Unsere Leinenrambos - Umgang, Austausch und (Erfolgs)geschichten
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Aber ich musste mir viel anhören von anderen Hundehaltern so vonwegen ''jaaa, mit Leckerchen kann das jeder'' oder ''wenn der Hund ohne Leckerchen nicht kommt hast du was falsch gemacht''.
Ich verstehe immer nicht wieso man sich den Alltag absichtlich so schwer macht und worin da der Ehrgeiz besteht? Ich meine es gibt ja keine regionale Bestenliste oder was. Ist doch schiet egal ob der Hund kommt weils was zu fressen gibt und es gibt auch keinen Grund warum das abgebaut werden müsste.
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Ich hab irgendwann aufgehort mir da Gedanken drum zu machen. Die Leckerlies werden vom Futter abgezogen und gut.
Ich hab seit ein paar Monaten einen Aussiewelpen ( mittlerweile Junghund) die sich echt schwer getan hat mit dem Abruf. Irgendwann hab ich ihren Namen gerufen und gefragt: ''möchtest du ein Leckerchen'' und schwubs... stand sie ''Bei Fuß''. Okay? hab ich gedacht und das nächste mal einfach gerufen ''Hier gibt es Leckerchen, ''Hier'' ist unser Abrufkomando'' und schwubs stand die wieder neben mir. Dann hab ich langsam die überflüssigen Wörter abgebaut und das ''Hier'' immer mehr Komandoartig aufgebaut... und ca 6 Wochen später hat ein einfaches ''Hier'' gereicht. Jep, gibt dann immer noch Leckerchenn aber wie gesagt, das ist ja schon ins Futter einberechnet. Und beim Abruf finde ich auch voll berechtigt.
Aber ich musste mir viel anhören von anderen Hundehaltern so vonwegen ''jaaa, mit Leckerchen kann das jeder'' oder ''wenn der Hund ohne Leckerchen nicht kommt hast du was falsch gemacht''. Die brüllen allerdings noch heute hinter ihren Hunden her, wärend meine bei einem ''Hier'' sofort stehen, schauen wo ich bin und direkt im Sprint bei mir sind...
Mein , Ich nenne es mal Ausweichrückruf, wenn ich den echten nicht nutzen will, ist es bis 5 zu zählen und bei jeder Zahl lasse ich ein leckerlie fallen. Oft kommt sie schon bei 1 oder 2 😂
Aber ja, ich schäme mich auch 0 für Leckerlies und hab auch noch nie hinterfragt ob das irgendwie falsch ist. Ich backe und dörre selbst, also bestimme ich wie kalorienarm es ist und passe die Abendration ggf. an. Manchmal gibts auch Nassfutter aus der schlecktube.
Und ja wie flying-paws angedeutet hat. Anfangs war zb ihre erregungslage so hoch, da konnte sie selbst das beste Leckerlie nicht annehmen. Auch in Gruppenstunden in der HuSchu (die wir dann erst mal gelassen haben und im Einzelsetting gearbeitet). Später wurde dann nur die einfachen Sachen ausgespuckt und mittlerweile kann sie es so gut wie immer annehmen.
Kommandos würde sie natürlich auch ohne ausführen und wenn ich mal nichts dabei hätte wäre das kein Drama, aber ich belohne sie ja einfach gerne und das ja nicht nur mit Schmeckis sondern auch mal mit nem Zerrspiel oder echter Freude, die von Herzen kommt. Immer wie es gerade nötig ist.
Und eigentlich sollte es den anderen auch einfach egal sein. Mich juckt ja auch nicht wie jemand belohnt, bestraft oder sonstwas macht, solange es allen dabei gut geht -
Ja eben, jedem das seine. Ich diskutiere doch nicht mit anderen über deren Erziehungsstil. Ich gebe auch ungern Tipps an andere, selbst wenn die Fragen. Einfach weil ich finde dass Erziehung einfach super individuell ist und ich zudem selber manchmal nicht weiß, was ich tue

Genauso möchte ich mir aber auch nicht von anderen ungefragt in meine Erziehung reinquatschen lassen. Nur weil etwas bei ihnen so und so funktioniert, heißt das für uns ja noch gleich gar nichts.
Ich hab einen Appenzeller-Labrador-irgendwas mix, der leider deutlich mehr vom Appenzeller als vom Labrador hat. Nur die Gefräßigkeit, die kommt vom Labrador und ich werde einen Teufel tun, das nicht für mich zu nutzen.
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Und dann gibt es noch die, die ihre Hunde mit Leckerchen belohnen, weil sie paar Meter im Feld gekackt haben (wo es keiner sieht), statt auf den Weg (wo man es ja wegräumen muss). Das ist natürlich schon ein Leckerchen wert!
... und dann gibt es noch die Hundehalter, die den Hund gar nicht belohnen, sich selbst aber mit ´nem Bier und ´ner Tüte Chips nach dem ach so anstrengenden Gassigang.
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Ich nehme gerne Tipps von jemandem an bei dem ich das Ergebnis klasse finde. Ob mir der Weg gefällt kann ich dann natürlich immer noch beurteilen und das heißt auch nicht dass ich Verpflichtet bin das so zu übernehmen.
Was ich aber über die jahre gelernt habe, ist, das viele Dinge auch geschenkt sind und die Menschen es einem oft gar nicht erklären können weil der Hund einfach sehr gut passt und das Ganze sowieso von selbst anbietet, kein Fehlverhalten zeigt und maximal bissl bestätitgt werden musste. Und davon kann man sich leider oft auch nichts kaufen.
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Und dann gibt es noch die, die ihre Hunde mit Leckerchen belohnen, weil sie paar Meter im Feld gekackt haben (wo es keiner sieht), statt auf den Weg (wo man es ja wegräumen muss). Das ist natürlich schon ein Leckerchen wert!
... und dann gibt es noch die Hundehalter, die den Hund gar nicht belohnen
Und es gibt Hunde da braucht es das auch nicht. Das sind die Hunde die mich am meisten beeindrucken. Natürlich bringen die das viel mit, ich kenne das als Meutetrieb im früheren Wording. Früher gab es auch noch Menschen die haben solche Hunde ohne externe Belohnung im Sport ausbilden können. Absolut beeindruckend, und nein damit meine ich kein führen über Zwänge, sondern über Hundeführerbezug und "gemeinsam".
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... und dann gibt es noch die Hundehalter, die den Hund gar nicht belohnen
Und es gibt Hunde da braucht es das auch nicht. Das sind die Hunde die mich am meisten beeindrucken. Natürlich bringen die das viel mit, ich kenne das als Meutetrieb im früheren Wording. Früher gab es auch noch Menschen die haben solche Hunde ohne externe Belohnung im Sport ausbilden können. Absolut beeindruckend, und nein damit meine ich kein führen über Zwänge, sondern über Hundeführerbezug und "gemeinsam".
Mir ging es bei meinem Post darum, dass es HH gibt, die Belohnung für Hunde grundsätzlich ablehnen, für sich selbst aber Belohnung für selbstverständlich halten.
Dass es jede Menge Hundeteams gibt, wo vieles ganz ohne Belohnung geht, ist mir klar. Hier im Leinenrambo-Thread finden sich aber i. d. R. die Teams, bei denen es nicht über Hundeführerbezug etc. funktioniert.
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Dass es jede Menge Hundeteams gibt, wo vieles ganz ohne Belohnung geht, ist mir klar. Hier im Leinenrambo-Thread finden sich aber i. d. R. die Teams, bei denen es nicht über Hundeführerbezug etc. funktioniert.
Irgendwo ist immer Belohnung oder Strafe. Ohne geht es nicht.
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Mir ging es bei meinem Post darum, dass es HH gibt, die Belohnung für Hunde grundsätzlich ablehnen, für sich selbst aber Belohnung für selbstverständlich halten.
Lerntheoretisch kann man Verstärkung ja nicht ausklammern oder ablehnen.
Hier im Leinenrambo-Thread finden sich aber i. d. R. die Teams, bei denen es nicht über Hundeführerbezug etc. funktioniert.
Ich verstehe dich nicht. Also sind hier im Thread Leute die nicht belohnen aber nach dem Spaziergang Bier trinken?
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Hier im Leinenrambo-Thread finden sich aber i. d. R. die Teams, bei denen es nicht über Hundeführerbezug etc. funktioniert.
Ich verstehe dich nicht. Also sind hier im Thread Leute die nicht belohnen aber nach dem Spaziergang Bier trinken?
Im Leinenrambo-Thread sind primär Leute mit Hunden, die (Hunde) sich regelmäßig in ungewünschter Weise aufführen. Viele dieser HH haben eine recht lange Historie mit unterschiedlichsten Erfahrungen zu Trainingsmethoden mit unterschiedlichem Erfolg und Endergebnis. Diese HH haben sich in der Regel zumindest in gewissem Maße mit dem Thema Erziehung auseinandergesetzt.
Diese HH stoßen regelmäßig auf andere HH, die sich nicht mit Hundeerziehung auseinandersetzen (müssen), weil ihr Hund in ihren Augen "funktioniert", so auch im Ausgangspost.
Und unter denen, für die das Thema Erziehung keine Relevanz hat, gibt es einige, die Belohnung grundsätzlich strikt ablehnen und sagen "das muss doch so gehen", gleichzeitig aber die Funktionsweise von Belohnung aus eigenem persönlichen Erleben (Chips und Bier) kennen müssten.
Ist der Gedankengang so nachvollziehbarer?
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