Welpe knurrt und beißt - Dominanzverhalten?

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    Unser Berner Sennen Rüde Barney ist knapp 4 Monate alt und im Großen und Ganzen ein entspannter Weggefährte.

    Er verträgt sich soweit gut mit anderen Hunden und ist fremden Dingen gegenüber sehr aufgeschlossen. Auf Menschen reagiert er meist sehr gelassen.


    Leider zeigt Barney in der Vergangenheit immer häufiger Verhalten, welches uns langsam verzweifeln lässt.


    Er scheint ein großes Problem damit zu haben wenn ihm etwas verboten wird.

    Beispiel: Barney schnappt sich den Wasserschlauch im Garten und versucht diesen kaputt zu machen. Versuchen wir das zu unterbinden fängt er an sehr laut zu knurren, bellt uns an und schnappt nach uns.

    Auch wenn Barney beim Spaziergang wieder ein nettes Häufchen eines anderen Hundes entdeckt und wir ihn davon abhalten wollen, diese Hinterlassenschaften zu verspeisen rennt er los, springt uns an und bellt.


    Nun haben wir uns schon Rat bei zwei verschiedenen Hundeschulen geholt. Beide sagen: Ruhig bleiben, den Hund ignorieren oder sich von der Situation entfernen.

    Blöd nur, dass Barney immer darauf aus ist, uns in die Waden zu beißen sobald wir uns umdrehen um uns von ihm abzuwenden. Ein Ignorieren ist also gar nicht möglich, denn so ein paar "Bisse" in die Wade sind durchaus schmerzhaft.


    Im Spiel mit anderen Hunden läuft es soweit gut... manchmal fängt er aber an die Hunde anzubellen und versucht sie in den Hals, in die Schnauze oder in den Nacken zu packen. Vereinzelt versuchte er auch schon auf anderen Hunden aufzureiten. Für uns ein klares Zeichen für Dominanzverhalten. In diesen Momenten beenden wir das Spiel für Barney. Da er dann meist schon völlig außer Puste ist, nimmt er das anders als zu Hause einfach so hin. Dennoch scheint er daraus nicht zu lernen, denn er macht es immer wieder.


    Wie schon erwähnt ist Barney sonst ein sehr liebevoller Welpe. Knapp 90% des Tages ist alles gut. Aber in gewissen Punkten stoßen wir mit ihm an unsere Grenzen.

    Ruhe und Ignoranz bringen bei diesem Verhalten nichts. Damit wir mit Barney im fortgeschrittenen Alter keine Probleme hinsichtlich der Dominanz bekommen, liegt es uns sehr am Herzen dieses Verhalten schnellstmöglich unter Kontrolle zu bringen.


    Vielleicht hat ja von euch schon mal jemand eine ähnliche Situation durchlaufen..


    Für sämtliche Tipps und Anregungen wären wir sehr dankbar!

  • Vereinzelt versuchte er auch schon auf anderen Hunden aufzureiten. Für uns ein klares Zeichen für Dominanzverhalten.

    Was soll "Dominanzverhalten" denn sein? Das ist ein viel genutztes, aber im Grunde völlig inhaltsleeres Wort.


    Der Hund ist überfordert und aufgeregt in der situation, das entlädt sich dann so.


    Ihr solltet da früher handeln und grundsätzlich steuernder eingreifen.

    Da er dann meist schon völlig außer Puste ist, nimmt er das anders als zu Hause einfach so hin. Dennoch scheint er daraus nicht zu lernen, denn er macht es immer wieder.

    Nein, er lernt nicht, weil eure Reaktion zu spät kommt, er schon viel zu gepusht ist (da lernt es sich schlecht) und auch den Zusammenhang anscheinend auch nicht versteht.

    Wenn der Hund nicht versteht, was man von ihm will, heisst das, die Art des Lehrens funktioniert offensichtlich nicht.


    Barney schnappt sich den Wasserschlauch im Garten und versucht diesen kaputt zu machen.

    Was Welpe nicht haben soll, sollte nicht in Reichweite des Welpen sein. Oberste Regel.


    Bei den Häufchen (frisst der Kot anderer Hunde?) - ihr seid zu spät dran, wenn der Hund schon hat, was er wollte, und bietet ihm keine Alternative.


    Ich würde euch raten, einen Trainer für Einzelstunden im Alltag zu holen. Und überdenkt mal eure grundsätzliche Haltung.

    Ein Welpe ist nicht dominant. Der ist auch nicht gegen euch oder macht irgendwas mutwillig.


    Der weiß gar nicht, was ihr eigentlich wollt, soll NEIN und AUS akzeptieren - wichtiger wäre aber, ihm das RICHTIGE zu zeigen.


    Sorry für den Telegramstil, zu wenig Zeit - aber irh werdet noch ne Menge tipps bekommen und es lohnt sihc, die anderen Welpenthreads zu lesen. Alles gute.

  • Aus menschlicher Sicht gesehen ist Barney ein Kind, dass sich an der Supermarktkasse auf den Boden schmeißt, weil es kein Ü-Ei bekommt. Geringe Frustrationstoleranz und so… wäre nichts was ich ignorieren würde, vor allem nicht das in mich reinhacken, aber auch kein Drama machen. Abbruch üben, Alternativverhalten, ggf auch mal fixieren zum wieder runterkommen… und ggf etwas mehr aufräumen damit man sich in den Kriegen die man führt nicht verzettelt und aus dem Nein sagen nicht mehr rauskommt.


    Beim spielen einfach mal 5 Minuten eher anleinen und gehen, nach müde kommt doof und dann ist man schonmal garstig…🤷🏻‍♀️

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  • Dein Welpe ist ein Baby und mit Dominanzverhalten hat das was du beschreibst nichts zu tun.

    Aufreiten dient auch dem Stressabau, deswegen am besten den Hund früher aus der Situation nehmen.


    Die Trainer haben schon recht, Ruhe bewahren, konsequent Alternativen anbieten...dann gibt sich das Verhalten irgendwann.

  • Aus menschlicher Sicht gesehen ist Barney ein Kind, dass sich an der Supermarktkasse auf den Boden schmeißt, weil es kein Ü-Ei bekommt. Geringe Frustrationstoleranz und so… wäre nichts was ich ignorieren würde, vor allem nicht das in mich reinhacken, aber auch kein Drama machen. Abbruch üben, Alternativverhalten, ggf auch mal fixieren zum wieder runterkommen… und ggf etwas mehr aufräumen damit man sich in den Kriegen die man führt nicht verzettelt und aus dem Nein sagen nicht mehr rauskommt.


    Beim spielen einfach mal 5 Minuten eher anleinen und gehen, nach müde kommt doof und dann ist man schonmal garstig…🤷🏻‍♀️

    Genau diesen Ü-Ei-Vergleich hatte ich letztens erst im Kopf...


    Er ist unglaublich entspannt und lieb, außer er darf etwas nicht, dann wird er zickig.



    Das mit dem früheren Spielabbruch ist eine Möglichkeit... werde ich nächstes mal drauf achten. Danke.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hallo und willkommen im Forum!

    Mit Dominanz hat das Verhalten, das Du beschreibst, nun gar nichts zu tun. Das ist ein junger Hund, der - wie ein Kind - nicht die Weltherrschaft an sich reissen möchte, sondern einfach Grenzen braucht.

    Was Dein Hund zeigt, klingt nach Überforderung. Lies hier im Forum etwas quer und Du wirst bald feststellen, dass viele Halter, die mit ihren Hunden nicht zurechtkommen, keine adäquaten Grenzen setzen und ihren Hund nicht vor zu vielen Umwelteinflüssen und reizen schützen. Konkret bedeutet das: Ruhe ins System bringen und das Aktivitätslevel deutlich herunterfahren. Hunde - und hier wieder eine Parallele zu Kindern - können sich nicht selber einschätzen und wissen nicht, wann sie müde sind und schlafen sollten. Stattdessen drehen sie nur mehr und mehr auf und zeigen Verhaltensweisen, die sie in Phasen, in denen sie nicht überfordert sind, nicht zeigen.

    Das Spiel zu beenden, wenn Barney andere Hunde belästigt, ist absolut richtig. Ihr dürft aber auch Euch selber schützen. Beissen ist inakzeptabel. Ich versuche meinen Hund in erster Linie so zu führen und zu halten, dass er gar nicht erst in Situationen kommt, in denen er Verhalten zeigt, das ich nicht mag. In Eurem Fall heisst das, dass ihr schnell lernen solltet, zu erkennen, wann es kippt und Barney sich nicht mehr kontrollieren kann. Wichtig wäre es, bereits vorher einzugreifen und ihn zur Ruhe kommen zu lassen, ihn in seinen Welpenauslauf zu verfrachten und / oder ihm eine Alternative anzubieten, mit der er sich angemessen beschäftigen, wo aber keinen Schaden anrichten kann (ein gefülltes Kong-Spielzeug, einen Leckerliball, ein Kauholz, etc. sind hier Mittel der Wahl). Wichtig ist, dass der Hund bei der Aktivität herunterfährt und sich nicht noch mehr hochpusht. Wilde Zerrspiele oder Verfolgungsjagden sind also nicht angesagt.

    Für Hunde ist es wichtig, eine Rückmeldung zu erhalten, ob ein Verhalten erwünscht und angemessen ist oder eben nicht. Das kann auf ganz verschiedene Arten geschehen und ist von Eurem eigenen Wissen, Charakter und Eurer Kompetenz sowie dem Charakter des Hundes abhängig. Hierbei sollte Euch konkret ein Profi helfen. Mögliche Wege bei unerwünschtem Verhalten sind entweder eine sinnvolle Umlenkung des Verhaltens, eine kurze(!) Unterbrechung der sozialen Interaktion oder vielleicht ein klarer, dosierter, aber dennoch nachhaltiger Abbruch des Verhaltens. Was bei Euch aber angemessen ist, lässt sich aus der Ferne kaum beurteilen.

  • Dein Welpe ist ein Baby und mit Dominanzverhalten hat das was du beschreibst nichts zu tun.

    Aufreiten dient auch dem Stressabau, deswegen am besten den Hund früher aus der Situation nehmen.


    Die Trainer haben schon recht, Ruhe bewahren, konsequent Alternativen anbieten...dann gibt sich das Verhalten irgendwann.

    Ich habe bei dem Verhalten auch nicht gleich auf Dominanz geschlossen. Diese Aussagen kamen sowohl von den Hundetrainerinnen, als auch von einigen Hundehaltern aus dem Bekanntenkreis. Je öfter man es hört, desto eher glaubt man auch selbst daran.


    Es wird immer gesagt: "Ihr müsst aufpassen, weil er jetzt im dem Alter schon zu dominant ist".


    Daher kommen meine Sorgen, dass er eine gewisse Dominanz aufbaut, die in Zukunft zu Problemen führt.

  • Er ist unglaublich entspannt und lieb, außer er darf etwas nicht, dann wird er zickig.

    Übt ihr das "Verbieten" (ein Abbruchkommando, nehme ich an) denn auch mal in entspannten Situationen, in denen es ihm nicht so wichtig ist?


    Weil wenn er das prinzipiell gar nicht kennt und dann in einer hohen Erregungslage lernen soll, ist eigentlich vorprogrammiert, dass das nicht klappt.

  • Ich vermute, dass ihr bisher kein Abbruchkommando trainiert habt und Euer Zwerg deshalb so gestresst ist. Ihr wurschtelt Euch da vermutlich grad irgendwie durch, zieht oder drückt ihn vom Auslöser weg oder ähnliches. Damit können die meisten Hunde nicht wirklich was anfangen und es stresst sie. Da er seine Interessen logischerweise verfolgen möchte - das macht jeder Hund erst Mal, ist er frustriert und zeigt eben erst Mal ganz normales Frustverhalten.


    Auch das Aufreiten bei anderen Hunden ist Stressverhalten. Da fehlt der Fahrplan, das Lenken. Und das stresst einen Hund sehr.


    Was habt Ihr denn an Kommandos bisher geübt, die für die Situationen nutzbar wären?

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