Paroxysmale Dyskinesie.....wer hat Erfahrung damit?

  • Bei meinem 5jährigen Lundehund Jurek wurde die Verdachtsdiagnose Paroxysmale Dyskinesie gestellt.
    Er hatte plötzlich Krampfanfälle/neurologische Ausfallerscheinungen: extremes Muskelzittern, taumeln, torkeln, Kopfschiefhaltung, Augen schauten in unterschiedliche Richtungen, stehenbleiben nur möglich durch Anlehnen an die Wand. KEIN unkonkrollierter Urin-/Kotabsatz, KEIN speicheln, aber ansprechbar.
    Ich bin sofort in die Tierklinik gerast, dort wurde alles mögliche in Betracht gezogen: Vergiftung, Unfall, Epi, etc etc.
    Nach 5 Stunden haben sie ihn dann mit einem Epi-Mittel abgeschossen, damit er zur Ruhe kommen konnte. Und nach dem "Aufwachen": alles bestens, fit und munter, ganz der Alte. Keine Untersuchung (Blut, Röntgen, Ultraschall etc etc.) zeigte irgendetwas. CT ist nicht gemacht worden, weil erst nicht klar war, ob er die Narkose schaffen würde. Epi ausgeschlossen, Vergiftung nicht bewiesen, aber auch nicht ausschließbar.
    Der Verdacht Paroxysmale Dyskinesie steht im Raum, kann sich nur bestätigen, wenn es weitere Anfälle geben wird. Trotzdem suche ich Infos/Erfahrungen dazu (es beruhigt mich schon, wenn ich es mehr darüber weiß, und besser vorbereitet bin, falls .....)
    Insbesondere die Erfahrungen damit, dass/ob durch die sofortige Gabe von Honig/Traubenzucker diese Anfälle schnell beendet werden können.

    Hier ein Beispiel eines leichten Anfalles, der kurz andauert:



    Kurz und knappe Infos über PD:
    https://www.facebook.com/DrBABerk/posts/991386044355525/
  • Hallo Borderlunde,

    ich kann dir leider nicht mit Erfahrungsberichten zur paroxysmalen Dyskinesie dienen. Ich habe heute in einem Epilepsie Gruppe auf Facebook selbst das erste mal etwas darüber gelesen und habe heute Vormittag intensiv im Netz danach geschaut.

    Ich habe zwei Lagotto Romagnolo. Die Hündin hat seit gut zwei Jahren Krampfanfälle in großen Abständen. Bei einem Teil der Anfälle war ich nicht dabei. Zunächst waren die Anfälle sehr unspezifisch (hinsichtlich Epilepsie). Delia begann zu torkeln, die Hinterhand rutschte weg, sie konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten, hat gehechelt. Die Länge der Anfälle war unterschiedlich. Danach hatte sie Durst, war aber relativ schnell wieder total unauffällig.

    Die letzten beiden Anfälle sahen für mich schon eher nach Epilepsie aus. Sie krampfte deutlich in den Beinen. Das Bewusstsein hat sie nicht verloren, sie hat auch nicht gekotet oder uriniert, etwas gespeichelt vielleicht. Meine Hündin sucht während der Anfälle immer Nähe zum Menschen. Bisher ist der Anfall nie aus dem Schlaf heraus gekommen. Allerdings gingen oft für sie stressige Situationen voraus.

    Ich habe mir nun einige Videos angesehen und würde als medizinischer Laie sagen, dass das große Ähnlichkeit hat mit den Anfällen meiner Hündin.

    Delia bekommt noch keine Medikamente gegen Epilepsie. Wir sind in haustierärztlicher Behandlung. Es wurde schon eine umfangreiche Ausschlussdiagnostik betrieben. CT oder MRT wurden noch nicht gemacht. Ich werde diese Erkrankung bei meinem nächsten Tierarzttermin auf jeden Fall mal ansprechen, aber wahrscheinlich wird mein Weg doch zum Neurologen führen.

    Vielleicht magst du mich mal auf dem Laufenden halten, was bei euch letztlich herauskommt. Alles Gute!

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