Einer angeleint einer nicht?

  • Hallo zusammen

    Wir haben 2 Hunde ( beide ca 2 /2,5 Jahre alt .. ) Der Große ist ein Dickkopf und wir üben noch im Rückruf, sodass er nicht ohne Leine laufen kann. Er ist der dominantere Hund.

    Unsere Hündin ist da anhänglicher und am Strand läuft sie seit ein paar Tagen frei.

    Meine Frage ist : fühlt sich der dominante Hund davon in seiner Stellung untergraben?

    Wir bemerken seit paar Tagen, dass sich unsere 2 öfter kappeln. Nichts Wildes... Unter Menschen würde man sagen sie keifen sich an. Und ist auch schnell vorbei.. Das ist nur insofern besonders, da sie sonst ein sehr tolles Team sind, viel spielen und man merkt, dass sie sich gerne haben...Und das sonst in den 9 Monaten, wo wir beide haben nur ganz am Anfang 2x vorkam und seitdem nicht mehr... Kann das daran liegen, dass der Chef nicht frei laufen darf, sie aber streckenweise schon?

    Ich glaube nicht... Mein Mann glaubt schon.. Nun bin ich auf eure Antworten gespannt 😊

  • Bin da auch geteilter Meinung....


    Also ich bin der Ansicht, dass sich Hunde einfach weiterentwickeln und austesten wie weit sie gehen können. Ich lasse das bei meinen beiden zu, dass sie das unter sich klären. Wichtig ist für mich nur, dass ich das letzte Wort habe. Wird es mir zu wild zwischen den beiden, greife ich ein und das akzeptieren beide und hören dann auch auf, selbst meine Kleine (6 Monate alt). Das heißt aber auch: Chef bin ich.


    Bei den Hunden untereinander wird die Hündin vermutlich später das Regiment übernehmen und ihm zeigen wo der Frosch die Locken hat, da werde ich mich auch zurückhalten, wenn es nicht zu extrem wird, was nicht zu vermuten ist.


    Die beiden lieben sich auch und kuscheln und spielen zusammen ohne Ressourcen zu verteidigen, aber iwann legen die unter sich auch die Rangordnung und Regeln fest. Ist auch spannend zu beobachten. Mein Rüde splittet z.B. gerne und geht zurück wenn er blöd angemacht wird (verbellt den anderen dann aber, weil der ja nicht mit ihm spielt oder ihm den Ball geklaut hat, er macht das aber ohne Aggression), meine Sunny geht nach vorne, also Hunde die ruhig sind, sind ok, aber wehe die fangen an zu bellen, dann kommt der tasmanische Teufel zum Vorschein, wir arbeiten daran :ka:


    Das ist auch unabhängig davon, ob einer frei läuft und einer an der Leine bleibt. Mein Rüde darf auch nicht von der Leine, da Jagdtrieb und auch schon mal zugebissen aufgrund schlechter Erfahrung, da möchte ich kein Risiko eingehen, auch wenn er sonst sehr freundlich ist. Das sollte keinen Unterschied machen im Verhalten zwischen deinen beiden.

  • Hier ist oft ein Hund angeleint, während der andere im Freilauf ist. Das hat auf die Gesamtstimmung hier (bei meinen Hunden) aber keinerlei Einfluss.

  • Meinen ist es auch wurscht, wenn einer frei ist und der Andere (*hust* Picard) angeleint. Nasi gewinnt ab und zu mal ne Leinenrunde an bestimmten Strecken, wo Spuk frei läuft, weil er einen größeren Radius hat und ich nicht dauernd "Warte" rufen mag auf den eher kurvigen Waldwegen. Die Zwei sind dann nicht anders als sonst und leben eh komplett harmonisch miteinander.

    Aber auch bei den Tierheimhunden hab ich das nie erlebt, obwohl da einige immer angeleint waren und meine frei mit laufen.

  • Ich denke, dass es etwas davon abhängt, wie weit dein Großer die Hündin bislang regulieren durfte. Da du schreibst "dominant". Wenn er bislang ihre Bewegung/was sie tut einschränken durfte, bzw. es als seinen Job sieht, auf sie aufzupassen, kann es durchaus sein, dass er die Einschränkung nun ziemlich doof findet. Gerade falls die Hündin am Strand viel Dynamik zeigt. Hat für mich dann aber nichts mit "Stellung" zu tun, sondern wofür ein Hund sich zuständig fühlt. Das wäre dann dein Job, ihm zu vermitteln, dass ihn das nicht zwingend was angeht.
    Also, keine Ahnung, ob das auf euch zutrifft.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Ich könnte mir auch vorstellen, dass es zum Thema Leinenführigkeit gehört. Wenn einer "die Sau raus lassen darf" und von dem anderen erwartet wird weiterhin brav nebenher zu laufen, stellt das schon auch ein höheren Anspruch an Aufmerksamkeit, Konzentration und Impulskontrolle dar. Ist hier bei uns auch gerade Thema :woozy_face: Da muss ich schon interessant bleiben für den Knasti und ihn viel loben für richtiges Verhalten (in unserem Fall für cool und entspannt bleiben/werden).

    Meine Frage ist : fühlt sich der dominante Hund davon in seiner Stellung untergraben

    Ich glaube eher, dass es mit Frustration zu tun hat, insbesondere vor dem Hintergrund, den Lucy_Lou beschrieben hat.

  • Wir bemerken seit paar Tagen, dass sich unsere 2 öfter kappeln.

    In welchen Situationen denn?


    Wenn das beim Spaziergang passiert - ich würde sehr genau drauf achten, dass der angeleinte und damit eingeschränkte Hund nicht an der Leine in eine körperliche Interaktion gerät.


    Wenn das in anderen Situationen passiert, würde ich mir eher diese anschauen.


    Kann der Rüde denn irgendwo freilaufen? Eingezäuntes Gelände? Schleppleine oder immer kurze Leine?

  • Punkt eins, keiner deiner Hunde hat "Chef" zu sein, das ist deine Aufgabe.


    Ich denke auch, dass der Rüde da eher seinen Frust abbaut, weil er die Hündin in diesen Situationen nicht mehr kontrollieren kann und ihn das stresst.

    Das bedeutet nicht, dass ihr die Hündin jetzt anleinen sollt, sondern dass ihr dem Rüden beibringt, dass eben nicht er über die Hündin zu bestimmen hat, sondern ihr da die Regeln und Grenzen aufstellt.

    Meine Hündin läuft sehr selten frei, ihr massiver Jagdtrieb macht es in den meisten Gegenden unmöglich, während der Rüde ohne Leine unterwegs sein kann. da gibt es keinen Ärger, keinen Frust, zum einen weil ich bei der Hündin trotzdem für genügend Bewegung und Möglichkeit mal die Sau rauszulassen sorge und zum anderen, weil die Hunde eben ihren Platz kennen und wissen, dass es nicht ihre Aufgabe ist, sich gegenseitig zu kontrollieren und zu maßregeln. Das ist mein Job.

  • Ich mache es aus praktischen Gründen oft so, dass einer abgeleint ist und auf dem Rückweg der Andere. Besonders wenn sie einen aufgeregten Tag haben oder Wild unterwegs zu sein scheint, lasse ich ungern beide gleichzeitig von der Leine.


    Der Junghund "vergisst" ab und zu, dass er an der Leine ist und will lossprinten, aber großartig Frust habe ich bei keinem der beiden erlebt.

    Auch sonst, wenn ich mal mit einem der beiden an der Leine und einem fremden, nicht angeleinten Hund spazieren gehe, merke ich eigentlich keinen Frust.


    Den Punkt, der oben genannt wurde, also dass Dein Rüde ggf. gewohnt ist, die Hündin zu maßregeln, finde ich aber plausibel.

  • Wir haben 2 Hunde ( beide ca 2 /2,5 Jahre alt .. )

    Die kommen jetzt halt auch beide in ein Alter, in dem sich einiges verändert. Da würde ich eher den Knackpunkt sehen. Und Konflikte nicht (mehr) einfach "selbst regeln" lassen, sondern sehr klare Regeln aufstellen.

    Kann man ja wieder lockern, wenn sich alles neu eingespielt hat.

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