 Wochen.


    Wie genau sieht denn die tatsächliche Erziehung aus?

  • Du scheinst ziemlich viel körperlich zu agieren.

    Hund hochheben, mögen viele Hunde übrigens nicht, vor allem nicht, wenn es so "plötzlich" passiert. Kündigst Du diese Aktion denn vorher an, oder nimmst Du den Hund einfach hoch?

    Wenn letzteres, dann probiere da mal einen anderen Weg. Ich habe meinen Welpen stets "Arm" angekündigt, damit sie wußten, daß ich sie nun hochheben will. Fanden sie zwar weiterhin doof, doch sie wußten immerhin Bescheid. Sie hatten sich sogar richtig hingestellt, sogar eine Pfote angehoben, damit ich den Hund bequem hochheben konnte.



    In einer andren Situation packst Du einfach ans Halsband und ziehst.

    Zug erzeugt immer Gegenzug, sowie Druck immer Gegendruck hervorbring!

    Auch bei einem Menschen ist das so.


    Für Dich sieht es nach "grundlos" aus, aber Du schreibst schon recht deutlich, daß es eben NICHT grundlos geschehen ist. Du hast nur den Zusammenhang ignoriert!



    Und das hier

    Sein Futter und knochen kann ich ihm bis jetzt ohne Probleme abnehmen.

    unterlasse das mal besser. Denn damit förderst Du nur noch seine von Dir unerwünschte Reaktion.




    Ohne Vorwarnung....

    ich weiß nicht, damit habe ich so meine Schwierigkeitenl Meistens gibt es sehr wohl kleine Anzeichen. Die werden, bzw. wurden bisher entweder nicht ernst genommen, oder gar übersehen, oder wenn doch gesehen, dann einfach nur ignoriert.

    Zu Deinem Althund. Kann es sein, daß der etwas schlechter sehen kann?

    Oder ist er von der sturen Sorte und ignoriert gerne andere Anzeichen?



    oder einmal körperliche Korrektur hat nix gebracht. Letzteres eher in dem Moment noch böser gemacht.

    Ähm, ja.

    Eigentlich logisch!

    Du wirst bei Deiner Arbeit mit dem Hund was ändern müssen.



    Kann das verhalten ja nicht ignorieren.

    Ja, genau.

    Kannst Du nicht.

    Wenn Du aber erst der Auslöser für sein Verhalten warst - denke mal darüber nach!

    Du wirst nur einen anderen Weg finden müssen, wie Du konsequent mit dem Hund arbeiten kannst.

    Da hilft in diesem Fall tatsächlich nur ein Trainer vor Ort, der sich live anschauen kann, was da gerade bei Euch so alles schief läuft und Dir hilft, wie man es besser lösen kann.


    Über PC ist dies schwer möglich!


    In ein paar Monaten pack ich ihn dann nicht mehr.

    Für mich klingt es so, als ob Du dies echt wörtlich meinst, also ziemlich viel körperlich agierst.

    Mag sein, daß es bei all den anderen Bulldoggen in Deinem Leben bisher funktioniert hatte.

    Jetzt hast Du mal einen erwischt, der genau diesen Weg kacke findet, bzw. jetzt schon lernt, wenn man ihn körperlich manipulieren kann, er dann ebenfalls körperlich agieren darf. Mit 42 Argumenten ist dies kein angenehmer Weg.



    Ich kann Dir nur empfehlen, suche einen sehr guten Trainer, am besten noch einen, der gut mit Molossern kann, und laß Dir von ihm / ihr helfen, wie man den jungen Hund erziehen kann.

  • Mein Welpe/Junghund ist jetzt auch 16 Wochen.

    Und ja, auch er hat seine Phase , wo er mehr beißt. Ich habe aber festgestellt, dass er dann Ruhe braucht, da er selbst nicht weiß, wohin mit sich. Also ab in die offene Box und sofort schläft er.

    Ich sage ' Tragen' , wenn ich ihn hochhebe, ins Auto, ins Bett.... Er stellt sich dann schon hin und wartet.

    Meine beiden erwachsenen Hündinnen habe ich immer bestärkt, wenn sie ihn zurechtweisen. Er stellt es zwar immer mal wieder in Frage, aber dann greife ich ein. Vor allem, wenn er auf die 13 jährige Omi hüpfen will.

    Futter nehme ich nicht weg, sehe keinen Sinn darin

  • flying-paws

    Hat den Titel des Themas von „16 wochen knurrt und beißt agressiv“ zu „16 Wochen alt, knurrt und beißt agressiv“ geändert.
  • Mein Welpe/Junghund ist jetzt auch 16 Wochen.

    Und ja, auch er hat seine Phase , wo er mehr beißt. Ich habe aber festgestellt, dass er dann Ruhe braucht, da er selbst nicht weiß, wohin mit sich. Also ab in die offene Box und sofort schläft er.

    Ich sage ' Tragen' , wenn ich ihn hochhebe, ins Auto, ins Bett.... Er stellt sich dann schon hin und wartet.

    Meine beiden erwachsenen Hündinnen habe ich immer bestärkt, wenn sie ihn zurechtweisen. Er stellt es zwar immer mal wieder in Frage, aber dann greife ich ein. Vor allem, wenn er auf die 13 jährige Omi hüpfen will.

    Futter nehme ich nicht weg, sehe keinen Sinn darin

    Sehe auch keinen Sinn darin, dem Hund sein Futter wegzunehmen. Was bezweckst du damit, Machtspielchen?


    Nur im Notfall, wenn der Hund draußen einen potentiellen Giftköder/schädliches Zeug aufgesammelt hat und es anders nicht wieder hergibt (aus Sorge um das Leben oder die Gesundheit des Hundes).


    Meiner ist da ganz entspannt, kann auch während er frisst den Wassernapf nehmen und nachfüllen (nach dem Spaziergang trinkt er erst, dann gibt es TroFu und danach trinkt er wieder) oder rausgefallenes TroFu aufheben und zurück in den Napf werfen.


    Tragen kann ich ihn auch, was aber nur in Ausnahmefällen notwendig ist (z. B. auf den Tisch beim Tierarzt heben).

  • wir haben ein ähnliches verhalten unseres 14 Wochen alten Conti, auf Abbruch Signale wie ein lautes Aua oder Nein reagiert er überhaupt nicht, im Gegenteil. Körperlich dagegen angehen genauso, das stachelt eher auf.

    Bei uns hat es geholfen wenn er uns beißt einen grellen Ton auszustoßen, ich bin ein Mann und hab keine Ahnung wie ich diesen Ton überhaupt erzeugt habe aber das hat prima funktioniert, selbst wenn Sie voll in rage ist und ich den Ton mache hört Sie sofort auf und guckt ganz verwirrt, dann lobe ich und Sie fährt auch wieder runter.

  • Weg sperren schimpfen schrei oder einmal körperliche Korrektur hat nix gebracht.

    Welpen/Junghunde sind eben sehr penedrant und probieren sich aus. Und Deine 3 oben genannten Korrekturen sind einfach veraltet.

    Welpen anschreien - was soll das bringen? Kommt beim Hund so an, dass Du bei dem "Spiel" lautstark mitmachst.

    Sein Futter und knochen kann ich ihm bis jetzt ohne Probleme abnehmen. Da schaut er mich nur an

    Ja, noch schaut er!

    Wie geht es Dir denn, wenn da ständig jemand kommt und nimmt Dir beim Essen den Teller weg?

    Er beisst seit heute auch ohne Vorwarnung im vorbeigehen nach unserem althund, der schon angst vor ihm hat und den ich schon 8 wochen schütze weil der kleine keine seiner zu netten korrekturen ernst genommen hat.

    Althunde müssen generell vor Welpen etwas geschützt werden, weil Welpen gerne aufdringlich und penedrant sind. Es ist/war Deine Aufgabe dazwischen zu gehen und dem Kleinen deutlich zu zeigen, dass er den Althund nicht bedrängen darf. Da wäre z.B. eine vorläufige Trennung mit einem Baby-Schutzgitter eine gute Lösung gewesen. Wenn er übertreibt, muss er alleine Spielen und kann trotzdem noch - dankt Schutzgitter - mit am Alltag teilnehmen.

    Das wäre auch die heutige Lösung! Immer wenn Du nicht genug Zeit hast, die beiden Hunden zu beobachten und zu kontrollieren- wird getrennt!

    Dein Althund ist offensichtlich alleine nicht in der Lage sich durch zu setzen.

    Wie bekomm ich das in den Griff? Ist das noch „ normal „ ?

    Nein, nicht normal. Aber, ich persönlich habe schon oft von Bulldoggen gehört, dass die nicht unbedingt die Hunde sind, die gerne Hundegesellschaft haben.

    Ansonsten: Mauli drauf und nen guten Trainer kommen lassen

    Bei einem Welpen/Junghund? Never!

    Da muss es andere Lösungsansätze geben. Was soll denn den so ein junger Hund mit Maulkorb lernen? Dass er nicht beißen kann? Und, wenn der Maulkorb ab ist, was dann - große Freiheit/großes Kino!


    Nein, hier gehört ein ordentliches Managment her und ein Training beider Hunde. Den Althund unterstützen und den Jundhund einschränken!

  • Und Deine 3 oben genannten Korrekturen sind einfach veraltet.

    Welpen anschreien - was soll das bringen?

    welche Korrektur wäre denn aktuell? Anschreien in Form von einem lauten Nein haben wir schon häufig als Korrektur empfohlen bekommen.

    Körperlich agieren hat die Züchterin und Polizei Hund Ausbilderin vorgeschlagen.


    Bei uns funktioniert wiegesagt dieser grelle Ton am besten.

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