Detection Dogs ... wer suchet, der findet.

  • Darf ich mich da reinschleichen? Ich habe zwar schon viel Nasenarbeit mit meinen Hunden gemacht, aber die eigentliche Scent Detection ist Neuland für mich. Habe im Dezember einen Tagesworkshop gemacht und möchte gern dranbleiben, bzw. weiterfahren damit, da es sich im Gegensatz zum Trailen immer und überall machen lässt.

    Deswegen mach ich es auch super gerne, man kann es quasi überall machen :bindafür:

  • So, dann werde ich hier in loser Folge berichten, wie es so läuft mit dem Aufbau bei uns. Wir sind ja wie gesagt noch ganz am Anfang, haben noch keinen Zielgeruch verknüpft. Einschlägige Erfahrungen habe ich keine, habe bloss vor Jahren mit Rhian mal einen Trüffelsuchkurs absolviert, was ich spannend fand. Ist dann aber letztlich an Problemen mit der Anzeige (eine recht komplizierte mit Rückverweisen) und mangelndem Interesse meinerseits gescheitert – ich mag eigentlich Trüffel gar nicht…..:fear:

    Für Emrys brauchte ich aus verhaltenstherapeutischen Gründen eine ultimative Nicht-Futter-Belohnung, die eine kleine Suche und Spiel kombiniert. Und genau sowas stand im Zentrum eines ausgeschriebenen Spürhunde-Workshops. Was ich über Suchverhalten und Motivation auf der HP der Trainerin lesen konnte hat mich sehr angesprochen, und auch der Mailkontakt war positiv. Spanielerfahrung ist auch vorhanden, da sie aktuell grad einen pubertierenden Working Springer ausbildet. Also nix wie hin.

    Für Emrys war es ideal, es waren letztlich nur 2 Teams, also fast wie ein Einzelcoaching. Erst mal ein Vortrag über ihre Ausbildungsweise (es gibt wohl wie überall mehrere Ansätze), dann startete die Praxis mit dem Finden der für den individuellen Hund passenden Spielbelohnung. Da war natürlich kreativer Input vom HF gefragt, wir konnten ausprobieren, das hat viel Spass gemacht. Das gemeinsame Spiel wurde dann in einen ritualisierten Kontext gebracht, so dass Anfang und Ende für den Hund klar ersichtlich sind. Sobald der Hund da schön fokussiert ist, kommt dann die Suche nach dem gewählten Lieblingsspieli dazu – erst sichtig, dann kurz ums Eck. Also rituelles Spiel – Suche – rituelle Spielbelohnung – Ende und runterfahren. Die Suche wird dann kleinschrittig ausgebaut.

    Emrys fand den Ort - ein Forstwerkhof – anfangs etwas gruselig, ist aber schnell aufgetaut und hat toll mitgemacht. Nachmittags konnte er in der Maschinenhalle und der Personalgarderobe schon richtige kleine Suchen machen; das Jagdspiel mit seiner Plüschratte hat ihn überzeugt. :bindafür:Ich sollte vorerst aber einige Wochen nur in der Wohnung üben. Was ja auch nicht ohne ist wenn man bedenkt, dass er da nur auf den Eigengeruch des Spielzeugs gehen kann, da es ja überall penetrant nach mir riecht.

    Der andere Hund – ein Dackel – war schon weiter, der hatte schon Zielgerüche konditioniert. Hat aber auch hauptsächlich am Belohnungssystem gearbeitet, da er manchmal lieber seine eigene Agenda verfolgt. Für ihn war dann ein sichtig gerollter Poddington Pod mit Leckerli drin der Hit. Gibt es nun auch mit Plüsch-Oberfläche, und das fand Emrys auch super – er steht auf Fell oder Plüsch! Musste ihm natürlich gleich so ein Teil kaufen…..

    Das war soweit der Workshop, wir hatten seither viel Spass mit Ratte oder Pod suchen in der Wohnung, und beginnen jetzt auch nach draussen zu gehen damit.

  • bei wem warst du? reine Neugier 😀


    ich schätze auch die Unabhängigkeit vom SD sehr. Wenn ich an Weiterbildungen bin und die Hunde mit müssen, werden Hotelzimmer oder die Ferienwohnungen zu prima Übungsgelände. Hund kann ordentlich was tun, hat Spass und ist danach zufrieden müde. Ich trainiere dabei ohne speziellen Zielgeruch, beziehungsweise belasse das einfach beim Kong, da wir den Aufbau über diesen gemacht hatten bei Flo.

  • bei wem warst du? reine Neugier 😀

    Aline Lüscher - die mit den Japankäferlarven. ;) Die Spielzeugsuche wird beibehalten, auch bei voll ausgebildeten Hunden. Ist auch das was ich für die Verhaltenstherapie brauche. Aber die Ratte ist für manche coole Verstecke zu gross. Da hätte ich ganz gerne noch einen speziellen Geruch, den ich als Tag an die Dinge hängen könnte, die ich regelmässig verlege. Wie den Zugangsschlüssel für die Waschmaschine zum Beispiel.:ugly: :doh:

  • da es sich im Gegensatz zum Trailen immer und überall machen lässt.

    Das schätze ich daran auch sehr. Bei mir ist es nach wie vor ein kleiner Gummischnipsel und wird es wohl auch bleiben, weil ich es lediglich zur Beschäftigung haben möchte. Mit meinem Nian mache ich in erster Linie Bodensuche im Radius der Leine (ich gehe mit ihm über die Fläche oder irgendwo lang - quasi Mini-Buschieren), höchstens mal auf Kopfhöhe, weil der alte Knabe ja ein arg kaputtes Knie hat. Meistens werfe ich den Schnipsel einfach blind auf eine Schotterfläche oder einen Feldweg.

  • Darf ich mich da reinschleichen? Ich habe zwar schon viel Nasenarbeit mit meinen Hunden gemacht, aber die eigentliche Scent Detection ist Neuland für mich. Habe im Dezember einen Tagesworkshop gemacht und möchte gern dranbleiben, bzw. weiterfahren damit, da es sich im Gegensatz zum Trailen immer und überall machen lässt.

    Deshalb lieben wir es auch. Zum einen zum Training, aber auch um dem Hund zwischendurch sinnvoll zu beschäftigen. Auf langen Autofahrten fahre ich z.B. gerne zwischendurch raus, wir suchen 15 Minuten und alle Beteiligten können danach entspannter weiterfahren.


    Und super, dass du gleich bei einer Trainerin warst, die sich auskennt. Die Scent Detection Kurse wachsen aktuell wie Pilze aus dem Boden... Ich hatte kürzlich bei einer Trainerin bei uns nachgefragt, ob sie Pläne bzgl. erfahreneren Trainingsgruppen und Single-/Doubleblinds hat. Da kam zurück, dass sie vorerst nur mit Kong trainieren will. :zipper_mouth_face:

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