Beiträge von Trüffelnase

    Wir haben sehr ähnliche Probleme mit unserem Rüden. Von Anfang an. Auch er kommt vom VDH-Züchter und wir haben ihn mit acht Wochen bekommen.


    Nach einer tierärztlichen Odyssee, bei der nichts spezifisches herausgekommen ist, hat uns unsere damalige Trainerin auf das Thema subklinische Schilddrüsenunterfunktion aufmerksam gemacht. Sie hat selber einen betroffenen Hund und unsere Probleme haben gut auf die Beschreibung gepasst. Wir haben daraufhin ein komplettes Schilddrüsenprofil machen lassen. Laut Haustierärztin war alles in Ordnung. Aber: Die Werte lagen im unteren Referenzbereich und damit für einen jungen Hund zu niedrig. Außerdem waren Antikörper vorhanden.


    Lino wird nun seit einem knappen Jahr substituiert und wir haben noch immer nicht die richtige Dosierung gefunden. Wir arbeiten mit einer Spezialistin zusammen, allerdings in Kooperation mit der Haustierärztin. Das klappt gut.


    Unsere Fortschritte sind da, wenn auch klein. Vieles hat sich schon gefestigt und ritualisiert und tägliches Training und Management sind unabdingbar. Auch ich musste lernen zu akzeptieren, dass mein Hund nicht den Erwartungen entspricht, die ich ursprünglich an ihn hatte. Er wird nie der Hund sein, der einfach so unkompliziert mitläuft.


    Vielleicht ist das ja zumindest auch ein Ansatz bei dir mit der SDU. Ich denke aber auch, dass es bei unserem Hund nicht nur an der Schilddrüse liegt. Er ist einfach auch so. Für ihn sind Rituale wichtig. Neue Umgebung, fremde Leute, ungewohnte Situationen stressen ihn noch mehr. Ist alles nicht so einfach, auch weil wir zwei Hunde haben, die irgendwie vollkommen unterschiedliche Bedürfnisse haben, obwohl sie einer Rasse angehören. Zielobjektsuche machen wir übrigens auch. Das finde ich super für solche Hundetypen. Alles, was zusätzlich aufputscht, ist kontraproduktiv bei uns.

    Mich hätte es auch brennend interessiert, wie sich Simba draußen auf Spaziergängen (an der Leine) und im Freilauf verhält. Schade, dass da überhaupt nicht darauf eingegangen wurde. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass es da auch nicht ganz harmonisch und entspannt abläuft mit beiden Hunden gleichzeitig.


    Ich habe ja hier auch so ein Doppelpack und vor allem der Lagotto Rüde ist (verstärkt durch seine SDU) sehr oft drüber.

    Den Wunsch nach einem zweiten Hund hatte ich als die Ersthündin etwa zwei Jahre alt war. Der zweite Lagotto (Rüde) ist dann eingezogen, als Delia drei war. Ich wollte einen zweiten Hund, weil ich es mir einfach "schön" vorgestellt habe, beide miteinander agieren zu sehen. Außerdem bin ich davon ausgegangen, dass der zweite Hund einfach so mitlaufen würde. Letzteres ist zuhause inzwischen auch wirklich recht entspannt.


    Mit dem Rüden hatten wir leider von Anfang an Probleme in gesundheitlicher Hinsicht. Inzwischen wurde bei ihm eine subklinische autoimmune Schilddrüsenunterfunktion festgestellt und er wird behandelt. Sein Verhalten hat mich oft an meine Grenzen gebracht. Wir investieren sehr viel Zeit und Geld in Training. Die Kosten sind in unserem Fall mit Einzug des zweiten Hundes durch Tierarzt, Training etc. explodiert.


    Mit einem "problematischen" Hund ist das alles noch irgendwie machbar. Bei zwei Hunden ist die Dynamik dann nicht zu unterschätzen. Ich gehe oft getrennt, weil ich mich sehr auf den Rüden konzentrieren muss und ab und zu die entspannte Qualitätszeit mit der Ersthündin brauche.


    Zum Glück verstehen sich die beiden gut. Sie sind nicht ein Herz und eine Seele, aber sie mögen sich.


    Aufgrund meiner Erfahrungen denke ich, dass ich in Zukunft keine zwei Hunde mehr gleichzeitig halten werde. Aber ich hoffe, dass trotz aller Schwierigkeiten diese beiden Hunde noch viele Jahre an meiner Seite sind.

    Bei uns ist es umgekehrt. Er ist der Camper und ich musste erst überzeugt werden.


    Allerdings weiß ich es inzwischen wirklich zu schätzen und fahre gerne mit. Ein Stück Unabhängigkeit, gerade in Zeiten von Corona. Und ja, auch bei zwei Hunden steht immer einer irgendwie im Weg im Wohnmobil. grinning-dog-face-w-smiling-eyes

    Der Garten unseres Hauses grenzt direkt an einen relativ stark frequentierten Fußweg, der mit kleinen Steinchen geschottert ist. Für mich ist es eine echte Herausforderung, meine beiden davon abzuhalten, jeden Fußgänger, Radfahrer oder Hundehalter lautstark zu "vertreiben". Ein Stück weit liegt es natürlich in der Natur der Hunde, dass sie ihr Revier bewachen und Fremde melden, aber ich rufe beide konsequent ab, sobald sie bellend zum Zaun rennen.


    Oft bleiben die Leute - ob mit oder ohne Hund - einfach stehen und gaffen in den Garten, manchmal machen sie sogar bellende Geräusche, also die Menschen, nicht die Hunde. Und ja, ich habe auch schon darum gebeten, doch einfach weiterzugehen, weil das die Hunde provoziert und es mir schwerer macht, sie zur Ruhe zu bringen.


    Es kommt immer darauf an, in welcher Situation man sich befindet. Als ich alleine mit meiner Ersthündin unterwegs war, konnte ich es gar nicht verstehen, dass uns Hunde am Gartenzaun anbellen. Meine Hündin blieb immer ruhig. Auch auf dem eigenen Grundstück blieb sie zu 90 Prozent der Fälle einfach liegen, wenn jemand vorbeikam. Mit Einzug des zweiten Hundes ist alles anders. Da er auch nur bedingt verträglich anderen Hunden gegenüber ist, ist auch das Territorialverhalten beider Hunde ausgeprägter.


    Ich kann also die Besitzerin der beiden Hunde auch verstehen. Aber es ist natürlich auch immer eine Frage des Tones, wie man etwas anspricht. Genauso wie man seinen Kindern erklären kann, den Hund hinterm Gartenzaun nicht zu ärgern, kann man mit seinem eigenen Hund auch einfach zügig weitergehen, wenn man merkt, dass sich die anderen Hunde so hochfahren.

    Wir entdecken in diesem Jahr vor allem im Rahmen von Kurzurlauben die weniger spektakulären, aber umso schöneren Ecken Deutschlands. Wir sind oft ein langes Wochenende unterwegs und bevorzugen das freie Stehen, gerade jetzt. Irgendwie finden wir immer so schöne Plätze, Wanderparkplätze etc., wo wir wunderbar ruhig stehen können und direkt schöne Runden mit den Hunden gehen können. Gerade wenn man einen nicht ganz verträglichen Hund hat, ist Einsamkeit und wenig Trubel einfach schön. Letztes Wochenende waren wir von Leipzig aus im Naturpark Hainich, im Werratal und in der Rhön.


    Den ursprünglich geplanten zweiwöchigen Womo-Urlaub ins Ausland haben wir jetzt gestrichen.


    SophieCat


    Wir sind froh, dass wir unsere achtwöchige Sabbatical-Tour Frankreich/Spanien/Portugal im letzten Jahr gemacht haben. Dieses Jahr wäre es, wie bei euch, nichts geworden. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Hoffen wir mal, dass sich alles bis zum kommenden Jahr wieder beruhigt hat.

    Also, in dem Artikel von Martina Schoppe, von dem ich hier den Link bekommen habe, wird ein Alternativverhalten als Schritt 3 bei ZßB aufgeführt. Sie begründet das darin, dass sich das Verhalten, sich zum Halter umzuorientieren dadurch festigt und widerstandsfähiger wird. Ich frage mich nur, wann man es sozusagen dazwischen schaltet.


    Im Buch "Leinenrambo" wird es auch beschrieben, allerdings steht dort nur, dass man das Alternativverhalten zwischen Marker und Belohnung setzt. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich diese Kette in einer Hundebegegnungssituation ausführen soll.

    Ich habe noch mal eine Frage an alle, die mit Zeigen und Benennen arbeiten.


    Wann und wie genau wird das Alternativverhalten mit eingebunden? Bis jetzt klappt es bei uns ganz gut, den Gegenstand (beim Hund sind wir noch nicht) anzuschauen. Wir haben als Alternativverhalten schon länger einen Handtouch positiv aufgebaut. Der funktioniert auch gut. Aber ich bin mit der Reihenfolge nicht ganz sicher.


    Also, Gegenstand anschauen, markern, Hund schaut zu mir und bekommt Belohnung. Wann wird jetzt das Alternativverhalten abgefragt?thinking-dog-face