Probleme auf Hundeplätzen

  • Czarek Das sind für mich auch zwei völlig unterschiedliche Schuhe.

    Wenn es um Sicherung/Gefahrenvermeidung geht, eine schnelle Lösung her muss, dann hätte ich darauf eine ganz andere Sicht als auf einen Hund, der eben erfolgreich im Sport laufen soll

    Ja, deswegen frag ich mich hier, was die Vergleiche sollen.. Man muss da schon über dasselbe sprechen.


    Sport und Alltagserziehung sind für mich zwei völlig verschiedene Dinge. Und ein Hund, den man so sichern muss, dass er keinen Schaden anrichtet, den kann man nicht mal guten Gewissens eine BH machen lassen. Und ja, ich weiß wie manche Verkehrsteile bei einer BH aussehen. Aber die BH berechtigt eben auch zum Start in allen möglichen Sportarten und wenn man da wie im Agi Hunde frei laufen lässt und drum herum sind über 100 Hunde und Menschen in direkter Nähe, dann kann man so einen Hund auch nicht eine Prüfung bestehen lassen, ganz egal welche Trainingsmethode man benutzt.


    Das Thema ist super individuell und hängt von dem Team, dem Sport, dem Verein und seinen Mitgliedern und Trainern ab. Es reichen schon wenige Leute, dass man einen Verein kaputt kriegt oder viele abwandern. Am Ende muss man gucken, was man für sich mitnehmen kann und ob man mit bestimmten Dingen leben kann. Wo Menschen sind, da menschelt es. Am Ende kann es mir auch egal sein, wenn ich finde, dass ein Hund falsch trainiert wird. Ist ja nicht mein Hund. Ich bin kein Trainer und solange wir uns im rechtlichen Rahmen bewegen, ist es nicht verboten.

    Ansonsten gilt wie immer: es kann nur denen geholfen werden, die den Mund aufkriegen.

  • Für mich ist der Grund für Hundeplatz, dass ich lernen und mich austauschen möchte. Bei absolut gegensätzlichen gar unvereinbaren Ansichten oder Methoden ist mir das nicht mehr möglich.

  • Doch, doch der Hund war mit Kralle auf dem hundeplatz. Das ist viele Jahre her und wie ich jetzt gelernt habe, ist Kralle seit letztem Jahr verboten in Deutschland. Damals war der Einsatz einfach normal.

    Und ja, es ging dabei auch um schutzhundesport und deren Ausbildung.


    Unser mit Kralle gearbeiteter Hund hat die BH 16 mal bestanden. Bei unterschiedlichen Richtern. Der lief auch im Sport auf Turnieren. Das ist allerdings 30 Jahre her.


    Ansonsten wird ja oft gröber gesprochen, als dann wirklich gehandelt. Sprücheklopfer gibt es auch im Hundeverein viele.

    Solange ich etwas wirklich tierschutzrelevantes nicht selber sehe, greife ich bei blöden Sprüchen nicht ein. Warum auch?

    Ich hab auch schon mal gesagt: „Mei, da hab ich mir das Mistvieh halt gegriffen und ihm erklärt, dass ich das gerade scheisse fand!“ Wenn mir auf diesen Spruch jemand mit dem Tierschutzgesetz gekommen wäre, hätte ich auch nur die Augen verdreht. Denn gepackt körperlich hatte ich den Hund gar nicht.


    Ich schreite ein, wenn jemand mit Strom seinen Hund quält, wenn jemand seinen Hund verprügelt, wenn jemand seinen Hund tritt. Das sind für mich keine Trainingsmethoden, das ist quälerei.

    Aber weil jemand mal kurz seinen Hund auf dem Boden hält, komme ich nicht gleich mit Gesetzen ums Eck.


    Lg

  • Und du glaubst, das schert jemanden?

    Nein. Solche Leute schert doch eh nix.


    Ich persönlich will mich nicht mitschuldig machen, indem ich Mitglied in einem Verein bin, in dem es so läuft. Und man kann ja nur hoffen, dass der Mitgliederschwund (wenn es genug Leute gibt, die eben nicht so trainieren wollen und austreten) zum Aussterben dieser Vereine führt.


    Wenn es tierschutzrelevante Dinge wären (ist mir noch nicht untergekommen) wie Strom oder stachler, würde ich das Vetamt informieren. Ob das was bewirkt, weiß ich nicht.


    Wenn es um Sachen geht, die mir nicht gefallen, aber im Rahmen des legalen sind - ja gut, dann muss es ja niemanden scheren. Ich will es nur nicht mitangucken und auch kein Teil davon sein, wenn der Aggro-Aussie 5 mal pro Training einen Eimer Wasser überbekommt, weil man ja unbedingt mit dem komplett unverträglichen und hochgepuschten Hund Agility machen muss...

  • da muss ich dir leider Recht geben. Und die die gerade weit oben führen ach nee das wissen wir ja gar nicht... Nein ich selbst kenne Leute die ihre Hunde mit Wasser und Schellen versaut haben und ich kenne Leute die ihre HUnde mit überlegtem Einsatz von Starkzwang wirklich so ausgebildet haben dass die Hunde selbst die Trainingseinheiten mit diesen Mitteln noch so begeistert vom Platz gegangen sind wie sie drauf gehopst sind. Der Unterschied ob man weiß was und wie man da was tut oder ob nicht. Es ist nun verboten und so langsam kommt es GsD auch in den Köpfen an aber man darf auch nicht vergessen dass es auch ohne diese verbotenen Hilfsmitteln Mittel gibt HUnden die Ausbildung richtig sauer zu machen weil man ihnen damit und mit der falschen Anwendung das Verstehen was man da will einfach unmöglich macht.


    Mich hat mal ein zufälliger Passant auf dem Hundeplatz angebrüllt und die Polizei gerufen weil ich eine Gerte in der Fußarbeit benutzt habe.. Heißt ich hatte das Teil aussen in Höhe des Hintern des Hundes um in Wendungen zu touchieren. Wurde zuvor nämlich geübt auszuweichen wenn die Gerte den Hund berührt- mit Clicker. Polizei kam, guckte sich alles an und kuschelte die HUnde und ging wieder. Und dann gibt es eben Leute die schlagen damit wirklich zu- alles schon erlebt und da war ich genauso erschrocken wie mein Hund und wir verließen sofort den Platz denn der betroffene Hund war nicht mehr fröhlich aber da ging mein Hund vor und den musste ich da wegbringen. Das Gespräch gab es daann später und natürlich war ja nichts passiert.


    Man kann im Endeffekt aus allem eine Waffe machen...

  • Doch, doch der Hund war mit Kralle auf dem hundeplatz. Das ist viele Jahre her und wie ich jetzt gelernt habe, ist Kralle seit letztem Jahr verboten in Deutschland. Damals war der Einsatz einfach normal.

    Und ja, es ging dabei auch um schutzhundesport und deren Ausbildung.

    Naja, wenn das heutzutage noch so wäre, dann wäre ich ehrlich gesagt doch ziemlich entsetzt.


    Man liesst ja immer, der Sport sei heutzutage nicht mehr "so". Obs stimmt...? Ich hoffe es...

  • Vielleicht lebe ich da auch in einer Blase, (habe mit Hundesport nichts zu tun, möchte aber verstehen) aber generell reden wir hier doch über eine Freizeitbeschäftigung, die beiden (!) Spaß machen soll.

    Wird Punkteverlust oder eine Wiederholung einer Prüfung denn so engstirnig gesehen, dass so verbissen da ran gegangen wird?

    Der Hund trennt aber Sport und Alltag nicht.

    Und in den meisten Fällen geht es eben nicht um "will nicht" sondern um "will, aber eben nicht zu den vorgegebenen Regeln" und wenn man da dann ein Auge zudrückt, wird das halt auch schnell mit in den Alltag genommen. Da wird halt dann nicht nur am Hundeplatz hinterfragt und versucht, ob man die Regeln nicht verbiegen kann, sondern halt dann auch zuhause, wo man den Briefträger nicht annagen soll oder sich vom aufspringenden Hasen abrufen lassen soll.


    Das ist nicht engstirnig oder verbissen, das ist schlicht Konsequenz.

    Wenn ich etwas verlange - was der Hund kann - dann fordere ich das auch ein. Egal ob auf dem Platz oder beim Gassigehen. Das kann ich nicht trennen und beim einen Mal fünf Grade sein lassen weil es ja nur Freizeitspaß ist, das funktioniert bei vielen Hundetypen nicht.

  • Wie gesagt, mMn machen sich so einige das Urteil viel zu einfach. Mit dem Finger zeigen und "Tierschutzrelevant" schreien, ist leicht wenn man keinen Hund hat, der dies herausfordert.

    Wenn man aber sieht bzw. mitbekommt, dass Stachler oder Strom eingesetzt werden oder ein Hund getreten wird oder Hoden abgeklemmt werden, ist das nun einmal tierschutzrelevant. Das ist einfach nicht erlaubt gesetzlich.

    Klar gehe ich da dazwischen.

    Hat für mich absolut nix mit Reinreden zu tun.


    Ich war ja auch schon in diversen Hundeschulen und in mehreren Vereinen und ja, natürlich begegnet man da auch mal Leuten, die nicht so trainieren, wie man selbst das gut und ethisch vertretbar findet. Ich habe aber nie erlebt, dass ein Hund z.B. geschlagen wurde oder dass mit einem Stachler gearbeitet wurde oder so. Da könnte ich auch nicht an mich halten und würde dazwischen gehen und deutlich machen, dass das illegal ist und ich mich gezwungen sehe, das zu melden, wenn nicht sofort damit aufgehört wird.

    Genauso eben, wie ich im Alltag dazwischengehe, wenn ich sehe, dass jemand seinen Hund z.B. tritt oder schlägt.



    (Ich glaube, ein großes Problem ist ja in Wahrheit schon, dass sich viel zu viele Leute Hunde holen, die sie gar nicht adäquat führen können. Und ja, mich nervt das mittlerweile sehr. Es muss scheinbar der krasse Mali oder triebigste Herder sein, und mit dem kann man dann machen, was man will, weil der halt so krass drauf ist, ey. Und wenn da so eine Trulla auftaucht, die ja "nur" Rally und so Funkram mit ihrem Chihuahua macht, boah nee, die KANN ja gar keine Ahnung von der Materie haben...)

  • Naja, wenn das heutzutage noch so wäre, dann wäre ich ehrlich gesagt doch ziemlich entsetzt.


    Man liesst ja immer, der Sport sei heutzutage nicht mehr "so". Obs stimmt...? Ich hoffe es...

    Natürlich gibt es noch Vereine bei denen mit Kralle trainiert wird, Verbot hin oder her.

    Und nein, ich rede nicht vom sanften Einsatz zur Positionskorrektur.

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