Hund hat Angst vorm Keller - wie trainieren?

  • Liebe Foris,


    meine Borderine ist jetzt gute 1,5 Jahre alt und war schon immer eine ängstliche. Wir kommen aber inzwischen im Alltag gut klar mit den meisten Situationen und konnten verschiedene Angst-Situationen klären.


    Wegen des Kellers: Es gibt keinerlei echten Grund, warum wir da hin müssten, es ist also ein wäre-nett-wenn-Thema. Einfach, damit sie keine Angst mehr haben muss, am Keller kommen wir schließlich öfter vorbei und sie soll im Haus nicht unnötige Ängste ausstehen.


    Als sie ganz jung war, habe ich sie auch mit runter genommen, es war ihr nicht geheuer (wie so vieles), aber sie kam noch mit, aber ab irgendeinem Punkt war es vorbei. Die Kellertreppe geht sie schon nicht freiwillig, und mit etwas ziehen und locken und Leckerchen kommt sie noch bis zur untersten Stufe mit, aber dann ist alles aus. Natürlich ist ihr auch nie was schlimmes im Keller passiert, es gibt also keinen echten Grund für Angst.


    Versucht habe ich also: Mit tollen Leckerchen schönfüttern und locker einfach loslaufen und sie hinterherziehen und ihr erzählt, wie toll es da ist. Glaubt sie mir aber nicht.


    Wie könnte ich da anders rangehen?

  • Ich würde da überhaupt keinen Erwartungsdruck aufbauen und das Thema Keller einfach links liegen lassen. Ihr habt bestimmt im Alltag noch anderes und derzeit wichtigeres zu bearbeiten.


    Wenn deine Hündin nicht ständig die Sorge haben muß, daß sie da runter muß, wird sie sicher auch lernen, entspannt am Kellerzugang vorüberzugehen. Wenn du dem Thema keine Wichtigkeit verleihst.

    Sie wird ja auch noch weiter mental reifen und dann auch selbstsicherer werden.


    und mit etwas ziehen und locken und Leckerchen kommt sie noch bis zur untersten Stufe mit, aber dann ist alles aus.

    Ich vermute, genau mit diesem Trainingsansatz hast du dir das Thema Keller kaputtgemacht.


    Ziehen als Zwangsmaßnahme, auch leichtes Ziehen und auch in Verbindung mit Leckerli, wird auf jeden Fall negativ abgespeichert. Bis zur Leistungsgrenze gehen und darüber hinaus (also bis nach ganz unten führen und dann merken, daß nichts mehr geht) ist ebenso kontraproduktiv. Der Hund beendet die Lektion dadurch mit einer überaus negativen Erfahrung.


    Der richtige Ansatz wäre, ohne Leine und mit tollen Leckerlis schon ein kurzes Stehenbleiben ganz oben am Kellereingang zu belohnen und dann den Hund sofort aus der Situation zu entlassen. Also ganz weit vor dem Erreichen der Leistungsgrenze zu belohnen und die Übung zu beenden. Dann als Steigerung sich kurz in Richtung Eingang hinzustellen. Dann ein Leckerli von der obersten Stufe zu nehmen.

    Später dann eine Stufe tiefer, dann sofort zurück. Usw. Die größte und wirksamste Belohnung ist in diesem Fall immer, gleich wieder umdrehen zu dürfen.

    Aber da der Keller nun so negativ besetzt ist, würde ich ihn erstmal auf längere Sicht ganz vergessen.


    Vielleicht in 1, 2 Jahren, mit einer wesensmäßig gefestigteren Hündin noch mal einen Versuch machen. Wenn du glaubst, sie müßte doch mal aus dem einen oder anderen Grund mit in den Keller kommen.

    Ansonsten reicht es völlig, wenn sie den Keller dauerhaft als unwichtig einstufen kann.

  • Kann mich Dagmar nur anschließen. Ich würde den Keller erst mal komplett aus dem Fokus lassen, zumal Du ja selbst schreibst, dass sie da eigentlich gar nicht runter muss.


    Und wenn es doch (irgendwann) sein soll, würde ich im Training auch immer unterhalb ihrer Angstschwelle bleiben, und sie auf keinen Fall locken, bestechen etc.

  • Auf keinen Fall den Hund locken, bestechen oder runter ziehen. Damit machst du alles nur noch schlimmer.


    Wenn du das Thema angehen willst, dann geh bis zu dem Punkt, wo sie noch freillig ohne Locken mit kommt, sie sich vielleicht nicht mehr ganz wohl fühlt, aber es noch aushält. Und dann machst du da viele tolle Sachen. Es gibt Leckerlies, du fragst ein paar Tricks ab, die sie gerne macht. Das machst du für 2 Minuten und dann fertig. Du wiederholt das so lange, bis sie dort ohne Konflikt- und Meideverhalten mit dir hin geht. Dann gehst du etwas näher ran und machst dort dasselbe, bis sie sich auch an dem Punkt wohler fühlt. Wann gesteigert wird, gibt der Hund vor, er niemals zu etwas gezwungen oder in bedrohliche Situationen hinengelockt.

  • Ich schließe mich auch Dagmar an.

    Als wir Moja bekamen, war sie 8 mon alt und traute sich nicht, bei uns im Haus die offenen Treppen zu laufen. Wir ließen sie in Ruhe, weil es nicht nötig war, überhaupt die Treppen zu laufen, doch da wir oben schlafen war es ihr irgendwann nach 2 oder 3 Tagen zu blöd, allein zu bleiben und sie kam die Treppen rauf. Von ganz allein

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Mein Hund wird in diesem Jahr 9 Jahre alt, lebt seit der 9. Lebenswoche bei uns und war noch nie Keller.

    Er geht da einfach nicht runter.

    Ich mache da gar nichts und versuche das auch nicht zu ändern.

  • Ich würde mir Gedanken machen ob


    "Wegen des Kellers: Es gibt keinerlei echten Grund, warum wir da hin müssten, es ist also ein wäre-nett-wenn-Thema. Einfach, damit sie keine Angst mehr haben muss, am Keller kommen wir schließlich öfter vorbei und sie soll im Haus nicht unnötige Ängste ausstehen."


    Das so überhaupt eine "arbeitsgrundlage " ist

    Ich habe bei meinem Hund gelernt das meine "Haltung " zum Problem

    Und die Sinnhaftigkeit meiner Entscheidung und deren Durchführung

    erst überhaupt eine Problemlösung möglich machen


    Es gibt durchaus auch ein paar Aktionen wo das einzige Ergebnis

    Eine Art "nullnummer " wird weil ein Hund zwar die Aufgabe scheinbar bewältigt

    Aber nichts nachhaltig bleibt weil der Hund zuviel störende Emotionen hat

    Um wirklich lernen und profitieren zu können

    (Ein Vertrauensverlust ist bei manchen Aktionen auch durchaus zu befürchten )


    Manchmal war es für mich auch unvermeidlich unangenehme Situationen

    Für meinen Hund nicht so ganz optimal zu lösen

    Das bedeutet er musste mit etwas Nachdruck durch Situationen "durch "

    Solches hat aber selten einen optimalen Lerneffekt

    Eher durchaus auch mal ein Schritt zurück


    Man muss ein gutes Auge dafür entwickeln zu unterscheiden

    Will er grad nicht oder kann er grad (noch)nicht

    Und zusätzlich verstehen das sich einige Probleme durchaus

    Von alleine lösen wenn man zunächst andere Probleme löst

    Sich eine bessere Basis erarbeitet Dabei vertrauen beidseitig stärkt

    Und den Hund erstmal mit geeigneten Aufgaben wachsen und reifen läßt

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